Bertha Dudde

Themenheft 152

Das Buch Jesus Christus


Inhaltsübersicht



BD 5747 empfangen  15.8.1953

Glaube an Mission Jesu Christi ....
Rechte Unterweisung ....

Was euch Menschen zum Heil gereichen soll, das leite Ich euch zu. Im Kampf um das Bestehen eurer Willensprobe auf Erden droht ihr zu versagen, weil ihr nicht die rechten Mittel anwendet, weil ihr noch schwachen Willens seid und nicht den Weg Geht, der euch Stärkung eures Willens sichert .... den Weg zu Jesus Christus .... Der Glaube an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk ist das einzigste und sicherste Mittel zum Bestehen eurer Willensprobe, aber gerade dieser Glaube fehlt der Menschheit. Und darum muss er als erstes im Menschen wieder erstehen, weil ohne Ihn einfach das Erreichen des Zieles unmöglich ist.

Darum soll das Wissen um Jesus Christus, um Seine Menschwerdung und Sein Erlösungswerk in den Menschen vorerst wieder lebendig werden .... sie sollen recht belehrt werden darüber, welche Mission der Mensch Jesus zu erfüllen hatte auf Erden, warum diese Mission nötig war und warum die Seele des Menschen Jesus sich erbot, dieses Erlösungswerk zu vollbringen .... Es soll den Menschen wahrheitsgemäß Kenntnis gegeben werden über den göttlichen Erlöser, auf dass der Glaube nun erstehen und lebendig werden kann, weil dann auch das Erreichen des Zieles auf Erden sicher ist. Um nun die Menschen recht zu unterweisen über dieses Problem der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, ist es auch nötig, ihnen weiteren Aufschluss zu geben .... über die Schöpfung und deren Zweck, über den Ursprung der Geschöpfe und Anlaß des gesamten Schöpfungswerkes ....

Der Mensch soll erfassen können, worin die Mission Jesu Christi bestand, auf dass er nun auch sinn- und zweckgemäß lebt auf Erden und .... weil er selbst zu schwach ist dazu .... die Hilfe Jesu Christi in Anspruch nimmt .... Es muss der Mensch wahrheitsgemäß belehrt werden, damit er sein Erdenleben recht nützt, damit es nicht vergeblich gelebt wird ohne Erfolg, ohne zur geistigen Vollendung zu gelangen, die der Mensch wohl erreichen kann, wenn er sich nur der rechten Mittel bedient. Was einst als Mein Wort den Menschen durch Jesus Christus gelehrt wurde, ist für viele Menschen nur ein totes Wort, das sie wohl sich eingeprägt haben als Ergebnis ihrer Erziehung, das aber noch nicht zur Auswirkung gelangen konnte, weil es nicht bis zum Herzen drang.

Die Menschheit wertet dieses Wort nicht aus, sie nimmt an verbildeten Lehren Anstoß und glaubt sich berechtigt dazu, alles abzulehnen, sie lässt Mein Wort nicht lebendig werden durch den Geist .... Und immer wieder versuche Ich, Mein Wort so lebendig zu gestalten, dass sie selbst das Leben spüren, dass in ihnen ein Verlangen erwacht, ständig von Mir angesprochen zu werden .... Und Ich kann dies nur in der Weise, dass einem jeden Menschen das geboten wird, was ihn anspricht, denn Ich will auch die Menschen gewinnen, die keinen Kontakt mehr haben mit Mir, die nichts gelten lassen wollen, was ihnen bisher als kirchliches Wissen bekannt ist .... die sich lösen möchten von allem und von Mir nun wieder gefangen werden sollen .... die Ich in Liebe verfolge, um sie doch wieder zu bewegen, Mich anzuhören und Stellung zu nehmen zu Meinem Wort ....

Und Ich brauche hierfür Mir ergebene Diener, die nun in Meinem Auftrag, in Meinem Willen tätig sind .... die Meine Ansprache anhören, sie festhalten und weiterleiten .... Ich brauche Menschen, die sich vom Gefühl leiten lassen, durch das Ich Selbst zu ihnen spreche .... Ich brauche Menschen, die Mir keinen Widerstand leisten, die Ich belehren kann so, dass sie mit dem nun empfangenen Wissen arbeiten können und dies auch tun in der Erkenntnis der Wichtigkeit ihrer Aufgabe, den Menschen Mein Evangelium zu bringen als lebendiges Wort .... so wie es von Mir ausgegangen ist .... Nur dieses lebendige Wort kann wieder zum Leben erwecken ....

Es muss Jesus Christus verkündet werden mit allem Eifer, weil die Menschheit in Gefahr ist, unerlöst zu bleiben, weil sie Ihn nicht mehr anerkennen will und doch anerkennen muss, soll die Erdenlebensaufgabe erfüllt werden .... Und das soll wieder den Zweiflern Beweis sein, dass Ich Selbst es bin, Der Sich kundgibt: dass Jesus Christus bekannt wird durch Mein Wort und das Bekennen von jedermann gefordert wird, der zum Leben gelangen will .... Und wer ernsten Willens ist, in der Wahrheit zu stehen, der wird darin den Beweis finden, dass Ich Selbst als Geber einer Lehre zu erkennen bin, die Jesus Christus und Sein Erlösungswerk allem anderen voranstellt und die Menschen zum Heil führen will, das nur in Jesus Christus gefunden werden kann ....

Amen


BD 8634 empfangen  3.10.1963

Geschichtliche Beweise von Jesus und Seinem Erlösungswerk nicht vorhanden ....

Es wird der Tod Jesu am Kreuz von den Menschen zumeist nur als ein rein weltlicher Akt angesehen, wenn sie überhaupt an Seine Existenz glauben. Sie sehen den Tod an als die Vollstreckung des Urteils an einem Aufwiegler, sie stellen ihn hin als einen Gerichtsfall, dem ein Vergehen des Menschen Jesus gegen die Obrigkeit zugrunde lag. Und für diese Menschen kann Sein Kreuzestod auch keine Erlösung bringen, weil sie nicht daran glauben, dass Er zur Sühne für eine schwere Schuld gestorben ist, die jeden Menschen belastet und von der nur jener frei werden kann, der an Ihn und Sein Erlösungswerk glaubt.

Solange also die Menschen nichts wissen um die Begründung des Erlösungswerkes, solange sie nichts wissen von der großen Urschuld der Menschen, die nur dieser Urschuld wegen leben auf der Erde, solange sie nichts wissen um die geistigen Zusammenhänge, die eben jenes Erlösungswerk Jesu erklären, werden sie auch nicht die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen. Sie werden Ihn immer nur als einen Menschen ansehen, Dem eine Mission angedichtet wurde, denn sie haben für diese Mission nicht das geringste Verständnis.

Und doch ist es das Wichtigste im Erdenleben eines Menschen, dass er sich zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk bekennt, dass er frei zu werden sucht von seiner großen Urschuld, die ohne Jesus nicht getilgt werden kann und darum auch die Anerkennung Jesu Christi erfordert, um davon frei werden zu können. Und gerade die Wichtigkeit dessen .... die große Bedeutung der Anerkennung Jesus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt .... müßte es euch Menschen verständlich machen, dass Ich immer wieder euch darüber ein Licht schenke.

Es müßte allein schon euch eine Erklärung sein für Mein ungewöhnliches Wirken, die reine Wahrheit von oben zur Erde zu leiten, denn geschichtlich lassen sich keine Beweise erbringen für den Vorgang der Kreuzigung sowohl als auch für alle diesen Vorgang begleitenden Umstände .... für den Lebenswandel Jesu und Seine zahllosen Wundertaten, die jeder Mensch leugnen wird, der nichts um die Kraft des Geistes, um die Kraft der Liebe weiss. Was die Menschen glauben, sind lediglich Überlieferungen von Mensch zu Mensch, die nicht durch Beweise erhärtet werden können und die darum ebensogut in das Reich der Legende verlegt werden können.

Es muss aber den Menschen immer wieder davon Kenntnis gegeben werden, dass Jesus Christus ihre einzige Rettung ist, wollen sie nach ihrem Leibestode in selige Gefilde eingehen .... Sie müssen aufgeklärt werden, dass sie nicht vergehen mit dem Leibestode und dass ihr Zustand nachher eben davon abhängt, wie sie sich zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk einstellen. Der Glaube an Ihn ist so wichtig, dass alles getan werden muss, um es den Menschen leichtzumachen, diesen Glauben zu gewinnen. Und es wird dies am ehesten möglich sein durch eine wahrheitsgemäße Darstellung Seines Erdenwandels, durch Aufklärung über Seine Mission, die nicht irdisch, sondern geistig begründet war. Und es gehört dann auch die wahrheitsgemäße Zuleitung eines Wissens dazu, das alles verständlich macht, was dem Erlösungswerk Jesu vorangegangen war ....

Wer in dieses Wissen eingeführt werden kann durch seine eigene Bereitwilligkeit, die Wahrheit zu erfahren, der wird auch nicht mehr zweifeln an der überaus wichtigen Mission des Menschen Jesus, und er wird Ihn und Sein Erlösungswerk anerkennen und sich auch den Mitmenschen gegenüber zu Ihm bekennen. Irdisch kann ihm zwar nichts von diesem Wissen bewiesen werden, nimmt er aber die Belehrungen durch den Geist entgegen, dann zweifelt er nicht, er glaubt überzeugt daran auch ohne Beweise, und er tritt selbst für die Wahrheit dessen ein.

Eines jeden Menschen Erdenleben ist vergeblich, wenn er nicht zu Jesus Christus findet und den Weg zum Kreuz nimmt. Und wenngleich es auch noch im jenseitigen Reich möglich ist, Ihn anzunehmen, so gehen ihm doch viele Gnaden verloren, die er auf Erden hätte nützen können, um die Gotteskindschaft zu erreichen, was ihm nur auf der Erde möglich ist. Und oft ist es schwer, im Jenseits zu einem kleinen Licht zu kommen, wenn die Seele ebenso verstockt ist wie auf Erden und keine Belehrungen annehmen will, die ihr von seiten der Lichtwesen gegeben werden.

Es wird daher alles noch getan vor dem Ende, um den Menschen die rechte Erkenntnis zu schenken über Jesus Christus, und darin könnt ihr auch die Begründung Meiner Offenbarungen ersehen, denn menschlicherseits kann euch darüber keine rechte Aufklärung gegeben werden. Doch immer werde Ich dafür sorgen, dass das Wissen um Jesus und Sein Erlösungswerk erhalten bleibt, und immer werde Ich Irrtümer berichtigen, denn nur die Wahrheit ist ein rechtes Licht, und die Wahrheit werdet ihr auch bedenkenlos annehmen können, wenn ihr danach verlangt und Mich bittet, dass Ich sie euch gebe ....

Amen


BD 8963 empfangen  15.4.1965

Entsprechen die Evangelien der Wahrheit? ....

Es ist eine verständliche Frage, die euch beschäftigt, wenn ihr in der Wahrheit zu wandeln begehrt. dass sich überall Veränderungen ergeben haben, ist nicht zu leugnen, weil Ich dem freien Willen des Menschen keinen Zwang antue, wenn er selbst Veränderungen vornimmt, teils als Folge falscher Übersetzungen, teils auch durch den Sprachgebrauch veranlaßt, der überall anders ist und auch die verschiedensten Auslegungen begünstigt. Und würdet ihr auf den Urtext zurückgehen, so sind auch diese Aufzeichnungen voneinander abweichend, aber sie entstellen nicht Meine Lehre, sie geben Meine Worte so wieder, wie Ich sie gesprochen habe, weil diese Meine Worte unvergänglich sind und bleiben werden.

Nun aber begehrt ihr, zu wissen, wer von Mir aus beauftragt gewesen ist, Meine göttliche Liebelehre sowie Meinen Lebenswandel niederzuschreiben und Ich kann euch darauf nur antworten, dass Johannes .... Mein Lieblingsjünger .... den direkten Auftrag von Mir hatte und er sonach auch diesem Auftrag nachgekommen ist.

Nun aber hat auch Mein Apostel Matthäus, der gleichfalls schreibkundig war, Schriften hinterlassen, doch mehr der irdischen Tatsachen Erwähnung getan, weshalb er Mir ein ebenso treuer Diener gewesen ist, doch es finden sich kleine Abweichungen bei seinen Aufzeichnungen, die aber nicht so zu erklären sind, dass jeder Schreiber die gleichen Ereignisse anders gesehen hat, sondern es handelt sich dann um doppelte Ereignisse, denn Ich habe oft das gleiche getan. Doch dieses Evangelium ist euch noch verborgen und ersetzt worden durch einen Jünger gleichen Namens, den der Geist Gottes getrieben hat, genau wie die Evangelisten Lukas und Markus, die erst in späteren Jahren aufgezeichnet haben, was sie hörten von Mir und Meinem Erlösungswerk.

Ihr könnt nun euch auch darauf verlassen, dass sie unter dem Einfluß Meines Geistes standen, ansonsten sie niemals ein solches Werk in Angriff genommen hätten .... Und jedem geistgeweckten Menschen wird es auch möglich sein, die kleinen Abänderungen zu erkennen, die im Laufe der Zeit sich eingeschlichen haben, aber immer wird er sich halten können an Meine direkten Aussprüche, da Ich „Mein Wort“ schütze vor Abänderungen. Zwar könnt ihr nun auch diese Meine Worte falsch auslegen, was ihr auch getan habt, und so den von Mir gesprochenen Worten eine andere Bedeutung gabet, die aber ein geistgeweckter Mensch immer erkennen wird als irrig.

Und wenn ihr nun wisst, dass ihr bedenkenlos auch alle Evangelien als von Meinem Geist vermittelt annehmen dürft, wenn ihr nur den Vorgang der Vermittlung in verschiedene Zeiträume verlegt, so ist wohl das Evangelium des Johannes das von Mir als erstes gegebene, weil Johannes gleichsam alles miterlebt hat und darüber auch am ausführlichsten berichten konnte. Doch auch den anderen Evangelien ist unbedenklich Glauben zu schenken. Denn sie widersprechen sich nicht, nur können sie im Laufe der Zeit kleine Ab (Ver) änderungen erfahren haben, die aber unbedeutend sind und erkannt werden.

Wenn sich die Übersetzer streng an den Urtext halten, wenn sie nicht selbst die Worte ändern ihrem Sprachgebrauch entsprechend, so kann auch angenommen werden, dass die Evangelien sich rein erhalten, doch letzteres sollte unterlassen werden, weil dadurch der Sinn vollkommen verändert werden kann. Und auch die „Erläuterungen“ erfordern einen geweckten Geist, es nützt dazu nicht das weltliche Studium, und ob es sich auch in geistigen Bahnen bewegt .... Und immer wieder werden solche „Erläuterungen“ gegeben, die vom rechten Denken ableiten, und es gibt so manche Stelle, die eine rein menschliche Auslegung gefunden hat, während sie nur geistig zu verstehen ist .... was aber immer nur das betrifft, wozu diese Erläuterungen gegeben wurden ....

Des freien Willens der Menschen wegen kann Ich es nicht verhindern, doch möglichst hüte Ich das Wort, das Ich zu Meiner Erdenlebenszeit gesprochen habe, auf dass euch darüber ein rechter Aufschluss werde, die ihr in der Wahrheit zu stehen begehrt .... Denn solche Fragen wird nur der Mensch stellen, dem es ernst ist, der sich nicht genügen lässt an einem Schrifttum, von dem er nicht den Ursprung weiss und er durch solche Fragen immer nur beweist, dass er die reine Wahrheit liebt und somit auch Mich Selbst, Der Ich die ewige Wahrheit bin ....

Amen


Abfall von Gott und geistige Finsternis – Anlaß der Mission Jesu Christi

BD 7067 empfangen  15.-17.3.1958

Erschaffungsakt der geistigen Wesen ....

Es ist Mein Wille, dass euch Licht werde, wo es noch dunkel ist in euch. Die Menschen, die nicht fragen, können keine Antwort bekommen, die aber wissen möchten und sich an Mich Selbst wenden, denen werde Ich auch Antwort zugehen lassen, auf dass sie Mich in Meiner Liebe und Weisheit erkennen lernen und Mir Selbst ihre Liebe schenken ....

Der Erschaffungsakt der geistigen Wesen war ein geistiger Vorgang, der euch Menschen erst dann wird verständlich sein, wenn ihr selbst in das Reich des Lichtes werdet eingegangen sein. Solange ihr auf Erden weilt, kann er euch nur in groben Umrissen gezeigt werden, eurem Begriffsvermögen entsprechend.

Dennoch werden diese nicht von der Wahrheit abweichen, doch sowohl die tieferen Begründungen als auch die unendlich vielen Zwischenvorgänge vermissen lassen, die auch nicht dazu beitragen würden, euch Erhellung zu bringen. Ihr könnt aber dessen gewiss sein, dass Ich euch nicht in verwirrtes Denken geraten lasse, die ihr nur in der Wahrheit unterwiesen zu werden begehrt.

Mich bewegte bei der Erschaffung des ersten Wesens nur der Gedanke, Mir ein Gefäß zu schaffen, das Meine immerwährend hinaus-strömende Liebekraft aufnehmen sollte .... weil Meine unbegrenzte Liebe sich verschenken und immer nur beglücken wollte .... Meine Liebekraft aber erzeugte unausgesetzt geistige Schöpfungen mannigfaltiger Art. Und Ich wollte darum auch etwas erstehen lassen, was Mir Selbst entsprach, also ein Ebenbild von Mir.

Und was Ich wollte, das geschah .... ein Wesen in höchster Vollkommenheit erstand neben Mir, an dem Ich Selbst Meine Freude hatte, das unaussprechlich schön war, das ein Abbild war Meiner Selbst und das nun von Meiner Liebekraft durchstrahlt wurde, so dass es ebenfalls zu unbegrenzter schöpferischer Tätigkeit befähigt war.

So wie Mich nun Mein Liebekraftquell veranlaßt hatte, sich ein Empfangsgefäß zu formen, in das er sich ergiessen konnte, so auch entstand nun in diesem Wesen der Wille und das Verlangen, den ihm unausgesetzt zugehenden Liebekraftstrom zu nützen und gleichfalls Wesen aus sich hervorgehen zu lassen. Es war also der gleiche Vorgang, der sich nun wiederholte, denn Ich wollte dieses erst-geschaffene Wesen teilnehmen lassen an der unfaßbaren Seligkeit, gleichgearteten Wesen das Leben zu geben, denn als „Ebenbild“ Meiner Selbst war es auch von den gleichen Empfindungen beseelt, es strömte über von Liebe, und die Kraft, die es ständig von Mir bezog, liess das Wesen auch nicht in Untätigkeit ....

Sie wirkte sich aus in ebenjenem Vorgang des Erschaffens unzähliger Wesenheiten .... Es konnten auch die nun erschaffenen Wesen nicht anders sein, als das erste von Mir Selbst-erschaffene Wesen war .... es waren höchst vollkommene, lichtstrahlende und übermächtige Geister, die alle dem Bilde entsprachen, das Ich Selbst aus Mir herausgestellt hatte.

Durch den Zustrom der Kraft aus Mir, die den Erschaffungsakt dieser Wesen erst möglich machte, war Ich Selbst also auch ihr „Schöpfer“, wenngleich erst der Wille des erst-geschaffenen Wesens diese Meine Kraft nützte. Alle Wesen also gingen aus Mir und Meinem ersten Ebenbild hervor .... und allen Wesen war die gleiche schöpferische Macht zu eigen.

Aber es war auch in allen urgeschaffenen Wesen Mein Wille tätig, es war das Heer urgeschaffener Geister zu Mir in heissester Liebe entbrannt, weil Mein Liebefeuer ihr Urelement war, weil sie Erzeugnisse waren der reinsten Liebe und somit auch alles Erschaffene positiv stand zu Mir ....

Endlose Zeiten vergingen in seligster Harmonie und ständigem Liebe-Austausch .... und es hätte sich dieser Zustand nicht zu wandeln brauchen. Dann aber nahm der Vorgang des Erschaffens eine andere Form an .... was nur geistig zu verstehen ist. Und dies wurde ausgelöst durch das Verlangen Meines erst-geschaffenen Wesens, des Lichtträgers, Mich Selbst zu schauen.

Die Liebe des Wesens galt Mir noch unverändert, und darum begehrte es, Mich zu schauen, obwohl es die Erkenntnis besaß, dass Ich als „Kraft- und Lichtzentrum“ dem von Mir Erschaffenen nicht schaubar sein konnte, das vergangen wäre angesichts Meiner Lichtfülle, die das Erschaffene .... als Lichtfunken Meiner Selbst .... aufgezehrt hätte und also darum ein Schauen nicht möglich war.

Und weil es Mich nicht schauen konnte, durchzuckte es der Gedanke, sich unabhängig von Mir zu machen und gleichsam als „selbst Schöpfer“ sich dem Heer urgeschaffener Geister hinzustellen .... ein Gedanke, der in ihm entstand als Folge des Verlangens wider bessere Erkenntnis, Mich zu schauen.

Alle Wesen besaßen auch als Attribut der Vollkommenheit den freien Willen, der aber stets auch mit Meinem Willen übereinstimmend war. Und dieser freie Wille liess auch jene gedankliche Verwirrung zu .... Also von Mir aus wurde der Lichtträger, Luzifer, nicht verhindert, seinen freien Willen verkehrt zu richten. Aber es geriet auch der Erschaffungsvorgang nun ins Stocken, d.h., sowie sein Wille nicht mehr mit dem Meinen in Einklang stand, verschloß er sich gleichsam Meinem Liebekraftstrom, doch immer nur vorübergehend, denn noch war sein Widerstand so gering, dass die Liebe doch durchbrach und er sich Mir wieder voll und ganz hingab, was nun auch unverminderte Liebekraftzufuhr bedeutete und also auch unverminderte schöpferische Tätigkeit.

Aber es tauchten die verkehrten Gedanken immer wieder in ihm auf, weil er sie nicht Mir Selbst vortrug und Ich sie hätte ihm widerlegen können .... Denn er schaltete Mich zeitweise aus und merkte es nicht, dass er sich selbst in seiner Kraft schwächte .... (16.3.1958) Denn sowie er die Bindung mit Mir lockerte durch verkehrt gerichtete Gedanken, wurde auch der Liebekraft-Zustrom geringer, was ihm aber nicht zum Bewusstsein kam angesichts der unzähligen Geisterschar, die er schon ins Leben gerufen hatte durch seinen Willen unter Nützung Meiner Kraft ....

Immer wieder muss hervorgestellt werden, dass Meine Kraft erst ihm das Erschaffen der Wesen ermöglichte und dass seine Liebe zu Mir ihm erst die Kraft eintrug .... woraus verständlich wird, dass ein Nachlassen seiner Liebe auch die Zufuhr von Kraft verringerte. Und wiederum war ein jedes erschaffene Wesen auch Beweis der Bindung Luzifers mit Mir .... also es konnte kein Wesen mehr erstehen, als Luzifer sich bewusst von Mir getrennt hatte, weshalb alle erschaffenen Wesen auch Mein Anteil sind, denn sie sind „Liebekraft aus Mir“.

Und dennoch war ein großer Teil aller erschaffenen Wesen von Mir abgefallen .... Und das berechtigt zu der Frage, ob die Wesen unterschiedlich beschaffen waren in ihrer Ursubstanz .... Ich stellte ein einziges Wesen selbständig aus Mir heraus .... Und dieses Wesen war Mein Ebenbild. Folglich also mussten die nun von diesem Wesen ins Leben gerufenen Geistwesen wieder völlig Mir und Meinem Ebenbild entsprechen .... Es waren die gleichen vollkommenen, in höchstem Licht strahlenden Geschöpfe, denn es konnte aus unser beider Liebe und Wille, die völlig gleich gerichtet waren, nur Höchst-Vollkommenes hervorgehen .... Wesen, die in keiner Weise dem erst-geschaffenen Lichtträger nachstanden ....

Sie waren also gleichfalls überaus machtvoll und erglühten in heisser Liebe zu Mir, wenngleich sie Mich nicht zu schauen vermochten. Aber sie erkannten Mich, denn Ich offenbarte Mich auch ihnen durch das Wort. Es war eine endlose Schar jener Geister, die in höchster Seligkeit Mich priesen und Mir Lob sangen, die in Ehrfurcht Mir zu dienen bereit waren und die immer nur in Meinem Willen wirkten, also Ebenbilder Meiner Selbst waren. Und es hätte diese unbeschreiblich selige Geisterschar die Liebe des Lichtträgers zu Mir stets mehr erhöhen müssen ....

Doch nun begannen in ihm verschiedene Empfindungen widereinander zu streiten: Er sah die in Herrlichkeit erstrahlenden Wesen und verlangte nun auch Mich Selbst zu schauen .... Er glaubte sich selbst, als den Wesen schaubar, Mir überlegen, und er wollte Mich nicht mehr als Den anerkennen, aus Dem alles hervorging, wenngleich er wusste, dass auch er selbst aus Mir seinen Ausgang genommen hatte.

Im Bewusstsein seiner ihn-durchströmenden Kraft begann er, die Löse zu vollziehen von dem Kraftquell .... ein Vorgang, der sich über Ewigkeit hinaus erstreckte, weil ihn immer wieder das Verlangen nach Beseligung zu Mir drängte und er darum auch immer wieder Kraft bezog zum Erschaffen immer neuer Wesen.

Und so waren auch diese Wesen in ihrer Ursubstanz das gleiche, nämlich von Mir ausgestrahlte Liebekraft; aber die zeitweilige Abkehr von Mir hatte auch auf den Erschaffungsvorgang einen gewissen Einfluß, indem der Wille und die Liebe jener Wesen sich ihrem Erzeuger weit mehr zuwandten als Mir .... Ich aber weder diese Wesen noch den Lichtträger anders zu bestimmen suchte.

Doch sie waren im gleichen Maße lichtvoll, sie erkannten Mich ebenfalls als ihren Schöpfer und konnten daher auch in Freiheit ihres Willens sich recht entscheiden, als diese große Entscheidung von ihnen gefordert wurde.

(17.3.1958) Es hatte Mein erst-geschaffenes Wesen Verbindung mit allen von ihm gezeugten Wesen, wie auch Ich mit allen Wesen untrennbar verbunden war, weil Meine Liebekraft sie durchströmte, wenn sie bestehenbleiben sollten.

Mein Gegner nun suchte die Bindung mit dem von ihm Erschaffenen auch dann noch zu halten, als es schon Mir abgewandten Willens war .... d.h., auch die ersten Geistwesen wurden von ihm zur Abkehr von Mir angeregt, und es erlagen seiner Versuchung also auch von ihnen einzelne, Luzifer riss auch jene in die Tiefe hinab, deren Erkenntnis wahrlich auch das Schändliche seines Planes hätte verabscheuen müssen.

Und es war deren Sünde noch weit größer, es ist der Weg der Rückkehr daher auch weit schwerer .... während jedoch die Mehrzahl der erstgeschaffenen Geister bei Mir verblieb, als sich der Anhang Meines nunmehrigen Gegners von Mir löste.

Der geheime Widerstand, den Luzifer Mir entgegenzusetzen begann, hatte zur Folge, dass ein endloses Heer geschaffener Geister teils für, teils wider Mich sich entschied, als die Willensprobe diesen gestellt wurde. Denn der Widerstand störte die bisher-geschlossene Einheit .... der gleiche Wille, die gleiche Liebe beherrschten nicht mehr Mein einstiges Ebenbild, es spaltete sich und diese Spaltung spürten nun auch die aus unserer Liebe hervorgegangenen Wesen, die nun beschaffen waren wie ihr Erzeuger, wenngleich Meine Kraft an ihrer Erschaffung beteiligt war.

Da aber bei den zuerst ins Leben getretenen Geistwesen jener Widerstand noch nicht vorhanden war, da Liebe und Wille des Lichtträgers völlig in Mir aufgingen, konnten auch aus dieser Liebe nur Wesen hervorgehen, die uns völlig entsprachen, die in strahlender Lichtfülle und unbegrenzter Kraft getreue Abbilder Meiner Selbst waren sowie auch Abbilder des Wesens, das Ich in Meiner Liebe aus Mir herausgestellt hatte .... und die auch bis auf wenige Ausnahmen bei Mir verblieben.

Und in letzteren spielte sich der gleiche Vorgang ab wie in Luzifer: dass sich der freie Wille verkehrt richtete .... dass sie ihren Gott und Schöpfer zu schauen begehrten und aus Meiner notwendigen Unsichtbarkeit falsche Schlüsse zogen, indem sie das ihnen „Schaubare“ anerkannten als ihren „Gott“, der sich selbst nun auch überhob und unzählige Wesen zu sich zog, die alle die Bindung mit Mir also willensmäßig lösten und dadurch in die Tiefe stürzten ....

Alle erschaffenen Wesen erstrahlten einst in Licht und Kraft, weil ohne Meinen Liebekraftstrom nichts hätte erstehen können. Die verminderte Lichtstrahlung setzte erst ein mit der verminderten Liebe Luzifers zu Mir, was aber nicht bedeutet, dass es jenen Wesen gemangelt hätte am Licht der Erkenntnis, denn im Moment der Erschaffung durchflutete auch Meine Liebekraft wieder den Erzeuger alles Wesenhaften; aber es wurden ebenjene Momente immer seltener, bis er sich willensmäßig wider Mich erhob und nun keinerlei Kraftzufuhr mehr empfangen konnte, weil er selbst sie zurückwies im Glauben, ebenso kraftvoll zu sein wie Ich ....

Und nun verfinsterte sich auch sein Geisteszustand. Er .... der einst Mein Ebenbild war .... er ist zu Meinem Gegenpol geworden, er ist in seinem Wesen völlig gegensätzlich, er ist in äußerste Tiefe gesunken und mit ihm sein Anhang, in dem er seine vermeintliche Macht und Stärke sieht. Das höchste Wesen, aus Meiner Liebe hervorgegangen, ist zutiefst gesunken, weil es seinen freien Willen, das Merkmal göttlicher Herkunft, missbraucht hat ....

Und einem jeden Wesen stand es frei, diesen Willen zu richten zu Mir oder zu ihm, jedes Wesen konnte die Willensprobe bestehen, weil jedes Wesen im Licht der Erkenntnis stand und auch über Kraft verfügte, dem Drängen seines Erzeugers Widerstand zu leisten ....

Aber auch jedes gefallene Wesen wird Meine Liebe nicht verlieren, denn Meine Liebe liess es erstehen, und Meine Liebe läßt es auch ewiglich nicht mehr vergehen, aber bevor es nicht seinen Widerstand aufgibt, wird es Meine Liebe nicht zu spüren vermögen und darum unselig sein.

Aber auch sein Widerstand wird nachlassen, und das Wesen wird einmal wieder Meine Liebe suchen und den Weg der Rückkehr zu Mir bewusst gehen .... Und dann wird es auch Meine unermessliche Liebe erkennen, es wird seinen Gott und Schöpfer erkennen in Jesus Christus, in Dem Ich Selbst für alle Wesen der schaubare Gott wurde, Den zu sehen sie begehrten und Der ihnen den Weg bereitet hat zurück zum Vaterhaus ....

Amen


BD 8702 empfangen  17.12.1963

Langsame Aufwärtsentwicklung der Wesen in der Schöpfung ....

So vernimm Folgendes: Als Ich die einst als Wesen von Mir ausgestrahlte Kraft umwandelte zu Schöpfungswerken verschiedenster Art, begann die langsame Aufwärtsentwicklung dieser Wesen im aufgelösten Zustand .... Es war anfangs ein unvorstellbares Gewoge geistiger Substanzen, die langsam Form annahmen, als die geistige Kraft verdichtet wurde durch Meinen Willen zur Materie und diese Materie wieder so verschieden geartet war, dass euch Menschen dieses nicht verständlich gemacht werden kann.

Nach Meiner Weisheit und Meiner Liebe hatte Ich einen Heilsplan entworfen für das von Mir einst abgefallene Geistige, der eben in der Schöpfung zur Ausführung kommen sollte. Und es war der Zweck Meiner Schöpfung, das in ihr gebundene Geistige zum Dienen zu veranlassen, also musste ein Schöpfungswerk für das andere nötig sein, damit eine langsame Aufwärtsentwicklung möglich wurde. Die dienenden Funktionen im Anfang der Schöpfung sind euch Menschen nicht vorstellbar zu machen .... erst als die Schöpfungswerke schon mehr einen festen Bestand annahmen, begann auch eine wenn auch sehr geringe Tätigkeit in diesen Schöpfungen.

Und jede Tätigkeit bezeugt Leben, jede Tätigkeit bringt eine Veränderung zuwege, so dass also auch die Formen sich ständig veränderten, dass sie sich entwickelten zu immer größeren Schöpfungswerken, von denen ein jedes eine Aufgabe zu erfüllen hatte, die Mein Wille bestimmte und die auch Meinem Willen gemäß ausgeführt wurde, weil sich das Geistige Meinem Willen nicht widersetzen konnte. Und so entstand also die Schöpfung nicht im Augenblick aus Meinem Willen heraus, sondern es legte das darin gebundene Geistige oder die „umgeformte Kraft“ einen langsamen Entwicklungsweg zurück, auf dass auch der Widerstand langsam nachliess und sich dies im Dienen äußerte, das zwar immer noch Meinem Mußgesetz unterlag, dennoch eine Verringerung des Widerstandes bewies ....

Und so ist euch auch der Vorgang der Aufwärtsentwicklung durch die Gesteins-, Pflanzen- und Tierwelt bis hinauf zum Menschen erklärt worden, dass ständig die Außenformen das in ihnen gebundene Geistige freigaben und dieses sich sammelte, um wieder in einer größeren Form Aufenthalt zu nehmen und weiterzudienen, bis alle einem gefallenen Urgeist angehörenden Partikelchen sich gesammelt haben und sich nun als „Seele“ im Menschen verkörpern können ....

So wie es aber in der Tierwelt vor sich geht, dass kleine und kleinste Lebewesen durch Zusammenschluss mit in gleichem Entwicklungsgrade stehendem Geistigen nach ihrem Vergehen eine größere Außenform beziehen, so vollzog sich auch der Vorgang der Entwicklung weiter, und es wurden durch Meine Liebe und Weisheit immer neue Formen geschaffen, die das bestimmte Geistige aufnehmen konnten .... In der Natur nun seht ihr das als „Entwicklung“ eines kleinen Lebewesens zu einem immer größeren an ....

Doch einstmals musste Ich eine jede Form neu schaffen, die noch nicht vorhanden war. Und ob auch diese Formen sich ständig vergrößerten und den vorangehenden Formen ähnelten, war es immer ein Erschaffungsakt Meinerseits, der zwar von seiten der Menschen nicht beobachtet werden konnte, weil noch kein Mensch mit Verstand und freiem Willen begabt die Erde belebte. Doch Mein Plan seit Ewigkeit lag fest, und Ich wusste sonach auch um das Geschöpf, das als „Mensch“ über die Erde gehen sollte zwecks Ablegung der letzten Willensprobe ....

Und das noch in den verschiedenen Schöpfungswerken gebundene Geistige wurde daher in immer neue Schöpfungen versetzt .... je mehr sich das einzelne Geschöpf in seiner geistigen Substanz dem Ausreifen näherte .... Immer größer wurden die Schöpfungswerke .... womit nicht das körperliche Ausmaß zu verstehen ist, sondern die Beschaffenheit der einzelnen Lebewesen, ihre Funktionen und ihre Fähigkeiten gemeint sind .... Doch ein jedes neue lebende Geschöpf war ein Werk Meiner endlosen Liebe und Weisheit und Allmacht .... das dann wieder sich fortpflanzte, aber immer dasselbe Werk blieb, als das Ich es herausgestellt hatte ....

Versteht es, kein Lebewesen wird sich in seiner Beschaffenheit ändern, und wo ihr eine Veränderung oder Weiterentwicklung festzustellen glaubt, hat es sich bei seinem Entstehen um einen Schöpfungsakt Meinerseits gehandelt. Und so auch hat es sich bei jedem Menschen-ähnlichen Wesen, das die Erde bewohnte, bevor der erste Mensch erschaffen war, immer um Neuschöpfungen gehandelt, die aber in ihrer Art blieben, so wie sie als Produkt Meiner Allmacht erschaffen waren, und da sich das in ihnen gebundene Geistige stets mehr aufwärtsentwickelte, ist auch durch Meinen Willen eine immer mehr dem Menschen ähnliche Außenform erschaffen worden, doch immer lag dieser Erschaffung Mein Wille zugrunde, der sich wieder als Naturgesetz auswirkte .... was ihr Menschen nun als naturmäßige Höherentwicklung der Wesen bezeichnet ....

Es kann aber niemals der Mensch als ein solches Produkt naturmäßiger Entwicklung betrachtet werden, denn dieser ist eine Schöpfung für sich, aus Meiner Allmacht, Liebe und Weisheit hervorgegangen und so gestaltet, dass er eine hohe Aufgabe erfüllen soll und kann auf Erden. Und ob ihr noch so kluge Tiere zu selbständigem Denken und frei-wollenden heranzubilden sucht, es wird euch dies nie und nimmer gelingen, denn die Fähigkeiten, die der Mensch besitzt, liegen in keinem Tier verborgen, denn es ist der Mensch das einzige Wesen in der Schöpfung, das Denkfähigkeit, Verstand und freien Willen besitzt .... was sich aber niemals langsam heranbilden lässt, was auch keine Merkmale einer langsamen Aufwärtsentwicklung eines Geschöpfes sind, sondern nur beweist, dass der Mensch ein Schöpfungswerk für sich ist, durch Meinen Willen und Meine Macht ins Leben gerufen, um eine Aufgabe zu erfüllen.

Und es konnte das Schöpfungswerk „Mensch“ erst dann in die Welt gesetzt werden, als die einst gefallenen Urgeister schon die langsame Aufwärtsentwicklung durch die Schöpfung zurückgelegt hatten, weil der Mensch nun einen solchen gefallenen Urgeist als Seele in sich bergen sollte. Es gilt das Wort „Entwicklung“ immer nur für das in jenem (jedem) Schöpfungswerk sich bergenden oder gebundenen Geistigen, das diese Aufwärtsentwicklung zurücklegen muss, während die materiellen Schöpfungswerke immer als Erschaffungsakte anzusehen sind, weil Mein Wille diese äußeren Formen ins Dasein rief, auf dass sie dem Geistigen dienten als Außenform, die selbst durch Dienen zur Höhe gelangen sollte.

dass Mein Wille auch gleichzeitig „Naturgesetz“ bedeutet, dem sich kein Schöpfungswerk widersetzen kann, solange es noch nicht ein geistig reifes Wesen in sich birgt wie der Mensch, wird auch das Wort „Entwicklung“ verständlich werden lassen .... aber niemals die Behauptung rechtfertigen, dass der Mensch selbst sich entwickelt habe .... denn er war ein Schöpfungswerk für sich, das Mein Wille und Meine Liebekraft ins Leben rief ....

Amen


BD 5802 empfangen  5.u.9.11.1953

Adam ....
Urgeist ....
Luzifers Versuch ....
Sprengen der Form ....

Wer sich zur Wahrheit durchringt, der lässt alle Finsternis hinter sich, er wird für alles eine Erklärung haben, er wird wissen um den Zusammenhang aller Dinge, er wird erkennen, dass sein Weg aufwärts führt, dass er die Verbindung mit Gott gefunden hat, dass er nicht mehr irren kann, weil Gott Selbst ihm die Wahrheit zuführt. Zur Wahrheit durchringen aber heisst, sie vorerst ernstlich begehren und dann das Herz dafür aufzuschliessen, was ihm nun an Wissen zugetragen wird .... sei es von außen oder auch von innen in Form von Gedanken .... Denn das Herz wird annahmewillig oder abwehrwillig sein für Wahrheit und Irrtum und also auch entsprechend auf den Menschen einwirken.

Die Wahrheit muss insofern errungen werden, als dass der Wille des Menschen selbst tätig werden muss .... sie kann nicht dem Menschen einfach vermittelt werden, der sich vollständig passiv verhält, der nicht selbst will und die erforderlichen Anstalten trifft, um in ihren Besitz zu gelangen. Denn dieser wird in der Dunkelheit seines Geistes verbleiben und nicht zur Höhe gelangen. Die Wahrheit aber ist der Weg nach oben .... Die Wahrheit ist das von Gott Selbst den Menschen zugeführte Geistesgut, das in jedem Menschen einen Empfänger sucht, das jedes Menschen Wille sich aneignen kann, weil es in verschiedenster Art dem Menschen vermittelt werden kann .... doch immer das Verlangen danach voraussetzt.

