Gottfried Mayerhofer (26.04.1871)

Diätetische Winke vom Herrn

aus 'Heil-, Diät- und Lebenslehr-Winke', Sammlung neu-theosophischer Schriften, Nr. 48, S.068-069, 1895, Neu-Theosophischer Verlag (J. Busch Nachf.), Bietigheim


(zunächst für E.)
    GM.NT48.068,01] Mein liebes Kind! Du verlangst von Mir ein Wort wegen den verschschiedenen Zwischenfällen in deinem (sehr geschwächten) Gesundheitszustande.
    GM.NT48.068,02] Du willst immer von Mir und durch Meinen Schreiber wissen, was dein Herz und Meine Stimme im selben dir auf weit kürzerem Wege sagen könnte und schon oft gesaft haben.
    GM.NT48.068,03] Dein letztes Unwohlsein entstand wieder aus einem Diätfehler, wo du nicht genau beobachtetest, was dir schon öfter angeraten worden (nämlich die natürliche regelmäßige Lebensweise), und was Ich dir jetzt wieder ins Gedächtnis zurückrufen muß.
    GM.NT48.068,04] Erstens eine gewisse Regel in Bezug auf die Zeit des Essens, und zweitens eine gewisse Regel in Bezug auf was du issest.
    GM.NT48.068,05] Sieh, in Meiner Natur ist alles Regel, alles Ordnung, und je mehr der Mensch diesen Gesetzen entspricht, desto mehr wird er auch Ordnung im eigenen Leben, sei es geistig oder körperlich haben.
    GM.NT48.068,06] Das Leben gegen die Ordnung bestraft sich stets selbst, und wenn dem Fehler die Strafe auf dem Fuße folgt, dann fragt ihr bei Mir an, Ich soll dann helfen, wo eigentlich ihr als Fehlende selbst euch helfen sollet.
    GM.NT48.068,07] Belausche also du selbst deinen Organismus, sei aufmerksam auf eine jede Wirkung von eingenommener Speise oder Veränderung in der Kleidungsweise, halte besonders darauf, daß der Oberleib frisch, der Unterleib und die Füße warm und trocken bleiben, so wirst du Manchem entgehen, und deine Gesundheit wird sich immer mehr befestigen; denn deine Klagen vom Abnehmen der Gesundheit etc. sind nur Herzensergießungen des Momentes, wo du noch leidest, aber nicht immer Wahrheiten.
    GM.NT48.068,08] Vertaue auf Mich und beachte, was deine eigene Vernunft dir eingibt; vergiß im gesunden Zustande nicht der Leiden beim Unwohlsein, sondern laß diese Leiden einen getreuen Wächter sein, damit er dich vor Rückfällen bewahre.
    GM.NT48.068,09] Das ist alles, was Ich dir sagen kann, denn dir den Zusammenhang deines Unwohlseins im Unterleibe mit den Nerven im Kopf zu erklären, wie das Sonnengeflecht und das vierte Paar der Nerven dir diese Unfälle bereiten, ist nicht für dich, weil du weder deinen eigenen Organismus, noch den Zusammenhang der Nerven und ihre gegenseitige Korrespondenz kennst.
    GM.NT48.068,10] Würde Ich dir auch solches erklären, so hat es für dich keinen reellen Nutzen, weil dadruch dein Unwohlsein nicht gehoben wird, wenn du weißt, daß da oder dort ein oder der andere Nerve seine Funktion nicht verrichtet, oder durch Überreizung dir unangenehme Stunden bereitet; für dich genügt, die Ursachen zu vermeiden, welche solche Störungen im Nervensysteme hervorbringen können, das Weitere, wenn du es auch wüßtest, lindert deine Schmerzen nicht.
    GM.NT48.068,11] Daher Ich wiederhole: sei aufmerksam auf dich selbst, mache keine Fehler, so wirst du der Strafe dafür auch entgehen. Dieses sagt dir Dein Vater, der schon oft dir gezeigt hat, daß es Ihm weit mehr darum zu tun ist, dich geistig und körperlich gesund, als dich zwischen Konvulsionen und Schmerzen dahinsiechen zu sehen.
    GM.NT48.069,01] Tue du das deine, und sei versichert, Ich werde Meinen Segen und Meinen Einfluß nicht ermangeln lassen, dort dich zu unterstützen, wo deine eigene Kraft nicht ausreicht. Amen.


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