Gottfried Mayerhofer {04.02.1871}

Vom Wesen des geistigen Magnetismus

aus 'Heil-, Diät- und Lebenslehr-Winke', Sammlung neu-theosophischer Schriften, Nr. 48, S.037 f., 1895, Neu-Theosophischer Verlag (J. Busch Nachf.), Bietigheim
(Enthalten auch in 'Heilung und Gesundheitspflege, S. 090 f.)



    GM.NT48.037,03] Deine Schwester in ihrer Herzensangst geht dich an, du sollst sie durch ein paar magnetische Striche dahin bringen, daß sie mehr Zuversicht auf ihre eigenen Kräfte bekäme. Nun, und du bittest Mich darum mit der Frage, was in diesem Falle geschehen solle?
    GM.NT48.038,01] Ich will also, um jedem seine Zweifel und seine Hoffnungen auf eine gerechte Art zu lösen, den Vermittler, den Heiland und den Magnetiseur selbst machen. Denn ohne Meine Hand, ohne Meine Hilfe ist dein Handausstrecken ja doch nur ein leibliches Beeinflussen und kein seelisch-geistiges, welches - durch Mich erst höher potenziert - die gewünschte Wirkung bei deiner Schwester hervorbringen kann. -
    GM.NT48.038,02] Also zur Sache! - Ich frage deine Schwester bloß: Hat sie denn nie gefühlt, daß das Gebet zu Mir Trost, Stärke, Seligkeit und Wonnegefühl gibt, wenn es so ganz aus dem Grunde des Herzens an Mich gerichtet ist? - Und wer bereitet denn dieses Gefühl? - Siehe, das bin Ich, durch Mein stärkendes Einfließen in die wunde Seele. Wo ist eine magnetische Kraft, die in ihrer Wirkung mit diesem Seligkeitsgefühle zu vergleichen wäre?
    GM.NT48.038,03] Deine Schwester soll es versuchen und soll zu Mir, zu ihrem Vater, ihr Herz in tiefster Demut erheben, soll Mir ihre Leiden und Sorgen vortragen, soll vor Meinem Throne zusammensinken in den Staub der Nichtigkeit. Und wenn sie dann daliegt ohnmächtig zerknirscht und nur alles Mir überlassend, wenn sie sich bis auf den kleinsten Punkt gedemütigt hat, dann werde Ich sie erheben. Denn in ihrer tiefsten Demut ist sie Mir gerade am nächsten. Dann werde Ich in sie den Trost, die Liebe und Geistesstärke einfließen lassen, um [sie zu lehren,] ihre vermeintlichen Mißhelligkeiten nicht so schwarz anzusehen und dieselben auch leichter ertragen zu können.
    GM.NT48.038,04] Meine Liebe ist der große Magnetismus, der alles anzieht und nichts von sich stößt. Wer sich in dessen Bereich begibt, kann nur gewinnen, aber nicht verlieren.
    GM.NT48.038,05] Daher raffe sie sich auf, zu Mir, ihrem Vater, den Blick zu erheben! Ich als Vater stoße kein Kind zurück, das flehend sich Mir naht - und um so weniger, wenn sein Herz ein Altar der Liebe geworden ist, wo das ewige Feuer dieser Meiner göttlichen Eigenschaft brennt, den ganzen Menschen durchleuchtet und sogar auch den Körper mit Seligkeit erwärmt.
    GM.NT48.038,06] Also diesen Magnetismus suche deine Schwester, und er wird ihr mehr Früchte tragen, als wenn du deine Hand ausstreckest, wobei gemäß deiner persönlich-geistigen Erhebung die Wirkung wohl vorhanden wäre, aber nicht vergleichbar mit derjenigen, [welche sich ergibt], wenn Ich Mein Vaterherz als Lohn einer kindlichen Ergebung in Meinen Willen darbiete. - Amen.


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