Wer sich aber in ihrem Besitz befindet, der steht nicht mehr in der Finsternis, für ihn ist alles sonnenklar, für ihn gibt es keinen Zweifel mehr, denn was ihm noch unklar ist, wird ihm auf seine Bitten hin auch erläutert, so er sich nur an den Quell der Wahrheit wendet .... so er Gott Selbst seine Zweifel und Fragen vorlegt und nun darauf wartet, was Gott ihm durch das Herz antwortet .... Das Verlangen nach der Wahrheit, die gedankliche Verbindung mit Gott und sein Lauschen nach innen garantiert ihm auch eine klare wahrheitsgemäße Antwort. Und das sollt ihr Menschen wissen, dass es für euch nichts Ungeklärtes zu geben braucht, wenn ihr nur Aufklärung wollt und jede Frage Dem unterbreitet, Der die Wahrheit Selbst ist und Der sie auch Seinen Erdenkindern vermitteln will, um ihnen Licht zu geben, um ihnen den Weg nach oben zu erleuchten:

(6.11.1953) Der erstgeschaffene Mensch war seinem Leibe nach auch ein Erschaffungsakt Meiner Liebe. Ich musste dem gefallenen Geistigen dann eine Außenhülle schaffen, als es sich aus der Tiefe wieder so weit emporgearbeitet hatte, dass es also die letzte Willensprobe in aller Freiheit ablegen konnte .... Ich musste Formen schaffen für alle von Mir einst erschaffenen Urgeister, die sich nach endlos langer Zeit wieder in allen einstmals aufgelösten Substanzen gesammelt hatten, die also wieder als Ich-bewusste Wesenheiten warteten auf das Zulassen zu einer Tätigkeit .... Die Außenform für einen solchen Urgeist zu schaffen war nichts anderes als die endlos vielen Schöpfungswerke, die zuvor erstanden waren .... es war der aus Mir herausgestellte Gedanke, der durch Meinen Willen auch schon in seiner Ausführung vor Mir stand.

Dieser erschaffenen Form nun aber das Leben zu geben war nur möglich durch das Durchströmen Meiner Liebekraft .... Das urgeschaffene Geistige aber war ausgeströmte Liebekraft von Mir .... Also brauchte es nur die Außenform in Besitz zu nehmen, um es zu einem lebenden Wesen werden zu lassen. Das Geistige stand kurz vor seiner Vollendung .... doch darum weit davon entfernt, weil ihm die letzte Erkenntnis fehlte .... weil die auf dem Geistigen lastende Sünde ihm die volle Erkenntnis geraubt hatte und es also in diesem Zustand Belehrungen und Gebote benötigte .... es also langsam zur Erkenntnis heranreifen sollte durch den Gehorsam jenen Geboten gegenüber ....

Es hat ein großer geistiger Kampf zuvor stattgefunden, weil es dieser gefallenen Urgeister in großer Zahl gab, die in der ersten von Mir geschaffenen Form Aufenthalt nehmen wollten .... Denn das wussten sie, dass nur in der Form eines Menschen sie wieder Zugang fanden zu Mir, dass sie zu unbeschränkter Kraft- und Lichtfülle nur gelangen konnten durch ein Probeleben, in dem sie beweisen sollten, wie sie die ihnen zur Verfügung stehende Kraft nützten .... Ich Selbst aber bestimmte den Urgeist, der in dem ersten Menschen Aufenthalt nehmen sollte ....

(7.11.1953) Denn Ich allein wusste darum, wessen Widerstand gegen Mich so nachgelassen hatte, dass ihm die letzte Erdenlebensprobe auferlegt werden konnte; Ich wusste es, wessen Willen den Versuchungen Meiner Gegenkraft hätte standhalten können. Und Ich wählte darum einen Urgeist, der einstmals führend war beim Abfall der Geister .... dessen Sünde darum wohl schwerer auf ihm lastete, den zurückzugewinnen aber Meine Liebe überaus bemüht war, weil ihm dann gleichfalls unzählige Wesen gefolgt wären und die Erlösung weit rascher vor sich gegangen wäre .... Ich wusste zwar seit Ewigkeit um das Versagen dieses Urgeistes .... Dennoch war er durch seinen in den Vorstadien gewandelten Willen der stärkste Geist, der also auch berechtigt war, als erster in den Zustand des freien Willens versetzt zu werden, und der darum die meiste Aussicht bot, die Willensprobe zu bestehen ....

Die Form des ersten Menschen nun war .... bevor dieser Urgeist sie bezog, auch Luzifer sichtbar, der wohl wusste, dass diese Form die Durchgangspforte war aus dem Reiche der Finsternis, aus seinem Bereich, in Mein Reich, in das Reich des Lichtes .... Er wusste auch, dass er .... wollte er seinen Anhang nicht verlieren .... jedes Mittel anwenden musste, um Mir in dieser dem Menschen zugebilligten Probezeit das Geistige abzuringen, um die Probe zu seinen Gunsten ausfallen zu lassen ....

Die von Mir erschaffene Form war noch ohne Leben, als Luzifer sich ihrer bemächtigte, um sie mit seinem Geist probeweise zu beleben .... doch sein ungebändigter Geist sprengte die Form, und er war sich dessen sicher, dass ein jeder in diese Form gebannte Geist sie sprengen würde und nimmermehr die Gefahr eines Verlustes für ihn bestand .... Diesen Versuch liess Ich zu und bewies ihm nun, dass seine Vermutung falsch war .... Denn das Geistige, das sich im Menschen verkörpern sollte, war durch den langen Entwicklungsgang in der Schöpfung nicht mehr gleichen Willens wie Luzifer; es bezog die letzte Außenform willig, und jener Urgeist war nahe dem Urzustand, und die Außenform erschien ihm keine Fessel vor dem Sündenfall .... Denn er war Herr der Schöpfung, er konnte gebieten wie ein Herr über die ihm zur Verfügung stehende Erde mit jeglicher Schöpfung .... Er war macht- und kraftvoll .... nur Meiner Macht unterstellt, die ihm nur ein leichtes Gebot gab, dessen Befolgen jede noch ihm auferlegte Fessel gesprengt hätte ....

Und als Luzifer dies erkannte, sann er auf Mittel, den Menschen am Befolgen jenes Gebotes zu hindern, und da er selbst die Form des ersten Menschen kannte, suchte er auch ihm sie unleidlich zu machen, indem er sie als Fessel darstellte .... indem er die Freiheit davon als von dem Übertreten jenes Gebotes abhängig hinstellte .... und also den Urgeist innerlich wieder auflehnte wider Mich, dass Ich ihm nicht die volle Freiheit gab .... Es war ein bewusstes Irreleiten, dem der erste Mensch hätte Widerstand leisten können, wenn er sich nur an Mein leichtes Gebot gehalten hätte .... wenn er vorerst sich hätte genügen lassen an dem Besitz von Macht und Kraft, die ihn wahrlich beseligte, bis Mein Gegner ein unreines Begehren in ihm entfachte .... größer zu sein als Der, Der ihm als Macht über sich erkenntlich war .... um Den er wusste und Dessen Gebot er dennoch missachtete ....

Der Sündenfall des ersten Menschen war sonach eine Wiederholung des ersten Falles des Urgeistes. Er folgte Luzifer und riss unzählige Wesen mit hinab zur Tiefe .... wie nun auch alle Nachkommen des ersten Menschen in den Schwächezustand sündiger Menschen versetzt waren so lange, bis Jesus Christus ihnen zu Hilfe kam, bis Jesus Christus die Willensstärke den Menschen erwarb durch Seinen Tod am Kreuz, bis Jesus Christus Seinen starken Willen den Versuchungen Luzifers entgegensetzte und ihn bezwang ....

(8.11.1953) Nichts hätte das erstgeschaffene Wesen, Luzifer, dazu bewegen können, den Erdengang als Mensch zurückzulegen, solange er selbst sich noch als Herr der Geistwelt fühlte, die mit ihm Mir abtrünnig wurde, denn er selbst war den Gang durch die Materie, durch die Schöpfung, vor der Erschaffung der ersten Menschen nicht gegangen .... Er war noch immer als wesenhafter Geist willensmäßig Mein stärkster Gegner, er fühlte sich selbst als Herr der Schöpfung, die das ihm zugehörige Geistige barg, wenngleich er selbst auf dieses Geistige keinen Einfluß hatte.

In ihm selbst also war noch ungebrochener Widerstand, und nimmermehr hätte er sich einen Zwang gefallen lassen, nimmermehr hätte er freiwillig sich in eine Form gegeben, die Mein Wille erschaffen hatte .... weil er alle Formen für das Geistige, alle Schöpfungswerke, haßte und sie zu zerstören suchte .... Die Macht über die Schöpfungswerke aber war ihm genommen, dagegen der Einfluß auf das Geistige dann eingeräumt, wenn dieses wieder frei sich entscheiden sollte für Mich oder für Ihn .... Er wusste auch, dass er selbst eine Form nicht zerstören konnte, sowie sie von geistigen Wesenheiten bewohnt war, und darum nahm er die Form des ersten Menschen zuvor in Augenschein, denn sein Ziel war, den Urgeist, der darin verkörpert werden sollte, zu veranlassen, selbst seine Außenform zu sprengen .... weil er glaubte, ihm dann die Freiheit zu verschaffen, die Ich durch die Schöpfungswerke dem Geistigen genommen hatte .... Er wollte Mich hindern, den Heilsplan zu Ende zu führen.

Die Gegnerschaft zwischen Mir und ihm bestand seit seinem Abfall und wird von seiner Seite aus nimmer aufgegeben werden, bis er sich völlig kraftlos erkennt und in tiefster Schwäche und Niedrigkeit (9.11.1953) um Zuwendung von Kraft bittet .... Darum wäre es auch unmöglich gewesen, ihm die erste Menschenform zum Aufenthalt zu geben. Denn in ihm war nicht der Wille zur Höhe, während das im Mußzustand durch die Schöpfung gegangene Geistige schon in seinem einstigen Widerstand gegen Mich nachgelassen hatte und nur noch einmal das Aufgeben des Widerstandes gegen Mich und Meine Liebekraft unter Beweis stellen sollte. Und Luzifer wusste es, wie weit dieses Geistige schon im Abstand zu ihm war, und er wusste es auch, dass nun die Gefahr bestand, es ganz zu verlieren. Und da der im ersten Menschen eingezeugte Urgeist einst eine starke Stütze von ihm war, war ihm auch an seinem Fall ganz besonders gelegen .... Er wusste aber auch um dessen nunmehriges Verlangen, frei zu werden von jeglicher materiellen Fessel ....

Diesem Urgeist gesellte Ich nun ein zweites Wesen zu, das ihm gleichzeitig zur Unterstützung, aber auch zur Erprobung seines Willens dienen sollte. Ein jeder hätte dem anderen beistehen können, das letzte Ziel zu erreichen, Ich legte nicht die Verantwortung auf eine Schulter allein .... beiden gab Ich das Gebot, und beide konnten gemeinsam das Ziel erreichen .... Und dieses zweiten Wesens bediente sich Luzifer, der dessen geschwächten Willen erkannte und durch ihn zum Ziel zu gelangen hoffte ....

Die Willensprobe musste gefordert werden von dem ersten Menschenpaar, und zur Erprobung mussten auch die Gegenkräfte wirken können, denn auch Luzifer kämpfte um seine Geschöpfe, die er nicht hergeben wollte, wenngleich sie auch Mein eigen waren. Sein Plan gelang ihm, hielt Mich aber dennoch nicht ab, unzähligen Wesen in der Folge immer wieder die Möglichkeit zu geben, sich zu verformen in den Menschen auf dieser Erde und also zu immer höherem Reifegrad zu gelangen, wenngleich durch den Fall des ersten Menschenpaares die Pforte zum Lichtreich verschlossen blieb, bis Jesus Christus kam ....

Es war die Erlösung der Geistwesen durch die erste Sünde aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, denn was der erste Mensch nicht geschafft hat, das hat der Mensch Jesus erreicht .... Er war stärker als Mein Gegner, denn Er bediente Sich Meiner Kraft .... Er war und blieb durch die Liebe mit Mir verbunden und tat freiwillig, was die ersten Menschen nicht als Gebot erfüllt haben .... Er unterstellte Sich völlig Meinem Willen und bewies Seine Hingabe an Mich durch Sein Leiden und Sterben am Kreuz .... Er wusste um die Urschuld und um die abermalige Schuld der ersten Menschen, und um diese Schuld zu tilgen, um die Menschen zu erlösen, brachte Er Mir ein Opfer dar, an dem Ich Mir genügen liess .... ein Opfer, das die Pforte zum geistigen Reich, den Weg zu Mir, wieder öffnete und alle Meine Geschöpfe nun selig werden können, die Ihn anerkennen als Sohn Gottes und Erlöser der Welt ....

Amen


BD 6130 empfangen  9.12.1954

Begründung der Niederkunft Christi ....
Erbarmungsakt ....

Voller Erbarmen sah Ich zur Erde herab auf die geknechtete Menschheit .... Ich sah ihre große Not, die zwar selbstverschuldet war, doch Ich sah auch die große Schwäche der Menschen, die darum von ihrer Last niedergedrückt wurden und sich aus eigener Kraft nicht mehr erheben konnten .... Und Meine Liebe wurde so mächtig, dass sie der leidenden Menschheit Hilfe bringen wollte .... Meine Liebe war so groß, dass Ich Selbst zur Erde herniederstieg, um die Menschen von ihrer Sündenlast zu befreien und ihnen wieder den Weg zu Mir frei zu machen.

Meine Niederkunft zur Erde war ein Akt der Liebe und Barmherzigkeit eures Schöpfers und Vaters von Ewigkeit .... Ich wollte den Menschen den Frieden bringen, das Heil .... Ich wollte, dass sie sich wieder des Lichtes und der Kraft erfreuen konnten, die sie verloren hatten durch die Sünde der einstigen Auflehnung wider Mich .... Die Menschheit steckte so tief in der Finsternis, und sie konnte aus ihr nicht mehr hinausfinden, weil sie auch völlig kraftlos war .... Es war ein Zustand größter Unglückseligkeit, denn sie wurden gefangengehalten von einem Herrn, der sie in seiner Gewalt hatte, der sie ewig nicht mehr freigeben wollte ....

Ich aber besaß auch Anspruch auf euch, weil ihr einst aus Meiner Liebekraft hervorgegangen waret .... Und Meinen Anspruch gebe Ich nicht verloren .... Ich war bereit, mit Meinem Gegner zu kämpfen um euch, und kam darum zur Erde, weil nicht die Gottheit diesen Kampf führen wollte, sondern die Liebe und diese sich nun in einem Menschen verkörperte .... also gleichsam ein Mensch den Kampf aufnahm mit dem Gegner, Der Sich als Waffe nur der Liebe bediente ....

Die Liebe also führt den Kampf .... die Liebe bewog Mich, zur Erde zu steigen und in dem Menschen Jesus Wohnung zu nehmen .... Der Mir mit ganzer Seele ergeben war, Der nach dem Zusammenschluss mit Mir strebte mit allen Sinnen, Der Selbst die Seele des Lichtes in Sich barg, die ihren gefallenen Brüdern helfen wollte, dass sie wieder zum Vater, zur Höhe emporsteigen konnten, um selig zu sein. Das Vollkommen-Gebliebene wollte dem unvollkommen Gewordenen wieder zur Vollkommenheit verhelfen ....

Die Liebe Selbst wollte Sich einsetzen, um den geknechteten Menschen die Freiheit zu bringen .... Und darum stieg Ich Selbst zur Erde hernieder, darum verschloß Ich Mich nicht länger den Notrufen, die von der Erde zu Mir heraufstiegen, Ich kam als Retter und Erlöser, um allen den Frieden zu bringen, die eines guten Willens sind .... Denn es war die Zeit herangekommen, wo die Menschheit so tief gesunken war, dass ihr Hilfe gebracht werden musste, sollte sie nicht ganz dem Verderben anheimfallen. Und so erfüllte sich, was lange zuvor schon angekündigt war .... Das Licht kam zur Erde und leuchtete in die Finsternis .... Aber die Finsternis erkannte das Licht nicht, und nur wenige waren, die es erkannten als den Retter, Der gesandt war von oben, um die Menschen zu erlösen und allen den Frieden zu bringen, die eines guten Willens sind ....

Amen


Die Seele und der Körper Jesu

BD 6642 empfangen  11.9.1956

Die Seele Jesu ....

Alles, was euch der Geist aus Mir vermittelt, wird auch übereinstimmen in seinem Sinn .... Wohl steht es den Menschen frei, sich eigenwillig eine andere Bedeutung zu unterlegen den Worten, die Mein Geist euch kundtut, doch dann ist dessen Geist nicht erleuchtet, aber es kann nicht behauptet werden, dass von Mir aus Sich-widersprechendes- Geistesgut euch zugeleitet wurde. Denn der „Geist aus Gott“ irrt nicht .... Und wo nun ein Widerspruch vorhanden zu sein scheint, dort muss um Klärung gebeten werden; Ich Selbst muss angegangen werden, auf dass Ich Aufschluss gebe: ....

Die Seele des Menschen Jesus war von oben .... Ein Lichtgeist stieg zur Erde herab, ein Wesen, Das aus Mir hervorgegangen war und in aller Willensfreiheit bei Mir verblieb, als ein großes Heer geschaffener Geister abfiel von Mir und in die Tiefe stürzte .... Dieser Lichtgeist aber hatte eine Mission zu erfüllen als Mensch, Er musste in ein lichtloses Gebiet herabsteigen, also vorerst Seine Lichtfülle zurücklassen, die auf Erden nur eine verheerende Wirkung gehabt hätte, weil die Menschen für ein solches Licht von oben nicht annahmefähig waren, also vergangen wären in seinem Strahl.

Ein Mensch musste die Mission durchführen .... das Erlösungswerk an den Menschen .... Und es musste dieser Mensch in der gleichen Sphäre stehen wie die Mitmenschen, denn es galt, diesen einen Weg zu zeigen, ihnen ein Leben vorzuleben, dem sie nachfolgen sollten .... Folglich musste der Mensch Jesus genau so beschaffen sein wie jene .... Und Er war so beschaffen, trotzdem die Seele aus dem Reich des Lichtes herniedergestiegen war ....

In dem Körper des Kindleins Jesus barg sich eine Seele, die durch ihre irdische Außenform genauso bestimmt wurde in ihrem Denken, Wollen und Fühlen wie jeder andere Mensch .... Also mussten auch durch die sie umgebende Sphäre wie auch durch ihre Außenhülle die gleichen Leidenschaften und Begierden in ihr erwachen, denn den Erdengang „als Mensch“ zu gehen hiess auch, ankämpfen zu müssen gegen die gleichen Triebe von innen und außen .... Denn es galt doch, die Vergeistigung der Seele anzustreben, die Einigung der Seele mit ihrem Geist zu erreichen, die Zweck und Ziel eines jeden Menschen Erdenleben ist ....

Es galt, den Menschen den Beweis zu liefern, dass es möglich war, diese Vergeistigung auf Erden zu erreichen .... Und so waren die Kämpfe und das Ringen des Menschen Jesus von gleicher Art .... was eben eine gleichgeartete Seele bedingte .... die aber dennoch aus dem Reiche des Lichtes herabgestiegen war, um Gott Selbst als Aufenthalt dienen zu können, Der Sich nimmermehr in einer sündigen Seele hätte manifestieren können .... Denn die Seele Jesu war sündenlos, was aber nicht bedeutet, dass sie gänzlich bar gewesen wäre der Triebe und Leidenschaften, denn so stark auch diese Seine Schwächen und Leidenschaften waren, so stark auch die Versuchungen waren, die an Ihn herantraten, Er hat ihnen Widerstand geleistet und leisten können darum, weil auch Seine Liebe stark war und diese Ihm Kraft gab zum Widerstand.

Die Seele des Menschen Jesus liess das Licht zurück und betrat die Finsternis .... Und es hängten sich an diese Seele zahllose irdisch-gebundene Wesen, sie also bedrängend in gleicher Weise, wie jede menschliche Seele von finsteren Kräften bedrängt wird .... Und da Jesus den Weg als Mensch gehen musste, konnte die Seele auch diese Wesen nicht abdrängen, sondern sie musste sie in hartem Kampf zu überwinden suchen, sie musste selbst den Willen aufbringen, ihnen nicht nachzugeben, wenn sie versucht wurde. Und sie konnte diesen Willen aufbringen kraft der Liebe, die sie nicht dahingegeben hatte, die ihr Anteil war und blieb, weil es göttliche Kraft war, mit deren Hilfe der Mensch Jesus Seine Mission erfüllen sollte und konnte .... die aber auch jeden Menschen zum Überwinder machen könnte, wenn er nur die Liebe in sich entzünden und nähren würde ....

Immer wieder muss betont werden, dass das Erlösungswerk von einem Menschen vollbracht werden musste, dass also Jesus erstmalig nur als Mensch betrachtet werden muss, Dem es gelungen ist, Sich auf Erden zu vergöttlichen .... und dass darum dieser Mensch Sich völlig dem Naturgesetz unterordnete, dass Er dem Leibe nach geschaffen war wie jeder andere Mensch und dass auch Seine Seele sich nicht wehren durfte, als von ihr unlautere Geister Besitz nahmen .... Aber niemals liess Er diese Geister Oberhand gewinnen, weil Sein Wille dies verhinderte und weil Er durch die Liebe auch die dafür nötige Kraft aufbrachte.

Aber Er musste ringen wie jeder andere Mensch, denn Er sollte und wollte ihnen Vorbild sein, Er wollte ihnen den Weg zeigen, den auch sie gehen konnten, um sich auf Erden noch zu vergeistigen. Denn es konnte von den Menschen nur das verlangt werden, was auch menschenmöglich war .... Und hätte Jesus über eine Kraft verfügt, die den Menschen gänzlich unmöglich zu erwerben war, dann hätte Er nimmermehr sagen können: „folgt Mir nach ....“ Doch es schliesst dies niemals aus, dass Seine Seele von oben kam, dass es eine Seele des Lichtes gewesen ist, in der Gott Selbst Aufenthalt nahm und nehmen konnte, weil sie sündenlos und rein war, weil ihr die Liebe Kraft gab, allen Versuchungen zu widerstehen ....

Amen


BD 8586 empfangen  13.u.14.8.1963

Was war der Körper Jesu? ....

Nichts ist Mir als eurem Gott und Schöpfer unmöglich .... was Ich will, das geschieht, und was Ich erschaffen will, steht als ausgeführter Gedanke schon vor Mir .... Mir sind keine Grenzen gesetzt, weder in Ideen noch in ausgeführten Werken, seien sie geistiger oder irdischer Substanz. Denn im Grund des Grundes ist alles Geistiges, ganz gleich, ob irdische oder geistige Schöpfungen vor euren Augen stehen. Wie aber diese geistige Substanz in sich beschaffen ist, das kann allein Ich Selbst beurteilen .... Ich allein weiss es, ob es einst von Mir abgefallenes Geistiges ist, das sich verhärtet hat zur festen Materie, oder ob geistige Kraft von Mir direkt ausgestrahlt ist und Form angenommen hat nach Meinem Willen. Denn jegliche Kraft kann Ich wandeln oder formen zu Schöpfungswerken aller Art.

Ich kann auch der von Mir direkt ausgestrahlten Kraft die Eigenheiten geben, die dem einst sündig gewordenen Geistigen anhaften, wenn es sie als letzte Form, als menschlicher Körper, eine Seele in sich birgt zwecks ihrer Vollendung .... Es kann ein von Mir gezeugter Körper, der nicht-sündig-gewordenes Geistiges ist, durch Meinen Willen sich in einem Schwächezustand befinden oder Merkmale an sich haben, die jedem anderen Körper anhaften, wenn dies einem bestimmten Zweck dient .... Alles liegt in Meinem Willen und in Meiner Macht ....

Es wird aber immer alles Reine, Göttliche durch die Bindung mit der Welt, mit der Materie .... die unreines Geistiges ist .... beeinflußt werden und in Bedrängungen geraten, und da es sich bei dem Erlösungswerk Jesu um eine überaus wichtige Mission handelte, waren die unlauteren Gegenkräfte ganz besonders am Werk, auf das reine Göttliche, die Außenform Jesu, einzuwirken, denn diese göttlich-geistige Kraftausstrahlung, als die Sein Körper anzusehen war, wurde nicht wirksam in der Weise, dass sie alles Gegnerische zerstörte oder sein Wirken hinderte .... sondern es liess sich genügen, in gleicher Weise wie jede andere körperliche Außenform Widerstand zu leisten, das sie bedrängende Geistige zu sänftigen und also den gleichen Kampf zu führen gegen alle Anfechtungen, denn der Mensch Jesus wollte den Mitmenschen das Leben vorleben, das sie alle führen sollten, um von den Kräften der Finsternis freizukommen.

Doch dass der Leib Jesu irdische Materie war, ist nicht zu leugnen, aber diese irdische Materie war das Werk Meiner Liebe, Weisheit und Macht, sie es war kein gefallener Geist, dem diese Substanz entnommen war, sondern von Mir ausgegangene Kraft, die sich verdichtet hatte durch Meinen Willen zu einer Form .... die aber keineswegs weniger harte Anforderungen stellte an den Menschen Jesus, denn sowie Kraft aus Mir zur Erde kommt .... wo also vollkommenes Geistiges in das Reich Meines Gegners gelangt, wird dieses Vollkommene bedrängt von ungeistigen Substanzen, und alle diese Substanzen sollten erlöst werden, die sich an die Seele Jesu anklammerten und auch den Leib gleichsam in Besitz nahmen, der nun ankämpfen musste, um nicht zu erliegen, aber auch nicht übermenschlich seine Kraft gebrauchen durfte, weil er den Menschen als Vorbild dienen sollte und darum keine Vergünstigung durch ungewöhnliche Kraft dem Menschen Jesus gewährt war ....

(14.8.1963) Er musste als Mensch beschaffen sein wie alle anderen Menschen, und auch (der Umstand), dass Sein Leib ein Produkt (Erzeugnis) Meiner Kraft war, trug Ihm keine Vergünstigung ein in Seinem Streben nach Vergöttlichung .... Er war für Seine Seele nur eine Fessel, die sie endlos quälte, weil die Seele aus der Freiheit und dem hellsten Licht kam und in der Finsternis Aufenthalt nehmen musste .... Und diese Finsternis überfiel auch den Körper und bereitete ihm Qualen, welche die Seele empfand und doch nicht dem Körper ersparen konnte (erspart bleiben konnten). Denn Jesus erkannte als Folge Seiner Liebe alle Zusammenhänge und ergab Sich in Sein Schicksal, das Er genau voraussah und schon dadurch unbeschreibliche Qualen erdulden musste.

Die restlose Vergöttlichung jedoch konnten nur ungewöhnliche Leiden und ein Übermaß von Liebe zuwege bringen .... Und dazu trug schon allein der Aufenthalt eines reinen, sündenlosen Körpers und einer Seele aus dem Reiche des Lichtes im Bereiche des Fürsten der Finsternis bei, weil sie sich ständig zur Wehr setzen mussten gegen ihn und seine Kräfte, die alles versuchten, um auch den Körper zur Sünde zu verleiten, um auch den Menschen Jesus in Schuld zu stürzen, was ihm jedoch nicht gelang.

Der Kampf aber war schwer, und doch hat ihn der Mensch Jesus bestanden und auch allen Menschen den Beweis gegeben, dass sie durch die Liebe auch die Kraft erwerben, Widerstand zu leisten allen Anfechtungen von seiten des Gegners, und zudem hat Er durch Seinen Kreuzestod auch allen Menschen die Gnade eines verstärkten Willens erworben, so dass es auch allen Menschen möglich ist, frei zu werden aus der Fessel ihres Kerkermeisters, dass sie nicht dem Gegner ausgeliefert sind, sondern in Jesus Christus eine Hilfe haben, Dem sie sich anvertrauen können und Der sie doch versteht als Mensch und sie wahrlich der Gewalt des Gegners entreissen wird, wenn sie Ihn darum angehen.

Denn Er weiss es, wie er euren Körper bedrängt, um eure Seele am Ausreifen zu verhindern .... Er weiss es, dass der Kampf im Erdenleben schwer ist, weil der Körper noch des Gegners Anteil ist und dieser ihn nicht freigeben will, aber Jesus hat das Opfer am Kreuz dargebracht für euch, auf dass ihr frei werden könnt, Er hat euch erlöst durch Sein Blut, auf dass ihr frei werdet von allen Sünden ....

Amen


BD 8620 empfangen  18.9.1963

(Ergänzung zu Nr. 8586) Was war der Körper Jesu? ....

Niemals braucht ihr irrige Belehrungen zu fürchten, wenn ihr euch an Mich Selbst um Aufklärung wendet. Und immer werde Ich euch den rechten Aufschluss geben, sowie euch etwas unverständlich ist. Denn ihr, die ihr die Wahrheit verbreiten sollt, müsst auch selbst jeden Einwand widerlegen können, ihr müsst selbst wissen, wie alles zusammenhängt, ansonsten ihr keine rechten Vertreter der Wahrheit sein könntet .... Und so wisst also, dass jegliche Materie gefestigtes Geistiges ist .... geistige Kraft, die von Mir einst als Wesen ausgestrahlt wurde und ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllte .... weil diese Wesen sich weigerten, nach Meinem Willen tätig zu werden. Diese Weigerung zog das Verhärten der geistigen Substanz nach sich, also sie verdichtete sich, und Ich gab dieser Substanz nun Formen .... Es wurde die verhärtete Substanz zur Materie ....

Nun kann Ich aber kraft Meiner Macht auch Materie entstehen lassen, die nicht erst den Vorgang der Verhärtung geistiger Substanz durchgemacht hat .... Ich kann die geistige Kraft durch Meinen Willen verdichten zur Form .... Und das habe Ich getan, um Mir einmal für Mich Selbst eine fleischliche Hülle zu schaffen, die jedoch nicht anders sein sollte als die eines jeden Menschen, nur dass sie nicht dem Reiche Meines Gegners entstammte, sondern direkt von Mir aus die geistige Substanz der Schöpfung angegliedert wurde, dass sie also wohl den Gang durch die Schöpfungen zurücklegt, den die Materie zurücklegen muss, um ihre dienenden Funktionen zu verrichten und also langsam sich zu entwickeln bis zu dem Stadium, wo sie einer Seele zum Aufenthalt dienen soll ....

Jede fleischliche Hülle eines Menschen steht noch im Anfangsstadium der Entwicklung, sie ist noch nicht vergeistigt und muss zumeist noch einen sehr langen Entwicklungsgang nach dem Tode des Menschen zurücklegen, bis sie selbst sich als Angehör einer Seele in einem Leib bergen darf .... Die Zeit nun, die das Geistige braucht, um als Körper einer Seele dienen zu können, ist auch dieser von Mir verdichteten Kraft zugebilligt worden, um den Gang durch die Schöpfung zu gehen, bevor sie der Seele Jesu dienen durfte als Außenform. Denn diese Seele brauchte einen Leib, der genau so beschaffen war wie jeder andere Menschenkörper, weil Er auch diesen Leib vergeistigen wollte und weil auch Er durch Seinen Körper allen Anfechtungen unreifer Geister ausgesetzt war, die durch den Körper auf die Seele Einfluß zu gewinnen hofften.

Im Grunde des Grundes also war die Substanz Seines Körpers kein gefallenes Geistiges, doch es war durch das Reich des Gefallenen hindurchgegangen, es gehörte der Leib gleichfalls der Schöpfung an, die das Gefallene birgt, und es musste sich auch schon auf diesem Entwicklungsgang bewähren, indem die geistige Substanz in ihrem unfreien, gebundenen Zustand Qualen empfand und sie ertragen musste .... was auch schon zu dem Erlösungswerk Jesu gehörte, jedoch auch zur vollen Vergeistigung des Körpers Jesu beitrug .... Denn der Körper war durch den Gang durch die Schöpfung gleichgeartet wie jeder andere menschliche Leib, und es hatte der Mensch Jesus den gleichen Kampf zu führen gegen die Begierden und Schwächen, und doch war der Körper sündenlos, weil er Mir Selbst zum Aufenthalt dienen sollte und Ich auch schon in dem Kinde Jesus weilte und zeitweise dafür auch Jesus den Beweis erbrachte.

Es muss euch das verständlich sein, dass der vergeistigte Leib Jesu keinem anderen Urgeist angehören konnte, dass also Ich Selbst für diesen materiellen Leib Sorge trug und er ein Werk Meiner Macht und Weisheit war .... dass er aber andererseits so beschaffen sein musste, dass gleichfalls seine Vergeistigung stattfinden konnte, um ebenden Vorgang der Auferstehung zu begründen und den Menschen Anreiz zu geben, auch die Vergeistigung des Körpers anzustreben.

Zu diesem Zweck also ging auch der Leib Jesu in seinen einzelnen geistigen Substanzen durch die Schöpfungswerke und nahm die Qualen der Gebundenheit auf sich, um das Erlösungswerk Jesu zum vollsten Erfolg werden zu lassen .... Denn nun wirkten von außen die unreifen Kräfte auf den Menschen Jesus ein, sie suchten die noch schwachen leiblichen Substanzen zur Sünde zu veranlassen, doch Jesus leistete Widerstand, Er kämpfte gegen alle Versuchungen an und brachte alle Begierden des Körpers zum Schweigen, und Sein Kampf war wahrlich nicht leicht, trotzdem Er ohne Sünde war .... Es ist Ihm nichts erspart geblieben, eben weil Er Seinen Mitmenschen das Leben vorleben wollte, dass Er den Beweis erbringen wollte, dass es für einen jeden Menschen möglich ist, das gleiche zu vollbringen .... Körper und Seele zu vergeistigen ....

Doch das eine sollt ihr glauben, auch wenn es euch noch nicht voll verständlich ist .... dass der Körper und die Seele Jesu sündenlos waren und dass Jesus aber gerade darum weit mehr zu erleiden hatte, weil Er Sich in ein sündiges Gebiet begeben und den schwersten Kampf auf Erden bestehen musste, den je ein Mensch bestehen wird, denn alles Irdische um Ihn bedrängte Seinen Körper und Seine Seele, und nur Seine übergroße Liebe hielt diesen Bedrängungen stand, denn der Mensch Jesus barg „Gott“ in aller Fülle in Sich, und mit Mir zusammen hat Er gesiegt und den Gegner und seine Macht gebrochen ....

Amen


BD 8750 empfangen  11.2.1964

War die Seele Jesu schon vor der Menschwerdung Gottes inkarniert? ....

Und Ich will euch Meine Liebe immer wieder offenbaren, indem Ich euch in ein Wissen einführe, das euch beseligt, weil es wie ein helles Licht euch Dinge enthüllt, die zuvor im Dunkeln lagen .... und weil euer Erkenntnisgrad wieder erhöht wird, was auch Ausreifen der Seele bedeutet. Denn immer wird und muss die Liebe der Zuleitung Meines Wortes zugrunde liegen, Ich könnte euch nicht ansprechen, wenn nicht ein bestimmter Liebegrad vorhanden wäre, und diese Liebe also wird das Licht der Erkenntnis immer heller in euch erstrahlen lassen.

Immer noch bewegen euch Fragen, die nur Ich euch beantworten kann, weil nur Ich diese Gebiete kenne, in die ihr Einblick zu nehmen begehrt: Alle hohen, einst nicht gefallenen Geister inkarnieren sich auf der Erde, um auch den Gang durch die Tiefe zu gehen zwecks Erreichung des höchsten Zieles .... der Gotteskindschaft. Und sie müssen zu diesem Zweck im Fleisch über die Erde gehen, sie verkörpern sich als Mensch und legen genau wie jeder einst gefallene Urgeist dieses Erdenleben zurück. Auch sie müssen den Kampf führen und allen Versuchungen widerstehen, die ihnen von seiten Meines Gegners gestellt werden .... Sie müssen also in Wahrheit „durch die Tiefe“ gegangen sein, um dann .... wenn sie abgerufen werden, als Gotteskind zurückzukehren zu Mir, ihrem Vater von Ewigkeit.

Und es sind zu jeder Zeit Lichtwesen herabgestiegen, um den Menschen beizustehen, die als einst gefallene Wesen ihre Rückkehr zu Mir erreichen sollen .... Die Liebe dieser Lichtwesen ist sehr stark und tief, dass sie ständig hilfsbereit sind und immer nur darauf bedacht, Mir Meine verlorenen Kinder zurückzubringen. Und Ich wehre ihnen nicht, wenn sie zur Erde niedersteigen wollen, um Hilfe zu bringen, die immer benötigt wird. Immer aber waren es von Mir ausgegangene Wesen, es waren von Meinem Liebelicht durchstrahlte Geschöpfe in höchster Vollkommenheit, die im gleichen Willen mit Mir sowohl im geistigen Reich wirken als auch auf Erden, wenn sie zwecks einer Mission herabsteigen. Es gibt auch kein Lichtwesen, das sich ausschliesst von einer solchen Mission, den Erdenbewohnern Licht zu bringen ....

Und so auch war die Seele .... die als Mensch Jesus auf Erden das Erlösungswerk vollbrachte .... ein solcher Lichtgeist, von Mir uranfänglich ausgegangen als Liebelichtstrahl, dem Ich ein selbständiges Leben gab .... Dieser Geist hatte eine ganz besondere Mission auf Sich genommen, weil Er es von Anbeginn ersah, dass die gefallenen Wesen Ihn benötigten, weil Er von Anbeginn sah, dass der erste Mensch versagen würde, und darum Er als „Mensch Jesus“ der Menschheit Hilfe bringen wollte .... Er war wohl von Anbeginn auch tätig an der Erschaffung der materiellen Welt, denn Mein Wille und Meine Kraft strömte über in alle jene Wesen, die Mir treu verblieben waren und daher als selbständige Wesen wirkten in der Unendlichkeit.

Auch diese Seele ist zur Erde gestiegen (Auch Seine Seele hat Mir zuvor schon als Lichtgeist gedient), und sie stellte die Verbindung her von den Menschen zu Gott, d.h., sie kam als Lichtgeist zu den Menschen, und Ich Selbst konnte durch diese Seele nun Mich den Menschen gegenüber äußern im Wort .... Jener Lichtgeist also war Mir eine Hülle, jedoch nicht körperlich, sondern wohl (wenn auch) den Menschen vorübergehend schaubar, doch nicht beständig, so dass Er nicht als „Mensch“ über die Erde ging, sondern nur unter den Menschen wirkte scheinbar in gleicher körperlicher Substanz und doch ein geistiges Wesen war und blieb, Der wieder den Augen derer entschwand, denen Er Hilfe brachte durch Belehrungen und Ansprachen.

Es sind wohl auch irdische Verkörperungen von diesen hohen Lichtwesen auf Erden eingegangen worden, die immer als Abgesandte Meiner Selbst den Menschen auch Meinen Willen kündeten, denn es war nötig, dass jenen Aufklärung gegeben wurde, warum sie in ihrer seelischen Not auf Erden wandelten und welchen Zweck ihr Erdenwandel hatte. Dennoch muss ein Unterschied gemacht werden eben von einem Erdenwandel eines Lichtwesens als Mensch oder einem (dem) Erscheinen eines Lichtgeistes, durch den Ich Selbst Mich kundgetan habe. Dann war nicht dieser Lichtgeist Meine sichtbare Außenhülle .... wie dies der Mensch Jesus gewesen ist .... sondern er diente Mir nur dazu, dass Mein Wort zu den Menschen dringen konnte in natürlicher Weise, denn Ich hätte auch direkt aus der Höhe die Menschen ansprechen können, aber dann war es um ihre Willensfreiheit geschehen ....

Also bediente Ich Mich immer einer Außenform, die sowohl ein körperlicher Mensch als auch ein geistiger Mensch sein konnte. Der erstere aber führte sein Dasein als Mensch auf der Erde, während der zweite nur vorübergehend den Menschen sichtbar war, weil diese dringend Meine Ansprache benötigten. Wenn also nun von einer mehrmaligen Inkarnation der Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung in Ihm gesprochen wird, so könnt ihr immer nur ein geistiges Erscheinen annehmen, wo Ich Selbst .... die Liebe .... Mich euch Menschen kundgeben wollte und also Sich (Mir) eine geistige Hülle wählte, um Mich den Menschen in Erscheinung zu bringen. Eine fleischliche Verkörperung der Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung hat dagegen nicht stattgefunden, wenngleich Ich Mich Selbst durch Mein Wort auch durch einen Menschen äußern konnte, wenn dieser also aus dem Lichtreich herabgestiegen war zur Erde.

Die Seele Jesu war auserkoren, Meine Menschwerdung auf Erden zu ermöglichen, und diese Seele war wahrlich der höchste Lichtgeist, Der als erstgeborener Sohn von Mir .... d.h. aus Meiner Kraft und dem Willen dessen, den Meine übergroße Liebe als erstes geschaffenes Wesen herausgestellt hatte .... ausgegangen war. Ich Selbst, als der Ewige Gottgeist, habe Mich nur in Jesus manifestiert, in dieser höchsten Seele des Lichtes .... Diese aber hat Mir als Lichtgeist auch zuvor schon gedient, um Mir die Ansprache an die Menschen zu ermöglichen, die jedoch auch in dem hohen Reifegrad standen, der es Mir ermöglichte, ihnen solche Lichtwesen zuzusenden, durch die Ich Selbst unmittelbar reden konnte.

dass aber auch endlos viele Lichtwesen zuvor als Mensch verkörpert waren, die gleichfalls die Verbindung aufrechterhielten von den Menschen zu Mir, die ihnen Mein Wort brachten, die gleichsam als Sprachrohr für Mich auf der Erde weilten, ist als wahr anzunehmen, darf aber nicht zu irrigen Vorstellungen führen, weil die Seele Jesu für Meine Menschwerdung auserwählt war, da sie sich von Anbeginn für dieses Erbarmungswerk erboten hatte in der Erkenntnis des Versagens der ersten Menschen .... Es ist falsch zu sagen, dass Ich als „Gott“ schon mehrmals Mich inkarniert habe .... Denn Meine Menschwerdung in Jesus ist und bleibt ein einmaliger Akt, den die Menschheit nicht und auch die Lichtwelt kaum zu fassen vermag, der seinesgleichen nie zuvor und niemals nachher wird aufzuweisen haben. Denn Jesus war nicht einer von vielen, sondern Er war Der, Der für euch Menschen und für alle Wesen des Lichtreiches zum schaubaren Gott werden sollte, Den Ich Selbst Mir zur Hülle wählte, die ewig sichtbar bleiben sollte ....

Und dieses Wesen hatte einen Ausnahmerang, denn Seine Liebe war .... als erster durch Meine und Luzifers Liebe ausgestrahlter Geist .... so unermesslich tief, dass Er allein für Meine Menschwerdung in Frage kam und daher auch ein zuvoriger Gang als Mensch über diese Erde ausgeschlossen war, dieses jedoch nicht ausschaltet, dass auch Er Sich beteiligte an der Erschaffung der materiellen Welt, weil Er um Meinen Plan der Rückführung wusste und Er immer voll und ganz in Meinen Willen einging und diesen auch ausführen konnte als licht- und krafterfülltes Wesen. Dieses Wesen stand Mir so nahe, dass die völlige Verschmelzung mit Mir stattfinden konnte, dass Er und Ich eins sein musste, weil Ich in Ihm und Er in Mir völlig aufging und dies also das Geheimnis Meiner Menschwerdung in Jesus enthüllen wird, sowie das Wesen wieder den Lichtgrad erreicht hat, wo ihm hellste Erkenntnis eigen ist ....

Amen


BD 7250 empfangen  8.1.1959

Beweise für die Existenz Jesu auf Erden ....

Jedem Menschen ist die Möglichkeit gegeben, hinter das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu kommen, und jeder Mensch wird dann auch einen Beweis haben von der Existenz Jesu, Der als Gottes Sohn und Erlöser der Welt ihm nun offenbar wird, so dass jeder weitere Beweis unnötig wird. Und wer einmal die Menschwerdung Gottes begriffen hat, der weiss es auch, dass und warum der Glaube gefordert wird, warum Beweise nicht förderlich, sondern eher nachteilig sind für den Entwicklungsgang der Seele, zwecks dessen der Mensch auf Erden wandelt.

dass Sich Gott Selbst in Jesus Christus, in dem Menschen Jesus, verkörpert hat, ist und bleibt unglaubwürdig für Menschen, die keinerlei geistige Bindung haben, denen geistiges Streben fremd ist .... Und unter „geistigem Streben“ ist also der „Entwicklungsprozess der Seele“ zu verstehen, die nicht als Selbstzweck das Erdenleben erhalten hat, sondern nur als Mittel zum Zweck. Wer also nicht geistig strebt, der ist auch nicht „erweckt“, d.h., sein Denken ist eher dem Irrtum unterworfen als der Wahrheit, er wird eher Irrtum annehmen und als Wahrheit gelten lassen, und die reine Wahrheit wird ihm unannehmbar scheinen .... eben weil sein Geist noch verfinstert ist, worunter nicht der Verstand zu verstehen ist, sondern der Funke im Menschen, der göttliches Anteil ist.

Dieser Mensch also wird keine rein geistigen Ursachen gelten lassen, und daher wird ihm die Menschwerdung Gottes als „Aus-wirkung“ einer solchen geistigen „Ursache“ unbegreiflich sein. Aber sie hat stattgefunden, Gott Selbst hat Sich in einem Menschen eingezeugt, und dieser Mensch war Jesus, der Sohn von Maria, Der aus dem Geist Gottes gezeugt war. Nichts durfte die Menschen zum Glauben zwingen, und darum war auch die Geburt, Jesu menschlichen Gesetzen unterworfen, nicht aber die Zeugung .... Dieses zu bezweifeln dürften sich die Menschen nicht anmaßen, wenn sie sich überlegen, dass alles Geschöpfliche sowie das gesamte Schöpfungswerk aus der Kraft Gottes hervorgegangen ist, es also für diese Kraft wahrlich möglich ist, ein menschliches Wesen aus Seinem Willen erstehen zu lassen.

Es hatte aber auch diese Geburt ohne Zeugung seine (ihre? = d. Hg.) geistigen Gründe, die einem erweckten Geist überaus leicht verständlich sind. Doch es muss der Mensch wissen, dass das gesamte Schöpfungswerk geistige Ursachen hatte, denen der freie Wille urgeschaffener Geistwesen zugrunde lag, und dieser freie Wille auch im Dasein des Menschen .... des einstmals geschaffenen Urgeistes .... eine Rolle spielt, die bedeutsam und auch Erklärung ist dafür, dass für die Existenz des Menschen Jesus sich keine oder nur wenige Beweise finden lassen. Denn es darf keinerlei Zwang den Menschen veranlassen, sich positiv oder negativ einzustellen zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser.

Es muss völlige Willensfreiheit die Einstellung zu Ihm bestimmen, weil davon allein die geistige Rückgestaltung des Menschen zu dem urgeschaffenen Wesen abhängig ist, zwecks derer der Mensch auf Erden wandelt. Was sich beweisen läßt, zwingt zu einem Entscheid .... Kein Mensch darf gezwungen werden zu einem Entscheid, soll die einstige Vollkommenheit des Urwesens wiedererreicht werden, die Zweck und Ziel des gesamten Schöpfungswerkes ist. Es muss also der Mensch zuvor wissen um Uranfang und Ziel alles dessen, was ist, um Sinn und Zweck der Schöpfung und alle geschöpflichen Wesen darin. Doch er wird dieses Wissen nie und nimmer aus Büchern schöpfen können, sondern es muss ihm durch den Geist Gottes, Der in Sich die Ewige Wahrheit ist, vermittelt werden. Aber dies erfordert Bedingungen, die wohl jeder Mensch erfüllen kann, aber nur die wenigsten Menschen erfüllen wollen ....

Der Geist Gottes kann sich aber nur dort äußern, wo diese Voraussetzungen gegeben sind: ein lebendiger Glaube an Gott, der nur durch die Liebe lebendig werden kann, und ein bewusstes Anfordern der Wahrheit aus Gott, eben im Glauben, von Ihm die Wahrheit vermittelt zu bekommen .... Und sie wird dem Menschen werden, denn nun tritt der Geist Gottes mit dem Geistesfunken im Menschen, der Sein Anteil ist, in Verbindung, und es wird der Mensch belehrt durch den Geist .... Wer solches nicht glauben kann oder will, der wird niemals zur Weisheit, zum Licht der Erkenntnis, gelangen ....

Wer es aber glaubt, dem werden sich die herrlichsten Offenbarungen enthüllen, er wird hell und klar erkennen, was anderen Menschen unbegreiflich ist, er wird die Zusammenhänge fassen können, und ihm wird die Menschwerdung Gottes in Jesus ein so wunderbar gelöstes Problem sein, so dass er keinerlei Beweise mehr bedarf und doch klarer durch alles hindurchzuschauen vermag, wie es der schärfste Verstand je zuwege bringen könnte. Für einen geweckten Geist aber spielt es dann keine Rolle, welche Zeiträume liegen zwischen dem Wandel Jesu auf Erden und der Gegenwart, denn dieser Wandel Jesu war kein Akt, für einen bestimmten Kreis Menschen berechnet, sondern er galt allen Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ....

Alle Menschen werden erfahren von diesem Wandel Jesu, aber keines Beweises Seiner Existenz bedürfen, sowie nur ihr Geist erweckt ist, doch ohne Erweckung des Geistes wären auch die schärfsten Beweise nutzlos für die Erlangung der Seelenreife, denn ein Glaube, hervorgehend aus Beweisen, ist kein Glaube, der den freien Willen respektiert und der allein gewertet wird. Der Verstand des Menschen aber hat nichts oder wenig nur mit der Erweckung des Geistes im Menschen zu tun ....

Letztere ist Folge eines Liebelebens, eines Lebens in uneigennütziger Nächstenliebe, weshalb Erforschung tiefster Geheimnisse nicht das Privileg reger Verstandestätigkeit, sondern allein das Vorrecht derer ist, die die Gebote Gottes halten, die der Mensch Jesus gelehrt hat auf Erden: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ....“ Die Auswirkung der Erfüllung dieser Gebote ist der sicherste und klarste Beweis der Existenz Jesu, denn dann leitet der Geist aus Gott den Menschen in alle Wahrheit, und er gibt ihm auch Aufschluss über alle geistigen Zusammenhänge, die niemals der Verstand des Menschen allein wird geben können ....

Amen


Die Menschwerdung Gottes in Jesus

BD 8537 empfangen  22.6.1963

„Gott sandte Seinen Sohn zur Erde ....“

Immer wieder wird euch Aufschluss gegeben darüber, dass die Seele Jesu aus der Lichtwelt zur Erde kam, um sich in dem Menschen Jesus zu verkörpern einer Mission willen, die eine reine Seele erforderte, denn Gott Selbst wollte in dieser Seele Wohnung nehmen, und dies konnte Er nur in einer reinen, sündenlosen Seele tun .... Er sandte Seinen Sohn zu Erde .... Kann deutlicher ein Wort dieses bestätigen? Es war eine nicht gefallene Seele, im Gegensatz zu den Menschenseelen, die den langen Entwicklungsgang durch die Schöpfung gehen müssen und in einem sehr mangelhaften Zustand ihre Verkörperung als Mensch antreten ....

Das schliesst aber nicht aus, dass die Seele Jesu unsäglich ringen und kämpfen musste gegen alles Ungeistige, das sie von außen her bedrängte .... Denn Sein Körper war unreife Materie, und von diesen unerlösten Substanzen wurde die Seele durch Einfluß des Gegners hart bedrängt .... Der Körper war mit allen irdischen Leidenschaften behaftet, und er verlangte Erfüllung seiner Triebe, die ihm also als Angehör der noch sehr unreifen Substanzen des Leibes anhafteten.

Die Seele Jesu kam völlig rein zur Erde, doch es hängten sich unzählige unreife Wesenheiten ihr an, welche die Seele nicht abschütteln durfte, sondern sie sänftigen und zum Ausreifen bringen sollte. Von außen her stürmte gleichfalls unreifes Geistiges dem Menschen Jesus entgegen, die Umwelt wirkte auf Seine Seele ein, so dass diese alle inneren Kämpfe zu durchstehen hatte, die auch eine gefallene Seele durchstehen muss, und es darum unrichtig ist, dass der Vollkommenheit Seiner Seele wegen dem Menschen Jesus es leichter gefallen sei, dieses Werk der Erlösung zu vollbringen .... Im Gegenteil, Seine Seele litt .... weil sie rein und sündenlos war .... weit mehr unter der unreifen Umgebung, Seine reine Seele war überaus empfindlich gegen die Sünde, gegen alles, was als Einwirken des Gegners von Gott von seiten der Mitmenschen gegen Ihn anstürmte ....

Die Finsternis, in der die Seele des Lichtes weilen musste, war ihr eine unaussprechliche Qual, und dennoch war sie von heisser Liebe erfüllt zu dieser sündigen Menschheit und wollte sie erlösen von Sünde und Tod. Alles Luziferische drängte sich wohl an die Seele Jesu heran, doch nichts brachte zuwege, dass Jesus Selbst in die Sünde fiel. Er hielt allen Versuchungen stand, Er kämpfte wider Seinen Gegner und auch wider alles Ungeistige, das Ihn bedrängte .... Seine Liebe wurde nicht geringer zu Seinen Brüdern, die in Not waren, und es gelang Ihm auch, die ungeistigen Substanzen Seines Körpers zu vergeistigen, eben durch die Liebe, die ständig zunahm und den Menschen Jesus so erfüllte, dass die Ewige Liebe Selbst von Ihm Besitz nahm .... Die Sich aber niemals in einer sündigen Seele hätte manifestieren können, ohne dass diese vergangen wäre ....

Warum wollt ihr Menschen dieses Wort nicht gelten lassen: „Er sandte Seinen Sohn zur Erde ....“ ? Was von Ihm kommt, ist vollkommen, und also heisst es: „Er stieg zur Erde hinab“, nicht: „Er stieg aus der Tiefe herauf ....“ Das Luziferische umgab zwar die Seele Jesu in hohem Maße, aber es trat von außen an Seine Seele heran, die ihm aber widerstand und sich nicht zu Fall bringen liess, was der Gegner Gottes beabsichtigte .... Ob es nun unreife geistige Substanzen waren, die vom Körper aus Ihn bedrängten .... oder ob es unerlöste Wesen waren, die sich als Abgesandte des Satans an Ihn zu hängen suchten .... Seine reine Seele leistete Widerstand und wehrte das Satanische ab, während sie das unreife Geistige Seines Körpers zum Ausreifen brachte, so dass es als vergeistigt sich der Seele anschliessen konnte, als Jesus Sein Werk der Liebe vollbracht hatte.

Sowie die Seele das Reich der Finsternis betrat, war sie auch den luziferischen Kräften ausgesetzt, doch sie erlag ihnen nicht, sondern widerstand ihnen, weil sie liebeerfüllt war und diese Liebe ihr Kraft gab, durchzuhalten bis zum Ende. Die Liebe aber brachte die Seele mit aus der Höhe, die Liebe gab sie nicht hin, sondern sie verband sich stets mehr mit der Ewigen Liebe, und es fand also die Vereinigung statt, die Endziel eines jeden Menschen sein soll, der über die Erde geht.

Der Mensch Jesus hat Sich auf Erden durch Seine große Liebe und Sein übermäßiges Leiden und qualvolles Sterben vergöttlicht .... Doch auch Er musste ringen, um diese Vergöttlichung zu erreichen, es ist Ihm nicht leichter gefallen als anderen Menschen, denn auch die Menschen besitzen den göttlichen Liebefunken und können ihn ständig nähren und hell aufflammen lassen .... Und sie können sich dazu die Hilfe Jesu erbitten, während Jesus immer nur aus der Liebe die Kraft schöpfte .... diese Liebe aber Gott Selbst war, Die Sich in Ihm barg.

Und Gott konnte Sich wiederum nur in einem sündenlosen Wesen bergen, Er hätte niemals eine Seele beziehen können, die .... als gefallen .... den Aufwärtsweg durch die Schöpfung gegangen war .... eine Seele, die von Ihm einst abgefallen war und Seine Liebe zurückwies .... Denn es war dies ja die Urschuld, die alle gefallenen Wesen belastete, und diese Urschuld hätte zuvor getilgt werden müssen, ehe wieder eine Vereinigung mit Gott möglich war ....

Wäre also die Seele des Menschen Jesus eine „gefallene“ Seele gewesen, dann war sie vor dem Kreuzestod auch nicht erlöst, und dann hätte niemals Gott Selbst in ihr Aufenthalt nehmen können .... Er aber war in Jesus, denn Er war die Liebe .... Gott Selbst war Mensch geworden. Niemals aber hätte sonst die Menschwerdung Gottes möglich sein können, die aber das größte Mysterium ist und bleiben wird ....

Es musste ein reines Wesen das Sühnewerk für die Urschuld der Menschen vollbringen, denn ein gefallenes Wesen stand selbst noch unter der Herrschaft des Gegners von Gott und hätte von sich aus nie und nimmer die Kraft aufbringen können, sich von dem Gegner, seinem Kerkermeister, zu lösen .... Der Mensch nun kann es, weil dafür Jesus Christus am Kreuz gestorben ist .... Es musste eine Seele des Lichtes den Kampf gegen den Gegner aufnehmen, und Jesus hat diesen Kampf bestanden, weil Seine Kraft die Liebe war, weil Er mit Gott Selbst, der Ewigen Liebe, vereint diesen Kampf geführt hat und also Gott Selbst die Menschen erlöst hat von Sünde und Tod ....

Es muss euch Menschen darüber Aufschluss gegeben werden, denn irrige Ansichten führen auch zu irrigen Folgerungen. Luzifer hätte keinen Kampf zu führen brauchen gegen Jesus, wenn er über Ihn die Herrschaft besessen hätte .... Und jede gefallene Seele steht noch unter der Gewalt des Gegners .... bis sie erlöst ist von Jesus Christus .... Niemals wäre es einer gefallenen Seele gelungen, den Gegner zu besiegen .... Das Erlösungswerk aber war noch nicht vollbracht, ein Ringen Jesu daher ergebnislos gewesen, denn ein gefallenes Wesen, das sich einst gewehrt hat gegen die Liebekraft Gottes, hatte wohl von Gott aus ein kleines Liebefünkchen empfangen, es hätte dieses aber niemals zu heller Glut entfachen können, weil der Gegner es gehindert hätte und das Wesen selbst zu schwach war ....

Begreift es, ihr Menschen, dass ihr euch in falsches Denken verirrt, wenn ihr euch nicht von dieser Ansicht frei macht, dass die Seele Jesu luziferischer Anteil, also einst abgefallen ist von Gott .... Ihr würdet das Problem der Menschwerdung Gottes durch diese Ansicht nur noch unverständlicher und fragwürdiger machen .... Und darum muss euch immer wieder die reine Wahrheit darüber unterbreitet werden, denn nur die Wahrheit gibt euch Menschen ein rechtes Licht, und die Wahrheit wird immer nur von Gott Selbst ausgehen ....

Amen


BD 8141 empfangen  1.u.3.4.1962

„Und das Wort ist Fleisch geworden ....“

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Ich Selbst, das Ewige Wort, stieg zur Erde und nahm Fleisch an .... Es war ein Akt übergroßer Liebe und Barmherzigkeit, dass Ich Mich bewogen fühlte, die Verbindung aufzunehmen mit den Menschen, die endlos weit sich von Mir entfernt hatten, die nicht mehr fähig waren, Meine Stimme zu vernehmen, die Mein Wort in sich nicht mehr zu hören vermochten, die keinerlei Bindung mehr hatten mit dem Wort von Ewigkeit ....

Sie hatten selbst diese weite Entfernung von Mir verschuldet, und niemals mehr wäre es ihnen möglich gewesen aus eigener Kraft, diese weite Entfernung von Mir aufzuheben, niemals mehr wäre es ihnen möglich gewesen, Mein Wort so zu hören, wie es war im Anbeginn, als Ich Mich mit allen Meinen von Mir ins Leben gerufenen Geschöpfen austauschen konnte durch das Wort .... Darum hat Meine Liebe Selbst die weite Entfernung überbrückt .... Ich kam Selbst zur Erde und nahm Fleisch an und suchte nun, in Verbindung zu treten mit Meinen Geschöpfen, um sie wieder anzusprechen und ihnen eine Brücke zu bauen, die zu Mir zurückführte in das Reich des Lichtes und der Seligkeit ....

Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, doch Ich hätte keinen Menschen offensichtlich aus der Höhe ansprechen können, um sie nicht in einen Zustand des Zwanges zu versetzen, die als freie Geschöpfe einst von Mir ihren Ausgang genommen hatten. Sie sollten die Brücke zu Mir in aller Willensfreiheit betreten, und das konnte Ich nur erreichen durch Meine Ansprache, die aber nicht ungewöhnlich ertönen durfte, sondern wie ein von Mensch zu Mensch gesprochenes Wort klang. Und darum nahm Ich Fleisch an .... Ich bezog die menschliche Hülle Jesu und sprach nun in dieser die Menschen an ....

Aber es war Mein Wort, das ihnen nun ertönte, und Ich konnte durch dieses Wort den Menschen den Weg aufzeigen, Ich konnte sie belehren und ihnen Meinen Willen kundtun, Ich konnte ihnen das Evangelium verkünden, die göttliche Liebelehre, die ihre Seelen wieder in den Zustand versetzen sollte, dass jeder Mensch selbst Mein Wort in sich vernehmen konnte, wenn dies sein ernster Wille war .... Doch zuvor mussten die Menschen erlöst sein von Sünde und Tod, zuvor musste die einstige Sündenschuld des Abfalles von Mir getilgt sein, auf dass dann die Bindung mit Mir gekrönt werden konnte mit der „Ausgiessung Meines Geistes“ .... auf dass dann der Mensch selbst Meine Stimme wieder in sich vernehmen konnte, wie es war im Anbeginn ....

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Wie wenige Menschen verstehen den Sinn dieser Worte; das Ewige Wort stieg Selbst zur Erde, denn die Menschheit war in größter Not, sie wusste nichts von ihrem elenden Zustand, von ihrer Lichtlosigkeit, von der geistigen Finsternis, in der sie wandelte .... Sie stand völlig abseits von Mir und tat nichts, um diesen weiten Abstand von Mir zu verringern. Und es konnte den Menschen nur geholfen werden durch Belehrungen, die der Wahrheit entsprechen .... Sie mussten erfahren von dem Willen ihres Gottes und Schöpfers, und dieser Wille musste ihnen von Mir Selbst verkündet werden ....

Ich Selbst musste sie ansprechen und konnte das nur durch einen Menschen .... Also verkörperte Ich Selbst Mich in diesem Menschen, und so nur war es möglich, in aller Wahrheit die Menschen zu unterweisen, sie auf ihren verkehrten Lebenswandel aufmerksam zu machen, ihnen Meinen Willen kundzugeben und ihnen das Leben vorzuleben, das sie selbst führen sollten, um wieder aus ihrer geistigen Finsternis herauszugelangen, um den Weg zu gehen, den Ich den Menschen aufzeigte, auf dass sie wieder zum ewigen Leben gelangen konnten. Denn sie waren von Meinem Gegner beeinflußt, der sie ständig zur liebelosen (3.4.1962) Lebensführung bewog, in der sie dann auch kraftlos waren und blieben und nichts für ihren Aufstieg gewinnen konnten.

Ich habe Selbst ihnen den Beweis geliefert, dass sich die Liebe als Kraft auswirkte. Ich habe die Kranken geheilt und auch andere Wunder gewirkt, die nur die Kraft der Liebe zustande bringen konnte .... Ich habe ihnen auch über die Folgen eines liebelosen Lebenswandels Aufschluss gegeben .... Denn Ich musste den Menschen als erstes erklären, warum sie sich in körperlicher und geistiger Not befanden .... Ich musste sie davon in Kenntnis setzen, dass ihr Zustand als Mensch kein seliger genannt werden konnte und was sie also tun sollten, um zur Seligkeit zu gelangen .... Und alles dieses mussten sie aus dem Munde Gottes vernehmen .... Mein Wort mussten sie vernehmen können, und also stieg das Wort Selbst zur Erde hernieder und nahm Fleisch an ....

Im Urzustand ertönte das Wort in einem jeden Wesen und war Anlaß unermesslicher Seligkeit .... Und diese Seligkeit gaben die Wesen selbst hin, weil sie sich freiwillig entfernten von Mir und so also auch Mein Wort nicht mehr vernehmen konnten, weil dieses Wort eine direkte Liebeanstrahlung Meinerseits war, welche die Wesen aber nun zurückwiesen. Die übergroße Not der Menschen auf Erden bewog Meine Liebe und Barmherzigkeit, Mich Selbst ihnen zu nähern und ihnen trotz ihrer Abwehr im Wort entgegenzutreten .... Und wer nur ein Fünkchen Liebe in sich entzündete, der erkannte Mich auch und nahm Mein Wort an .... Er erkannte auch in Mir die Gottheit, und er folgte Mir nach ....

Doch zumeist sah man in Mir nur den Menschen und wertete also auch Mein Wort nur als das eines Menschen .... Ich war mitten unter ihnen, und sie erkannten Mich nicht .... Dennoch konnte Ich das Evangelium der Liebe verkünden, Ich konnte die göttliche Liebelehre den Menschen immer wieder vorstellen, und Ich konnte Mir Meine Jünger ausbilden und sie dann mit dem Auftrag hinaussenden in die Welt, Mein Evangelium zu verkünden und von Mir Selbst zu zeugen .... Es war das „Wort Selbst“ zur Erde gekommen, und Es hatte Fleisch angenommen zum Segen der Menschheit ....

Und immer, wenn Mein Wort ertönt, neigt Sich Meine endlose Liebe und Erbarmung nieder zur Menschheit und verstrahlt Ihre Liebe in die Menschenherzen, die willig Mein Wort entgegennehmen, die es anhören und als Stimme ihres Vaters erkennen und die Mir dankbar sind für die große Gnadengabe .... Denn Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, und wer Mich anhört, der tritt mit Mir Selbst in engste Verbindung, und er wird auch sein letztes Ziel auf dieser Erde erreichen, er wird den gänzlichen Zusammenschluss finden mit Mir, seinem Gott und Vater, zu Dem er endgültig nun zurückgekehrt ist und ewig selig sein wird ....

Amen


BD 6719 empfangen  20.12.1956

„Ich kam Selbst zur Erde ....“

Alle Engel im Himmel loben und preisen Mich, dass Ich zur Erde niederstieg, um die Menschen zu erlösen .... Im geistigen Reich erst erkennt es die Seele, welches Liebewerk Ich an euch vollbracht habe, denn sowie sie im Licht steht, kann sie alles miterleben und somit auch Meine Niederkunft, Mein Erlösungswerk auf der Erde in seiner ganzen Bedeutung erfassen, und ihre Liebe und ihr Dankgefühl lässt sie immer nur Lob und Dank singen dem Retter der Menschheit, Jesus Christus, Den sie nun als ihren Gott und Vater von Ewigkeit erkennt und Ihm in heisser Liebe ergeben ist für ewig.

Nur ein liebendes Herz kann die Tiefe Meiner Liebe und Erbarmung ermessen, zur Erde herabzusteigen in eine Welt des Hasses und der Lieblosigkeit .... Aber die Menschen waren in größter geistiger Not, denn sie wurden geknebelt von Meinem Gegner, der sie völlig in seiner Gewalt hatte, der ihnen jegliche Freiheit nahm und dem sie sich nicht aus eigener Kraft hätten entwinden können. Ich sah das vergebliche Ringen der Menschen, in denen noch der Glaube an einen Gott und Schöpfer lebte und die Ihn darum anriefen in ihrer Not .... Und Ich hatte durch Seher und Propheten auf das Erscheinen des Messias hingewiesen lange zuvor .... Und in banger Not erwarteten sie diesen Messias, weil sie noch an Mich glaubten.

Und so sandte Ich ihnen den Retter von oben .... Ich sandte Meinen Sohn zur Erde, um dann in Ihm Aufenthalt nehmen zu können, um Selbst zu ihnen zu reden, um Mich Selbst ihnen zu offenbaren und ihre Herzen reif zu machen, dass sie Mich erkannten und nun auch verstehen lernten, in welcher Weise Ich ihnen Rettung bringen wollte aus ihrer Not. Denn auch sie dachten noch zu sehr irdisch, auch sie ersahen in Mir einen Retter aus irdischer Not, weil sie ihre geistige Not nicht erkannten, die allein aber Mich bewogen hat, zur Erde herabzusteigen. Und Ich musste daher erst ihre Seelen zubereiten durch Meine Lehre, Ich musste sie anregen und ermahnen zu einem Liebeleben und ihnen Selbst ein solches Liebeleben vorleben, auf dass sie nun auch an Erkenntnis zunahmen, um den größten Akt göttlicher Liebe nun auch verstehen und würdigen zu können ....

Und Meine Niederkunft zur Erde vollzog sich wohl ganz natürlich, aber sie war mit wunderlichen Begleiterscheinungen verbunden, die denen, deren Herzen nicht liebearm waren, auch bald ein helles Licht schenkten, wer in dem Kindlein Jesus diese Erde betreten hatte. Meine übergroße Liebe und Erbarmung hatte sich einen Weg gesucht, die Mir verlorengegangenen Geschöpfe wieder ganz für Mich zurückzugewinnen, und diesen Weg bin Ich Selbst gegangen in dem Menschen Jesus .... Wiewohl er überaus leidvoll und bitter war, aber er brachte den geknechteten Menschen Rettung, er brachte ihnen Erlösung aus der Gewalt des Satans, er brachte euch Mir wieder zurück, die ihr es wollt, dass ihr Erlösung findet ....

Ich kam Selbst zur Erde .... aber Ich konnte es nicht in Meiner Macht und Herrlichkeit, die für euch Menschen völliges Vergehen bedeutet hätte. Und darum bin Ich unscheinbar in einem Kindlein zur Welt gekommen, Das Mir Hülle war und blieb, bis das Erlösungswerk vollbracht war, denn Ich Selbst bin im Menschen Jesus den Weg über die Erde gegangen, Ich bin aus Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, Mensch geworden, um euch zu verhelfen, wieder zurückzukehren zu eurem Gott und Vater von Ewigkeit ....

Amen


BD 7731 empfangen  26.u.27.10.1960

Menschwerdung Gottes in Jesus ....

Das größte Geheimnis ist und bleibt für euch Menschen Meine Menschwerdung in Jesus Christus .... Auch wenn es in der euch faßlichen Weise erklärt wird, wird es dennoch ein Geheimnis bleiben für euch, weil euch Mein Wesen nicht voll verständlich gemacht werden kann, weil ihr ein denkendes Wesen immer personifizieren wollt und weil ihr euch daher einen „wesenhaften“ Gott als etwas „Begrenztes“ vorstellt und dieses Begrenzte nun auch in den Menschen Jesus hineinversetzt, Der gleichsam nun zwei Wesen in Sich vereinigt.

Doch diese Vorstellung ist nicht richtig, denn Mein Wesen ist unergründlich, es ist die alles erfüllende und umfassende Kraft, die keine Begrenzung kennt und doch denkfähig und mit einem Willen begabt ist. Mein Wesen sich vorzustellen ist euch Menschen unmöglich, weil ihr begrenzt seid, weil ihr noch nicht die Vollkommenheit erreicht habt, die jede Begrenzung aufhebt. Dennoch seid auch ihr Träger jener Kraft, nur in begrenztem Maß von der Kraft erfüllt, die aber der Mensch Jesus in aller Fülle in Sich barg und darum aufnehmen konnte, weil Er vollkommen war, also Sich auf Erden durch einen Lebenswandel in Liebe vergöttlicht hatte ....

Für Ihn gab es keine Begrenzung des Einfliessens göttlicher Kraft, Er war gänzlich durchstrahlt von ihr .... also Mein Urwesen, die göttliche Liebekraft, (27.10.1960) war in Ihm, und so konnte also Ich Selbst in Ihm sein, Dessen Hülle sich so hergerichtet hatte, dass ein völliges Durchstrahlen dieser möglich war, ohne dass sie verzehrt wurde von Meiner Kraft. Und so konnte also nun von „Gott“ gesprochen werden, Der Sich nur in der Hülle des Menschen Jesus schaubar gemacht hat, denn als Kraftquell von Ewigkeit konnte Ich keinem Wesen schaubar sein, und niemals hätte es ein Wesen ertragen, wenn es in das ungeheure Feuermeer Meiner Liebe hätte blicken können ....

Also musste Ich Selbst Mir eine Begrenzung schaffen, Ich musste eine Form wählen, die euch Menschen schaubar sein konnte, und diese Form nun gänzlich durchstrahlen .... Aber die Form blieb dennoch, was Ich Selbst bin von Ewigkeit: das höchste vollkommenste Wesen .... Die Form diente dem höchsten, vollkommenen Wesen zum Aufenthalt um Meiner Geschöpfe willen, die Mich zu schauen begehrten. Und dennoch werden sie Mein Wesen in Ewigkeit nicht ergründen können, weil es unergründbar ist und bleibt für alles Geschaffene, für alles, was aus Mir einst hervorgegangen ist.

Die Ewige Gottheit personifizieren zu wollen ist irrig, denn Ich bin kein begrenzter Geist, Ich bin alles in allem .... Ich bin die Kraft, Die alles erfüllt, Die die ganze Unendlichkeit durchstrahlt, Die alles Wesenhafte und alle Schöpfungen erhält und deren Bestehen sichert .... Und doch bin Ich ein Wesen, Das in aller Weisheit und Liebe wirkt, Das Seinen Willen gebraucht, Das denken kann in höchster Vollendung, also immer die Liebe und die Weisheit das Denken bestimmen und die Allmacht alles zur Ausführung bringt.

dass das einst von Mir Erschaffene Mich zu schauen begehrte, war der Anlaß seines Abfalles von Mir .... Ich aber konnte jenen Wesen nicht schaubar sein, weil sie vergangen wären angesichts der Licht- und Kraftfülle, die sich ihnen hätte erschliessen müssen .... Aber Ich wollte auch das Verlangen Meiner Kinder stillen, Ich wollte Mich ihnen schaubar vorstellen und habe es getan in Jesus Christus, in einer menschlichen Hülle, die sich aber zuvor völlig vergeistigen musste, um Mein Licht und Meine Kraft in aller Fülle in sich aufnehmen zu können .... Es musste die Hülle zur gleichen geistigen Substanz geworden sein, die Mein Urwesen ist seit Ewigkeit .... auf dass sie nicht verging, als Ich Selbst die Form durchstrahlte .... Es blieb also nichts Menschliches mehr zurück, alles war Geist aus Mir, und also war Jesus Gott ....

Ich war Mensch geworden, jedoch nur, um als Mensch eine Mission zu erfüllen, eure Urschuld zu tilgen. Aber es blieb doch nicht mehr der „Mensch“ Jesus zurück, sondern Er hatte Sich vergöttlicht durch den Gang über diese Erde, Er war die völlige Verschmelzung eingegangen mit Mir, Seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit .... Mein Urwesen hatte Sich in Ihm manifestiert .... Der Geist von Ewigkeit, Der alles erfüllt, hatte eine sichtbare Gestalt angenommen in Jesus .... Und so bin Ich schaubar geworden allen Meinen Kindern, die so weit ausreifen, dass sie Mich nun sichtbar ertragen können, dass sie Mich schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht ....

Amen


BD 8250 empfangen  24.8.1962

Gott und Jesus ist eins ....
Menschwerdung Gottes ....

dass sich der Geisteszustand der Menschen stets mehr verfinstert, geht auch daraus hervor, dass sie die „Einswerdung“ Gottes mit Jesus nicht recht zu verstehen vermögen .... und dass sie deshalb auch für die „Menschwerdung“ Gottes nicht das rechte Verständnis haben .... Sie sind durch die Lehre von der dreipersönlichen Gottheit zu falschem Denken gekommen. Doch immer wieder muss gesagt werden, dass die Ewige Gottheit nicht personifiziert werden kann .... dass Sie also nicht anders vorstellbar ist, als Kraft, Welche die ganze Unendlichkeit erfüllt .... Diese Kraft ist nicht zu begrenzen und kann also auch nicht als „Form“ gedacht werden .... aber Sie kann eine Form gänzlich durchstrahlen .... Und der Vorgang einer gänzlichen Durchstrahlung mit göttlicher Kraft hat stattgefunden bei dem Menschen Jesus ....

Er war voller Liebe, und Liebe ist die Ursubstanz der Ewigen Gottheit .... die unausgesetzt ausgestrahlt wird in die Unendlichkeit, die alles erstehen läßt und alles erhält .... Und diese göttliche Liebekraft also durchstrahlte die menschliche Form Jesus, und also manifestierte sie sich in Ihm, das Urwesen Gottes nahm Aufenthalt im Menschen Jesus und also wurde Gott „Mensch“ .... und da Jesus gänzlich erfüllt war von der Ursubstanz Gottes, wurde Er „Gott“ .... Denn auch die menschliche Außenhülle konnte nach Seinem Kreuzestod als gänzlich vergeistigt sich mit Gott vereinigen, so dass also Jesus nun zur vorstellbaren Gottheit wurde .... dass der Mensch sich Gott nicht anders vorstellen kann als in Jesus .... dass aber nimmermehr von „zwei Personen“ die Rede sein kann ....

Es hatte der Mensch Jesus auf Erden das Ziel erreicht, die völlige Vergöttlichung, die alle geschaffenen Wesen erreichen sollen .... Denn Gott wollte Ebenbilder schaffen, deren letzte Vollendung jedoch der freie Wille des Wesens selbst erreichen muss. Der Mensch Jesus hat nicht nur durch ein Liebeleben diese Vergöttlichung erreicht, sondern durch das Erlösungswerk auch die Sündenschuld der Menschheit getilgt .... denn Er nahm die Liebekraft Gottes in Anspruch, ansonsten Er nicht fähig gewesen wäre, das entsetzliche Leid und den Kreuzestod zu ertragen, und diese Liebekraft war das Urelement Gottes, also war Gott Selbst in aller Fülle in dem Menschen Jesus und hat das Erlösungswerk vollbracht ....

Wenn ihr Menschen jedoch von einem dreipersönlichen Gott sprecht, so ist das ein irreführender Begriff, denn die Ewige Gottheit kann nicht personifiziert werden, denn Sie ist nur Liebe, und diese Liebe manifestierte Sich in Jesus, und es wirkte nun der Ewige Gottgeist in Jesus, und Er ist für alle Wesen nur in Jesus vorstellbar .... Weil die von Gott einst erschaffenen Wesen deshalb abfielen von Ihm, weil sie Ihn nicht schauen konnten, ist Er in Jesus für sie zum schaubaren Gott geworden .... Aber es ist Jesus kein zweites Wesen, Das neben Gott zu denken ist .... Er ist Gott, denn Gott ist Liebekraft, Die eine völlig vergeistigte Form durchstrahlte, also diese nur noch göttliche Ursubstanz war und daher auch nur schaubar den Wesen, die gleichfalls sich vergeistigt haben, um Geistiges schauen zu können ....

Wenn von Vater, Sohn und hl. Geist gesprochen wird, so ist das als Bezeichnung für das Wesen Gottes wohl gültig, wenn der Vater als Liebe, der Sohn als Weisheit und der hl. Geist als Kraft, als Wille oder Macht Gottes anerkannt wird .... Denn das Wesen Gottes ist Liebe, Weisheit und Macht .... Doch das Ziel, das Gott Sich setzte bei der Erschaffung der Wesen, die Vergöttlichung dieser Wesen im freien Willen, erklärt .... so es erreicht wird .... auch die Menschwerdung Gottes in Jesus .... die schaubare Gottheit in Jesus, während die „dreipersönliche“ Gottheit überhaupt keine rechte, d.h. wahrheitsgemäße Erklärung zuläßt.

Es haben sich die Menschen selbst Begriffe geschaffen, die darum hinderlich sind für das geistige Ausreifen, weil nur ein Gott angerufen werden kann, nicht aber zu drei verschiedenen Göttern gebetet werden darf, sondern Gott Selbst erkannt werden will in Jesus und darum auch Er nur angebetet werden kann in Jesus .... Und Er fordert von allen Menschen diese Anerkennung, weil Ihm einstens die Anerkennung verweigert wurde und weil gleichzeitig auch das Erlösungswerk anerkannt werden muss .... Denn ohne Jesus Christus kann kein Mensch Vergebung seiner Urschuld finden, und es muss sich der Mensch daher zu Ihm bekennen .... er muss glauben, dass Gott Selbst Sich der Menschheit annahm und in Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat ....

Amen


BD 6673 empfangen  18.u.20.10.1956

Beantwortung von Fragen über unbefleckte Empfängnis und Vorzug der Lichtseelen ....

In jeder irdischen und geistigen Not will Ich euch beistehen, auf dass ihr glaubt an Meine Liebe, an Meine Weisheit und Macht .... Denn Ich liebe euch, Meine Geschöpfe, unendlich, und Ich will auch eure Liebe gewinnen .... Ich weiss um eure Not und auch, wie sie zu beheben ist, und Ich besitze die Macht, sie zu beheben. Und wie gern beweise Ich Meine Liebe, Weisheit und Macht den Kindern, die sich an ihren Vater wenden und Ihn zutraulich bitten, ihrer zu gedenken und ihnen zu helfen.

Irdische und geistige Not will Ich von euch nehmen, doch in irdischer Not fordere Ich zuweilen eure Geduld, weil Ich allein es weiss, weswegen sie über euch kommen musste. Aber Ich nehme sie von euch .... Wer aber in geistiger Not sich befindet, der wird nicht lange zu warten brauchen, denn so er nur Mich anruft, seiner zu gedenken, bin Ich auch schon bereit zu helfen. Geistige Not ist: seelische Schwäche, also geschwächter Wille, Finsternis des Geistes und immer wiederkehrende Zweifel .... geistige Not ist Meines Gegners Wirken und Einfluß, der sich sehr oft gerade an die Menschen heranwagt, die schon Mein sind und die er wieder zurückgewinnen möchte unter seine Gewalt .... Und solange der Mensch auf Erden lebt, wird er diesen seinen Einfluß auszuüben suchen und immer wieder ihn schwächen wollen. Doch sowie sich der Mensch an Mich wendet, verdrängt er jenen, und Ich lasse Meine Kraft überströmen und bringe dem Menschen Licht und Erkenntnis, Ich erfülle seine Bitte, die geistige Not abzuwenden ....

Ihr müsst wissen, dass es Meinem Gegner daran gelegen ist, das Licht der Wahrheit zu verlöschen, das allerorten mit seinem hellen Schein durchbricht und die Finsternis verjagt, in deren Bereich allein Mein Gegner wirken kann. Also wird er versuchen, das Licht zu verlöschen. Er wird Schatten darüber breiten wollen, indem er also zweifelnde Fragen den Menschen einflüstert und dadurch das Licht der Erkenntnis zu trüben sucht. Aber Ich lasse letzteres nicht zu, sondern desto heller wird Mein Licht der Wahrheit herniederstrahlen, und das Licht, das er zu verdunkeln suchte, wird desto heller in die Nacht hineinleuchten .... Und wo noch ein Schatten vorhanden ist, wird dieser von dem alles durchstrahlenden Licht aus Mir aufgezehrt, denn in diesem Licht kann nichts bestehen, was dunkel ist .... Und so wird euch das „Ewige Licht Selbst“ künden:

Ihr, die ihr auf Erden lebt .... sowie alles Geistige, das schon einmal durch das Erdenleben hindurchgegangen ist als Mensch .... ihr seid „einst gefallenes Geistiges“, mit wenigen Ausnahmen; denn es verkörpern sich auch Lichtwesen auf dieser Erde. Also es steigen aus dem Reiche des Lichtes Wesen zu euch Menschen herab, um euch zu helfen in tiefer geistiger Not. Ihr müsst also unterscheiden: von Gott abgefallene und bei Gott verbliebene Urgeister .... erstere als Anhang Meines Gegners sich in der Tiefe befindlich und letztere in aller Vollkommenheit bei Mir verblieben.

Ihr müsst weiter unterscheiden: den Willen des Gegners noch in sich tragende und schon in Meinen Willen eingegangene, aber noch nicht vollendete Wesen, die darum seinem Einfluß noch ausgesetzt sind. Und dann werdet ihr es auch verstehen können, dass letzteren geholfen werden muss, weil sie zu schwach sind dessen Einfluß gegenüber. Also wird euch auch die Mission jener Lichtwesen erklärlich sein, die sich freiwillig auch auf Eden verkörpern, um jenen zu helfen. Und dann begreift ihr auch die Mission des Menschen Jesus .... der als ein solches Lichtwesen ein Rettungswerk vollbringen wollte, das die Macht Meines Gegners brach ....

(19.10.1956) Alle waren Kinder Meiner Liebe .... sowohl die gefallenen als auch die bei Mir verbliebenen Wesen, aber es blieben diese Wesen nicht gleich, sie waren nun unterschiedlich geworden .... es waren strahlende und lichtlose Wesen, die auch nicht in gleichen Sphären weilen konnten. Und also war das „Reich des Lichtes“ und das „Reich der Finsternis“ Aufenthalt geworden dieser verschieden gearteten Wesen. Und es gab keine Brücke zwischen diesen beiden Reichen bis zur Niederkunft Jesu, eines bei Mir verbliebenen Engelsgeistes, Der diese Brücke schlagen wollte und geschlagen hat durch ein Erbarmungswerk einmaliger Art.

Die Wesen, die einstmals ihre Vollkommenheit einbüßten durch ihre Auflehnung wider Mich, benötigten einen Helfer, weil sie allein zu schwach waren, auch wenn eine Brücke geschlagen war, weil auch Mein Gegner über große Kraft verfügte, die er seinen einstigen Anhängern gegenüber anwenden konnte. Aber auch die bei Mir verbliebenen Wesen waren kraftvoll, weil sie unausgesetzt von Meiner Liebekraft sich durchstrahlen liessen .... Also hätte die Kraft eines nicht gefallenen Engelsgeistes vollauf genügt, um einen Sieg zu erringen über Meinen Gegner und ihm seinen Anhang zu entreissen .... Doch solches widersprach Meinem Gesetz ewiger Ordnung, weil dann der freie Wille ungeachtet geblieben wäre aller der Wesen, die einst Meinem Gegner freiwillig gefolgt sind, und ein solcher errungener Sieg ein Vervollkommnen der Wesen ausgeschaltet hätte.

Darum also musste ein anderer Weg gesucht werden .... Die „Liebe“ musste ein Opfer bringen, und es musste einem jeden gefallenen Wesen freistehen, sich jenes Opfers zu bedienen, also zu wollen, dass es auch für es gebracht worden sei .... Ein Opfer bringen kann aber nur ein Mensch; ein Lichtwesen kann wohl den Willen haben, sich selbst zu opfern, es muss aber dann als Mensch das Opfer leisten, weil es als Lichtwesen nicht leiden kann und auch über so viel Kraft verfügt, dass ihm alles möglich ist.

Ein Mensch aber ist ein schwaches, mangelhaftes, für Leid und Qual empfindliches Wesen, das nun eine übergroße Willensstärke aufbringen muss, wenn es freiwillig Leiden und Qualen auf sich nimmt, um nicht für sich selbst, sondern für seine Mitmenschen etwas zu erreichen, das seine Liebe den unglücklichen Menschen schenken möchte .... Es musste als „nur Mensch“ ein Opfer bringen für seine Mitmenschen .... Es musste zu leiden und zu sterben fähig sein ....

Und so werdet ihr nun begreifen, dass der Mensch Jesus keinerlei Vorzüge aufweisen durfte, die Ihn als einen Menschen außergewöhnlicher Art kennzeichneten, selbst wenn Seine Seele ein Lichtgeist war .... Sie war zwar nicht durch die Schöpfung gegangen gleich den Seelen der Menschen, der gefallenen Brüder; dennoch war diese Seele, als sie den Fleischleib bezog .... der wie der Leib anderer Menschen eine Zusammenballung von unreifem Geistigen war, also auch mit den gleichen Empfindungen, Begierden und Leidenschaften erfüllt, die der Mensch Jesus in Seinem Erdenleben überwinden lernen sollte. Denn Seine Mission war außer der Erlösung .... der Tilgung schwerster Sündenschuld .... den Menschen das Leben vorzuleben, das allein ihnen eine Rückkehr zu Mir sicherte.

Wurde also von völlig unzulänglichen, schwachen und durch Leidenschaften-gebundenen Menschen etwas verlangt, so musste es auch möglich sein, dies Verlangte auszuführen .... Und wollte der Mensch Jesus als Beispiel dienen, dann musste Er genau so beschaffen sein wie Seine Mitmenschen. Seine ungewöhnliche Herkunft wie auch die der auf der Erde verkörperten Lichtwesen, die den Menschen helfen wollen, läßt keineswegs auf ungewöhnliche Fähigkeiten oder Vorzüge schliessen, die einen weniger harten Kampf mit sich selbst erfordert hätten, um also auf Erden den Zusammenschluss mit Mir zu finden, der Ziel und Aufgabe eines jeden Menschen auf Erden ist und für den der Mensch Jesus das Beispiel gab, dass er erreicht werden kann.

Was Jesus als Lichtgeist auch voraushatte, gab Er hin vor Seiner Verkörperung als Mensch, ansonsten Sein Werk nicht das hätte sein können, was es ist: ein von der Liebe gebrachtes Opfer, dessen Segen allen Menschen zukommen sollte .... Aber es kann auch niemals geleugnet werden, dass „Gott Selbst“ jenes Opfer brachte, weil die Liebe bestimmend war, die den Menschen Jesus so erfüllte, dass Ich Selbst also in Ihm sein konnte, nachdem Er als Mensch Sich im freien Willen so gestaltet hatte, dass Ich Mich in Ihm bergen konnte, dass Er Mir zum Aufnahmegefäß wurde und Er also nun Kraft und Licht in Fülle besaß .... wieder ein Vorgang, der nicht nur im Menschen Jesus stattfinden konnte, sondern den alle Menschen an sich vollziehen sollen und auch können, weil diese nun eine Hilfe haben im göttlichen Erlöser Jesus Christus .... weil Er als Mensch durch Sein Erlösungswerk ein Gnadenmaß erwarb, das nun jedem Menschen zugänglich ist .... Und wer sich dessen bedient, der kommt auch zum Ziel. Er wird auf Erden gleichfalls den Zusammenschluss finden mit Mir, er wird Licht und Kraft empfangen können unbegrenzt ....

(20.10.1956) Es soll euch aber noch weiterhin Aufklärung gegeben werden, denn solange noch Fragen in euch auftauchen, ergibt sich auch die Notwendigkeit, euch rechte Antwort zukommen zu lassen. Und je inniger ihr diese Antwort begehrt, desto schneller wird sie euch werden: Aus der Tiefe sich entwickelnde Seelen haben als letztes Stadium ihrer Entwicklung auf Erden die Verkörperung als Mensch zu gewärtigen, dann ist der Entwicklungsgang auf der Erde beendet, und die Seele betritt das geistige Reich, ganz gleich, wie sie gestaltet ist beim Ablegen ihrer körperlichen Hülle. Diese Seelen also gehen den Gang nach göttlicher Ordnung, sie erlösen sich aus der harten Materie durch Dienen und steigen doch langsam zur Höhe ....

Auf der Erde verkörperte Lichtseelen aber steigen nur zum Zweck einer Mission zur Erde herab, sie beziehen also gleich den menschlichen Leib, um dann zwar auch den Gang auf Erden zurückzulegen wie jeder andere Mensch und also auch allen Naturgesetzen unterworfen zu sein und ebenso auf Erden ringen zu müssen .... Also es wird ihre Außenhülle ihnen die gleichen Anforderungen stellen, weil sie zusammengefügt ist aus noch gänzlich unentwickeltem Geistigen, aus Seelenpartikelchen eines einst gefallenen Urgeistes, der noch ganz im Widerstand gegen Gott verharrt und den die Seele auch erst sänftigen und wandeln muss, was immer Kampf kostet.

Die Seele ist sich ihres zuvorigen Lichtzustandes nicht bewusst, der irdische Leib trägt ihr die gleiche Verdunkelung ein, nur wird die Liebe in einem solchen Menschen schneller und stärker entflammen und also auch schneller die Dunkelheit verjagen .... Es wird eine Seele von oben ihre Augen auch stets nach oben wenden zu Gott, Den sie überaus schnell erkennen lernt. Eine solche Seele braucht zumeist nicht so lange Zeit, dass sie sich einet mit dem göttlichen Funken in sich, der nun leicht sie beeinflussen kann und nun Geist und Seele auch ihre Außenhülle zu beeinflussen suchen, und dies mit Erfolg.

Die Tatsache nun, dass die Seele den Gang über die Erde zurücklegt, ist immer mit der Selbstverständlichkeit verbunden, dass die Seele kämpfen muss, weil sie in dieser irdisch-materiellen Welt ständig Hindernisse zu überwinden hat, um das geistige Ziel zu erreichen. Also es kann keine Seele quallos zur Höhe gelangen, auch nicht eine Seele des Lichtes, weil sie bei Beginn ihrer Verkörperung sich in die Tiefe begeben hat, in einen Zustand der Erkenntnislosigkeit, der Gebundenheit und der Schwäche .... Dies also ist immer in Erwägung zu ziehen, wenn eines verkörperten Lichtwesens Erdengang als entsprechend leichter angesehen wird.

Der irdische Leib ist und bleibt eine Fessel für die Seele, bis sie ihn verläßt. Und doch kann auch der Körper noch unterschiedlich sein. Es kann das Fleisch noch tief in der Sünde stecken, also noch viel des Luziferischen in sich haben, wenn es geboren wird aus der Sünde, wenn nur satanische Eigenschaften die Menschen beherrschen, die ein neues Leben erzeugen. Und es kann wiederum ein zum Leben neu erwecktes Wesen dem Liebedrang zweier Menschen sein Leben verdanken, es können gute Triebe daher auch in jenes Wesen überwiegend eingeströmt sein, und also wird auch die Außenhülle entsprechend beschaffen sein ....

Sie wird viel des „Erbgutes“ in sich tragen und also mehr oder weniger hart kämpfen müssen im Erdenleben und darum auch schwerer oder leichter das Ziel erreichen .... Doch kampflos bleibt keines Menschen Erdendasein .... Und oft sogar ist das Erdenleben eines Lichtwesens außergewöhnlich schwer, weil die Seele unbewusst des Grundes den Aufenthalt in der irdischen Welt als Qual empfindet und auch um ihrer Mission willen oft ein sehr schweres Erdenlos auf sich nimmt.

Der Vorgang der Zeugung nun ist durch Adams Versagen ein ungesegneter, denn er entsprach nicht dem Willen Gottes, Der Seinen Segen dem ersten Menschenpaar geben wollte zur rechten Zeit .... Es war Luzifer an der Zeugung der Menschen beteiligt, und er wird dieses sein (durch Adams Willen-ihm-eingeräumtes) Recht auch niemals aufgeben .... Er wird immer beteiligt sein bei der Entstehung neuen Lebens, wenn auch der Liebegrad der Menschen ihm bis zu einer gewissen Grenze wehren kann und Gottes Schutz gegen ihn erbeten wird ....

Und nun wird es euch auch verständlich sein, dass Gott Selbst aber Seinem Gegner wehrt, wenn Er Sich Selbst eine körperliche Hülle schafft, die Er einmal in Besitz nehmen will und die Ihm schon bei der Geburt zum Aufenthalt dienen sollte. Denn Gott Selbst wird Sich nie und nimmer mit Seinem Gegner verbinden in Seinem Wirken .... Und ebenso wird Er auch den natürlichen Träger dieser Seiner Hülle nicht von Seinem Gegner (in = d. Hg.) Beschlag nehmen lassen .... Denn Er, der Gott und Schöpfer von Ewigkeit, Der alles erstehen liess, Der allem seinen Zweck und seine Bestimmung zuwies, Der hat wahrlich die Macht, alles, was Er will, aus Sich herauszustellen .... also wird es Ihm doch auch möglich sein, einen Menschen erstehen zu lassen ohne den gesetzlichen Zeugungsakt; und es wird Ihm wahrlich auch möglich sein, Seinen Gegner fernzuhalten, bis Sein Wille geschehen ist ....

Denn Gott birgt Sich nur in einer reinen Hülle, Er verbindet Sich nicht mit etwas Unreinem .... was aber nicht ausschaltet, dass dennoch der Mensch in diesem Reich der Unvollkommenheit, in dem Reich, das Seinem Gegner gehört, nun auch allen Bedrängungen ausgesetzt ist und dass sein Erdengang darum nicht weniger leidvoll und kampfreich ist wie das seiner Mitmenschen. Denn ohne Kampf könnte es auch keinen Sieg geben .... Der Gegner Gottes aber musste besiegt werden, und es hat Jesus wahrlich den schwersten Kampf bestanden, der je auf Erden ausgefochten wurde .... und Er hat ihn als Mensch bestanden, nicht als Gott ....

Amen


BD 6951 empfangen  21.10.1957

Jesus Christus kam als Retter ....

Der großen geistigen Not wegen bin Ich herabgestiegen zur Erde, denn die Menschen erbarmten Mich, die Mein Gegner gefesselthielt, die ihm nicht mehr Widerstand leisten konnten und die nach einem Retter schrien zu ihrem Gott. Doch nur wenige glaubten noch fest und unerschütterlich daran, dass der Messias kommen würde, wie es geschrieben stand, aber diese wenigen erwarteten Ihn voller Sehnsucht, sie erwarteten Ihn als ihren Retter aus tiefster Not und Bedrängnis .... Und ihretwillen bin Ich herabgestiegen, weil ihren Ruf um Hilfe Mein Ohr erreichte, weil Ich ihren Glauben nicht enttäuschen wollte. Zudem war die Zeit für die Mission des Menschen Jesus gekommen ....

Ich wollte die gesamte Menschheit erlösen aus den Banden des Gegners, und Ich wollte auch denen Erlösung bringen, die schon abgeschieden waren, aber nicht in Mein Reich eingehen konnten, bevor die große Sündenschuld getilgt war, die Anlaß war des Daseins der Menschen auf Erden .... In diesem Menschen Jesus kam Ich Selbst zur Erde, um allen Menschen das Heil zu bringen, sie zu befreien von der schon ewige Zeiten ihnen angelegten Fessel und ihnen den Weg frei zu machen in Mein Reich, in das Reich des ewigen Friedens und der Seligkeit.

Als Ich zur Erde niederstieg, waren nur wenige Menschen bereit, Mich aufzunehmen, d.h., nur wenige erkannten Mich, weil sie ein Leben in Liebe führten .... Und darum war die Schar Meiner Anhänger nicht groß, wenngleich Ich unaufhörlich bemüht war, die Menschen anzuregen zum Liebewirken, als dessen Folge sie dann auch Mich hätten erkennen können als ihren Gott und Vater von Ewigkeit. Denn die große Not bestand darin, dass unter den Menschen wenig Liebe war, dass sie schon gänzlich in den Banden dessen waren, der selbst bar jeder Liebe als Feind Mir gegenüberstand, gegen den Ich ankämpfen wollte, um ihm durch den Sieg die Seelen zu entreissen, die er gefesselthielt.

Darum lebte Ich den Menschen Selbst ein Leben in uneigennütziger Liebe vor, weil die Liebe die Waffe war, die Ich Selbst anwenden wollte gegen Meinen Gegner und die auch den Menschen selbst die Kraft gab, ihm Widerstand zu leisten. Ohne Liebe waren sie ihm gänzlich verfallen, der Liebe aber kann er nicht widerstehen, die Liebe ist die einzigste Waffe, der er erliegt, die aber zur Zeit Meiner Niederkunft zur Erde nur wenig bei den Menschen zu finden war ....

Die Liebe war die einzige Bindung mit Mir, ihrem Gott und Vater von Ewigkeit. Und es musste diese Bindung hergestellt werden, wollten die Menschen Mein Wort vernehmen. Mein Wort konnte ihnen nicht mehr ertönen, weil sie durch ihre ihnen mangelnde Liebe auch keinen Glauben mehr hatten an einen Gott, Der zu ihnen sprechen wollte. Und darum kam Ich Selbst zur Erde, um die Menschen anzureden, um ihnen erneut Meinen Willen kundzutun, um ihnen Meine Liebegebote erneut zu geben und ihnen erneut das Evangelium zu künden .... die göttliche Lehre, die sie zur Seligkeit führen sollte.

Doch Ich musste den Menschen noch eine große Hilfe bringen .... Ich wollte sie zuvor befreien von der Macht, die sie gebundenhielt, die ihren Willen schwächte und die Menschen hinderte, Meinen Willen zu erfüllen. Ich wollte sie erlösen aus seiner Gewalt .... Und dazu erwählte Ich Mir die Form des Menschen Jesus, um in Ihm ein Liebe- und Erbarmungswerk zu vollbringen, das den Menschen Befreiung brachte von aller Not .... Es mussten sich aber auch alle Menschen auf Meine Seite stellen, die von ihrem Peiniger Befreiung finden wollten. Die freiwillig bei ihm verblieben, denen konnte Ich keine Rettung bringen, die aber Mir sich zuwandten, die empfingen auch von Mir die Kraft, sich aus seinen Fesseln zu lösen.

Doch es musste auch dieses Erlösungswerk im Rahmen des Menschlichen vor sich gehen, weil die Menschen nicht gezwungen werden durften in ihrem Willen. Es sollte ihnen völlig freistehen, ob sie das Erlösungswerk des Menschen Jesus .... in Dem Ich Selbst Mich verkörperte .... anerkennen oder ablehnen wollten. Darum bin Ich als Mensch Jesus über die Erde gewandelt und bereitete die Menschen vor auf das große Löseopfer, das die große Sündenschuld entsühnen sollte, derentwegen sie auf Erden wandelten. Aber wenige nur erkannten Mich und sahen in Mir den Retter, den Messias, den Seher und Propheten angekündigt hatten stets und ständig.

Es war die Not übergroß, als Ich zur Erde niederstieg, aber es ist das Erlösungswerk vollbracht worden, weil auch Meine Liebe übergroß war und die Liebe also die Sündenschuld tilgte, indem Sie Selbst Sich opferte am Kreuz. Und diese Liebe wird immer wieder den Menschen Hilfe zu bringen suchen, denen, die bisher keine Erlösung fanden, die von den Gnaden Meines Erlösungswerkes noch keinen Gebrauch machten und daher noch immer in den Ketten des Feindes schmachten, die ohne Hilfe sich niemals befreien könnten und die Ich doch niemals aufgebe, sondern immer wieder ihnen in den Weg trete und sie hinweise auf das Erlösungswerk des Menschen Jesus, Der als „Mensch“ kraft Seiner Liebe die geistige Not Seiner Mitmenschen erkannte und Der kraft Seiner Liebe das Opfer gebracht hat, unter maßlosen Qualen zu sterben am Kreuze.

Und Ich werde auch immer wieder im Wort zu den Menschen kommen und ihnen berichten von dem großen Liebe und Erbarmungswerk Jesu, Der Mich Selbst aufnahm, Der Sich durch die Liebe gänzlich vereinigte mit Mir und Der euch allen zum Retter und Erlöser wurde von Sünde und Tod ....

Amen


BD 7237 empfangen  Hl. Abend 24.12.1958

Geburt Christi ....

Das Heil ist kommen von oben her .... Wie viele Lippen sprechen das aus, und wie oft ist das Herz unbeteiligt daran insofern, als dass der Mensch nicht einmal sich ernstlich besinnet, was die Niederkunft Jesu Christi zur Erde zu bedeuten hat. Ein Kindlein wurde geboren, Dessen Seele aus dem Reiche des Lichtes herniederstieg, weil in diesem Kindlein Gott Selbst Sich verkörpern wollte. Das Kindlein Jesus war ein Mensch, geboren aus Maria, der Jungfrau, die Ihn empfangen hatte aus der Kraft des Geistes ....

Der Mensch Jesus begann Seine Erdenlaufbahn wie jeder andere Mensch, doch die Begleiterscheinungen Seiner Geburt waren nicht die eines gewöhnlichen Menschen, sondern sie wiesen darauf hin, dass eine außergewöhnliche Hülle auch ein außergewöhnliches Knäblein barg .... dass es die Hülle der Ewigen Gottheit sein sollte, Die Sich nur in einem reinen, sündenlosen Menschen manifestieren konnte, wie es das Knäblein Jesus war. Denn Dieses hatte eine Mission zu erfüllen von so großer Bedeutung, dass auch die Voraussetzungen dafür ungewöhnlich waren.

Gott Selbst wollte in diesem Kindlein Jesus Wohnung nehmen, und Er wählte Sich eine Form, die makellos war und auch eine makellose Seele barg, in der nun die Ewige Gottheit Wohnung nehmen konnte, um das Erlösungswerk für die gesamte Menschheit zu vollbringen. dass Gott Selbst zur Erde niederstieg, war ein übergroßes Barmherzigkeitswerk, denn die Erde lag in tiefster Finsternis und alle Bewohner der Erde desgleichen, sie waren vom Fürsten der Finsternis beherrscht und geknebelt, und sie schmachteten unter dem Druck der Unfreiheit in Sünde und Qual.

Und Gott wusste um die Not Seiner Geschöpfe, die einst sich freiwillig von Ihm getrennt hatten und, in immer tiefere Finsternis verstrickt, keinen Ausweg mehr fanden und nach einem Retter schrien, Der sie befreite. Gott hörte ihren Ruf und sandte ihnen Seinen Sohn zur Erde .... ein gleichfalls aus Seiner Macht und Liebe hervorgegangenes Wesen, Das in Seiner Lichtfülle verblieben ist, als sich Seine Brüder selbst herabstürzten in die Finsternis. Es war die Seele Jesu Gott in übergroßer Liebe zugetan, sie liebte aber auch ihre gefallenen Brüder und wollte ihnen zur Rückkehr ins Vaterhaus verhelfen, weil sie wusste, dass nur in Gottes Gegenwart Glück und Seligkeit war und in Seiner Entfernung Not, Qual und Finsternis.

Jesus kannte beide Zustände und Seine Liebe zu dem Unglückseligen bewog Ihn, Sich Selbst Gott als Opfer anzubieten, um die Sündenschuld abzutragen, die unermesslich groß war und niemals von dem sündig Gewordenen selbst hätte abgebüßt werden können. Doch eine reine, schuldlose Seele wollte sich opfern für deren Sünden, um die Schuld zu tilgen und um der Gerechtigkeit Gottes Genüge zu tun. Denn die Seele war Liebe .... Die Liebe war Gott .... Gott oder die Liebe erfüllte den Menschen Jesus, so dass Er ein Werk größter Leiden und Qualen vollbringen wollte um jener gefallenen Brüder willen.

Und so stieg Gott Selbst in Jesus zur Erde hernieder und bezog eine menschliche Form, die allen Voraussetzungen entsprach, um die Ewige Gottheit Selbst in sich zu bergen, ohne vergehen zu müssen .... Das Kindlein Jesus war voller Liebe, und alles, was in Seinen Liebestrahl trat, wurde im Herzen erfüllt von Liebe, Lob- und Dankgesang, denn es kamen zur Krippe des Kindleins nur Menschen, deren Herzen rein waren und Gott ergeben und die darum auch die Liebe spürten, die das Kindlein ausstrahlte, und in heisser Liebe zu dem Jesus-Kind entbrannten.

Zwar werden die Vorgänge um die Geburt Jesu nur noch als Legende betrachtet, doch wer vom Geist Gottes erfüllt ist, wessen Geist erweckt ist, der weiss auch, dass alles Wahrheit ist, was sich als Wissen unter den Menschen noch erhalten hat von der Geburt Jesu. Wunder über Wunder geschahen um das Kind Selbst, in der Natur, im Himmel und auf Erden, und es beugten alle Engel im Himmel die Knie vor Dem, Der Sich verkörperte in dem Kindlein Jesus, so wie auch Mensch und Tier von heiligster Scheu und Stille ergriffen waren, als das größte Wunder, die Menschwerdung Gottes in Jesus, vor sich ging.

Und wessen Geist erweckt ist, dessen Herz wird auch überzeugt die Worte aussprechen: „Das Heil ist kommen von oben her ....“ Denn auf ihn erstrahlt gleichfalls der Liebeschein des Heilands Jesus Christus, er gehört zu denen, für deren Errettung der Heiland zur Erde kam, er gehört zu den Erlösten, für die das Erbarmungswerk am Kreuz vollbracht wurde, weil er es wollte, dass auch er erlöst werde von Sünde und Tod. Und dieser wird nicht nur mit den Lippen reden von der Geburt Christi, er wird mit seinem Herzen alles in Gedanken verfolgen, was sich zugetragen hat in jener Nacht, da das Licht der Welt zur Erde niederstieg, da das Kindlein Jesus das Licht der Welt erblickte. Und er wird einstimmen in den Lobgesang: „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen, die eines guten Willens sind ....“

Amen


BD 7780 empfangen  Hl. Abend 24.12.1960

Das Licht stieg herab zur Erde ....

Die Welt lag in Banden .... Versteht es, kein Mensch konnte sich frei machen aus der Fessel des Satans, der über die Erde ging, der in der Welt Luzifers lebte, die das gefallene Geistige barg .... Er hielt sie gefesselt, und er hätte sie auch ewig nicht freigegeben, denn in ihm war keine Liebe, in ihm war nur Haß und Widerstand gegen Mich, Der Ich die ewige Liebe bin und aus Dem auch er hervorgegangen war .... Die Welt lag in Banden .... und darum bin Ich Selbst zur Erde niedergestiegen, um diese Banden zu lösen, um die Fesseln zu sprengen, um dem Gefallenen zu helfen, wieder zur Höhe zu gelangen .... um die Menschen zu erlösen aus seiner Gewalt.

dass Ich zur Erde niederstieg, war ein Werk größter Barmherzigkeit, denn es waren die Menschen aus eigener Schuld in diesem Zustand der Unseligkeit, weil sie einst ihm freiwillig gefolgt waren. Sie befanden sich in der Finsternis, und kein Lichtlein fand Zugang zu diesem Gefallenen, wenn Ich nicht Selbst Mich erbarmte und ihnen ein Licht anzündete .... um ihnen den Weg zu zeigen, der zu Mir führt, zurück zu ihrem Vater, Den sie einst freiwillig verlassen hatten. Darum stieg das Licht Selbst zur Erde ....

Das Ewige Licht verkörperte Sich in einem Kindlein, um den Weg als Mensch anzutreten auf dieser Erde, und das Kindlein Jesus wurde Mir zur Hülle .... Es war die menschliche Form, derer Ich Mich bediente, um das Erlösungswerk zu vollbringen, um Meinen Gegner im offenen Kampf zu besiegen und ihm die Seelen abzuringen, die den Willen und das Verlangen hatten, zu Mir zurückzukehren .... Ich zahlte für diese Seelen den Kaufpreis, Ich gab Mein Leben hin am Kreuz, Ich kaufte sie los von Meinem Gegner mit Meinem Blut ....

Ich trat also den Erdenweg als Mensch an mit der Geburt des Jesusknaben, die darum schon ungewöhnlich vor sich ging, weil dieser Mensch Jesus auch eine ungewöhnliche Mission zu erfüllen hatte: Mir Selbst als Hülle zu dienen, weil die sündige Menschheit Mich in Meiner Lichtfülle nicht hätte ertragen können und darum das „Licht von Ewigkeit“ Sich verhüllen musste. Dennoch strahlte schon das Kindlein Jesus ungewöhnliches Licht aus, doch nur denen schaubar, die durch einen Lebenswandel in Liebe fähig waren, das Licht zu ertragen, und die deshalb auch in Meine Nähe zugelassen wurden, denn Ich wusste es, wer diese innere Reife besaß, und zog die wenigen Menschen zu Mir, die Mir nun als Kindlein in der Krippe huldigten wie ihrem König, denn ihre einfachen Seelen erkannten Mich und beteten Mich an.

Und es spielte sich Meine Geburt im Verborgenen ab, denn die Geistfülle, die das Kindlein Jesus bei Seiner Geburt durchstrahlte, liess die wundersamsten Geschehen zu, und so konnten einige wenige erkennen, dass sich die Ankündigungen vieler Propheten erfüllten, die den Messias voraussagten, Der den Menschen Rettung bringen sollte in tiefster Not.

Die noch an einen Gott glaubten und deren Herzen liebewillig waren, die erwarteten ihren Messias mit Sehnsucht, und ihnen erfüllten sich ihre Hoffnungen durch Meine Geburt .... Aber sie wussten nicht, dass Ich Selbst zur Erde niedergestiegen war, sie wussten es nicht, dass ihr Gott und Schöpfer vor ihnen in der Krippe lag .... wenngleich sie von einem heiligen Schauer ergriffen waren und ihr ganzes Wesen zu dem Kindlein drängte, Das in der Krippe lag. Denn es strahlte ihnen aus dem Kindlein Meine Liebe entgegen, die ihre Herzen berührte .... Und es begann Meine Mission, Liebe auszuteilen und dadurch in den Menschen Gegenliebe zu erwecken.

Ich nahm das Leben als Mensch auf Mich, Ich paßte Mich allen Naturgesetzen an, Ich ging bewusst einen Erdenweg, dessen Ziel das Leiden und Sterben am Kreuz gewesen ist. Und wenn auch zuweilen der Geist aus Mir durchbrach und sich äußerte, so hatte Ich doch den anderen Menschen nichts voraus, denn Ich musste alles Ungeistige, das Mich bedrängte, genau so zu überwinden suchen, wie es euch Menschen zur Aufgabe gestellt ist, denn Ich wollte euch das Leben vorleben, das dem Willen des Vaters entsprach, Der in Mir war ....

Ich musste auch Meinen fleischlichen Körper so gestalten und vergeistigen, dass die Ewige Liebe darin Aufenthalt nehmen konnte. Und Mein Erdenwandel bot Mir ständig dazu Gelegenheit, habe Ich doch Mein Leben als „Mensch“ zurückgelegt, weil ihr Menschen alle Meinem Beispiel folgen solltet und euren menschlichen Körper herrichten sollt zu einem Gefäß für den göttlichen Geist .... wie Ich es also auch tun musste und getan habe in der Kindheit und in den Jahren vor Meiner eigentlichen Lehrtätigkeit ....

Und es hat der Vater Wohnung genommen in dem Menschen Jesus, Der Sich so gestaltet hatte, dass Er Mir zum Aufenthalt diente, dass Ich also als Mensch Jesus „voll des Geistes“ war, dass Ich lehrte und Wunder wirkte, weil der Vater Selbst in Mir war .... was jeder Mensch erreichen kann, wenn er nur den ernsten Willen hat, dem göttlichen Geist als Gefäß zu dienen, in das er sich verströmen kann, und dann ist auch jeder Mensch fähig, sich aus den Banden des Gegners zu befreien, denn sowie er die Verbindung mit Mir in Jesus Christus eingegangen ist, löse Ich Selbst die Fesseln und mache ihn frei .... Denn Ich bin über die Erde gegangen, um die Menschen zu erlösen .... Ich habe den Menschen das Licht gebracht, dass sie nun auch den Weg finden und gehen können, der zurückführt zu Mir, zurück ins Vaterhaus ....

Amen


Die Kindheit und Jugend Jesu

BD 3634 empfangen  23.12.1945

„Wußtet ihr nicht, dass Ich in dem sein muss, was Meines Vaters ist ....“

Vernehmt die Stimme des Geistes: Jeder Mensch soll sich selbst so gestalten, dass der Vater in ihm Wohnung nehmen kann, also er selbst soll Haus Gottes werden, in dem der Vater wirken kann. Ihr alle tragt den göttlichen Geistesfunken in euch, der also Mein Anteil ist, und also schlummere Ich in euch, wartend der Erweckung durch euch selbst, durch Liebeswirken und innige Verbundenheit mit Mir .... Solange ihr aber untätig bleibt, werdet ihr auch nichts spüren von Meiner Gegenwart, wenngleich der Geistesfunke in euch ruht.

Ich kann erst wirksam werden, so ihr selbst euch gestaltet zur Aufnahme Meiner Selbst, dann erst bin Ich in Meinem Hause tätig, dann kann Ich Wohnung bei euch nehmen und euch unterweisen der vollsten Wahrheit gemäß. Dann bin Ich in dem, was Meines Vaters ist .... dann ist die Weisheit, wo die Liebe ist .... Dann seid ihr selbst zum Haus Gottes geworden, das das Heiligste birgt, das Gott Selbst Sich zum Wohnsitz nimmt .... Ich bin bei euch, und nimmermehr werdet ihr allein wandeln auf Erden, sondern stets und ständig Meine Gegenwart spüren, von Meinem Geist durchflutet sein, der euch einführt in alle Wahrheit, der euch lehrt, gleichwie ich gelehrt habe in dem, was Meines Vaters ist ....

Denn Ich, als zur Weisheit geworden durch die Liebe, musste auf Erden unentwegt wirken .... Liebe und Weisheit austeilend, Ich musste geben den Mitmenschen, was Ich Selbst empfangen hatte, weil Ich ihnen helfen wollte, selig zu werden. Und also musste Ich sein in dem, was Meines Vaters ist, wo Ich Sein Wort verkünden konnte, wo sich die Menschen versammelten, um Sein Wort zu hören .... Und sonach wird immer dort das Haus Gottes sein, wo Sein Wort gelehrt wird .... wo es von außen den Menschen geboten wird oder von innen vernommen wird .... wo immer der Vater wirken kann, d.h., wo durch die Liebe Menschen aufnahmefähig sind für die Weisheit aus Mir ....

Denn immer will Ich in Meinem Hause tätig sein, und Mein Haus sind die Herzen der Menschen, die Mich aufnehmen wollen und sich also zur Liebe gestalten, so dass Ich Selbst, als die ewige Liebe, Mich mit ihnen verbinden kann. Überall ist Mein Haus, wo Mein Geist wirksam werden kann .... ohne Wirken Meines Geistes aber weilt ihr in leeren Hallen, und so ihr gleich euch einen Ort erwählt, da ihr Mich zu finden glaubt .... Ich kann nur dort sein, wo Mein Vater ist, und Mein Wort kann nur in seiner Tiefe vernommen werden, wo die Liebe ist .... Ich Selbst aber bin das Wort, und so ihr Mich vernehmen wollt, müsst ihr eure Herzen aufnahmefähig gestalten, ihr müsst euch zur Liebe wandeln und Mir nun die Türen öffnen, so dass Ich in eure Herzen einziehen kann, und euer Herz wird Mein Wohnhaus sein, wo immer ihr auch weilt ....

Amen


BD 5551 empfangen  9.12.1952

Wunderwirken des Kindes Jesus ....

Ich will euch belehren, worüber ihr Aufklärung verlangt, denn Ich will, dass ihr vorerst ein rechtes Wissen besitzt, ehe ihr eure Mitmenschen belehrt, was aber eure Aufgabe ist, die ihr Mir dienen wollt. Ich will, dass euch selbst alles verständlich ist, bevor ihr euer Wissen weitergebt, denn der Mitmensch ist oft nicht so duldsam, er begehrt Aufklärung besonders, so er zweifelt, und diese sollt ihr dann auch aufschlussreich geben können.

Das Problem der Menschwerdung Gottes in Jesus gibt zu den meisten Fragen Anlaß, und zwar darum, weil es bisher in einer solchen Weise erklärt wurde, dass es nur immer mehr Verwirrung gab anstatt Helligkeit. Mein Erdendasein als Mensch unterschied sich von dem anderer Menschen in keiner Weise, nur dass Ich der Liebeentfaltung Raum gab im Herzen, wo andere ihre Ichliebe steigerten und „begehrten“, anstatt zu „geben“. Der Liebefunke glimmt in eines jeden Menschen Herz, er kann aber auflodern zur hellen Flamme, wie er auch erstickt werden kann. Dadurch aber unterscheiden sich auch die Menschen voneinander, denn die Liebe drückt jedem den Stempel der Göttlichkeit auf, während die Ichliebe das Abbild ist Meines Gegners, der sich selbst überhob und dadurch fiel. Die Liebe also ist das Göttliche im Menschen, das nur als ein winziges Fünkchen in Erscheinung tritt zu Beginn des Erdenlebens, aber endlos anwachsen kann.

Der Liebefunke war im Kindlein Jesus schon zu erkennen, weil eine Lichtseele sich in dem Kinde verkörpert hatte, die wohl alle Herrlichkeiten Gottes zurückliess im geistigen Reich, aber dennoch sich ihrer Liebe nicht begab und diese Liebekraft sich auch zuweilen äußerte, wenn also der Geistesfunke mit dem Vatergeist von Ewigkeit in Verbindung trat, was bei jedem liebevollen Kind geschieht, aber in Jesus den Menschen offensichtlich sein sollte, auf dass sie glaubten an die Göttlichkeit des Kindes Jesus.

Dem Geistwirken wird in einem solchen Kindlein nicht gewehrt, nur kommt es nicht oder nur selten zum Vorschein, weil der Verstand und freie Wille des Menschen erst selbst das Wirken Meines Geistes in sich anstreben muss, was erst bewusst geschieht in den Jahren, da er den Verstand und Willen gebrauchen kann in Freiheit des Denkens. Die Erklärung für die Wunder des Kindes Jesus, für die außergewöhnlichen Begebenheiten, ist nur zu suchen in dem hohen Liebegrad, weil die Seele Jesu von oben war, eine Licht- und Liebeseele, die nun in eine menschliche Form gehüllt und auch in ihrem bis dahin unbeschränkten Schaffen und Wirken gehindert wurde, um der menschlichen Außenform gerecht zu werden.

Die Liebe war in hohem Grade in dem Kindlein Jesus .... doch auch das Irdisch-Menschliche setzte sich durch .... die Welt, d.h. Mein und Sein Gegner, übte seinen Einfluß aus auf dieses Irdisch-Menschliche, weil ihm dies der Willenserprobung wegen gestattet war. Und Mein Geist verhielt sich nun still, denn auch der Mensch Jesus musste diese Willensprobe ablegen, und das Werk der Vergöttlichung Seiner Seele musste unter den gleichen Voraussetzungen vor sich gehen wie bei jedem anderen Menschen, wenngleich Mein Geist durch Seine Liebe in Ihm war und blieb.

Doch den höchsten Grad der Liebe musste der Mensch Jesus erreichen durch eigenen Willen .... Und darum zog sich Mein Geist während dieser Jahre zurück, er drängte und trieb nicht, er liess dem Menschen Jesus völlige Freiheit, bis dann die durch Seine gesteigerte Liebe sich stets mehr und mehr steigernde Fülle Meines Geistes sich kundtat als Weisheit und Macht .... als übergroßes Wissen und Wunderwirken.

Der Mensch Jesus war von Ewigkeit ausersehen für diese Mission. Ein höchstes Lichtwesen stieg zur Erde; eines Meiner in Herrlichkeit lebenden Kinder trat Seinen Erdengang an, und also musste diese Seele die irdische Form des Kindes Jesus schon durchstrahlen, und alles Ungewöhnliche Seiner Jugend war ganz natürlich und verständlich, doch den in der Finsternis lebenden Menschen ebenso unverständlich, und darum wurde in späteren Jahren eine Hülle gebreitet über das strahlende Licht, und es begann die eigentliche Mission .... das Vergöttlichen eines Erdenmenschen durch die Liebe.

Wohl konnte Ich durch Meinen Geist jederzeit wirken in dem Menschen Jesus, weil dafür alle Voraussetzungen gegeben waren; um der Mission Jesu willen aber trat alles Göttlich-Geistige zurück, und diese Mission wurde erfüllt von Ihm als Mensch, Der alle Kraft nur aus der in Ihm tätigen Liebe nahm, die zur Entfaltung zu bringen für Ihn genauso schwer war wie für jeden anderen Menschen, weil Mein Gegner wahrlich seinen Einfluß nicht ungenützt liess, bedeutete doch der Sieg Jesu die Niederlage des Gegners. Den freien Willen Jesu aber konnte Mein Gegner nicht antasten, und dieser war Mir voll und ganz zugewandt. Und darum gelang Ihm das Werk, denn Sein Wille zu Mir entsprang Seiner Liebe .... Die Liebe war die Kraft, die stärker ist als der Tod und die darum auch den bezwang, der den Tod in die Welt gebracht hat .... Die Liebe war Sieger und wird es bleiben ewiglich ....

Amen


BD 8486 empfangen  3.5.1963

Das Leben Jesu vor Seinen Lehrjahren ....

Ich werde euch immer in aller Wahrheit belehren, sowie ihr diese nur begehrt .... Und Ich werde euch auch Antwort geben auf Fragen, die euch bewegen, weil ihr die Antwort auch nur um der Wahrheit willen begehrt .... d.h. ihr Klarheit besitzen möchtet, wo sich verschiedene Ansichten behaupten wollen .... Wenn Ich euch den Auftrag gebe, Wahrheit zu verbreiten, sollt ihr auch stets Aufklärung erhalten, was es auch sei:

Der Erdenweg des Menschen Jesus kann nicht mehr nachgewiesen werden, es kann nur auf geistigem Wege euch Menschen Bericht gegeben werden, wie und wo Jesus die Jahre verbrachte, die Seiner eigentlichen Lehrtätigkeit vorangingen .... Doch das eine ist gewiss, dass Er das einfachste Leben geführt hat inmitten Seiner Familie und dass Er stets in äußerster Zurückhaltung verblieb auch im Kreise der Menschen, die in Seinem Elternhaus verkehrten. Er hielt Sich fern von allen Lustbarkeiten, wie auch größeren Zusammenkünften, Er blieb stets für Sich und reifte innerlich aus durch Seine ungewöhnliche hilfsbereite Einstellung Seinen in Not befindlichen Mitmenschen gegenüber ....

Denn Sein Herz war voller Liebe, und diese Liebe bewirkte, dass Er zunahm an Weisheit, dass Sich Ihm ein Wissen erschloß, dass Er alles hell erkannte .... wenngleich anfangs diese innere Helligkeit blitzartig in Ihm aufleuchtete, um dann wieder zeitweise zurückzutreten, und Er wieder wie jeder andere Mensch sprach und dachte, doch Er war allen Seinen Altersgenossen weit voraus an Wissen. Doch Er weigerte Sich, von Menschen Belehrungen anzunehmen .... Das eine dürft ihr Menschen glauben, dass die Liebe der beste Lehrmeister ist und dass .... wer die Liebe in sich zur rechten Entfaltung bringt .... von innen heraus zu Kenntnissen gelangt, die ihm von seiten eines Mitmenschen niemals so lückenlos geboten werden können ....

Ihr müsst nun wissen, dass die Seele Jesu aus dem Lichtreich kam, dass sie wohl das Licht hingab für die Zeit ihres Erdenwandels, niemals aber die Liebe, die sie erfüllte, weil sie als reinstes Lichtwesen durchstrahlt wurde von Meiner ewigen Vaterliebe .... Als Mensch konnte das Liebelicht nicht in aller Fülle wirken, weil die Mitmenschen es nicht hätten ertragen können, doch in dem Menschen Jesus strahlte es fort, und es erschloß Ihm alles Wissen, weshalb Er auch sehr bald die große Not der Menschheit und Seine Mission erkannte und bewusst Sich für diese vorbereitete ....

Ihr wisst nun aber auch, dass Er als Knabe schon im Tempel lehrte .... dass Er den Schriftgelehrten Antworten gab, die diese stutzen liessen .... Also beweist euch dies, dass Er schon als Knabe über ein Wissen verfügte, das Ihm nicht von Menschen gelehrt wurde, sondern die helle Flamme in Ihm zur Begründung hatte .... Seine Liebe wurde immer stärker, und also nahm er auch zu an Weisheit .... und wurde schon in Seiner Jugend angefeindet von den Lehrern und Schriftgelehrten, weil Er Sich nicht von Ihnen belehren liess, sondern Sich fernhielt von jeder Schule ....

Über die Zeit zwischen Seiner Belehrung im Tempel und dem Beginn Seiner eigentlichen Lehrtätigkeit sind der Nachwelt keine Aufzeichnungen verblieben, und daher werden die verschiedensten Vermutungen und Angaben vertreten, wie sie sich der Menschen Verstand zurechtlegte .... Und es bestehen deshalb keine Aufzeichnungen, weil sich das Leben Jesu in aller Stille im Elternhaus vollzog, weil Ihm in dieser Zeit jede göttliche Fähigkeit verlorengegangen schien, Er aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit trat und ein ganz zurückgezogenes Leben führte und als Sohn eines Zimmermannes auch Seinen Beruf als solcher ausführte ....

Es trat nichts Ungewöhnliches an Ihn heran, denn es waren dies die Jahre, wo Jesus als „Mensch“ ausreifen musste, weil Er den Menschen den Erdengang vorleben wollte, der zum Ausreifen, zur Vollendung führt .... In dieser Zeit war alles still um Ihn, Er besaß keine ungewöhnliche Fähigkeit, Er machte eher den Eindruck eines geistig zurück-gebliebenen Menschen, weil Er Sich von allen Menschen zurückzog und immer nur kurz in Seinen Antworten war und auch das übliche weltliche Wissen Ihm fremd schien .... Und Er vermied vor allem den Umgang mit denen, die dem Tempel angehörten und deren Aufgabe es sein sollte, die Menschen geistig zu führen .... Und so war auch bald kein Mensch in Seiner Umgebung .... auch Seine nahen Verwandten nicht .... die noch von einer göttlichen Sendung des einst so ungewöhnlichen Kindes überzeugt waren ....

Es ist diese Zeit des Erdenwandels für Jesus ganz besonders leidvoll gewesen, denn was nach außen nicht mehr erkenntlich war, das lag doch tief im Inneren verborgen, nur musste Jesus Selbst damit fertig werden, Er musste als Mensch Sich mit allem auseinandersetzen, Er musste als Mensch alle inneren Triebe und Leidenschaften, die den Körper ebenso bedrängten wie bei allen anderen Menschen bekämpfen .... Er musste leiden und kämpfen und durch Dienen in Liebe ausreifen .... Denn Er erkannte kraft Seiner Liebe, die Weisheit ausstrahlt, bald alle Zusammenhänge, und Er wusste, dass Er Selbst erst einen Reifegrad erlangen musste, der Ihn dann zum Ausführen Seiner Mission befähigte ....

Und diesen Entwicklungsgang legte Er in aller Stille und Zurückgezogenheit zurück als einfacher Zimmermannssohn .... Der Seine Heimat nicht verliess, Der nur zwecks inneren Ausreifens oft die Einsamkeit aufsuchte, indem Er Sich zurückzog in abgelegene Gebiete, indem Er Berge bestieg und Sich oft tagelang in der Einsamkeit aufhielt, nur mit Seinem Gott und Vater verbunden und ausharrend im Gebet um Kraft und Stärkung für das, was vor Ihm lag und was Ihm oft bis in alle Einzelheiten vor Augen stand und Ihn in furchtbare Angstzustände versetzte, in denen Er dann bei Mir Hilfe suchte ....

Und Ich war mit Meinem Sohn, Ich stärkte Ihn, und Ich schenkte Ihm immer hellere Erkenntnis, so dass Er stets von neuem Sich erbot, das Werk zu Ende zu führen, das der Menschheit Erlösung bringen sollte von Sünden und Tod .... Völlig irrig aber ist die Ansicht, dass der Mensch Jesus Sich ein tieferes Wissen angeeignet habe durch Umgang mit Weisen und Lehrern in fremden Ländern .... Wer wohl hätte Jesus besser belehren können als Ich Selbst .... Ich Selbst aber war in dem Menschen Jesus als Auswirkung Seiner übergroßen Liebe ....

Es ist ein völlig absurder Gedanke, dass Jesus Belehrungen von seiten eines Mitmenschen benötigt hätte .... um dann Seine Lehrtätigkeit auf Erden in Seinem Heimatgebiet ausführen zu können .... Wenn ihr Menschen nun den Beweis habt, dass Ich Selbst die Wahrheit zur Erde leite, wenn nur bestimmte Voraussetzungen vorhanden sind .... um wieviel eher also war Jesus fähig, von Mir direkt belehrt zu werden, Der doch euch Menschen alle übertraf an Liebe und völliger Hingabe an Mich .... Nur wer von der Auswirkung eines Liebelebens noch keine Ahnung hat, der kann solche Behauptungen aufstellen, dass Jesus in anderen Ländern Sich die Kenntnisse erworben habe, um lehrend aufzutreten, dass Er andere Menschen aufsuchen musste, um deren Lehren zu studieren ....

Was Ich an einem einfachen Erdenkind offensichtlich geschehen lasse: dass Ich ihm die reine Wahrheit von oben zuführe durch den Geist, das müsst ihr Menschen wahrlich auch dem Menschen Jesus zuerkennen, Der zur Erde niederstieg, um Mich Selbst durch Sich zu euch sprechen zu lassen, Der also wahrlich keine Lehrer benötigte, sondern die tiefste Weisheit von Mir direkt entgegennahm und durch diese Belehrungen als Mensch tauglich wurde, zu lehren und den Mitmenschen reine Wahrheit zu vermitteln .... Und ihr könnt nun auch diese Meine Worte als reinste Wahrheit in Empfang nehmen, will Ich doch, dass ihr nicht irrt und dass euch Aufschluss gegeben werde, wo ihr selbst noch unwissend seid.

Es geht vor allem darum, dass ihr Menschen ein klares Bild gewinnet, wer Jesus ureigentlich war und warum Er in den kleinsten und ärmlichsten Verhältnissen zur Welt kam und darin aufgewachsen ist .... Denn obwohl Er Mensch war wie jeder andere Mensch, so hat Er doch den Menschen bewiesen, dass ein jeder in sich die höchsten geistigen Fähigkeiten entwickeln kann und dass Er Selbst aus Sich heraus ein Wissen besaß, das Er nun den Menschen vermittelte .... dass aber Er Selbst niemals nötig hatte, Sich von anderen belehren zu lassen oder Kenntnis zu nehmen von Lehren, da Ihm doch alles bekannt war, ansonsten Er nicht die höchste Vollendung erreicht hätte auf Erden, die zur gänzlichen Vereinigung führte mit Mir, dass Er eins wurde mit Mir .... in Dem Ich Selbst Mensch geworden bin, um euch zu erlösen ....

Amen


Jesu Kampf gegen die Versuchungen

BD 7056 empfangen  5.3.1958

Der Kampf Jesu gegen die Versuchungen ....

Auch Mein irdisches Leben war den gleichen Versuchungen und Kämpfen ausgesetzt, die ihr zu überwinden habt .... auch Ich musste ringen, um alle Substanzen des irdischen Körpers in die rechte Ordnung zu bringen. Auch Ich kannte die Begierden und musste gegen sie ankämpfen, denn Ich war mit den gleichen Schwächen behaftet, die euch zu schaffen machen, und nur die Willenskraft in Mir wurde ihrer Herr.

Und Ich tat daher Meinem Körper Gewalt an, Ich liess ihn nicht über Meine Seele Macht gewinnen, sondern Ich überwand ihn und konnte dies kraft der Liebe, die in Mir aufglühte, als Ich mitten unter der geknechteten Menschheit wandelte .... Ich sah die Not um Mich, die sowohl irdisch als auch geistig die Menschen bedrückte. Und in Mir entflammte das heisse Verlangen, ihnen zu helfen ....

Darum achtete Ich nicht des körperlichen Verlangens in Mir, Ich kam ihm nicht nach, denn Ich wusste, dass Ich nur geschwächt worden wäre in Meinem Hilfswillen, hätte Ich Meiner leiblichen Begierden geachtet und sie erfüllt. Doch es war ein schwerer Kampf, denn von allen Seiten drängten die Versuchungen auf Mich ein, und das Menschliche in Mir suchte Erfüllung .... Aber Meine Seele wandte sich zu Gott, sie suchte stets mehr die Verbindung mit dem Vater, je heftiger die Anfechtungen wurden, und sie empfing daher auch stets mehr Kraft, weil diese Bindung niemals ohne Wirkung blieb.

Ich hatte wahrlich kein leichtes Leben auf Erden zurückzulegen, bis die völlige Vereinigung mit dem Vatergeist stattgefunden hatte .... Denn Ich war ein Mensch gleichwie ihr, und Ich musste zuvor das gleiche tun, was auch eure Aufgabe ist: die Liebe zur höchsten Entfaltung zu bringen, um dadurch Gott .... die Ewige Liebe .... in ganzer Fülle in Mich aufnehmen zu können, also den endgültigen Zusammenschluss mit Ihm zu finden, der auch euer Ziel auf Erden ist.

Und wenngleich Meine Seele aus dem Lichtreich war, so wurde sie doch von ihrer fleischlichen Hülle überaus bedrängt, die Materie war wie euer Körper und die daher aus geistig-unreifen Substanzen bestand, über die der Gegner noch Gewalt hatte, die er ständig antrieb zu Begierden und Leidenschaften aller Art.

dass Ich diesen nicht erlag als Mensch, brachte nur die Liebe in Mir zuwege, die den Willen in Mir stärkte zum Widerstand. Und der Aufenthalt in der finsteren, sündhaften Umgebung gab auch den Ungeistern von außen Gelegenheit, den Körper zu bedrängen und ihm verlockende Bilder vorzugaukeln, welche die Sinne benebeln und Mich schwächen sollten im Widerstand.

Aber Ich durfte nicht diese Ungeister abdrängen .... Ich musste sie zu sänftigen suchen, Ich musste auch ihnen gegenüber die Liebe hervortreten lassen, weil Ich erkannte, dass auch sie erbarmungswürdige Wesenheiten waren, die der Gegner in seiner Gewalt hatte und die einmal erlöst werden sollten von ihm. Und darum durfte Ich nicht mit Gewalt gegen diese Ungeister vorgehen, sondern Ich musste Mich in Geduld und Sanftmut üben, Ich musste ihnen widerstehen und durch Meinen Liebewillen sie sänftigen, bis sie von Mir abliessen ....

Ich war ein Mensch und habe kämpfen und leiden müssen wie ein Mensch, weil alles dieses zu dem Erlösungswerk gehörte, das Ich für Meine gefallenen Brüder vollbringen wollte .... Denn Ich wollte gleichzeitig auch den Menschen zeigen, durch welche Weise sie Herr ihrer Schwächen und Begierden werden können, Ich wollte ihnen das Leben vorleben, das auch ihnen zur Freiwerdung und zum Zusammenschluss mit dem Vater von Ewigkeit verhelfen soll .... Ich wollte ihnen beweisen, dass es möglich ist, allen Versuchungen zu widerstehen mit der Kraft der Liebe, dass also die Liebe erste und letzte Bedingung ist, um das Erdenleben mit dem Erfolg zurückzulegen, vollkommen zu werden und sich mit Gott zu vereinen ....

Die Liebe in Mir gab Mir als Mensch die Erkenntnis von der Ursache des unglückseligen Zustandes, wie auch ihr Menschen durch die Liebe erst zur rechten Erkenntnis gelangen könnt. Und die Liebe in Mir gab Mir auch den starken Willen, das Werk der Erlösung auszuführen, zwecks dessen sich Meine Seele auf Erden verkörpert hatte .... Ich wusste es als Mensch, dass Ich nur mit der Liebekraft aus Gott dieses Werk würde vollbringen können, und darum forderte Ich die „Liebe“ an, Ich flehte Sie an, Sich Mir zu schenken, und Ich richtete Mich Selbst also auch dazu her, die Liebekraft Gottes in Mich aufzunehmen ....

Ich suchte allen Begierden zu wehren, allen unreinen Gedanken, die der Gegner in Mir erwecken wollte, wehrte Ich den Einlaß, Ich setzte immer wieder Meine Liebe ihm entgegen, der er weichen musste, und so erfüllte bald nur die Liebe Mein Herz, Ich verband Mich immer inniger mit der Ewigen Liebe, Die Sich Mir verschenkte und Mich nun auch kraftvoll werden liess, so dass Ich starken Willens dem Endziel Meines Erdendaseins entgegenging.

Dennoch liess der Gegner nicht ab, immer wieder Meinen Körper ungewöhnlich zu bedrängen, indem er Mich stets mehr versuchte, je ersichtlicher ihm Mein Vorhaben wurde .... Und Ich musste kämpfen gegen ihn bis zu Meinem Ende .... immer wieder trat das Menschliche in Mir hervor, so dass Ich in Meiner Schwäche zum Vater betete: „Wenn es möglich ist, so lasse diesen Kelch an Mir vorübergehen ....“ Aber die Bindung mit dem Vater war stärker, und Ich ergab Mich völlig in Seinen Willen ....

Ich ersah das grenzenlose Elend der Menschheit, und die immer gewaltiger-werdende Liebe war zum Rettungswerk für diese Menschheit bereit .... Es litt und starb ein Mensch den Tod am Kreuz, doch dieser Mensch war nur die Hülle Meiner Selbst, Ich konnte in Ihm Wohnung nehmen, und es war die Liebe, Die das Erlösungswerk vollbrachte, es war die Liebe, Welche die Sündenschuld der Menschheit tilgte, und diese Liebe war Ich Selbst ....

Amen


BD 7872 empfangen  14.4.1961

Der Kampf des „Menschen“ Jesus ....

Als Ich die Erde betrat als Mensch, war der Gottgeist in Mir gewaltig tätig, denn Ich brachte die Liebe mit zur Erde, die Mich erfüllte von Anbeginn und die nur Meinem Vater von Ewigkeit galt .... Und so geschahen ungewöhnliche Dinge bei Meiner Geburt, die ihr Menschen der Jetztzeit nicht mehr glauben wollt, die aber den Menschen, die um Mich waren, einen Beweis gaben, dass Ich der angekündigte Messias war.

Ich brachte also die Liebe mit zur Erde .... des Lichtes aber musste Ich Mich begeben, denn die Menschen hätten die Leuchtkraft nicht ertragen können .... Und Ich musste nun also den Kampf mit allem unreifen Geistigen aufnehmen, das über Meinen Körper die Seele bedrängte, denn Ich musste als „Mensch“ ausreifen, weil Ich den Menschen den Weg zeigen wollte zur Vergeistigung, die nur die Liebe zustande bringt. Und also musste Ich alles Unreife, das Mich bedrängte, zu sänftigen suchen, ich musste durch die Liebe, die in mir war, auf dieses Geistige einzuwirken suchen, dass es von seinem Verlangen abliess, dass es sich dem Verlangen der Seele unterordnete, dass es also noch in der Zeit meines Erdenwandels sich vergeistigte und mit der Seele zusammenschloß.

Es war dieser Kampf wahrlich nicht leicht, denn das Menschliche an Mir hatte die gleichen Begierden, das gleiche Verlangen nach Erfüllung, wie es bei allen Menschen der Fall war, Ich war trotz meiner Herkunft von oben nicht anders geartet, wie ihr Menschen es seid .... Es reizte Mich die Welt mit ihren Verlockungen genau so wie euch, nur nahm Meine Seele Abstand davon, weil durch die in Mir weilende Liebe sie auch erkannte, welche Gefahren diese weltlichen Verlockungen boten, und weil Ich auch um die Mission wusste, die Ich als „Mensch Jesus“ zu erfüllen hatte.

Aber der Körper verlangte das Seine, und Mein Kampf war darum oft überaus schwer, dem Begehren der Seele nachzukommen und allen Versuchungen standhaft zu widerstehen. Doch die „Liebe“ in Mir gab Mir die Kraft, die Liebe in Mir zog Mich unwiderstehlich zum Vater, und der Vater versagte Sich Mir nicht, Er erfüllte Mich stets mehr und Er wurde tätig in Mir, dem „Menschen Jesus“ .... Ich erkannte es, in welcher Not die Menschheit war, der die Liebe fehlte und die daher ohne Kraft war, den gleichen Versuchungen zu widerstehen .... Ich wusste es, warum die Menschen ohne Liebe waren und dass sie beherrscht wurden von dem, der völlig bar jeder Liebe ist .... Also suchte Ich, die Menschen zu veranlassen, in der Liebe zu leben .... ich lebte ihnen ein Liebeleben vor und lehrte sie ständig ....

Ich gab ihnen die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe .... Ich suchte ihnen die Auswirkung eines Liebelebens verständlich zu machen und bewies ihnen diese an Mir Selbst .... Ich heilte Kranke und wirkte Wunder, und Ich konnte solches tun, weil Ich die Kraft der Liebe tätig werden liess, denn die Liebe ist Gott, und Gott Selbst also wirkte durch Mich, weil Er als die „Ewige Liebe“ in Mir war .... Die Liebe mangelte den Menschen, als Ich zur Erde niederstieg, Mich aber erfüllte sie, denn Ich war dem Vater in Liebe treu ergeben, Ich war bei Ihm verblieben, als das Heer urgeschaffener Geister von Ihm abfiel .... Meine Liebe zu Ihm war übergroß und diese gab Ich nicht hin, als Ich zur Erde niederstieg .... Und Mein ganzer Erdenlebenswandel war ein unentwegtes Wirken in Liebe .... so dass auch bald der Körper sich dieser Liebe unterstellte, dass die Seele ihn an sich zog und mit dem Körper gemeinsam sich mit der Ewigen Liebe in Mir vereinte ....

Aber es wäre falsch, zu sagen, dass des ungewöhnlichen Liebemaßes wegen Mein Erdengang weniger schwer gewesen wäre, denn Ich stand ungewöhnlich stark unter dem Einfluß der Mich bedrängenden Ungeister, die sich an Mich hängten und Mich hinabzuziehen suchten .... die Ich auch nicht abschütteln durfte, weil Meine „Liebe“ in Mir das nicht zuliess, sondern die Ich sänftigen musste, die Ich in Liebe dazu bewegen musste, von Mir abzulassen, denen Ich auch Meinen Beistand versprach, aus der Tiefe wieder zur Höhe zu gelangen. Kraft Meiner Macht, die in Mir groß war, konnte Ich diese Ungeister nicht verjagen, und darum habe Ich weit mehr gelitten, als euch Menschen das verständlich ist, und nur die große Liebekraft hat Mein Erlösungswerk vollbringen lassen, ansonsten Ich Selbst den Ungeistern zur Beute geworden wäre, was aber niemals möglich war, weil die Liebe, der Vater Selbst, in Mir war ....

Ihr Menschen nun sollt Mir nachfolgen, ihr sollt gleichfalls den Kampf aufnehmen gegen alles Ungeistige in und um euch .... Ihr wäret jedoch aus eigener Kraft nicht fähig, weil ihr die Liebe noch nicht in euch habt, die eure Kraft vermehrt .... Aber ihr könnt euch nun an Mich wenden und Mich bitten um Zuführung von Kraft, und sie wird euch wahrlich zugehen als Gnade des Erlösungswerkes, die Ich für euch durch Meinen Tod am Kreuz erworben habe.

Ohne Mich aber werdet ihr nicht frei von der gegnerischen Macht, ohne Mich ist euer Wille zu schwach, und es mangelt euch an Kraft .... Ich habe Selbst einen harten Kampf gekämpft gegen Meinen Gegner, der Mich hindern wollte, das Erlösungswerk zu vollbringen, aber Ich habe den Kampf bestanden durch die Liebe, und euch will Ich helfen, weil ihr zu schwach seid. Denn ihr lebt in einer völlig ungeistigen Welt, ihr lebt in der Welt des gefallenen Geistes und werdet von ihrem Fürsten gefangengehalten.

Aber Ich habe euch erlöst aus dessen Gewalt, und also könnt auch ihr das gleiche vollbringen wie Ich .... dass ihr siegreich aus dem Kampf gegen alle weltlichen Begierden hervorgeht, dass euer Körper sich mit der Seele zugleich vergeistigt, dass sie sich vereinigen mit dem Vater von Ewigkeit, weil ihr dieses Werk nicht mehr allein zu vollbringen braucht, weil ihr nur zu Mir zu kommen braucht, um nun auch die Kraft zu empfangen, um den Weg zurückgehen zu können zum Vater, von Dem ihr einstens ausgegangen seid. Und diese Kraftzufuhr bedeutet, dass in euch die Liebe sich entzündet und auflodert zu höchster Glut, dass ihr durch die Liebe alles Ungeistige in euch selbst zur Ordnung bringt, dass ihr Widerstand leisten könnt jeglicher Versuchung und dass ihr euch dadurch frei macht von eurem Gegner .... denn ihr steht dann auf Meiner Seite, und Ich mache euch wahrlich von ihm frei ....

Amen


Jesu Liebelehre und Liebewirken

BD 4000 empfangen  16.3.1947

Inhalt der Bibel Liebelehre ....
Erklärung Jesu ....
Aufzeichnungen ....

Der Geist in euch muss euch lehren, ansonsten ihr ohne Wissen bleibt. Er kann aber erst dann in Tätigkeit kommen, so ihr in der Liebe lebt .... Und darum bestand vorerst Meine Mission als Mensch auf Erden in der Übermittlung der göttlichen Liebelehre, denn diese musste erst durch Befolgen den Menschen so umgestalten, dass der Geist in ihm in Aktion treten konnte und dann erst weitere geistige Vermittlungen möglich waren.

Die Menschen aber waren zur Zeit Meines Erdenwandels so weit von der Liebe abgewichen, dass sie immer wieder und eingehender auf die Folgen ihrer Lieblosigkeit hingewiesen und das Liebegebot ihnen ständig vorgehalten werden musste, und nur wenige konnte Ich in tiefes Wissen einführen. Doch dieses Wissen allgemein den Menschen zu vermitteln wäre nicht weise von Mir, weil es ohne die Liebe ein totes Wissen bleibt ohne Auswirkung.

Und darum sind auch die Aufzeichnungen Meiner Jünger durch Meinen Willen in einer Form erhalten geblieben, die wohl tiefes Wissen vermissen lassen, jedoch die Liebelehre zum Inhalt haben, und wer diese befolgt, der dringt auch in tieferes Wissen ein, so er ernstlich danach verlangt. Ich Selbst habe wohl auf Erden Wissen in Fülle ausgeteilt, doch Ich kannte auch die Herzen Meiner Zuhörer, Ich wusste um ihren Liebegrad, ihren Willen und um die Erkenntnis Meiner Person, die Meine Zuhörer veranlaßte, das ihnen gebotene Wissen als alleinige Wahrheit anzunehmen.

Ich belehrte auch Meine Jünger und machte sie fähig durch Ausgiessung Meines Geistes nach Meiner Auffahrt zum Himmel, wieder das gleiche ihren Mitmenschen zu vermitteln, was sie durch den Geist empfingen, und also waren auch die Menschen wohlversorgt, denen die Jünger das Evangelium brachten, doch da ein Liebeleben stets die Voraussetzung ist, um tiefes geistiges Wissen zu verstehen und in den Segen dessen zu kommen, sollte der Nachwelt das Gebot der Liebe weitergegeben werden, und darum wurde dieses in Meinem Auftrag von den Jüngern niedergeschrieben, auf dass es erhalten blieb so, wie es von Mir auf Erden gelehrt wurde.

Und auch Mein Lebenswandel, der allen Menschen zum Beispiel dienen sollte, war Inhalt der Aufzeichnungen, die der Menschheit als Nachlaß Meiner Jünger hinterblieben, die aber tieferes Wissen vermissen lassen, weil dies Mein Wille ist. Denn wer das Wissen aus dem Buche schöpfen will, das wohl Mein Wort in sich birgt, und hat die Liebe nicht, der würde nichts damit anzufangen wissen, weil das geistige Wissen das Licht ist, das durch die Liebe entzündet wird, das erst dann strahlen kann in vollster Leuchtkraft, wenn der Geist im Menschen geweckt ist und nun der Mensch von innen erleuchtet wird.

Schulmäßig übermitteltes Wissen hätte nur dann einen Wert, wenn es geprüft und verarbeitet werden kann, um gedankliches Eigentum zu werden, was aber immer nur unter Assistenz des Geistes möglich ist, weshalb die Liebe unerläßlich ist. Was also ist verständlicher, als dass durch Mich Selbst auf Erden wie auch durch die nach Meinem Willen entstandenen Aufzeichnungen immer nur die Liebe gelehrt wurde und immer nur das Liebegebot als Erstes und Wichtigstes den Menschen vorgestellt werden muss? Was ist verständlicher, als dass der Mensch nicht oft genug ermahnt werden kann, dieses Gebot zu befolgen, um zur seelischen Reife zu gelangen? Jedes weitere Wissen ist nur die Folge eines Liebelebens und wird dem einzelnen Menschen vermittelt, wie es für ihn von Nutzen ist.

Denn sowie sein Geist in Tätigkeit gesetzt ist, kann er ungemessen das Wissen empfangen, denn er selbst bestimmt den Grad der Weisheit, in dem er wandeln will, und er braucht es dann nicht aus Büchern entgegenzunehmen, sondern es wird ihm direkt geboten aus dem geistigen Reich, was aber nur der Mensch verstehen kann, der durch Befolgen Meines Liebegebotes den Geist in sich erweckt hat, was niemals denen begreiflich sein wird, die ohne Liebe dahinleben und ihr Wissen aus Büchern zu erwerben suchen. Dieses ist nur totes Wissen, das Leben aber gibt erst der Geist .... das volle Verständnis gibt erst die Liebe ....

Amen


BD 6145 empfangen  25.12.1954

Gottes Wort vernahm Jesus ....
Mittler zwischen Gott und den Menschen ....

Als der Mensch Jesus auf Erden wandelte, war eine Verbindung hergestellt zwischen der Erde und dem geistigen Reich .... es konnte Gott Selbst wieder zu den Menschen sprechen durch den Mund des Menschen Jesus .... Es konnte Sein Wort wieder ertönen, was zuvor unmöglich war durch die weite Entfernung, die zwischen den Menschen und Gott bestand. Sein Wort direkt zu vernehmen ist nur möglich, wenn die Seele des Menschen sich so gestaltet hat, dass sie fähig ist, die Stimme des göttlichen Geistes in sich zu vernehmen; und das Gestalten der Seele in diesen Zustand geschieht durch Liebewirken ....

Der Mensch Jesus war die Liebe Selbst .... All Sein Sinnen und Trachten ging nur dahin, Seinen Mitmenschen Gutes zu tun, ihnen zu helfen in allen Nöten des Leibes und der Seele. Seine Seele war licht und rein und Sein Wandel auf Erden ein Wandel in Liebe .... Es waren alle Vorbedingungen vorhanden, die dem göttlichen Geist die Möglichkeit gab, sich zu äußern, denn die Seele des Menschen Jesus vernahm diese Äußerungen klar und deutlich und konnte das Wort Gottes also den Menschen vermitteln .... Es konnte Gott Selbst reden zu den Menschen, durch Ihn, die Verbindung von Gott zu den Menschen war wiederhergestellt .... es war Jesus der Mittler zwischen Gott und den Menschen ....

Und Jesus lehrte nun die Menschen, das gleiche anzustreben, das Er Selbst erreicht hatte .... Er lehrte sie, die Liebe zu üben, um sich nun zu einem Gefäß des göttlichen Geistes herzurichten, in das sich nun die Kraft des Geistes ergiessen konnte, denn es sollte und konnte ein jeder Mensch die Stimme Gottes in sich vernehmen, und der Weg wurde ihm gezeigt von dem Menschen Jesus, Der auch als Mensch erst den Liebegrad erreichen musste, Der Ihm die Gegenwart Gottes sicherte, so dass Er Ihn Selbst in Sich vernehmen konnte.

Gott spricht wohl zu einem jeden Menschen, doch niemals, wenn die Bedingungen nicht zuvor erfüllt werden .... ein durch die Liebe geläutertes Herz, das nun Gott Selbst in sich aufnehmen kann, Der dann auch Seine Gegenwart beweist durch Seine Ansprache .... Der Mensch Jesus besaß einen überaus hohen Reifegrad der Seele, weil Ihn die Liebe voll und ganz erfüllte .... Also auch konnte Gott Selbst Ihn ganz und gar erfüllen, und es sprach nun Gott aus dem Menschen Jesus, nicht mehr der Mensch Jesus Selbst. Er tat von Selbst, was zum Zusammenschluss führte mit Gott ....

Er aber unterwies Seine Mitmenschen, Er wollte auch ihnen zu dem Erfolg verhelfen, den Seine Liebe Ihm eingetragen hatte, und darum lehrte Er als Erstes die Liebe .... und immer wieder nur die Liebe .... Aus seiner großen Liebe ging die Weisheit hervor, denn der Geist Gottes belehrte die Menschen durch Jesus .... Das Licht der Erkenntnis strahlte aus dem Feuer Seiner Liebe .... Jesus wusste, dass auch die Menschen von dem Licht der Erkenntnis durchstrahlt wurden, so sie nur die Liebe als Erstes auslebten .... weshalb alles tiefere Wissen den Menschen nicht gelehrt wurde, weil dieses erst die Folge eines Liebelebens war, ohne welches es den Menschen ohne jeglichen Nutzen für die Seele bleibt.

Die Liebe allein ist die Verbindung von den Menschen zu Gott, die Liebe allein bewirkt, dass Gott im Menschen Wohnung nimmt, und die Liebe allein veranlaßt Ihn, Sich zu äußern .... Und also wird der Mensch, der in der Liebe lebt, das Wort Gottes in sich vernehmen, er wird in tiefstes Wissen eingeführt werden, er wird sagen können, von Gott belehrt zu werden, er hört Sein Wort, und er hat sonach sich selbst verbunden mit Ihm durch die Liebe ....

Der Mensch Jesus bewies den Menschen, dass es möglich ist, diesen Grad zu erreichen, und also zeigte Er ihnen den Weg, der aus der Tiefe wieder zur Höhe führte .... zum Vater .... Er lehrte die Liebe, und Er lebte die Liebe und krönte Seinen Lebenswandel zuletzt mit Seinem Tod am Kreuz, um alle Schwächen zu nehmen von den Menschen, die durch die einstige Sünde ihr Anteil waren .... auf dass die Menschen nun auch selbst die Kraft hatten, den Weg zu gehen, auf dass sich nun der Geist Gottes in alle ergiessen konnte, die willig sind, Ihm zu folgen .... die ein Leben führen in uneigennütziger Nächstenliebe, wie Er es ihnen vorgelebt hat auf Erden ....

Amen


BD 8454 empfangen  31.3.1963

Jesus lehrte die Liebe auf Erden ....

Die Liebe brachte die Seele Jesu mit zur Erde, und darum auch war Er fähig, ein Übermaß von Leiden auf Sich zu nehmen, denn die Liebe gab Ihm dazu die Kraft. Und Er wusste es, dass gerade die Liebe den Menschen fehlte und dass sie deshalb schwach und kraftlos waren. Sie hatten zwar auch ein Liebefünkchen in sich, also sie waren zur Liebe fähig, doch ihnen fehlte die Liebewilligkeit, weil diese Mein Gegner erstickte .... weil er die Eigenliebe stets mehr entfachte und jegliche uneigennützige Liebe hinderte, zum Durchbruch zu kommen. Und Jesus lebte daher den Menschen ein Leben in Liebe vor ....

Jesus tat Seinen Mitmenschen nur Gutes an, Er heilte ihre Gebrechen, Er tröstete sie und half ihnen, wo nur Hilfe nötig war .... Er war selbstlos und immer dazu bereit, den Menschen ihr Erdenlos zu erleichtern .... Und Er lehrte sie, warum sie ein Leben in Liebe führen sollten, Er warnte sie vor den Folgen eines lieblosen Erdenwandels, wie Er ihnen auch die Auswirkung eines Liebelebens immer wieder vor Augen stellte und ihnen den Beweis gab an Sich Selbst, Der zu den höchsten Kraftleistungen fähig war, Der Kranke heilte und Wunder wirkte kraft Seiner Liebe, die in Ihm ständig zunahm .... Denn Er stand in innigem Verband mit Gott, Der die Ewige Liebe Selbst ist .... Und darum lehrte Jesus auch die Menschen, die Bindung mit Gott, ihrem Vater von Ewigkeit, herzustellen, was wieder nur durch die Liebe geschehen konnte und durch inniges Gebet zu Ihm ....

Alles dies war den Menschen fremd geworden, und nur wenige führten ein Liebeleben, und diese erkannten Jesus auch bald als den verheissenen Messias, sie erkannten in Ihm den Vater .... In ihnen war durch die Liebe ein kleines Licht entzündet worden, das nun genährt wurde durch die Lehre Jesu und von den Menschen die Finsternis wich .... Und diese Lehre sollte verbreitet werden unter der Menschheit, und darum unterwies Er Selbst Seine Jünger, die Er in die Welt hinaussandte mit dem Auftrag, zu künden von Ihm Selbst, von Seinem Werk der Erlösung und von dem Evangelium der Liebe, denn die Menschen sollten den rechten Weg aufgezeigt bekommen, der zum Leben führt, das ewig währt ....

Jesus hätte aber nimmermehr dieses Erlösungswerk vollbringen können, wenn Er nicht von Liebe erfüllt gewesen wäre, doch die Liebe vermag alles, für die Liebe gibt es keine Begrenzung .... es gibt nichts Unmögliches, es gibt nichts, was sie nicht überwinden könnte .... denn als Mensch wäre es unmöglich gewesen, ein solches Maß von Leiden und Qualen durchzustehen, wie es Ihm aufgebürdet wurde .... Die Kraft der Liebe aber verhalf Ihm zum Sieg .... kraft der Liebe hat Er die bittersten Leiden und den qualvollsten Tod am Kreuz ertragen, und Er gab erst dann Seinen Geist auf, als das Werk vollbracht war ....

Und nun erst wurde es dem Menschen möglich, sich frei zu machen von dem Gegner, der ihn gefesselt hielt, solange die Sündenschuld nicht getilgt war .... Erst nach dem Kreuzestod Jesu konnten sich die Menschen Kraft erbitten und Stärkung von Jesus Christus, in Dem Gott Selbst als die Ewige Liebe für die Menschheit gestorben ist .... Die Menschen sind nicht mehr dem Gegner Gottes preisgegeben und seiner Willkür, sie können sich von ihm lösen, wenn sie Jesus um Hilfe bitten und nun durch ein Liebeleben sich die Kraft erwerben, den Willen Gottes zu erfüllen.

Und darum ist es das Wichtigste im Erdenleben, dass den Menschen das Evangelium der Liebe verkündet wird, das von den Menschen die dichte Finsternis nimmt, das sie zum Glauben finden läßt an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und das stets die Kraft schenken wird, den Erdenweg erfolgreich zurückzulegen .... Denn die Liebe ist Kraft, und ohne Liebe bleibt der Mensch kraftlos, und er kann sein Ziel nicht erreichen, zwecks dessen er auf Erden lebt ....

Ohne Liebe kann es aber auch kein Licht geben auf dieser Erde, denn sie ist das Reich des Gegners von Gott, der darum dichte Finsternis verbreitet, damit Gott nicht erkannt wird und er seinen Anhang nicht verliert, der aber im Licht erkannt wird als Feind .... Wo daher die Liebe gepredigt wird, dort wird auch der Glaube an Jesus Christus erweckt werden können, wenn die Menschen nur des Willens sind, die Liebegebote zu erfüllen.

Und daher sollen die Arbeiter im Weinberg des Herrn eifrig tätig sein und das Wort Gottes, das immer nur die göttlichen Liebegebote zum Inhalt hat, verbreiten, denn es müssen die Menschen darum wissen, dass nur die Liebe ihnen einen geistigen Fortschritt eintragen kann, dass nur die Liebe ihnen die Kraft schenkt, an sich selbst zu arbeiten, und dass die Liebe auch das Licht schenkt und den Menschen ein umfangreiches Wissen erschliesst, so dass sie nun bewusst ihren Erdenweg gehen .... bewusst ihrer Aufgabe und ihres Zieles .... und dieses nun auch anstreben mit allen Kräften ....

Und sowie sie Jesus Christus anerkennen, sowie sie wissen, dass Gott Selbst in Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat und sie sich nun Ihm bewusst hingeben, werden sie auch frei werden von ihrer Urschuld und das Ziel auf Erden erreichen und endgültigen Zusammenschluss mit ihrem Gott und Vater von Ewigkeit ....

Amen


BD 5282 empfangen  27.12.1951

Zu den Schwachen, Kranken und Bedürftigen kam Jesus ....

Für die Schwachen, Kranken und Bedürftigen bin Ich zur Welt gekommen, denn die Starken und Gesunden benötigten Mich nicht, sie fanden allein ihren Weg, glaubten ihn wenigstens zu finden, und erst, wenn sie sich verirrten, erkannten sie ihre Schwäche und riefen nach Mir .... wenn ihre eigene Kraft nicht genügte, um das Leben zu meistern. Alle, die nach Mir rufen, die Mich brauchen, sind schwach und krank an ihren Seelen, und allen denen komme Ich zu Hilfe, weil sie durch ihren Ruf nach Mir ihren Notzustand bekennen, aus dem sie sich durch Mich Rettung erhoffen.

Ihr Menschen seid alle schwach und krank, und wohl denen, die es erkennen .... Die aber sich stark und gesund fühlen, sind übel dran, denn ihnen kann nicht geholfen werden .... Und viele sind es, die keine Hilfe zu benötigen glauben, viele sind es, die von ihrer eigenen Kraft überzeugt sind und gar leicht sich der Kraft dessen bedienen, der sie für sich gewinnen will, der sie bestärkt in ihrem überheblichen Glauben und der darum ihnen Kraft zuführt, jedoch nicht ohne Gegenleistung .... Er verlangt die Seele und gibt dafür dem Körper, was er verlangt ....

Ich aber bin der Arzt der Kranken und Schwachen, Ich bin der Tröster der Betrübten und die Hoffnung der Verzagten .... Sie alle kommen zu Mir, und sie werden nicht vergeblich bitten, Ich sage ihnen allen Meine Hilfe zu, auch wenn ihr Menschen sie nicht umgehend erfahrt. Dann aber weiss Ich auch, warum, und ihr seid dennoch nicht verlassen, denn Mich ruft niemand vergeblich an, der aus dem Herzen um Hilfe bittet. kommt alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....

Also habe Ich euch Meine Hilfe verheissen, und so ist sie euch auch sicher .... Dessen gedenkt immer, wenn Not an euch herantritt, wenn ihr euch körperlich oder seelisch bedrängt fühlt, wenn das Erdenleben schwer auf euch lastet, wenn ihr Hilfe benötigt. Dann denkt daran, dass Ich zu den Armen, Kranken und Schwachen kam einst und auch jederzeit und dass Ich nur eures Rufes harre, um Mich euch zu erkennen zu geben, dass Ich aber angerufen werden will, auf dass ihr frei aus euch erkennt eure Schwäche und nach Mir, eurem Arzt und Helfer, Verlangen habt, dass ihr durch euren Ruf euren Glauben beweist, dass Ich euch helfen kann und will .... und diesen Glauben lasse Ich niemals zuschanden werden ....

Amen


BD 8308 empfangen  23.10.1962

Jesu Wirken auf Erden ....

Das Evangelium der Liebe lehrte Ich euch Menschen, als Ich über die Erde ging, denn die Liebe solltet ihr zur höchsten Entfaltung bringen, und ihr solltet auch wissen um ihre Auswirkung, die ihr an Mir Selbst feststellen konntet .... Denn Ich heilte die Kranken und wirkte Wunder jeder Art und konnte dies nur kraft der Liebe, die in Mir wohnte, die Mich ganz erfüllte und die auch die Vereinigung mit dem Vater .... der Ewigen Liebe .... nach sich zog, die Ziel eines jeden vom Vater erschaffenen Wesens ist.

Ich also lebte euch ein Leben in Liebe vor, und Ich strahlte auch auf Meine Umgebung immer nur Liebe aus .... Und folglich konnte Ich auch lehren in aller Weisheit, Ich konnte den Menschen ein Licht bringen, das ihr geistiges Dunkel erhellte, denn das Feuer Meiner Liebe strahlte dieses Licht der Weisheit aus. Und so auch werdet ihr Menschen immer erst dann zur Erkenntnis kommen, wenn ihr ein Leben in Liebe führt, denn die Liebe ist der göttliche Lichtstrom, der im Herzen des Menschen Helligkeit verbreitet, so dass er zu einem tiefen Wissen gelangt, das ihm Aufschluss gibt über sich selbst und sein Verhältnis zu Gott, seinem Vater von Ewigkeit ....

Die Menschen lebten in völliger Lichtlosigkeit dahin, ihr Denken war irrig, denn ihre Herzen waren ohne Liebe, und also fehlte ihnen das Feuer, das ein Licht ausstrahlen konnte .... Und Ich kam zu ihnen, Ich trat mitten unter die Menschheit und brachte ihnen ein Licht, aber sie erkannten Mich nicht, sie nahmen das Licht nicht an .... Sie verfolgten Mich und feindeten Mich an, weil ihr liebloser Lebenswandel auch ein Wandel in der Sünde war. Doch Ich vergalt alles Böse nur mit Liebe, Ich nahm Mich ihrer Leiden erbarmungsvoll an, Ich befreite sie von Krankheiten und lehrte immer nur Liebe, weil diese das alleinige Heilmittel war, sowohl irdisch als auch geistig ....

Und es waren nur wenige, die Mich erkannten, die Mir nachfolgten und sich eines Liebewandels befleissigten, und in diesen wurde es auch Licht, und sie schlossen sich Mir an .... weil sie auch den Messias in Mir erkannten, den Erretter aus tiefster Not, Der ihnen durch Propheten angekündigt wurde schon lange zuvor. Aber es waren nur wenige, die Meinen Worten Glauben schenkten und sie auslebten, die in der Liebe wandelten und durch die Finsternis des Geistes hindurchgeführt wurden zum Licht .... denn das Licht weilte mitten unter ihnen ....

Ich predigte unentwegt die Liebe, und immer wieder werde Ich den Menschen die göttliche Liebelehre künden, Ich werde sie als Wichtigstes hinstellen und alle Menschen ermahnen, gleich Mir ein Leben in Liebe zu führen, um dadurch auch zum Erkennen zu kommen, weswegen sie auf der Welt sind, was ihre Aufgabe ist und wonach sie streben sollen .... Und sowie ein kleiner Lichtschein in ihre Herzen gefallen ist, sowie sie durch Liebewirken in Uneigennützigkeit sich Mir als der Ewigen Liebe verbinden, wird es in ihnen immer heller werden, sie werden zunehmen an Wissen, und es wird dieses Wissen auch der Wahrheit entsprechen, denn Ich, die Wahrheit und die Liebe sind eins ....

Wer in der Liebe lebt, der wird verbunden sein mit Mir und auch in vollster Wahrheit sich befinden .... Er ist aus der Nacht des Geistes herausgetreten in das Licht, und jegliche Dunkelheit ist von ihm gewichen. Nur die Liebe bringt solches zuwege, und darum wird euch Menschen immer wieder das Evangelium der Liebe verkündet, und was euch also auch an Gedankengut zugetragen wird von außen, es muss immer euer Herz entflammen lassen zur Liebe, immer müssen es Mahnungen sein, euer Erdenleben in Liebe zu führen, immer müsst ihr selbst euch zur Liebe wandeln, ihr müsst einen Kampf führen gegen die Eigenliebe und sie zu wandeln suchen in uneigennützige Nächstenliebe ....

Ich Selbst muss euch als ein Gott der Liebe vorgestellt werden, Den ihr wieder nur durch die Liebe erreichen könnt .... Denn die Liebe ist alles .... sie ist Kraft und Licht, sie ist Seligkeit .... Wer ohne Liebe dahingeht, den belastet auch noch die Finsternis, und sein Erdenweg liegt dunkel vor ihm .... Wer zur Liebe sich gestaltet hat, den wird nichts mehr schrecken, denn er erkennt seinen Gott und Schöpfer als liebenden Vater und strebt Ihm bewusst zu .... Die Liebe löst, sie macht frei von allen Gebundenheiten, die Liebe beglückt und schenkt Seligkeiten im Übermaß .... Die Liebe geht von Mir aus und führt wieder zu Mir zurück .... Denn die Liebe verbindet das Kind mit dem Vater .... Die Liebe schenkt das höchste Glück auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit, denn die Liebe ist Gott, Sie vereinigt Vater und Kind bis in alle Ewigkeit ....

Amen


Auszüge aus der Liebelehre Jesu

BD 2147 empfangen  11.11.1941

„Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“

bleibt in Mir, auf dass Ich Mich mit euch vereinigen kann. Euer Leben soll sein ein ständiges Wirken in Liebe. Ihr sollt alles tun aus innerstem Antrieb, und dieser Antrieb soll die Liebe sein, das schönste und heiligste Gefühl, das ihr herrschen lassen sollt in euch. Wer in der Liebe lebt, der geht in Mir auf, wer in der Liebe lebt, der bleibt ewiglich mit Mir verbunden, denn er ist, was Ich Selbst bin .... er ist Liebe so, wie Ich Selbst die Liebe bin .... Und dann werdet ihr auch den Frieden in euch haben, denn euer Geist hat sich mit Mir vermählet, er ist nicht mehr außer Mir, sondern in Mir, denn er ist Mein Anteil seit Ewigkeit. Ich Selbst bin dann bei euch, und wo Ich bin, muss Frieden sein und Liebe und Eintracht.

Und lebt ihr in der Vereinigung mit Mir, dann ist euer Leben auf Erden weder Kampf noch Sorge, denn dann kämpfe Ich für euch und nehme eure Sorge auf Mich, denn Ich liebe euch, weil ihr Mein seid von Anbeginn. Doch zuvor müßt ihr euch Mir gänzlich hingeben, ihr müsst Mir alles opfern, ihr müsst Mich so lieben, dass ihr alles für Mich hinzugeben bereit seid, und ihr müsst diese Liebe Mir bezeugen, indem ihr euren Mitmenschen das gleiche anzutun bestrebt seid, was ihr Mir antun möchtet.

Ich will eure Liebe zu Mir durch die Liebe zum Mitmenschen bewiesen haben .... Ich will, dass ihr einander euch helft, dass einer bereit ist, für den anderen zu leiden, dass ihr einander dient in Liebe. Dann wird euer Liebeswirken auf Erden gesegnet sein, es wird euch den schönsten Lohn eintragen. Ich werde bei euch sein und euch in den Zustand tiefsten Friedens und stiller Seligkeit versetzen. Denn diese Verheissung habe Ich euch gegeben, und Mein Wort bleibt allzeit das gleiche: „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“

Amen


BD 3460 empfangen  9.3.1945

„Selig sind, die Barmherzigkeit üben ....“

Selig sind, die Barmherzigkeit üben, die in Not und Drangsal dem Nächsten beistehen und ihm helfen, sie zu überwinden .... Meine Gnade ruhet sichtbar auf ihnen, denn sie erfüllen Meine Gebote, sie lieben Mich Selbst, weil sie dem Nächsten, Meinem Geschöpf, Liebe entgegenbringen .... Wer hilflos und verlassen ist, der wird die Liebe dankbar empfinden, die ihm entgegengebracht wird; sie wird Gegenliebe erwecken, und was das bedeutet, könnt ihr auf Erden nicht ermessen .... dass jeder Liebesfunke ein Freiwerden von der Gegenmacht bedeutet, ein Wandel, der die Rückkehr zu Mir einleitet, die nur in der Liebe stattfinden kann.

In jeder irdischen und geistigen Not empfindet der Mensch eine liebende Hilfe wohltätig. Die Liebe wirkt als Kraft, denn sie ist ja von Mir als der ewigen Liebe ausgehend und kann nur lebenerweckend wirken. Eine Hilfeleistung gebärt gute Gedanken und gute Empfindungen, es wird die Seele des Mitmenschen berührt und angespornt zu gleichem Wirken, und jedes Liebeswirken ist ein Entfernen von Meinem Gegner, also eine Verringerung der Entfernung von Mir. Werke der Barmherzigkeit zu üben erfordert die Not der Zeit, wo Leib und Seele kranken, wo körperliche Leiden die Folgen der seelischen Not sein müssen, auf dass die Menschen sich besinnen und den Weg zu Mir finden.

Und diesen Weg weist ihr ihnen, so ihr Barmherzigkeit übt, so ihr in uneigennütziger Nächstenliebe den Mitmenschen aufrichtet an Leib und Seele durch gute Werke, tröstenden Zuspruch und liebevolle Fürsorge. Dann kann Körper und Seele gesunden, weil letztere die Kraft der Liebe spürt und sie stark und willig wird, Mir zuzustreben .... Die Liebe wird Gegenliebe erwecken, und wo der Liebesfunke entfacht wird, dort kann Ich Selbst schon wirken, weil Ich überall sein kann, wo die Liebe ist. Und wo Ich bin, ist die Not nicht mehr so groß .... entsprechend dem Liebesgrad, in welchem der Mensch steht. Darum sucht eifrig, durch Liebe Gegenliebe zu erwecken, und ihr erlöst die Seelen durch eure Werke der Barmherzigkeit .... Erlösung der Seelen aber trägt euch ein glückseliges Los ein im Jenseits, wo stets nur die Liebe gewertet wird und die Seelen es euch danken ewiglich, dass ihr ihnen den rechten Weg gewiesen habt ....

Amen


BD 3624 empfangen  10.12.1945

„Werdet wie die Kinder ....“

Werdet wie die Kinder und flüchtet zu Mir in jeder Not .... und fürchtet euch nicht, denn euer himmlischer Vater läßt nicht zu, was euch nicht zum Besten gereicht. glaubt und vertraut Mir, eurem Vater von Ewigkeit, dass Ich Meine Hände schützend über euch ausbreite, und seht in jeder Not des Leibes nur ein liebevolles Erziehungsmittel, das eurer Seele gilt. Doch wisst, dass auch die Not des Leibes von Mir behoben wird, so ihr fest daran glaubt und Meine Vaterliebe erkennt in allem, was auch geschieht.

Seid Kindern gleich sorglos, und überlasst dem Vater jede Sorge um euch, und achtet nur darauf, den Willen eures Vaters im Himmel zu erfüllen, und Meine Vaterliebe wird euch erfassen und euch an Mein Herz ziehen. Fragt und grübelt nicht ängstlich, was werden soll, sondern bleibt ruhig und harrt nur auf die Hilfe des Vaters, so euch die Not drückt. Verlasst euch gänzlich auf Mich, Der Ich euch führe auf allen euren Wegen. Im kindlichen Vertrauen und demütigen Gebet liegt eure Stärke, denn das enttäusche Ich nicht, und Ich erhöre euch jederzeit. Doch bangt und zweifelt nicht .... Die Vaterliebe rettet euch aus jeder Gefahr, und der Ruf des Kindes verhallt niemals ungehört ....

Doch um zu werden wie die Kinder, müsst ihr jeden Widerstand aufgeben, ihr müsst immer nur wollen, dass Ich euch führe an der Hand und ihr müsst Mir willig folgen und niemals andere Wege gehen wollen .... Und so müsst ihr bitten im gläubigen Vertrauen und euch nun hingebend auf Mich verlassen und jedes Geschehen nun als Meinen Willen betrachten .... Denn es ist Mein Wille, es geschieht nichts wider Meinen Willen, so ihr eure Sorgen Mir anheimgestellt habt. Nur, der allein handelt, ohne Meinen Segen und Meine Beihilfe erbeten zu haben, der läßt seinen Willen tätig werden, der sich nun entsprechend auswirkt, doch nicht immer zu seinem Heil. Ihm kann Ich Meine Hilfe nicht angedeihen lassen, weil er sie nicht als Meine Hilfe erkennen, sondern als eigenes Verdienst ansehen würde. Doch Meiner Kinder Wege ebne Ich, selbst wenn sie schwer passierbar erscheinen.

Gebt euch vollvertrauend nur Meiner Führung hin, und ihr werdet immer die liebende Vaterhand spüren, die euch sicher und unbeschadet hindurchführt durch alles Unheil dieser Welt. Und schöpft stets Trost und Kraft aus Meinem Wort .... Lasst den Vater sprechen zu Seinen Kindern, und nehmt jedes Wort der Liebe auf, dass es wieder euch zur Liebe antreibt. Lasst niemals des Vaters Stimme ungehört verhallen, sondern freuet euch, dass ihr sie zu hören vermögt, dass der Vater Seine Liebe zu euch darin zu erkennen gibt, und folgt Ihm und Seinem Wort mit freudigem Eifer .... Und ihr werdet Mein Wohlgefallen erringen, ihr werdet die Vaterliebe immer stärker empfinden, ihr werdet keine Not mehr fürchten und an Meinem Herzen wohlgeborgen sein ....

Amen


BD 3767 empfangen  11.5.1946

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben ....“

Die Wahrheit nur kann euch das ewige Leben eintragen, denn die Wahrheit bin Ich Selbst, und nur durch Mich könnt ihr eingehen in das ewige Reich .... Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben .... so ihr in der Wahrheit wandelt, wandelt ihr auch den rechten Weg, der als Ziel das ewige Leben hat. Denn die reine Wahrheit ist eine Folge der liebtätigkeit, und diese ist der einzige Weg, die Seele aus dem Zustand des Todes in den Zustand des Lebens zu versetzen. Ich also bin als die ewige Liebe der Weg zu Mir Selbst für Meine Geschöpfe, sie müssen unbedingt diesen Weg betreten, um zu Mir zu gelangen, Der Ich allein ihnen auch das Leben gebe in der Ewigkeit.

Und um Mir nachzufolgen, um ein Leben der Liebe auf Erden zu führen, müssen sie in die Wahrheit eingeführt werden, d.h., sie müssen zuvor belehrt werden, wie sie ihr irdisches Leben gestalten sollen, um dann durch Befolgen Meiner Lehre auch die reine Wahrheit aus Mir erkennen zu können, weil ohne die Liebe jedes Wissen ein totes Wissen bleibt, ein Wissen des Verstandes, jedoch kein Wissen des Herzens, das allein lebendig macht. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben .... So ihr Mich sucht, werdet ihr den rechten Weg betreten und die Wahrheit finden und also euch auch das ewige Leben erwerben.

Wer die Wahrheit begehrt um der Wahrheit willen, dem nähere Ich Mich, und Ich führe ihn auf den Weg der Liebe, und so er keinen Widerstand leistet, erwacht sein Geist zum Leben, und dieser belehrt ihn wahrheitsgemäß .... Dann hat er Mich Selbst gefunden, und er wird Mich ewig nimmer verlieren, dann lebt er und kann ewig nicht mehr sterben .... Doch nur die reine Wahrheit bringt dies zuwege, die Folge uneigennützigen Liebewirkens ist .... Jede irrige Lehre führt nicht zum Ziel der Vereinigung mit Mir, jede irrige Lehre verlängert den Weg zur Höhe, sie täuscht dem Menschen ein anderes Ziel vor, und nur ein fester Wille, zum rechten Ziel zu gelangen, bannt die große Gefahr, völlig in die Irre zu gehen.

Ohne Mich aber findet ihr den rechten Weg nicht, ihr müsst Mich rufen, ihr müsst Meine Belehrungen annehmen, ihr müsst den Weg gehen, den Ich euch vorgelebt habe auf Erden, den Weg der Liebe, um dadurch zur Wahrheit, zum Erkennen Meiner Selbst und zum ewigen Leben zu gelangen. Ihr müsst in der Liebe wandeln, weil ohne die Liebe ihr euch nicht mit Mir vereinigen könnt und weil Ich als die ewige Liebe auch das Endziel des Weges der Wahrheit bin und weil ihr solange tot im Geist, also völlig bar jeder Erkenntnis, völlig bar jeglichen Wissens um göttliche Weisheit, seid, wie ihr Meinem Grundwesen völlig fremd seid und ihr also nicht leben könnt, solange ihr euch nicht mit Mir zusammenschliesst, was nur durch die Liebe geschehen kann ....

Amen


BD 3927 empfangen  2.12.1946

Erhörung des Gebetes im festen Glauben ....
„Vater, Dein Wille geschehe ....“

Alles könnt ihr von Mir erreichen, so ihr nur fest und unerschütterlich glaubt an Mich .... Denn so ihr euch Meine übergroße Liebe zu euch vor Augen haltet, wisst ihr auch, dass Ich kein Gebet unerhört lasse. Ein fester Glaube an Mich schliesst aber auch vollstes Vertrauen zu Mir in sich, er schliesst die Gewissheit in sich, dass Ich in Meiner Weisheit auch alles erkenne, was für euch von Segen ist, und dass Ich euch nicht zu Schaden kommen lasse, indem Ich euch etwas gewähre, was euch nicht zum Heil gereicht.

Und darum wird ein tiefgläubiger Mensch sich Mir bedingungslos hingeben, er wird es Mir anheimstellen, wie Ich ihn bedenken will, er wird nicht fordern, sondern demütig Mir seine Bitten vortragen, immer Meinen Willen voransetzen und sich Meiner Liebe und Gnade empfehlen. Und Ich werde ihn bedenken in aller Fülle, leiblich und geistig werde Ich ihn niemals darben lassen, denn das Gebet Meines Kindes überhöre Ich nie. So Ich euch aber die Erfüllung einer Bitte versage, zweifelt dennoch nicht an Meiner Liebe, denn gerade Meine Liebe ist es, die euch vor Unheil bewahren will.

Und ihr selbst könnt nicht immer erkennen, wie sich die Erfüllung einer Bitte auswirkt. Darum tragt Mir vertrauensvoll euer Anliegen vor, und überlasst alles Weitere Mir, und Meine Liebe bedenkt euch so, dass euch der Weg zu Mir geebnet wird, dass ihr sicher euer Ziel erreicht, dass ihr als Meine Kinder ins Vaterhaus zurückkehrt, um ein seliges Leben zu führen in Ewigkeit. Doch nützt stets und ständig die Kraft des Gebetes, ruft Mich an in jeder Lebenslage, kommt zu Mir, so ihr in Not seid, und gedenkt auch Meiner in Stunden der Ruhe und des Friedens.

Vergesst Meiner nicht, auf dass Ich auch euch nicht vergesse, stellt des öfteren die Verbindung mit Mir her durch inniges Gebet, und ruft Mich so ständig in eure Nähe, denn dann strömt Kraft ungemessen über auf euch, so ihr im freien Willen Mich sucht, so eure Gedanken Mir gelten und euer Herz Mir entgegendrängt. Ihr müsst von selbst den Weg zu Mir finden und darum die Brücke betreten, die Ich für euch geschlagen habe von der Erde zu Mir .... Ihr müsst beten, denn im Gebet erhebt sich eure Seele in die Sphären des Lichtes, im Gebet betretet ihr die Brücke zu Mir, im Gebet tritt das Kind vor den Vater hin, es stellt selbst das Verhältnis eines Kindes zum Vater her, wie es Mein Wille ist. Und so Ich als Vater angerufen werde, so ein kindliches Herz Mir entgegenschlägt, erhöre Ich jedes Flehen, denn Ich enttäusche Meine Kinder nicht, die vollvertrauend zu Mir kommen.

Und Meine Liebe teilt sich ihnen mit, Meine Liebe teilt Gaben aus ungemessen, Meine Liebe bedenkt das Kind geistig und irdisch, und nimmermehr wird es Not zu leiden brauchen, sowie es wahrhaft kindlich bittet, d.h. im Geist und in der Wahrheit sein Gebet zu Mir sendet. nützt alle die Gnade des Gebetes, denn alles könnt ihr erreichen im tiefen, lebendigen Glauben an Mich und Meine Liebe .... Doch fordert nicht und klaget oder murret nicht, so Ich scheinbar euer Gebet nicht erhöre, denn dann ersieht Meine Vaterliebe für euch nur einen Schaden in der Gewährung eurer Bitte, und um euch davor zu bewahren, versaget sie sich .... Doch wer allzeit seinen Willen dem Meinen unterstellt, der wird niemals enttäuscht werden, denn sein Gebet ist das rechte, Mir wohlgefällige, so er allen seinen Bitten hinzufügt: „Vater, Dein Wille geschehe ....“

Amen


BD 4360 empfangen  2.7.1948

Gleichnis vom guten Hirten ....

Ein Gleichnis will Ich euch geben, und ihr sollt daraus lernen, wie Ich Mein Wort verstanden haben will. Meine Erdenkinder gleichen einer Herde verstreuter Schafe, die durch den bösen Willen eines Feindes aus dem Sehkreis des Hirten gejagt und in alle Richtungen verstreut wurden. Und es geht nun der Hirt, weil er seine Schafe liebt, auf die Suche nach ihnen; er sucht sie in den verborgensten Winkeln, er klettert auf Berge, steigt hinab in Bergesklüfte, er ruft und lockt und ruhet nicht, bis er seine Herde wieder zusammen hat.

Er hilft den Schäflein, die sich verstiegen haben und nicht mehr zurückkönnen allein, er geht weite Wege, wo sie sich schon zu weit entfernt haben, er nimmt die müden Schäflein auf seine Schultern und trägt sie zurück, er überlässt keines seinem Schicksal, seinem Feind, dass dieser es ihm raube und der eigenen Herde unterschiebe. Denn er kennt seine Schafe, und seine Schafe kennen ihn und folgen seiner Stimme .... Und des guten Hirten Herz frohlockt, so er alle seine Schäflein wiedergefunden hat, so sein Stall seine vollzählige Herde birgt, so heimgefunden hat jedes Schäflein, das verloren war ....

Ihr alle seid Meine Schafe, ihr gehört zu Meiner Herde, die jedoch freien Auslauf haben und darum sich auch verlaufen können, so sie ein anderes Ziel als Mich erstreben. Der feindliche Hirt ist Mein Gegner, der euch Mir abwendig zu machen sucht. Und es wird ihm oft gelingen .... Meine Schafe treiben ab von dem Wege, da Ich mit Meiner Herde wandle, sie suchen die Höhen zu erklimmen .... Ehre und Reichtum sucht ihr Menschen, und um solche weicht ihr vom Wege ab, ihr fallt in Schluchten und Abgründe, die Laster und Begierden der Welt nehmen euch gefangen, ihr sinket Schritt für Schritt zur Tiefe und könnt dankbar sein, wenn ihr an Hecken und Gestrüpp hängenbleibt .... wenn noch kleine Bedenken in euch auftauchen, ihr solche nicht abschüttelt und so noch vom tiefsten Absturz bewahrt bleibt, bis euer Retter kommt.

Andere wieder weiden auf fremder Flur, sie verirren sich und finden nicht mehr zurück in ihren Stall .... das sind die Menschen, die gedankenlos durchs Erdenleben wandeln, die Nutzniesser sind von Handlungen, die nicht Meinem Willen entsprechen, ihnen aber großen irdischen Vorteil eintragen. Diese wähnen sich nicht schlecht, sie sind lau, weder Mir ab- noch Mir zugewandt, sie wandeln durch das Erdental uneingedenk ihrer Erdenaufgabe, sie müssen aufgescheucht werden und zurückgejagt, dass sie wieder in Meine Arme flüchten, Der Ich als guter Hirt jederzeit bereit bin, sie aufzunehmen.

Überall muss Ich Meine Schäflein suchen, die verloren waren, Mein Ruf muss überallhin dringen, und daher muss Meine Stimme immer wieder ertönen .... immer wieder muss Ich im Wort kommen zu den Menschen und sie rufen heim ins Vaterhaus. Mein Wort ist des guten Hirten Ruf, Mein Wort wird in Liebe den Menschen zugeleitet, Mein Wort dringt in alle Winkel, wo es nur Eingang findet in die Menschenherzen. Und wer Meinem Ruf nicht Folge leistet, der versteigt sich immer mehr oder er versinkt immer tiefer ....

Und dennoch wird der Arm des guten Hirten ihn einst erreichen, auch wenn Zeiten noch darüber vergehen .... Einmal kehrt auch der Mensch zu Mir zurück, der lange im Widerstand verharrte .... einmal wird er müde sein seines Irrweges und sich heben lassen auf Meine Schultern, einmal wird auch er folgen willig dem guten Hirten, Seiner Stimme Klang wird ihn locken .... er wird sie erkennen als des Vaters Stimme und Mir folgen, und Ich werde ihn führen ins Vaterhaus und ihm ein Mahl bereiten aus Freude, dass Ich wiedergefunden habe, was verloren war ....

Amen


BD 4408 empfangen  18.8.1948

„Niemand kann zweien Herren dienen ....“

Niemand kann zweien Herren dienen .... Wer sich mit Mir verbinden will, wird niemals die Augen nach der Welt richten können, denn Ich bin nur außerhalb der Welt zu finden, und soll Ich Mich finden lassen, dann muss das Verlangen nach der Welt zurückgestellt werden, sie muss völlig unbeachtet bleiben, denn die Welt gehört Meinem Gegner an, sie ist sein Bereich, wo er schaltet und waltet. Und sein Bestreben ist wahrlich nicht, die Menschen durch die Welt zu Mir zu führen, sondern er sucht Mich zu verdrängen, er sucht ständig die Welt in den Vordergrund zu stellen, auf dass Ich vergessen werden soll.

Wer es nun unter euch mit der Aufwärtsentwicklung ernst meint, der kann unmöglich der Welt noch ihren Tribut zollen .... er steht zwar noch inmitten der Welt, die große Anforderungen an ihn stellt, denen er nachkommen muss, doch es ist schon ein Unterschied zu machen zwischen erfüllter Pflicht und eigenem Weltverlangen. Erstere ist völlig nach Meinem Willen, denn euch ist irdisch eine Aufgabe gesetzt, neben der ihr aber vollauf auch eure geistige Aufgabe, das Ausreifen der Seele, erfüllen könnt, so nicht das Verlangen nach der Welt überwiegt, was darin besteht, dass irdische Freuden und Begierden das Verlangen nach geistigen Gütern überwiegen, so dass der Mensch über all diesem Mich vergisst, ja der Gedanke an Mich ihm unbequem ist und er Mich deshalb verwirft.

Wer danach trachtet, sich, d.h. seinem Körper, ein übergroßes Wohlbehagen zu schaffen, sei es durch Erfüllen körperlicher Begierden, Sinnes- und Fleischeslust oder auch durch Anhäufung materieller Güter und dabei nicht an den Nächsten denkt, wer also nur für sich selbst strebt, der ist von der Welt gefangen, er ist ein williges Werkzeug Meines Gegners, und er wird niemals den Weg zu Mir finden, so er nicht das Verlangen nach der irdischen Welt ablegt, sich verinnerlicht und geistige Güter anstrebt. Beides zusammen ist nicht möglich, denn dann dient er zweien Herren und wird keinen Dienst richtig versehen.

Wenn ihr Mich sucht, muss auch euer Blick himmelwärts gerichtet sein, denn Ich bin oben, nicht unten .... Unten aber ist, wo Mein Gegner sein Reich hat, wo ihr noch weilt dem Körper nach, jederzeit aber eure Seele sich emporschwingen kann in Mein Reich, zu Mir. Ist aber der Körper noch im Reich Meines Gegners, so kann sich die Seele, euer Denken, Fühlen und Wollen, doch stets erheben in Sphären, die außerhalb der Erde liegen, und das verlange Ich von dem, der Mich finden will, der Mir dienen und also Mein sein will. Dann verbindet sich der Geistesfunke in ihm mit dem Vatergeist von Ewigkeit, denn so er Mir allen Ernstes zustrebt, ist auch sein Herz von Liebe erfüllt, die mit Weltliebe nichts gemeinsam hat.

Und diese Liebe wird sich dem Nächsten gegenüber äußern, und dann stellt der Mensch schon die Verbindung her mit Mir .... er entäußert sich dessen, was der Welt angehört, er gibt und dient so dem Nächsten und, weil Ich dieses Gebot erlassen habe, auch Mir als seinem Herrn. Die Weltliebe aber ist eine Form der Eigenliebe, der Liebe, die der Mensch bekämpfen soll, will er selig werden. Also muss er auch die Liebe zur Welt bekämpfen und suchen die Wünsche der Seele zu erfüllen, die, vom Geist in sich getrieben, sich auf geistige Güter erstrecken werden und die Liebe zu Mir bekunden. Denn Ich allein bin der Herr, Dem ihr dienen sollt, wollt ihr selig werden ....

Amen


BD 4580 empfangen  5.3.1949

„Ich werde euch den Tröster senden ....“
(Erklärung scheinbarer Widersprüche)

Mein Geist führt euch ein in die Wahrheit, wie Ich es euch verheissen habe: Ich werde euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit, der euch in alle Wahrheit leiten wird und euch erinnern alles dessen, was Ich euch gesagt habe .... Wer also diesen Meinen Geist in sich wirken lässt, der wird auch in der Wahrheit stehen und unbedenklich alles annehmen können, was ihm der Geist aus Mir vermittelt. Geisteswirken also ist die Voraussetzung, um in der Wahrheit zu stehen .... Dies bedenkt einmal vollernstlich, und dann werdet ihr auch wissen, was ihr glauben könnt als von Mir ausgehend.

Sowie ihr euch Meine Worte, die Ich auf Erden zu Meinen Jüngern und diese auch zu allen Menschen gesprochen habe, ins Gedächtnis ruft, werdet ihr nicht abweisen können, dass ihr die reine Wahrheit auf einem Wege empfangen könnt, den Ich euch also angekündigt habe mit den Worten: Ich werde euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit .... Und Meinen Worten habe Ich vorausgeschickt, dass Ich Wohnung nehmen will bei denen, die Mir ihr Herz zubereiten, dass Ich sie nicht allein lassen will, dass Ich Mich denen offenbaren will, die Mich lieben und Meine Gebote halten ....

Also geht daraus hervor, dass Meine Offenbarungen von innen kommen müssen, dass Ich, so Ich im Herzen eines Menschen Wohnung genommen habe, Mich Selbst auch im Herzen äußere und dass das zur Folge hat, dass der Mensch Meine Stimme vernimmt durch das innere Wort .... Und wiederum habt ihr einen Beweis, dass ihr also dieser Stimme unbedenklich Glauben schenken dürft, denn sie ist die Äußerung Meiner Liebe zu den Meinen, die darum zu den Meinen zählen, weil sie Mich Selbst in ihr Herz aufgenommen haben, weil Ich in ihnen Wohnung nehmen konnte.

Also habt ihr nun Mein Wort, die Kundgabe Meines Willens, die Wahrheit in reinster Form. Ihr braucht sonach nicht von außen belehrt zu werden, so ihr Mich Selbst als euren Lehrmeister anerkennt und euch Mir Selbst anvertraut. Es ist also ein direkter Verkehr von euch zu Mir möglich, und das müsst ihr vorerst anerkennen, um wahrheitsgemäß belehrt zu werden. Dann wird es euer Bestreben sein, aus erster Quelle die Wahrheit entgegenzunehmen, und ihr werdet auch überzeugt glauben können, was euch vermittelt wird. Denn dieses Wissen geht euch nun in vollbewusstem Zustand zu; Ich rede zu euch, und ihr hört Mich.

Ich rede aber zu euch durch euer Herz, und euer Herz vernimmt Meine Stimme, nicht euer körperliches Ohr, das nur von außen euch zugetragene Worte aufnehmen kann. hört ihr Mein Wort von innen, so wisst ihr, dass Ich Selbst es bin, Der Sich äußert; hört ihr dagegen das Wort von außen, so müsst ihr den Ausgangsort zu erforschen suchen, denn von außen kann euch viel geboten werden, von außen tritt auch Mein Gegner an euch heran, und also sollt ihr ernstlich prüfen, und so ihr ernstlich prüft, habt ihr auch den Willen, in Mir den Urheber dessen zu finden, was euch geboten wird. Wollt ihr also Mich Selbst sprechen hören, so werde Ich sicher euren Wunsch erfüllen, und dann ist jedes Wort Wahrheit, das euch zugeht, so es von Mir ergebenen Dienern euch vermittelt wird. Und das sei euch ein sicheres Zeichen: dass Ich euch eine jede Frage beantworte, so ihr sie Mir zur Beantwortung vorlegt.

(6.3.1949) Ihr alle werdet stets in einer Form belehrt, die eurem Reifegrad angepaßt ist; ihr könnt tiefste Weisheit erst dann fassen, so ihr einen bestimmten Grad der Reife erreicht habt, wo ihr vom geistigen Reich aufgeklärt werden könnt in unverhüllter Weise, was euch verständlich sein wird, wenn ihr dazu Mein Wirken auf Erden zum Vergleich zieht, wo Ich stets in Gleichnissen, in Bildersprache zu den Menschen redete, um es ihnen verständlich zu machen. So auch haben diese verhüllten Belehrungen den Zweck, den Menschen zum Denken anzuregen, auf dass er eindringt in geistiges Wissen und es nicht nur oberflächlich mit seinen leiblichen Ohren aufnimmt.

Gebe Ich Mein Wort wie jetzt unverhüllt, dann ist ein Reifegrad Voraussetzung, der ein rechtes Verständnis Meines Wortes garantiert. Sinngemäß werden sich nun keine Unstimmigkeiten ergeben, sowie sowohl das verhüllte als auch das direkte Wort von oben in unverhüllter Form den gleichen Ursprung haben, sowie eine jede Belehrung also von Mir ausgegangen ist. Diese Prüfung aber müsst ihr erst vornehmen, wozu ihr nur Meine Hilfe zu erbitten braucht, um ein rechtes Urteil zu fällen.

Bedenkt, dass auch der Widersacher arbeitet, und gerade dann, wenn die Menschen ihm zu entfliehen suchen, wenn sie nach der Wahrheit trachten, um Mich zu erkennen und liebenzulernen. Dann wird er stets das Licht zu verlöschen oder zu verdunkeln suchen und eifrig am Werk sein, wo sich Gelegenheit bietet. Um euch Menschen nun beizustehen und das Wirken jener Macht zu entkräften, gebe Ich euch durch Wahrheitsträger Aufschluss, wo unreine Kräfte euer Denken in die Irre geleitet haben. Was von oben kommt, ist Wahrheit, was von unten kommt, ist Irrtum und Lüge ....

Wo direktes Geisteswirken von innen zu erkennen ist, dort können nur Kräfte von oben tätig sein, die Meine Ausstrahlung empfangen und weiterleiten. Wo aber Kräfte sich einer Form im unbewussten Zustand bedienen, dort ist Vorsicht geboten, denn eine willenlose Form kann auch von einer finsteren Kraft gebraucht werden, wenn auch nur für kurze Zeit, doch es bestimmen die Mitmenschen oft selbst die Äußerungen, die durch eine solche Form gemacht werden, durch ihre eigenen Gedanken und Wünsche, die sofort ergriffen werden von jenen Kräften, die durch eine Form sich nun hörbar äußern.

Denn sowie unter den Zuhörern starke Willenskräfte sind, werden deren Gedanken auch einen starken Einfluß haben und nun je nach ihrer Wahrheit von lichten oder finsteren Kräften erfaßt und hörbar zum Ausdruck gebracht. Darum soll bei Entgegennahme von Geistesgut der Mensch stets sich freimachen von eigenem Wissen, er soll demütig und wie ein unwissendes Kindlein sich belehren lassen, dann wird ihm auch reinste Wahrheit zufliessen, weil kein Widerstand vorhanden ist, der solches verhindert ....

Es werden sich viele daran stoßen, dass ein scheinbarer Widerspruch zutage tritt, doch Mein Geist hat stets das gleiche den Menschen kundgetan, es wurde nur nicht von allen gleich verstanden, und selbst, die Mein Wort aufnahmen, waren nicht frei von eigenen Gedanken, sowie sie ihren Blick der Welt zuwendeten und das Weltgeschehen in Verbindung brachten mit dem Geistigen. Zudem war für die Menschen jener Zeit, in der Ich auf Erden weilte, Mein Heilsplan von Ewigkeit fremd, und die Erklärungen, die Ich den Menschen gab über die fernere Zeit, waren so gehalten, dass nur der völlig zur Liebe geformte Mensch sich ein rechtes Bild hätte machen können von der letzten Zeit, vom jüngsten Gericht und vom Ende. Den anderen mangelte die Erkenntnis, und eine klare Darstellung des letzten Geschehens hätte ihnen nicht zum Vorteil gereicht, denn sie standen noch vor dem ihnen besonders angekündigten Gericht, vor der Zerstörung Jerusalems, die für jene Menschen gleichfalls ein Abschnitt einer Epoche bedeutete und ihnen näher lag als das Ende.

So wurde wohl den Menschen Kenntnis gegeben von einer Erneuerung, von einer geistigen Wende, doch mit dem Zusatz, der sich mehr auf die Wandlung der Menschen bezog, als auf die Umwandlung der Erde, weil das Wissen um letztere ihrem Geisteszustand unzuträglich war .... Nun aber wende Ich Mich an die Menschen, die den letzten Abschnitt auf dieser Erde erleben .... Ich wende Mich an jene, die eine gewisse Seelenreife erlangt und darum auch das Verständnis haben für das Kommende. Ihnen gebe Ich restlos Aufschluss und weise sie an, den Mitmenschen davon Kenntnis zu geben. Doch Glauben finden werden sie nur bei denen, die durch rechtes Streben nach Vollkommenheit auch urteilsfähig und hellen Geistes sind, die Meinen Heilsplan kennen und darum wissen, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt als eine totale Umgestaltung der Erde, um der Seelen willen, die zutiefst gefallen sind und doch einmal erlöst werden sollen.

Jetzt spreche Ich zu den Menschen der Endzeit, doch auch damals waren Meine Worte nicht im Widerspruch stehend .... Ich sprach als Mensch Jesus so, wie Ich es sah und wurde daran gehindert, das Ende zu sehen, wie es kommt. .... Ich sah die umgewandelte Menschheit, nicht aber die umgewandelte Erde, weil es Gott gefiel, die damaligen Menschen darüber in Unkenntnis zu lassen .... (7.3.1949) dass und wie lange die Erde Bildungsstation des Geistigen bleiben muss, dass sie also als irdische Schöpfung weiter bestehenbleiben muss, sollte den Menschen wohl klargemacht werden, die Umgestaltung der Erdoberfläche aber betrifft die Aufwärtsentwicklung des in der Materie gebundenen Geistigen und die Neubannung des Geistigen, das als Mensch verkörpert die Glaubens- und Willensprobe nicht bestanden hat ....

Beides war der Menschheit noch nicht verständlich, sie unterschied nur eine irdische Welt, wie sie bestand, und eine rein geistige Welt, und den Menschen ward nur darüber Erklärung, dass die Erde als materielle Welt noch nicht auszuschalten ist und dass die Weiterentwicklung in endlos langer Zeit noch auf dieser Erde vonstatten gehen muss, denn die Erde als Gestirn vergeht nicht, nur wird sie nach dem letzten Gericht in völlig neuer Gestaltung ihre Mission erfüllen und also eine neue Entwicklungsperiode beginnen mit einem paradiesischen Zustand .... mit den Menschen, die zuvor entrückt werden, weil sie im letzten Glaubenskampf ihre Treue Mir beweisen, weil sie ausharren bis zum Ende und darum selig werden in engster Verbindung mit Mir und dem lichtvollen geistigen Reich ....

Amen


BD 4662 empfangen  9.6.1949

„wacht und betet, auf dass ihr nicht in der Versuchung fallt ....“

Wachsam sollt ihr sein und beten, auf dass ihr nicht in der Versuchung fallt .... Es ist ein immerwährender Ansturm gegen euch, die ihr Mir treu bleiben wollt, von seiten Meines Gegners, der euch Mir entfremden will. Er wendet alle Mittel an und nicht zuletzt solche, die euch unfähig machen sollen, die Verbindung mit Mir herzustellen, auf dass er leichtes Spiel hat, sowie ihr schwach seid. Er lauert auf Gelegenheiten, euch zum Fall zu bringen, und nur wer starken Willens ist, wer stets einen innigen Gedanken zu Mir senden kann um Hilfe, der wird ihm nicht erliegen.

ruft Mich an in jeder Not des Leibes und der Seele .... das nenne Ich beten und wachsam sein .... richtet eure Gedanken zur Höhe, wohin er nicht folgen kann, und ihr entflieht ihm sicher und begebet euch in Meinen Schutz. Er wird euch an die Erde zu fesseln suchen mit aller Gewalt, an das, was sein Anteil ist und zu seinem Reich gehört .... er wird euch abtrünnig machen wollen von Mir, von geistigem Streben, er wird Zweifel in euch streuen und eure Gedanken verwirren wollen durch Nöte und Schrecken, auf dass ihr nicht mehr findet zu Mir, auf dass ihr euch versenkt in Irdischem und Meiner vergesst ....

wacht und betet .... und ihr löst euch von ihm, der Mein Gegner ist, und kettet euch mehr und mehr an Mich, Der Ich euer Vater bin von Ewigkeit und Der euch wahrlich Schöneres bieten kann als er .... wacht und betet, denn der Versucher ist ständig um euch und sucht euch zu fangen. Wer achtsam ist, der erkennt ihn und kann ihm entfliehen .... Und seid heiter und fröhlich, dass ihr Mich als ständigen Beschützer um euch wisst, zu Dem ihr euch wenden könnt, wenn euch Gefahr droht, denn Ich höre den leisesten Ruf, der aus dem Herzen kommt und stehe euch bei, dass ihr im Kampf wider ihn siegreich seid. Wer aber sich selbst und seiner eigenen Kraft zu sehr vertraut und Meine Hilfe entbehren zu können glaubt, der wird erliegen, er überschätzt sich und denkt nicht an die Kraft des Gegners, die stärker ist als er.

Mit Mir werdet ihr siegen, ohne Mich aber erliegen und jeder Versuchung zum Opfer fallen. Mit Mir gehen aber heisst Meine Gegenwart zulassen durch Gebet und Liebeswirken .... Dann seid ihr gefeit gegen alle Übergriffe des Feindes, dann ist er machtlos gegen euch, denn dann müßte er ankämpfen gegen Mich, Der Ich weit mächtiger bin als er. wacht und betet, und er hat jeden Angriffspunkt verloren, er wird euch meiden, weil ihr dann im Licht steht, das Meine Nähe ausstrahlt und das ihm unerträglich ist .... ruft Mich an in jeder Versuchung, und Ich werde immer bei euch sein ....

Amen


BD 5336 empfangen  14.3.1952

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“

Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... Darum achtet die irdische Welt nur gering, lasst sie nur so weit an euch heran treten, wie es eure irdische Lebensaufgabe erfordert, aber trachtet unentwegt nach Meinem Reich, das außerhalb der irdischen Welt zu finden ist. Mein Reich ist das Reich, das ewig währt, während die irdische Welt vergeht mit eurem Leibestode; Mein Reich könnt ihr aber schon auf Erden besitzen, so ihr euch abwendet von den Freuden und Gütern der Welt und eure Gedanken erhebt zu Mir, wenn ihr sie sendet in die Unendlichkeit, Mich fragend und euch Meiner Antwort erschliessend. Dann betretet ihr schon das geistige Reich, das einmal euer Aufenthalt sein wird, dann ist euch das geistige Reich mehr wert als die irdische Welt, und dann empfangt ihr auch die Güter, die jenem Reich angehören, die ihr irdisch aber nicht empfangen könnt.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... Versteht es, dass Ich euch durch diese Worte rufen will in jene Welt, die eure wahre Heimat ist und die euch auch wieder aufnehmen will nach eurem Leibestode. Mein Reich ist das Lichtreich, in das ihr nur eingehen könnt, so ihr lichtempfänglich geworden seid, so ihr auf Erden getrachtet habt nach Meinem Reich und also Anwärter geworden seid des Reiches, das Mir gehört und in dem ihr Mich dereinst erschauen dürft. Diese Meine Worte geben euch deutlich zu verstehen, dass ihr diese Welt, das irdische Reich, nicht sehnlichst begehren sollt, sondern dass ihr es überwinden müsst, wollt ihr in Mein Reich aufgenommen werden ....

Ich will euch den Unterschied klarmachen, Ich will euch sagen, dass diese Welt nicht Mir gehört, sondern deren Herr Mein Gegner ist, und stelle also Mein Reich gegen die irdische Welt .... Ich will euch in Mein Reich herüberlocken, weil Ich euch geben will, was die irdische Welt nicht aufweist .... ein ewiges Leben in Seligkeit. Die Erde ist das Tal der Leiden und der Erprobungen, sie ist der Ort der unvollkommenen Menschen, die vollkommen werden sollen. Die Erde ist jedoch kein Daueraufenthalt, sie ist nur ein Stadium der Entwicklung, das für den Menschen überaus kurz ist, gemessen an der Ewigkeit. Und der Mensch selbst, seine irdisch materielle Hülle, ist vergänglich, sie dient dem Geistigen, das sich zur Höhe entwickeln soll, nur vorübergehend zum Aufenthalt.

Dann erst betritt die Seele das geistige Reich, das unvergänglich ist, aber auch dann noch das Reich Meines Gegners sein kann, wenn die Seele auf Erden keinen geistigen Fortschritt erzielt hat und also in das Reich der Finsternis eingeht .... Doch Mein Reich sollt ihr anstreben, das geistige Reich, darin Ich der König und Herrscher bin, wo es nur Licht und Seligkeit gibt, wo Ich Selbst austeile, um alle zu beglücken, die in Mein Reich eingegangen sind .... Darum achtet die irdische Welt gering, strebt das Reich an, das euch Herrlichkeiten erschliesst, von denen ihr Menschen euch nichts träumen lasst, das Reich, dessen Herrlichkeiten Ich euch verheissen habe mit den Worten: „Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben ....“

Amen


BD 5508 empfangen  15.10.1952

„kommt alle zu Mir ....“

In Meine Arme könnt ihr euch alle flüchten, so ihr mühselig und beladen seid .... Denn Meine Liebe will euch alle umfangen, und niemanden werde Ich zurückstoßen, der in seiner Not zu Mir kommt und Mich um Hilfe angeht .... Ich will trösten und Kraft spenden, Ich will Wunden heilen und Schwache stärken, Ich will in allen Herzen Hoffnung und Zuversicht erwecken, Ich will Meine Gnaden verschenken, weil niemand ohne Gnaden gesunden kann an seiner Seele.

„kommt alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....“ Wer aber schwach ist im Glauben, der hört wohl diese Worte, aber er nimmt sie nicht an, als auch an ihn gesprochen .... er trägt weiter seine Last, die Ich ihm doch gern abnehme, wenn er sie Mir übergibt. kommt zu Mir .... euer Wille selbst muss euch zu Mir treiben, denn Ich legte nur deswegen die Last auf eure Schultern, dass ihr den Weg zu Mir finden solltet .... Es ist jede Not ein Lockruf eures himmlischen Vaters, Der in Seiner Liebe nach eurer Liebe, nach eurem Kommen verlangt, um euch selig machen zu können. Und so auch sollen euch seelische Nöte zu Mir führen, alles sollt ihr Mir anvertrauen, denn Ich will, dass ihr euch dessen entäußert, was euch drückt ....

Ich kenne wohl alle eure Leiden und Nöte, doch Ich kann euch erst dann helfen, wenn ihr Mir alles unterbreitet, weil Ich will, dass ihr wie Kinder euch zum Vater verhaltet, weil Ich will, dass ihr immer den Weg Geht, den alle guten Kinder gehen .... den Weg zum Vater, Der in Seiner Liebe ihnen jede Sorge nehmen will und ihnen beisteht mit Rat und Tat, um sie zu beglücken zeitlich und ewig. Flüchtet allzeit in Meine Arme, die sich schützend über euch ausbreiten, die euch tragen über Klippen und steinige Wege hinweg, die euch mit liebevoller Fürsorge betreuen, solange ihr auf Erden lebt.

habt Zutrauen stets und ständig, denn Ich stoße keinen von euch von Mir, und ob ihr auch in der Sünde watet .... Ich will euch frei machen von Sünde und Schuld, nur kommt zu Mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid .... ruft Mich, dass Ich Mich eurer erbarme, und Ich werde euch erhören, Ich werde euch Meine Hände entgegenstrecken, auf dass euch der Weg zu Mir leicht werde, denn Ich will helfen und heilen, Ich will Kranke und Schwache beglücken, die sich allein nicht mehr helfen können, und ihr alle sollt in Mir Den erkennen, Der euch erlöst hat, weil Seine Liebe zu euch übergroß ist ....

Amen


BD 6968 empfangen  14.11.1957

„sucht zuerst das Reich Gottes ....“

Nur das kann für euch zum Segen sein, was eurer Seele zum Ausreifen verhilft. Wenn ihr nur immer das anstreben wolltet, was eurer Seele nützlich ist, dann würdet ihr auch den Bedürfnissen des Körpers entsprechend versorgt werden von Mir aus, denn Ich habe es euch zugesichert, dass Ich euch erhalte gleich den Vögeln in der Luft und den Lilien auf dem Felde. Ihr brauchtet euch wahrlich nicht zu sorgen um das „Morgen“, wenn euer Seelenheil euch als das Wichtigste erscheinen möchte, wenn ihr Mich und Mein Reich ernsthaft suchen möchtet.

Aber ihr Menschen habt das Wichtigste vergessen, und eure Gedanken sind voll und ganz mit der Welt, mit dem Wohl eures Körpers beschäftigt, und darum belasten euch auch Sorgen und Nöte, und ihr lasst euch durch diese nur immer mehr ablenken von eurer eigentlichen Erdenaufgabe, eure Blicke wenden sich stets mehr der Welt zu, und ihr schafft und wirkt nur für euer vergängliches Teil, und eurer Seele gedenkt ihr nicht. Denn ihr Menschen glaubt auch nicht Meinen Worten, dass Ich euch alles hinzugebe, wenn ihr zuerst Mein Reich sucht und seine Gerechtigkeit .... Ihr nehmt diese Worte nicht ernst und erprobet daher auch nicht ihre Wahrheit.

Aber Ich habe euch das Erdenleben nur gegeben, damit eure Seele ausreife, denn der Körper vergeht, die Seele aber bleibt ewiglich bestehen. Und die Seele soll .... als noch nicht ganz lebensfähig .... auf der Erde zum Leben gelangen. Und diese Erweckung zum Leben sollt ihr selbst zustande bringen. Das ist der Zweck eures Daseins als Mensch .... und auf dass ihr euren Zweck auch erfüllen könnt, werdet ihr von Mir in jeder Weise unterstützt .... Ihr sollt nicht durch übermäßige Sorge um euren Körper gehindert werden an der Arbeit eurer Seele, und deshalb übernehme Ich die erstere, sowie ihr nur eure eigentliche Aufgabe als vordringlich anseht, sowie ihr „Mein Reich sucht und seine Gerechtigkeit“. Dann wird euch wahrlich nichts mangeln, ihr werdet versorgt werden leiblich und geistig, denn Ich gedenke sowohl eures Körpers als auch eurer Seele, und Ich gebe euch reichlich, weil Ich euch liebe und auch eure Liebe gewinnen will.

Die Menschen aber bleiben dauernd belastet, weil sie Meinen Worten keinen Glauben schenken, weil sie sich auch nicht den Beweis der Wahrheit zu schaffen suchen, weil sie vielmehr das Leben der Seele gänzlich missachten, weil sie weder Mich und Mein Reich zu erlangen trachten noch ihrer Seele helfen wollen zu einem erträglicheren Zustand. Denn sie glauben nicht an Mich .... Und darum müssen sie oft schweres Leid durchmachen, sie müssen körperliche Nöte ertragen, weil sie nicht Meiner Verheissung glauben und Meiner Hilfe gläubig harren, weil sie nicht das Wohl ihrer Seele voranstellen und darum auch nicht Mich Selbst als Vater für Seine Kinder sorgen lassen.

Ein wenig mehr Glauben an Mein Wort könnte eine gewaltige Veränderung im Geisteszustand der Menschen zuwege bringen, denn sowie die Menschen ernsthaft Mir und Meinem Reich zustrebten, würden sie auch Meine leichten Gebote der Liebe halten, sie würden Liebe am Nächsten üben und also in aller Gerechtigkeit leben und in göttlicher Ordnung verbleiben. Und dann hätten sie auch schon Mein Reich in Besitz genommen und Mich angenommen, weil die Liebe sie hintreiben würde zu Mir .... Und dann könnte Ich sie auch versorgen mit allem, was sie brauchen für Leib und Seele, denn sowohl leibliche als auch geistige Güter könnten ihnen nun zugetragen werden, wie Ich es verheissen habe.

Doch niemand wird zum Glauben gezwungen, allen aber das Wort des Evangeliums vorgetragen: „sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch zugegeben werden ....“ Und jeder Mensch kann sich dieses Wort ernstlich bedenken, er kann sich selbst sein Erdenleben leicht gestalten, wenn er Mir und Meinem Wort vertraut. Ich verlange zuvor seine Hingabe an Mich, die Ich dann auch lohne, indem Ich ihm seine irdischen Sorgen abnehme, weil er nun auch ein rechter Anwärter Meines Reiches ist.

Solange aber der Mensch sein körperliches Wohl seiner seelischen Entwicklung voranstellt, wird er kaum noch Zeit finden, einmal seiner Seele zu gedenken, denn die Ansprüche des Körpers werden zunehmen und jede stille Mahnung von seiten der Seele verdrängen, es wird die Stimme der Welt die leise Stimme des Geistes im Menschen übertönen, und die Seele wird darben und arg verkümmert sein am Ende des Lebens auf dieser Erde .... Denn sie hat keine Reichtümer sammeln können, weil der Körper den Vorrang einnahm. Was aber der Mensch auch irdisch erreicht und sich erworben hat .... er muss alles zurücklassen, wenn die Stunde des Todes gekommen ist. Die Seele aber geht nackt und arm ein in das jenseitige Reich, weil der Mensch das Wichtigste versäumt hat im Erdenleben: das Reich Gottes zu suchen und seine Gerechtigkeit ....

Amen


BD 7057 empfangen  6.3.1958

„Dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade ....“

Mein Geist ist in dem Schwachen mächtig .... Das soll aber nicht heissen, dass des Menschen Glaube schwach sein darf, sondern es geht allein um die Demut des Herzens, dass sich der Mensch schwach und unwürdig erkennt und bekennt vor Mir und dass er Mich um Meine Gnade angeht, die Ich ihm dann auch reichlich zufliessen lasse.

Es kann Mein Geist nur in einem wahrhaft demütigen Menschen wirken, denn dieser gibt sich Mir auch gänzlich hin, er fordert nichts für sich, sondern überlässt Mir, was Ich ihm schenke. Und ein wahrhaft demütiger Mensch wird auch reich mit Gnaden gesegnet werden. Er wird diese nützen, und er wird auch aus innerem Antrieb liebtätig sein, weil dies der wahren Demut Begleiterscheinung ist, dass sich die Liebe im Herzen zu Mir und zum Nächsten entzündet.

Ein demütiger Mensch hat sich schon von der Herrschaft Meines Gegners frei gemacht, dessen Grundeigenschaft der Hochmut ist. Also ist auch die Annäherung an Mich für ihn allein erstrebenswert, und ein solches Verlangen wird auch Meinerseits unterstützt .... oder auch: Der Geistesfunke im Menschen strebt die Vereinigung mit seinem Vatergeist von Ewigkeit an, und also kann Ich auch Meinen Geist ausgiessen über ihn.

Niemals aber kann Mein Geist dort wirken, wo noch das Merkmal Meines Gegners, der Hochmut, anzutreffen ist. Denn es wäre das gleichsam ein Zusammenwirken von Mir mit ihm .... Es muss der Mensch in die Demut gegangen sein, bevor Ich in ihm wirksam werden kann .... Doch was ist unter wahrer Demut zu verstehen? ....

Es braucht die wahre Demut keinem Menschen offensichtlich zu sein durch äußeres Gebaren, durch Mienenspiel oder äußerliches Verhalten dem Mitmenschen gegenüber, Ich sehe allein auf die Demut des Herzens, auf das innere Eingeständnis der Schwäche und Sündhaftigkeit, auf das Bekennen der Unwürdigkeit des Wesens seinem Gott und Schöpfer gegenüber und also auch auf das Eingeständnis seiner Schuld durch die einstige Sünde des Abfalls.

Alle Wesen waren einstmals wohl Ebenbilder von Mir, die in strahlender Schönheit auch Mich Selbst, als ihren Schöpfer, erfreuten .... Aber sie blieben nicht, was sie waren .... ihr ganzes Wesen verkehrte sich in das Gegenteil, und in diesem Zustand konnten sie nicht mehr vor Meinen Augen bestehen. Aber in ihrer Verblendung warfen sie sich noch wider Mich auf, weil sie Meines Gegners Wesen angenommen hatten, der voller Hochmut war.

Die Rückkehr zu Mir ist daher nicht eher möglich, als bis das Wesen seinen Hochmut abgelegt, bis es ihn gewandelt hat zu tiefster Demut, bis es seine große Verworfenheit und die weite Entfernung von Mir erkennt und nun verlangend Mir die Hände entgegenstreckt um Erbarmung.

Dann werde Ich wahrlich nicht lange zögern, Ich werde seine Hände erfassen und das Wesen zu Mir ziehen, denn in seiner Demut wird es zu Meinem Kind, das der Vater liebevoll an Sein Herz zieht und das Er nun auch überschüttet mit Seinen Liebebeweisen, mit Gnaden im Übermaß .... das Er nun auch wieder anstrahlen kann mit Seinem Geist.

Und nun wird auch die Kraft des Geistes sichtlich zutage treten, es wird der Mensch Gaben aufweisen, die scheinbar übernatürlich sind, die aber im Grunde nur jene Eigenschaften sind, die das Wesen uranfänglich besaß, ohne die ein vollkommenes Wesen nicht zu denken ist: Es wird der Mensch licht- und kraftvoll sein, d.h. über ein ungewöhnliches Wissen verfügen und auch über Fähigkeiten, die sonst einem Menschen nicht eigen sind.

Aber er wird auch trotz seiner nun offensichtlichen Bindung mit Gott in tiefster Demut verbleiben, denn es ist die Demut eine der göttlichen Eigenschaften, die nur durch den Fall verkehrt wurde in das Gegenteil. Und so werdet ihr Menschen auch stets die wahre Demut anstreben müssen, wollt ihr, dass Mein Geist in euch wirksam werde, denn wer noch einen Funken Hochmut in sich trägt, der hat sich noch nicht von Meinem Gegner gelöst, und es wird dessen ständiges Bemühen sein, ihn weiter in seinen Fesseln zu halten.

Und die Welt bietet ihm dazu viele Gelegenheiten, so dass der Mensch stets mehr Ruhm und Ehre sucht und auf alles herabschaut, was klein und niedrig ist. Aber es ist dies auch ein sicherer Beweis seiner Zugehörigkeit zum Gegner, den ihr Menschen nicht solltet unbeachtet lassen und euch hüten vor solchen inneren Gesinnungen, die wahrlich noch weit entfernt sind von rechter Demut. Wollt ihr aber, dass Ich Selbst in euch mächtig werde, dann müsst ihr euch auch eurer Schwäche bewusst sein, denn nur dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade ....

Amen


BD 7075 empfangen  28.3.1958

„Wo zwei oder drei zusammen sind ....“

Wo immer sich zwei oder drei in Meinem Namen zusammenfinden, werde Ich unter ihnen weilen, denn jeder innige Gedanke an Mich zieht Mich zu euch, und darum könnt ihr immer Meiner Gegenwart gewiss sein, so ihr Mich Selbst zum Gegenstand eurer Gespräche und Gedanken werden lasst.

Sowie Ich euch aber gegenwärtig bin, werdet ihr auch geistig von Mir angestrahlt werden, also müsst ihr auch immer einen Segen erfahren, den eure Seele wohltätig empfinden wird. Und darum solltet ihr oft in Meinem Namen euch versammeln, um dieses Segens teilhaftig werden zu können, denn ihr alle braucht ständig Meine Kraftzuwendung, die eurer Seele zum geistigen Fortschritt verhelfen soll.

Wohl kann auch jeder einzelne für sich die innige Gemeinschaft mit Mir suchen, indem er gedanklich sich Mir hingibt und also auch Kraft empfängt im Übermaß, doch jeder geistige Austausch ist gesegnet, können doch dadurch auch viele jenseitige Seelen teilnehmen und wieder für sich einen geistigen Fortschritt erzielen. Und zudem kann Ich Selbst Mich in solche Gespräche einschalten und die Gedanken hinlenken auf Fragen, die sowohl die Menschen selbst als auch die jenseitigen Seelen beschäftigen, die ihnen beantwortet werden sollen.

Ihr sollt euch versammeln in Meinem Namen, denn damit erweist ihr Mir auch eure Liebe, denn jeder Mensch sucht sich mit dem Gegenstand seiner Liebe zu verbinden .... Die Menschen haben selten nur noch das Bedürfnis, sich auszutauschen in geistigen Debatten, vielmehr vermeiden sie es ängstlich, ihre innere Gesinnung zutage treten zu lassen ....

Geistige Gespräche werden selten nur geführt, und noch weniger kommen die Menschen zu diesem Zweck zusammen. Und darum entbehren sie auch des Segens, der ihnen aus solchen Zusammenkünften erwachsen könnte. Aber sie glauben wiederum, in öffentlichen Zusammenkünften ihrer geistigen Pflicht nachzukommen .... Sie gedenken nicht Meiner Worte: „Wo zwei oder drei versammelt sind, bin Ich mitten unter ihnen ....“ Denn diese Worte müßten allen denen zu denken geben, die ihrer geistigen Aufgabe genügt zu haben glauben durch Beiwohnen solcher „Gottesdienste“, wo der Mensch ebensogut auch anderen, weltlichen Gedanken nachhängen kann und von einer Hingabe oder innigen Bindung mit Mir keine Rede ist. Immer wieder muss Ich die Menschen darauf hinweisen, dass Ich nur einen lebendigen Glauben bewerte, dass Ich Mir nicht an einem Scheinchristentum genügen lasse ....

Immer wieder muss Ich es betonen, dass Ich mit einem jeden einzelnen Menschen verbunden zu sein begehre, dass aber diese Bindung auch jeder einzelne Mensch selbst herstellen muss, die er zwar zu jeder Zeit und an allen Orten herstellen kann, wenn dies sein ernster Wille und sein Herzensverlangen ist ....

Dann wird er auch Meinen Segen merklich spüren, und dann wird es ihn auch drängen, Verbindung zu suchen mit seinen Mitmenschen, um gerade darüber zu reden, was ihn mächtig bewegt .... weil Meine Gegenwart ihn dazu antreibt, sich zu entäußern, was auch immer geschehen wird, weil sich geistig strebende, von der Liebe zu Mir erfüllte Menschen auch immer zusammenfinden werden zum geistigen Austausch.

Es sollte auch diese Meine Verheissung euch antreiben, die Kraft Meines Namens zu erproben, denn so ihr glaubt, wisst ihr auch, dass ihr im Kontakt mit Mir über Kraft werdet verfügen können, die ihr wieder zum Wohl des Mitmenschen verwenden könnt ....

Doch noch ist euer aller Glaube schwach, aber immer wieder rufe Ich euch Menschen Meine Worte ins Gedächtnis, und so ihr ernsthaft darüber nachdenkt, werdet ihr auch dieser Verheissung noch mehr Bedeutung beimessen; ihr werdet wissen, dass Ich Selbst durch euch wirken kann, so ihr nur Mein Wirken zulasst durch die Stärke eures Glaubens. Denn wo Ich bin, gibt es keine Grenzen Meiner Macht .... vorausgesetzt, dass ihr nicht selbst die Grenzen zieht durch einen zu schwachen Glauben.

Ich aber will euch segnen, dass auch euer Glaube stärker werde durch diese Meine Worte: „Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen ....“ Und wo Ich bin, dort kann Mein Geist wirken und Meine Liebe, Weisheit und Macht offenbar werden ....

Amen


BD 7501 empfangen  17.1.1960

„Ich werde Meinen Geist ausgiessen über alles Fleisch ....“

Wenn ihr von Mir angesprochen werdet, dann senkt sich Mein Geist hernieder über euch, Mein Vatergeist von Ewigkeit verbindet sich mit dem Geistesfunken in euch, der untrennbar eins bleibt mit Mir und nur ein ausgestrahlter Funke ist, der wieder zu Mir zurückkehren, der sich mit dem Vatergeist immer wieder vereinigen soll. Wenn ihr von Mir angesprochen werdet, dann also werdet ihr erfüllt von dem Feuer Meiner Liebe, der Geistesfunke in euch entzündet sich und tritt in Tätigkeit .... Er wird lebendig in euch, wie es seinem Urelement entspricht. Und nun kann also ein geistiger Austausch stattfinden, d.h., geistige Erkenntnisse können dem Menschen übermittelt werden, denn der Geist aus Mir weiss alles, ihm ist nichts unbekannt, ihm ist nichts ungeklärt, er ist wissend gleich Mir und strahlt auch sein Wissen aus gleich Mir ....

Es ist Mein Geist, der euch anspricht, es ist nichts zweites außer Mir, es ist Ich Selbst, Der zu euch redet Worte der Liebe und der Weisheit. Denn ihr seid einst-von-Mir-ausgestrahlte Liebekraft, ihr seid Geist von Meinem Geist und ihr seid daher auch immer Mir verbunden, weil sich die Liebekraft nicht von Mir Selbst lösen kann, nur ihr selbst als Geschöpfe euch von Mir entfernt halten könnt .... eine Entfernung, die aber nur in eurem Bewusstsein besteht, von Mir aus aber ewig nicht bestehenbleiben kann, weil ihr im Urelement das gleiche seid wie Ich: Liebekraft, die mit dem Kraftquell ewig in Verbindung steht.

Und diese Verbindung wird zur Realität, wenn ihr Mich hört, wenn Mein Geist sich niedersenkt in ein geöffnetes Gefäß und den Menschen nun durchstrahlt, so dass er Meine Stimme zu hören vermag. Dann ist die Entfernung zwischen dem Menschen und Mir aufgehoben, er ist wieder in die Nähe seines Gottes und Vaters gerückt, er lässt den Geistesfunken in sich zur Flamme werden, und diese schlägt wieder zurück zum Feuer der Ewigen Liebe .... Das Fünkchen im Menschen sucht sich den Weg zu Mir, und die Verbindung ist auch vom Willen des Menschen hergestellt, die ewig besteht und niemals abgebrochen werden kann. Aber es kommt auf die bewusste Verbindung an .... Es soll von seiten des Menschen angestrebt werden, dass die Entfernung aufgehoben wird, es soll der Mensch wollen, dass er mit Mir in Verbindung steht, und dann kann Mein Geist wirken, dann kann sich Mein Geist „ergiessen über das Fleisch ....“

Und das wird geschehen in der letzten Zeit vor dem Ende ganz offensichtlich, „es wird sich Mein Geist ergiessen über alles Fleisch, Knechte und Mägde werden weissagen ....“ Denn selten nur stellen die Menschen noch die Bindung her mit Mir, so dass es offensichtlich geschehen muss, dass Ich Mich äußere durch den Geist, dass Ich Mir Menschen erwähle, die Mir nicht widerstreben, die sich herrichten zum Aufnahmegefäß für Meinen Geist, so dass Ich dann Meinen Geist ausgiessen kann in jene und die Menschheit durch sie nun anreden kann zu ihrem Nutzen und geistigen Gewinn. Denn es ist nötig, dass Ich zu euch Menschen rede .... Ihr alle sollt Meine Stimme vernehmen, und ihr alle sollt in euch gehen, Mein Wort bedenken, danach leben und euch also vorbereiten auf das Ende, dem ihr nicht entgehen könnt, weil die Zeit erfüllt ist.

Ich giesse Meinen Geist aus über alles Fleisch .... Es ist euch Menschen dies angekündigt worden, und es sollte euch darum nicht schwerfallen, zu glauben an ein derartiges Wirken Meinerseits .... Ihr solltet es erkennen, dass die Zeit gekommen ist, auf die Ich hingewiesen habe, dass Ich euch durch Knechte und Mägde anreden werde, die nun in Meinem Auftrag künden sollen durch ihren prophetischen Geist. Denn sie werden Zukünftiges sagen, sie werden euch erinnern an Meine Voraussagen, und ihr werdet nicht leugnen können, dass sich Mein Geist wieder ergiesst, dass jene Verkünder nicht aus sich selbst reden, sondern nur aussprechen, was Mein Geist ihnen kündet.

Und Ich brauche sie als Mittler, die euch Menschen Mein Wort wiederbringen sollen in aller Reinheit und Klarheit, Ich brauche sie, dass sie statt Meiner zu euch reden, weil Meine Ansprache nötig ist und euch die Gefahren künden soll, in denen ihr schwebet, wenn ihr nicht in euch Geht und euch wandelt. Denn ihr Menschen lebt alle ohne Liebe dahin, und ihr verschreibet euch dadurch Meinem Gegner .... Ihr müsst euch wandeln zur Liebe, und ihr werdet dann den Weg nehmen zu Mir und gerettet sein vor dem Verderben. Aber ihr habt nicht mehr viel Zeit, und deshalb ertönt Meine Stimme immer lauter, und immer öfter rede Ich euch an durch den Mund Meiner Diener und Propheten, und Ich verlange nur von euch, dass ihr denen glauben sollt, über die Mein Geist sich ergiesst immer wieder, weil sie in Meinem Auftrag reden sollen ....

Und ihr werdet es nicht bereuen, ihnen und ihren Mahnungen gefolgt zu sein, indem ihr sie anhört und nun nach dem Wort zu leben euch bemüht, das euch durch Meine Diener von oben ertönt, das die Stimme ist eures Vaters von Ewigkeit und das euch Mir auch wieder zuführen soll, von Dem ihr einst ausgegangen seid und euch einst im freien Willen entferntet .... hört Mein Wort aus der Höhe, wisst, dass es Meines Geistes Wirken ist, dass Ich euch helfen will und darum Mich jener Knechte und Mägde bediene, indem Ich Meinen Geist ausgiesse, auf dass Ich durch sie zu euch allen reden kann .... auf dass ihr nicht dem Verderben entgegenGeht, wenn die Zeit erfüllt ist ....

Amen


BD 7702 empfangen  17.9.1960

Joh. 14 ....
„Ich will euch nicht waisen lassen ....“

Ich will euch nicht als Waisen lassen .... Ich will als Vater Mich eurer annehmen und euch auch Beweise Meiner Vaterliebe geben .... Ich will nicht, dass ihr allein und ohne Führung auf Erden dahinwandelt, dass ihr schutzlos Meinem Gegner preisgegeben seid, der sich sofort euch nahen wird, wenn er sieht, dass ihr verlassen seid. Denn Ich liebe euch, weil ihr Meine Kinder seid, die einst von Mir ausgegangen sind und die den rechten Weg verlassen haben, wohl im freien Willen, aber Ich entziehe ihnen dennoch Meine Liebe nicht. Und Meine Vaterliebe wird nur noch danach trachten, dass ihr wieder zurückkehrt in euer Vaterhaus .... Und darum übernehme Ich eure Führung, vorausgesetzt, dass ihr euch nicht hartnäckig Mir widersetzt, dass ihr euch willig von Mir führen lasst.

Dann aber seid ihr in göttlicher Obhut, und es kann euch nichts geschehen, ihr braucht euch nicht als Waisen zu fühlen, die allein stehen in der Welt und darum auch oft in Gefahr sich befinden. Denn das ist Meine Liebe, dass Ich Mir Meine Schäflein sammle, dass sie nicht verstreut ihres Weges ziehen, dass Ich sie locke und rufe als guter Hirt, Der keines Seiner Schäflein verlieren will. Und Meine Schafe erkennen auch die Stimme ihres Hirten, und sie folgen Ihm, und Er wird sie heimgeleiten, Er wird Seine Herde vor dem Feind schützen, der immer wieder sich ihr nähert, um Verwirrung anzurichten, um die Schäflein auseinanderzutreiben, wo er es nur kann. Dann wird Mein Lockruf ertönen, weil Ich sie nicht Meinem Feind überlasse ....

Ich werde denen folgen, die sich verstiegen haben oder die Gefahr laufen, in den Abgrund zu stürzen .... Denn Ich will keines Meiner Schäflein verlieren, weil Ich sie liebe .... Und also braucht kein Mensch zu fürchten, von Mir und Meiner Liebe verlassen zu werden, denn Ich nehme Mich eines jeden an, der in Not ist, der allein steht und auf Hilfe angewiesen ist .... Ich bin allen nahe, die nur an Mich denken, die sich Mir anvertrauen in ihrer Not .... und Ich werde wie ein guter Hirt an allen handeln, die sich entfernt haben von Mir und mit Lockrufen der Liebe zurückgeführt werden sollen, dahin, wo sie ihren Ausgang genommen haben.

„Ich will euch nicht als Waisen lassen ....“ So lautet Meine Verheissung, und so könnt ihr nun auch überzeugt auf Meinen Schutz rechnen, ihr könnt immer Meine Hilfe in Anspruch nehmen, denn ihr wisst, dass es Einen gibt, Der euer Vater sein und bleiben will bis in alle Ewigkeit .... Und diesem Vater sollt ihr euch anvertrauen, was euch auch bedrücken mag. Und Er wird euch dann an der Hand nehmen und sicher führen durch alles Ungemach hindurch, Er wird euch Kraft geben, alle Hindernisse zu überwinden, Er wird eure Wege ebnen, auf dass ihr sicher euer Ziel erreicht, auf dass ihr zu Mir findet und bei Mir nun verbleibt ewiglich.

Denn ihr alle seid Meine Kinder, die das Vaterhaus einstens verlassen haben, die aber auch wieder zurückkehren sollen und dies immer nur können mit Meiner Hilfe .... Und sie brauchen sich nicht schwach zu fühlen, denn als liebender Vater versorge Ich Meine Kinder mit Kraft, auf dass sie nun auch den Weg zur wahren Heimat zurücklegen können .... auf dass sie zurückkehren zu Mir, zu ihrem Vater von Ewigkeit ....

Amen


BD 8786 empfangen  21.3.1964

„Wie ihr ausmesst, so wird auch euch zugemessen werden ....“

Und ob es euch auch noch so unmöglich erscheint, Ich werde eingreifen (ungewöhnlich wirken an euch), so es an der Zeit ist, denn Mir ist kein Ding unmöglich .... sucht nur, euren Liebegrad zu erhöhen, bemüht euch, nach Meinem Willen zu leben, nehmt euch des Nächsten an in seiner Not, und beweist Mir dadurch eure Liebe zu Mir, dass ihr in eurem Nächsten euren Bruder seht, der auch ausgegangen ist von Mir, um dereinst die Seligkeit zu ererben. glaubt es, dass die Liebe allein genügt, um das größte Wunder zuwege zu bringen, um Dinge geschehen zu lassen, die ihr menschlich nicht für möglich haltet. Doch Ich bin ein Gott der Liebe, Weisheit und Macht .... Ich kann alles, und immer nur bestimmt Meine Liebe und Weisheit, wann sich Meine Macht äußert.

Und ihr könnt wahrlich mit eurem Willen, mit eurer Liebe Meinen Willen und Meine Liebe bestimmen, ihr könnt Mir einen Zwang auferlegen, den Ich Mir überaus gern gefallen lasse, weil die Liebe niemals lästig sein wird, sondern immer nur beglückt .... Und schenkt ihr Mir eure Liebe, so wird auch Meine Liebe sich euch gegenüber so äußern, dass ihr beglückt seid. Ich stelle euch Menschen die verschiedensten Aufgaben, Ich weiss, wie und in welcher Weise jeder Mensch helfen kann, und Ich weiss auch, ob und wann er hilfsbereit ist, und Ich führe ihm die Menschen zu, die er mit seiner Hilfsbereitschaft beglücken kann, denen er das zuwendet, was jene nötig brauchen, seien es nun irdische oder geistige Güter ....

Durch das Austeilen irdischer Güter beweist ihr Mir stets die Liebe, denn was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... Zudem beweist ihr Mir auch, dass ihr schon die Materie überwunden habt und geistig aufwärtssteigt .... teilt ihr aber geistige Güter aus, so ist auch das Mein Wirken, dass Ich euch jene Menschen zuführe, die ihr geistig bedenken sollt, die darben und hungern an ihren Seelen und nötig eure Hilfe brauchen, auf dass ihre Seelen sich stärken und gesunden.

Diese Hilfsbereitschaft werde Ich besonders entlohnen, denn sie bedeutet Austeilen geistiger Güter, die der Seele das Leben geben. Und wer also Mir dient, indem er weitergibt, was er direkt von Mir empfängt .... wem das Heil der Seele des Nächsten am Herzen liegt, der kann Meiner Unterstützung ganz gewiss sein, denn er führt ein Liebewerk aus, das noch weit höher zu bewerten ist, weil er zuvor erst innige Liebe zu Mir und zum Nächsten besitzen muss, um in den Besitz jener geistigen Werte zu kommen, die er wieder austeilen soll ....

Und Ich werde Mich ihm dann auch stets als liebender Vater erkenntlich machen, Ich werde ihn auf Erden führen und alle seine Wege segnen .... Und Meine Verheissungen werden sich erfüllen, dass Ich auch ungewöhnlich wirke, wenn es an der Zeit ist. Alle Menschen sind eure Nächsten, die sich in geistiger und irdischer Not befinden, und ihnen sollt ihr geben, was sie benötigen .... Ihr sollt den ernsten Willen haben, ihnen zu helfen, und wahrlich, ihr werdet dann auch stets die Mittel empfangen, die ihr wieder austeilen sollt, seien sie geistiger oder materieller Art. Darum rechnet nicht ängstlich, sondern gebt mit vollen Händen, denn wie ihr ausmesst, so wird euch wieder zugemessen werden, was ihr gebt in Liebe, das wird euch tausendfach vergolten werden, immer dem Liebegrad entsprechend, der euch antreibt zur Hilfe.

So sorgt euch nicht, denn Ich sorge für euch .... arbeitet nur immer an euch selbst, dass ihr allen Versuchungen widersteht, dass ihr nicht in Lieblosigkeit verfallt und euren Reifegrad gefährdet, und immer werdet ihr dann auch Meine Liebe erfahren dürfen in einem Maß, dass ihr Meine Gegenwart spürt und selig seid .... Ich liebe euch, und Ich bin allmächtig, also will Ich euch beglücken und kann es auch. Nur weiss (erkennt) Meine Weisheit, wann die rechte Zeit gekommen ist, dass Ich ungewöhnlich an euch wirken kann, dass ihr offensichtlich Meine Liebe erfahrt und Ich euch befreien kann aus jeglicher Not des Leibes und der Seele .... Denn Mein Hilfswille ist noch weit größer als der eure, und auch Meine Gnadengaben sind unermesslich, die Ich austeilen kann und austeilen will einem jeden, der Mich liebt und Meine Gebote hält ....

Amen


Jesu Hinweise auf die Endzeit

BD 2437 empfangen  5.8.1942

Anzeichen für Naturereignis ....
Erwähnung Jesu auf Erden ....

Es ist keine Zufälligkeit, dass in der Natur sich die Anzeichen mehren, die auf einen Ausbruch der Elemente schliessen lassen, denn Gott sendet alle diese Anzeichen voraus, um die Menschen vorzubereiten auf ein außergewöhnliches Naturereignis, das plötzlich und unerwartet die Menschen überraschen wird und unvorstellbares Elend nach sich zieht. Es sollen die Menschen diese Anzeichen in Verbindung bringen mit Seinem Wort, denn es hat Jesus Christus dieser Zeit schon Erwähnung getan, als Er auf Erden wandelte, weil Er die Menschheit darauf hinweisen wollte, welche Folgen ihr Lebenswandel dereinst zeitigen würde. Und nun ist die Zeit nahe, nun sollen die Menschen die Zeichen beachten, die das Ereignis ankündigen .... Sie sollen nichts unbeachtet lassen, was vom Rahmen des Natürlichen abweicht.

Gott kündet Sich Selbst, d.h. Seinen Eingriff in die bestehende Weltordnung, an, Er will die Menschen nichts unvorbereitet erleben lassen, was geistigen Erfolg ihnen eintragen soll und kann, so ihnen der Zusammenhang aller Geschehen klargemacht wird. Und deshalb weist Gott unentwegt auf die kommende Zeit hin, und Er gibt den Menschen Kenntnis, dass die Zeit gekommen ist, die den göttlichen Eingriff erfordert. Und nun liegt es jedem Menschen ob, wie er sich zu dieser Ankündigung stellt ....

So er glaubt, wird er sein Leben entsprechend einstellen, er wird sich Gott verbinden und Ihm sein Schicksal ergeben anheimstellen .... Jene sind nicht in so großer Gefahr wie die Menschen, denen jeglicher Glaube an einen Eingriff mangelt. Diese werden auch nicht sich vorbereiten, sondern alle Hinweise und Ermahnungen werden ungehört an ihren Ohren verhallen. Und es wird für sie das Naturereignis furchtbar sein. Denn ein tiefer Glaube gibt dem Menschen die Zuversicht, dass Gott ihn schützt in jeder Gefahr; doch der Glaubenslose wird ohne jeglichen Halt sein, so er nicht in letzter Stunde einen Herrn über sich erkennt und sich Dessen Gnade empfiehlt.

Gott sendet Vorboten lange Zeit zuvor schon, um die Menschheit zum Denken anzuregen, und diese Vorzeichen sind von jedem Menschen zu erkennen, der erkennen will. Sie werden zum Denken anregen, weil sie nicht nur einmalig in Erscheinung treten, sondern sich noch oft und regelmäßig wiederholen, dass sie einem jeden Menschen auffallen müssen. Doch der Mensch macht sich zumeist seine Erklärung selbst, und diese je nach seiner Einstellung zu Gott. Sowie er alle diese Erscheinungen mit dem Willen Gottes in Zusammenhang bringt, beachtet er sie und zieht selbst dadurch einen Vorteil, weil er sich vorbereitet auf die kommende Zeit und dies für seine Seele von großem Erfolg ist.

Was Gott verkündet hat in Wort und Schrift, das erfüllt sich unwiderruflich, und nur der Zeitpunkt ist den Menschen noch ungewiss .... Und darum sollen sie der Anzeichen achten, deren Gott Erwähnung getan hat. Und also werden sie wissen, dass die Erde vor großen Erschütterungen steht und dass der Menschheit dadurch unsagbar viel Leid beschieden ist .... Und nun liegt es an ihm, sich so zu gestalten, dass er die kommende Zeit gefaßt erwarten kann .... Er soll ringen und bitten um starken Glauben, auf dass er nicht schwach werde angesichts des Vernichtungswerkes, das der Menschheit nun bevorsteht. Und Gott wird Sich eines jeden annehmen, der Seiner Worte achtet und bewusst den göttlichen Eingriff erwartet ....

Amen


BD 4575 empfangen  28.2.1949

„Sie aßen und tranken ....“
wie vor der Sündflut ....

Wie zur Zeit vor der Sündflut, so wird es auch nun wieder werden, so es dem Ende zugeht. Der Menschen wird sich eine erhöhte Lebenslust bemächtigen und die Welt wird mit allen Reizen auf sie einwirken. Die Menschen werden sich nicht mehr beherrschen können und wollen und skrupellos das Leben geniessen in Sündhaftigkeit. Denn es werden keine reinen Freuden sein, die sie begehren, sondern die Sünde wird überall vorherrschen, die Ichliebe wird jegliche Nächstenliebe verdrängen, und darum werden die Menschen sündig, weil sie dem Nächsten Schaden zufügen, um nur ihrem Körper Erfüllung der Wünsche zu verschaffen. Es wird das Eigentum des Nächsten nicht geachtet werden und also verstoßen gegen alle Gebote. In erhöhtem Lebensgenuß wird die Stimme des Gewissens erstickt und in vollen Zügen genossen, was die Welt bietet ....

Die Welt aber ist das Reich des Gegners von Mir, und also kann von der Welt nur Schlechtes kommen, sie kann für die Seele nur eine Gefahr bedeuten, denn was dem Körper erfüllt wird, muss die Seele büßen, sie muss bezahlen, was der Körper verlangt. Scheinbar also werden die Menschen sich des Glückes erfreuen dürfen, nur wer zu den Meinen zählt, der weiss, welche Stunde geschlagen hat, so die Menschen sich im Taumel des Genusses zu betäuben suchen. Dann ist das Ende ganz nahe, denn Ich habe euch dies schon lange angekündigt, dass es sein wird wie vor der Sündflut .... sie aßen und tranken, sie freiten und liessen sich freien und achteten nicht der Mahnungen und Warnungen von oben.

Und es wird schwer sein, diesen Menschen das Evangelium zu predigen, denn da sie nur das irdische Leben achten und anstreben, fehlt ihnen jegliches Verständnis für das geistige Leben, und darum verlachen und verspotten sie jeden Wahrheitsträger, der sie zu bekehren suchen wird. Doch mitten in den Freudentaumel kommt das letzte Gericht .... Und darum wird es entsetzlich sein für alle, die in der irdischen Welt ihren Gott sehen, denn sie werden aus der Höhe stürzen in die Tiefe, aus der Freude in die größte Angst, sie werden aus dem Himmel stürzen in die Hölle .... Denn die Welt mit ihren Reizen war ihr Himmel, sie aber wird vernichtet werden .... und schärfste Gefangenschaft ist das Los derer, die ihre Freiheit auf Erden falsch nützten, die in der Sünde leben und auch in der Sünde sterben.

Hütet euch vor der Welt, denn sie ist eine große Gefahr für euch .... sie bietet euch wohl jetzt noch manches Begehrenswerte, doch leistet darauf lieber Verzicht, und trachtet nach den himmlischen Freuden, die nachher kommen, und entbehrt, auf dass ihr dann in aller Fülle die Freuden des Himmels geniessen könnt. Gehört nicht zu jenen, die nur sich selbst lieben und dem Körper jeden Genuß verschaffen wollen. Kurz ist der Freudentaumel, doch ein entsetzliches Erwachen folgt ihm, wie es angekündigt ist in Wort und Schrift .... Die Menschheit aber ist in großer Gefahr, denn sie ist schon jetzt geblendet von dem Truglicht der Welt, und sie bleibt nicht stehen in ihren Ansprüchen, sondern wird sie erhöhen .... Sie steuert mit Riesenschritten dem letzten Ende entgegen .... sie sucht das Leben und wird den Tod finden, sie sucht die Freude und geht ins Verderben ....

Amen


BD 4639 empfangen  14.5.1949

„Es wird kein Stein über dem anderen bleiben ....“
Große Not ....

Es wird eine Zeit kommen, wo alles verlorengeht, was mühsam erworben und aufgebaut wurde; es wird eine Zeit kommen, wo die Menschen die Wertlosigkeit dessen erkennen, was dem körperlichen Wohlstand dienen sollte, und sie werden völlig besitzlos sein, weil ihnen auch geistige Güter mangeln, deren Besitz den Verlust irdischer Güter verschmerzen läßt. Auf diese Zeit weise Ich euch ständig hin, denn es kommt, wie es verkündet ist in Wort und Schrift .... es wird kein Stein über dem anderen bleiben ....

So unverständlich es auch scheinen mag für weltlich eingestellte Menschen, dass durch höhere Gewalt ein so furchtbares Vernichtungswerk stattfinden soll, jedoch es ist unvermeidlich, weil es erstmalig einen erzieherischen Zweck haben soll und dann auch im Heilsplan von Ewigkeit vorgesehen ist für das im niederen Stadium der Entwicklung stehende Geistige, das dadurch zu anderer Verformung gelangt. dass es die Menschen überaus schwer betrifft, ist nötig, weil sie ihrer geistigen Entwicklung fast nicht mehr achten und die letzten Anregungen erfahren sollen, die sie zwar auch übergehen können, wenn sie nicht willig sind, sich zu wandeln und aufwärtszusteigen. Sie können nur noch härter angefaßt werden, denn einer sanften Mahnung sind sie nicht mehr zugänglich, und alles bleibt erfolglos, was bisher zu jenem Zweck über die Menschen verhängt wurde.

Die kommende Zeit aber wird eine einschneidende Veränderung mit sich bringen, dass des Menschen Gedanken unwillkürlich auf Sinn und Zweck des Erdenlebens gelenkt werden und doch bei einigen wenigen eine Wandlung bewirken, die ihnen wahrlich zum Heil gereichen wird. (14.5.1949) Die Not wird so groß sein, dass der Hilfswille erwachen wird, wo nur noch ein Funke Liebe im Herzen vorhanden ist, und dieser Funke nun wird Nahrung finden und zur Flamme werden, denn wer nur helfen will, der wird auch helfend eingreifen und dem Nächsten sein schweres Los erleichtern, weil er selbst weiss, wie leidvoll das Schicksal jeden einzelnen trifft.

Und diesen Hilfswilligen wird auch von Mir aus geholfen werden, die Hilfe wird kommen, wo kein Ausweg mehr gefunden wird, als sichtliches Zeichen einer höheren Macht, Die in Liebe Sich den Menschen zuneigt, um Sich ihnen erkenntlich zu machen. Denn irdisch erscheint oft ein Hilfe unmöglich, was aber den Menschen nicht möglich ist, kann Ich noch immer zur Ausführung bringen, und also ist die größte Not nicht hoffnungslos, weil Mir nichts unmöglich ist.

Und so wird die Liebe, die dem Nächsten erwiesen wird, gute Frucht tragen, sie wird Meine Liebe erwirken, und dies bedeutet Beistand und Gnade und ungewöhnliche Kraftzufuhr, weshalb die Meinen nicht zu verzagen brauchen, denn sie werden die Not nicht so schwer empfinden, weil sie kraftvoll sind und stets Mich als Helfer zur Seite haben, Der Ich um ihres Glaubens willen offensichtlich wirke, um noch vor dem Ende die wenigen zu gewinnen, die schwach im Glauben, aber doch guten Willens sind .... Diese werden Stärkung erfahren und die Notzeit überstehen, ohne Schaden zu nehmen an ihrer Seele. Die Meinen aber stehen unter Meinem Schutz und können ohne Sorge dieser Zeit entgegensehen, denn sie währt nicht lang ....

Amen


BD 5029 empfangen  28.12.1950

„Kräfte des Himmels werden sich bewegen ....“
Umstoß der Naturgesetze ....
Entrückung ....

Die Gnadengabe von oben ist eine Kraft aus dem Himmel, sie kommt aus dem geistigen Reiche des Lichtes, aus dem Himmel, im Gegensatz zu den Kraftäußerungen von unten, die in der Hölle ihren Ausgang haben. Wesen des Lichtreiches also werden tätig in ungewöhnlichem Maß, sowie das reine Wort Gottes den Menschen zugeleitet werden kann durch den Willen Gott-dienender und liebtätiger Menschen auf Erden, die sich der Zuleitung aus dem geistigen Reich öffnen und die geistigen Gaben in Empfang nehmen ....

Kräfte des Himmels bewegen sich .... sie werden ungewöhnlich tätig in der letzten Zeit vor dem Ende. Diese Erklärung also muss erstmalig gegeben werden für die Worte Jesu über die Zeichen des Endes und Seiner Wiederkunft. Es war ein gewaltiger Ausspruch, den Er getan hat, denn Er kündigte Veränderungen an, die wortgemäß einen Umstoß der Naturgesetze bedeuten. Seine Worte hatten stets einen geistigen Sinn, doch in der Endzeit wird außer der geistigen Bedeutung auch ein zweiter Sinn zutage treten, denn in unvorstellbarer Weise werden auch Naturerscheinungen auftreten, die der Mensch sich nicht erklären kann kraft seines Verstandes. Sie laufen dem göttlichen Naturgesetz zuwider, sind aber im Grunde wieder nur den Menschen unbekannte Naturgesetze, und diese Vorgänge sind mit den Worten gemeint: Die Sterne werden vom Himmel fallen .... Sonne und Mond werden ihren Schein verlieren ....

Wissenschaftler und was sich dazu zählt, werden keine Erklärungen dazu geben können, sie werden kein Licht zu geben vermögen, weil dort ihr Wissen versagt, wo die göttliche Kraft wirkt. Es sind Naturgesetze, deren Ursache auch kein Mensch ergründen kann, weil sie nur dann in Kraft treten, wenn ein Erlösungsabschnitt beendet ist und die Auflösung materieller Außenformen nötig geworden ist. Es sind naturwidrige Erscheinungen und dennoch im ewigen Plan Gottes vorgesehen, folglich in Seinem Naturgesetz von Ewigkeit inbegriffen, was für die Menschen völlig unverständlich ist, deren Geist noch nicht erhellt ist.

Bei Gott ist kein Ding unmöglich .... also wird Er immer wirken können und alles vollbringen, auch Außergesetzliches, ansonsten Seine Allmacht begrenzt wäre. Dennoch bewegt sich Sein Wirken stets in göttlicher Ordnung, denn dies zu beurteilen ist einem Menschen als solchen unmöglich; vermessen aber wäre es, jenes anzuzweifeln, weil das auch ein Zweifel an Gottes Weisheit wäre. Und da Gott auch in Sich die ewige Liebe ist, wird Er immer so Seinen Willen tätig werden lassen, wie es nötig und gut ist für Seine Geschöpfe, die Er für Sich gewinnen will.

Es werden sich Dinge ereignen vor dem Ende, die ihr Menschen noch nicht zu ahnen vermögt. Und es kann solches den Menschen nur angedeutet werden mit Worten, die ungewöhnliches, ja fast unglaubliches Geschehen ankündigen. Dennoch ist das Wort Gottes reinste Wahrheit, und es erfüllt sich, so die Zeit gekommen ist. Dann werden auch im Kosmos die seltsamsten Veränderungen vor sich gehen, doch die diesirdische Menschheit wird nur anfänglich solche beobachten können; das letzte aber erleben sie nicht mehr bis auf wenige, die entrückt werden und den Vernichtungsprozess dieser Erde und ihrer Bewohner verfolgen können .... Die Erde in ihrer alten Form und Beschaffenheit hat aufgehört zu sein, die neue Erde aber birgt nur Menschen, die erweckten Geistes sind, und diese wissen um Ursache alles dessen, was geschehen ist am Ende der Erde, sie wissen aber auch um die Macht und Herrlichkeit Gottes, um Seine übergroße Liebe, aber auch Seine Gerechtigkeit ....

Amen


BD 7225 empfangen  9.12.1958

„Ich werde euch die Tage verkürzen ....“

Die Frist verkürzt sich immer mehr, die euch noch bis zum Ende zugebilligt ist, gemäß Meiner Verheissung: „Ich werde die Tage verkürzen um der Meinen willen ....“, dass sie nicht vor dem die Knie zu beugen gezwungen sind, der Mir bis zum Ende als Feind und Widersacher gegenübersteht. Denn er wird euch noch übel zusetzen, und ihr werdet noch viel Kraft benötigen zum Widerstand. Und dennoch braucht ihr die Zeit nicht zu fürchten, und ob er noch so drohend vorgeht gegen euch. Er wird das Ziel nicht erreichen, denn die Meinen schütze Ich davor, dass sie in seine Hände fallen. Doch sie selbst werden Mir für jeden Tag dankbar sein, der ohne seinen Einfluß vergeht, wo sie Mir auch ewig danken werden, wenn Ich seinem Treiben ein Ende setze und ihn aufs neue in Ketten legen werde ....

Die Zeit bis zum Ende wird für euch sein wie ein Traum, so schnell wird sie vergehen .... oft wohl beängstigend, doch dann auch wieder schemenartig, weil ihr ein Heer lichtvoller Geistwesen um euch habt, die euch schützen und alles so lenken werden, dass es immer für euch wird erträglich sein. Dennoch ist große Vorsicht geboten, denn er ist voller teuflischer Gesinnung, weil es zum Ende geht. Was ihr nicht für möglich haltet, das wird noch geschehen durch seinen Einfluß, denn er hat viele willige Menschen in der Welt, die ihm zu Diensten sind und die darum auch gegen euch vorgehen werden auf seinen Antrieb hin. Doch fürchtet nicht, die euren Leib töten, aber eure Seele nicht töten können ....

Fürchtet überhaupt nicht die Gefahr, denn Ich bin bei euch, und Ich sichere euch Meinen Schutz zu. Und was nun auch kommt, ihr werdet es zu ertragen vermögen, weil Ich euch die Kraft gebe, weil Ich alles so füge, dass es euch nicht allzuschwer trifft, dass ihr besteht und als Sieger hervorgehen werdet aus dem Kampf wider ihn. Ein Kampf aber wird es bleiben, das kündige Ich euch immer wieder an, damit ihr euch nicht von Mir entfernet, damit ihr stets mehr euch Mir anschliesst und in Meiner Nähe auch unangreifbar bleibt für den Feind. Und wer sich so fest an Mich anschliesst, dass er ständig Meine Gegenwart fühlt, der braucht nichts mehr zu fürchten, denn er ist ihm überlegen durch die Kraft, die er ständig von Mir empfängt ....

Die Zeit geht dem Ende zu .... Und immer rascher werden die Tage verfliegen, was euch auch immer deutlicher zum Bewusstsein kommt .... aber dann wisst ihr auch, dass ihr zu den Meinen gehört, denen Ich die Tage verkürzen werde um eurer selbst willen. Lasst euch immer öfter ansprechen von Mir, werdet nicht lau und träge in eurer Arbeit für Mich und Mein Reich, denn ihr schöpft viel Kraft aus dieser, ihr empfangt, wie ihr austeilt, und es ist noch viel geistige Nahrung auszuteilen nötig, auf dass Kraft zuströme allen, die solche begehren und durch Mein Wort entgegennehmen wollen.

Darum sollt ihr unentwegt tätig sein, ihr Meine Weinbergsarbeiter auf Erden, und immer wissen, dass nicht mehr viel Zeit bleibt .... Ihr sollt die Worte ernst nehmen: „Ich werde die Tage verkürzen um der Auserwählten willen ....“ Schneller, als ihr es glaubt, ist das Ende da, und für die Zeit zuvor sollt ihr alle euch wappnen und euch Mir und Meinem Schutz empfehlen. Und das Ende wird kommen wie ein Dieb in der Nacht .... und die Ich nicht schlafend finde, die werde Ich holen hinweg von der Stätte des Satans, und alles Leid wird für sie zu Ende sein ....

Amen


Das Abendmahl Jesu

BD 6135 empfangen  14.12.1954

„Nehmt hin und esset ....“

Nehmt hin und esset .... so sprach Ich zu Meinen Jüngern, ihnen bei diesen Worten das Brot reichend, als Symbol des Himmelsbrotes, Meines Wortes, das, Fleisch-geworden, auf Erden mitten unter ihnen weilte .... Nehmt hin und trinket .... sprach Ich, als Ich ihnen den Wein reichte .... der ihnen, gleich wie Mein Blut .... die Kraft Meines Wortes .... zugeführt werden sollte zur Stärkung .... Brot und Wein waren Symbol für Fleisch und Blut .... und da Ich das Fleisch-gewordene Wort Selbst bin, konnte Ich auch sagen: Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird .... das ist Mein Blut, das für euch vergossen wird .... Denn durch Meinen Tod erst machte Ich es möglich, dass ihr Mein Wort in euch vernehmen konntet .... durch Meinen Tod erst sprengte Ich die Fesseln, die euch in der Finsternis hielten ....

Versteht doch, Mein Wort muss euch ertönen, wollt ihr selig werden .... Und Mein Wort muss von euch hungrig entgegengenommen werden, ihr müsst es essen und eurer Seele die Nahrung zuführen, dass sie leben kann .... Denn Mein Wort birgt in sich die Kraft, die ihr das Leben gibt .... Fleisch und Blut gehört zum Leben, und Ich starb für euch, damit ihr das Leben habt .... Das Brot des Lebens ist Mein Wort .... Ich Selbst bin das Wort .... und das Wort ist Fleisch geworden .... Gibt es wohl eine verständlichere Erklärung für das Abendmahl, das Ich mit Meinen Jüngern gehalten habe .... Und immer, wenn ihr Mein Wort empfangt und es hungernd in euch aufnehmt, werdet ihr auch Meiner gedenken .... Ihr könnt Mein Wort nicht anders als in Gedanken an Mich entgegennehmen, weil Der, Der zu euch spricht, nicht in Vergessenheit geraten kann, solange ihr Ihn anhört ....

Als Ich Meinen Jüngern das Brot brach, als Ich ihnen den Wein reichte, wusste Ich doch, dass nur Mein Wort die Verbindung zwischen Mir und den Menschen hergestellt und bewies .... Ich wusste es, dass sie nur zum Ziel gelangen konnten, wenn sie Mich ständig zu sich sprechen liessen .... Ich wusste ferner, dass sie glauben mussten an Mein Erlösungswerk, Ich wusste, was vor Mir lag, dass Ich Mein Leben hingeben musste für die Menschen, um sie zu erlösen, und im Hinblick darauf sprach Ich die Worte: „Der für euch hingegeben wird .... das für euch vergossen wird ....“

Das ewige Wort Selbst sprach zu den Menschen: Nehmt hin und esset .... nehmt hin und trinket .... Und ihr Menschen müsst die innige Verbindung herstellen mit Mir, um Meine Ansprache zu vernehmen, um von Mir gespeist zu werden mit dem Brot des Himmels .... um mit Mir das Abendmahl halten zu können .... Und ihr könnt diese innige Verbindung mit Mir wieder nur herstellen durch Wirken in Liebe .... Dann erst nehmt ihr Mich Selbst in euch auf, dann werdet ihr durchströmt von der Kraft Meiner Liebe .... Mein Blut sichert euch das Leben .... Dann teile Ich euch aus mit vollen Händen, dann wird eure Seele nimmer Hunger und Durst leiden, denn Ich Selbst werde sie sättigen und tränken .... Ich Selbst werde ihr das Abendmahl bieten .... Ich werde das Brot brechen und den Wein reichen allen, die empfangen wollen, und diese werden Mein Fleisch und Mein Blut geniessen, und ihre Seelen werden leben ewiglich ....

Amen


BD 7120 empfangen  14.5.1958

Abendmahl - Kommunion - Liebe ....

Es gibt keine Gemeinschaft mit Mir ohne Liebe, weil Liebe Mein Urwesen ist und sich nur Gleiches mit Mir zusammenschliessen kann, also auch im Herzen des Menschen Liebe sein muss, der sich Mir verbinden will .... In anderer Weise ist eine solche Bindung unmöglich .... Das also muss euch auch das Verständnis erschliessen für den Vorgang des Abendmahls, der erst dann die Vereinigung mit Mir euch Menschen bringen kann, wenn in euch die Liebe entflammt ist .... weil dann erst Meine Gegenwart, in euch möglich ist.

Was nützen euch also äußere Handlungen, solange ihr das Wichtigste außer acht lasst .... die Liebe zu üben .... „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Also wisst ihr auch um die Bedingung Meiner Gegenwart und ihr könnt daher nicht erwarten, dass Ich von dieser Bedingung abgehe, sowie ihr nur äußerliche Handlungen vollzieht, die ihr selbst euch ausgedacht habt, weil ihr nicht den geistigen Sinn Meiner Worte verstandet: „tut dies zu Meinem Gedächtnis ....“

Ein Liebeleben ist Voraussetzung, um Mich Selbst aufzunehmen in das Herz, und ein solches Liebeleben führten Meine Jünger, mit denen Ich das Abendmahl hielt .... Darum aber verstanden sie auch Meine Worte, mit denen Ich sie gleichzeitig auch in ihr Verkünderamt einsetzte .... Denn sie sollten austeilen das Brot des Lebens, das sie von Mir empfangen hatten, wie Ich ihnen das irdische Brot austeilte .... Sie sollten das lebendige Wasser ihren Brüdern anbieten, gleichwie Ich ihnen den Kelch mit dem Wein darreichte ....

Und da Ich Selbst das „Fleisch-Gewordene-Wort“ war, gab Ich also Mich Selbst denen hin, die am Abendmahl teilnahmen, und Ich werde Mich immer hingeben allen, die Mich aufnehmen wollen, Ich werde sie gleicherweise speisen mit dem Brot des Lebens und ihnen lebendiges Wasser zu trinken geben, sie werden „Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken“, also werde Ich Selbst ihnen gegenwärtig sein, wie Ich es verheissen habe. Doch ohne Liebe ist eine solche Kommunion unmöglich ....

Ich kann wohl allen Menschen die Liebe predigen, Ich kann ihnen dazu verhelfen, Liebewerke zu verrichten, aber Ich kann niemals in einem Herzen Wohnung nehmen, das sich noch nicht zur Liebe gestaltet hat .... Und nun bedenkt, in welch falscher Vorstellung unzählige Menschen leben, die wohl den Gang gehen zum „Tische des Herrn“ nach ihrer Ansicht, die es aber an der rechten Liebe fehlen lassen und deren Herzen darum nicht fähig sind, Mich aufzunehmen ....

Bedenkt, wie viele Menschen in dieser falschen Vorstellung verharren, weil sie glauben, ihrer Pflicht genügt zu haben, und darum auch nicht geistig streben, obwohl jeder Mensch weiss, dass Ich Selbst die Liebe bin und dass Ich von euch auch nur die Erfüllung der Liebegebote fordere, um euch mit Meiner Gegenwart beglücken zu können. Aber „Mein Wort“ wird nicht so sehr beachtet wie die Erfüllung äußerer Formen, und Mein Wort allein schon könnte jene Menschen zur Besinnung bringen, dass Ich mehr verlange als nur formelle Gebräuche ....

Die Einsetzungsworte, die Ich zu Meinen Jüngern sprach, wurden von diesen auch geistig verstanden. Aber auch die Menschen könnten ihren geistigen Sinn verstehen, wenn sie nur ernsthaft darüber nachdenken möchten. Doch das Verständnis würde dann aber auch ein Leben in Liebe verlangen und also ein Arbeiten an sich selbst, wozu zumeist die Menschen nicht willig sind. Dagegen fordern die vielerlei Gebräuche nicht diese Selbstüberwindung, und deshalb werden sie eifrig ausgeführt, und sie tragen den Seelen keinerlei Nutzen ein, sondern machen sie nur lau und nachlässig in ihrer Erdenlebensaufgabe, die darin besteht, sich selbst zu einem Wandel in Liebe zu erziehen, der Voraussetzung ist, eine enge Bindung mit Mir einzugehen, der Meine Gegenwart im Menschenherzen erst möglich macht.

Denn der Zusammenschluss mit Mir ist erstes und letztes Ziel des Menschen, das er auf Erden erreichen soll und auch kann, wenn er nur bemüht ist, in der Liebe zu leben, und sein Wesen also anzugleichen sucht an Mein Urwesen, das in sich Liebe ist ....

Amen


BD 7666 empfangen  5.8.1960

Einsetzungsworte ....

Und es wird euch immer zum Segen gereichen, wenn Mein Gnadenstrom euch berührt, denn nichts bleibt ohne Wirkung, was Mir entströmt, wenn es willig angenommen wird. Und eine willige Annahme ist garantiert, wenn ihr euch Mir zuwendet im Gebet, wenn ihr begehrt, von Mir gesegnet zu werden .... wenn ihr Meine Ansprache begehrt. Und so will Ich, dass ihr erfahrt, wie Ich Mein Wort verstanden haben will: „tut dies zu Meinem Gedächtnis ....“ Denn ihr habt daraus eine Handlung abgeleitet, dass ihr buchstäblich Brot und Wein austeilt und nun davon überzeugt seid, Mich Selbst in euch aufzunehmen, wenn ihr dieses Brot esset und den Wein trinket ....

Meiner Worte rechter Sinn aber ist von euch nicht verstanden worden. Und doch ist gerade die Entgegennahme von „Brot und Wein“ überaus wichtig, worunter Ich aber Mein Wort mit seiner Kraft verstanden haben will. Ihr könnt nicht selig werden, wenn ihr nicht Mein Wort hört, das Brot des Lebens, das Manna, das vom Himmel kommt .... Ihr müsst euch von Mir ansprechen lassen, Der Ich Selbst das Wort bin, Das für euch Menschen Fleisch geworden ist .... Als Ich über die Erde wandelte, teilte Ich das Brot des Lebens aus mit vollen Händen; Ich sprach alle Menschen an und gab denen, die guten Willens waren, Nahrung für ihre Seelen .... Ich gab ihnen Brot und Wein, Mein Wort, das Ich mit Meiner Kraft gesegnet hatte ....

Ich unterwies Meine Jünger und machte sie zu rechten Verkündern Meines Wortes, weil sie Mein Wort in die Welt hinaustragen sollten .... denn alle Menschen brauchten Nahrung für ihre Seelen, alle Menschen sollten „Mein Fleisch essen und Mein Blut trinken“, allen Menschen sollte Mein Wort nahegebracht werden so, wie es von Mir Selbst ausgegangen war; sie sollten reinste Wahrheit empfangen, die ihnen nur die Ewige Wahrheit Selbst geben konnte. Doch Mein Wandel auf dieser Erde währte nur kurze Zeit. Und in dieser Zeit bereitete Ich Meine Jünger für ihr Lehramt vor ....

Und als dann die Stunde Meines Abschieds nahe war, als Ich mit Meinen Jüngern das Abendmahl nahm vor Meinem schweren Gang nach Golgatha .... da gab Ich ihnen nun den Sendeauftrag .... Ich wies sie hin auf ihre Mission, der Welt Kunde zu geben über Mich, über Meine Lehre und auch über das, was noch vor Mir lag, und Ich sprach darum die Worte: „Geht hinaus in die Welt ....“ Ich brach das Brot und reichte es ihnen, wie auch den Becher mit dem Wein .... und Meine Jünger wussten, dass Ich das Brot und den Wein als „Fleisch und Blut“ bezeichnete, dass Ich in Bildern zu ihnen sprach, und sie verstanden Mich, dass Ich von ihnen verlangte, Mein Wort den Menschen zu bringen, auf dass sie Meiner gedachten und Mich ewiglich nicht mehr aus ihrem Gedächtnis lassen sollten.

Sie wussten es, dass sie austeilen sollten an ihre Mitmenschen, genau wie Ich Selbst ihnen das Brot und den Wein austeilte .... Und so setzte Ich wohl Meine Jünger ein in ihr Amt, für das Ich sie ausgebildet hatte .... Doch niemals setzte Ich eine solche Abendmahlsfeier ein, wie ihr Menschen aus diesen Meinen Worten entnommen habt. Niemals war es Mein Wille, dass ihr Menschen eine Handlung vollführt und euch eine Auswirkung davon erhofft, die jedoch andere Voraussetzungen erfordert als nur die Entgegennahme von Brot und Wein ....

Versteht das, es war der Auftrag für Meine Jünger, in die Welt hinauszugehen und das Evangelium zu verbreiten .... Mein Wort den Menschen zu künden, das in Wahrheit Mein Fleisch und Mein Blut ist, das Brot ist aus den Himmeln und unersetzlich ist und bleiben wird für die Menschen, die den Zusammenschluss suchen mit Mir und ihn dann auch gefunden haben, wenn Ich sie direkt ansprechen kann, wenn Meine Kraft direkt in sie einströmen kann und nun die Vereinigung stattfindet, die Zweck und Ziel im Erdenleben ist.

Erste Voraussetzung aber ist, dass sich der Mensch zur Liebe gestaltet, denn Mich Selbst .... Mein Wort, Mein Fleisch und Mein Blut .... kann er nicht in sich aufnehmen, wenn ihm die Liebe fehlt .... Ich Selbst bin die Liebe. Ich kann Mich wieder nur mit der Liebe vereinen. Es ist also nicht möglich, dass Ich in eines Menschen Herz einziehen kann, der die äußere Handlung vollzieht, der Brot und Wein zu sich nimmt, dessen Herz aber bar jeder Liebe ist .... Denn unter „Liebe“ verstehe Ich nicht eine gefühlsmäßige Erregung, die Mir in dem Moment entgegenschlägt, sondern Ich verstehe darunter eine niedergekämpfte Ichliebe, die sich äußert in der Liebe zum Nächsten und die Mir nun auch die Liebe zu Mir unter Beweis stellt.

Das also ist dann eine wahre Vereinigung mit Mir, in der Ich ihn nun ansprechen kann, in der ihm Mein Fleisch und Mein Blut geboten wird, Mein Wort mit seiner Kraft. Und dann wird der Mensch auch ständig Meiner gedenken, er wird alles beginnen und beenden mit Mir, er wird ständig in Meinem Willen zu leben sich bemühen, und er wird den Weg der Aufwärtsentwicklung gehen .... er wird zum Ziel gelangen, zum ewigen Leben und zur Seligkeit ....

Amen


BD 3740 empfangen  9.u.10.4.1946

tut dies zu Meinem Gedächtnis ....“
Abendmahl ....

Von Mir geht die Kraft aus, die Weisheit und auch das Leben .... Und so muss Ich als Quell der Kraft und des Lichtes erkannt werden, und es muss die Verbindung mit Mir gesucht werden, um durch den Empfang von Kraft und Licht zum Leben zu gelangen. Also muss Ich Mich in euch wiederfinden können, d.h., Licht und Kraft, also Wissen um die ewige Wahrheit und als Folge davon Kraft in aller Fülle, muss in euch sein .... Mein Geist muss in euch wirken .... und Ich Selbst also in euch wirksam sein können, dann erst werdet ihr leben, aber das Leben auch in Ewigkeit nicht mehr verlieren.

Ihr seid dann mit Mir vereint, und diese Vereinigung ist die wahre Kommunion .... Die Vereinigung mit Mir ist unerläßlich, ansonsten ihr weder Kraft noch Licht empfangen könnt, denn der Zusammenschluss mit dem ewigen Urquell muss zuvor stattfinden, soll nun der Strom Meiner Liebe übergeleitet werden in das Herz des Menschen. Um aber jenen Zusammenschluss herzustellen, ist erstmalig der Wille dazu erforderlich, von Mir etwas in Empfang zu nehmen.

Der Wille aber erfordert gedankliche Tätigkeit, also Ich muss als Quell und somit als Geber dessen, was der Mensch begehrt, erkannt werden von Herz und Verstand, und gedanklich muss der Mensch Mir zustreben .... Dann erst wird der Wille tätig, und er erfüllt die Bedingungen, die den Zusammenschluss mit Mir herbeiführen. Der tätig gewordenen Wille ist gleich einem Wirken in Liebe .... Dieses aber ist unerläßlich, und so ist Mein Liebegebot nimmermehr zu umgehen von denen, die wahrhaft kommunizieren wollen, die sich vereinigen wollen mit Mir ....

teilt Gaben aus, speiset und tränket euren Nächsten, der hilfsbedürftig ist, lasst euch seine Not angelegen sein geistig und irdisch, gebet, wie Ich euch gegeben habe, erquicket die Seele und den Körper des Nächsten, erbarmet euch der Schwachen und Kranken, tröstet die Betrübten, richtet auf die Bedrückten, lindert die Not stets und ständig, immer im Hinblick auf Mich, Der Ich euch den Weg auf Erden vorgelebt habe .... teilt alles, was ihr besitzt, mit den Armen ....

Dann erfüllt ihr Mein Gebot der Liebe und somit die erste Bedingung zum Zusammenschluss mit Mir, denn dann erst kann Ich Mich mit euch vereinigen, wenn ihr euer Herz zur Liebe gestaltet habt, ansonsten eine Vereinigung mit Mir unmöglich ist, und ob ihr noch so viele äußere Formen berücksichtigt, die keinen Einfluß haben auf den Zustand eures (r) Herzens (Seele). Ich will euch das Leben geben, Kraft und Licht spenden im Übermaß, doch nimmermehr ist dies möglich, solange ihr nicht euren Willen tätig werden lasst, solange ihr nicht die Liebe übt ....

Wie ihr aber die Liebe üben sollt, habe Ich Selbst euch gelehrt und euch ständig ermahnt, Mir nachzufolgen .... denkt an Mich und Meine Lehre, und dann handelt ihr entsprechend, und ihr werdet wahrlich zum Aufnahmegefäß Meines Geistes werden, ihr werdet also den Anteil Meiner Selbst in euch wirksam werden lassen .... Ihr zieht Mich Selbst zu euch durch Wirken in Liebe, und also vereinigt ihr euch mit Mir, dem Urquell der Kraft und des Lichtes von Ewigkeit, und ihr könnt sonach auch empfangen ohne Einschränkung Licht und Kraft .... Wissen und Macht ....

(10.4.1946) Die Vereinigung mit Mir muss zuvor vollzogen sein durch Wirken in Liebe, dann erst kann Ich Selbst in euch gegenwärtig sein .... auch im Geist, und dann erst kann Ich euch speisen und tränken mit geistiger Nahrung, mit Fleisch und Blut, mit Meinem Leib im geistigen Sinn .... Denn Ich Selbst bin das Wort, also reiche Ich euch das Abendmahl, so Ich euch Mein Wort vermittle, das eurer Seele geistige Nahrung ist, Ihr könnt diese Nahrung wohl auch entgegennehmen ohne zuvoriges Liebeswirken, doch dann ist es kein Kommunizieren, keine Vereinigung mit Mir, denn dann ist es noch kein Abendmahl, es kann euch aber dazu führen, so ihr das Wort nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen entgegennehmt und danach lebt ....

Das Tätigwerden eures Willens, das Wirken in Liebe, stellt erst die geistige Vereinigung mit Mir her. Das Wirken in Liebe aber besteht im Geben, in unausgesetzem Mitteilen und Austeilen dessen, was ihr besitzt, was euch selbst beglückt, um auch den Mitmenschen, der dessen bedürftig ist, zu beglücken. Und so ihr dieses nicht übt, so ihr nicht Mir darin nachzufolgen sucht, werdet ihr nicht an Meinem Tisch gespeist werden können, ihr werdet nicht das Abendmahl halten können mit Mir, weil ihr euch selbst als Meine Gäste ausschaltet, weil Ich euch dann unnahbar bleibe, bis ihr selbst euch zur Liebe gewandelt habt, die Meine Ursubstanz ist und ewig bleiben wird.

Nehmt ihr das Abendmahl entgegen in der von euch Menschen gewählten Form, so bleibt dies immer nur eine äußere Handlung, die erst dann den tiefen geistigen Sinn bekommt, so euer Herz von tiefer Liebe erfüllt ist, die aber nicht nur gefühlsmäßig euch bewegen darf, sondern in Werken uneigennütziger Nächstenliebe zum Ausdruck kommen muss. Denn nur, wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm .... Dieses Mein Wort liegt auch dem von Mir eingesetzten Abendmahl zugrunde .... Und immer sollt ihr euch Meinen Lebenswandel auf Erden vor Augen halten und Mir in allem nachfolgen ....

Und so, wie ihr austeilt, so wird euch auch zugeteilt werden, geistig und irdisch; ihr werdet, so ihr in innigem Verband steht mit Mir durch die Liebe, gesättigt und gekräftigt sein jederzeit. Im Andenken an Mich ständig Werke der Liebe verrichten .... und dadurch mit Mir die sichere Vereinigung herstellen, die euch das Zuführen Meines Wortes, Meines Fleisches und Blutes, gewährleistet .... das ist der tiefe geistige Sinn dessen: „tut dies zu Meinem Gedächtnis ....“, den ihr alle wohl verstehen werdet, so euer Wille ernst ist, Meiner Worte geistigen Sinn zu ergründen ....

Amen


Jesu Ängste und die Zweifel der Jünger

BD 6088 empfangen  24.10.1954

Jesus war Sich Seines Werkes bewusst zuvor ....

Ich wollte für euch leiden und bereitete Mich daher bewusst auf den Tod am Kreuz vor .... Ich wusste um den überaus schweren Leidensgang, den Ich gehen musste, um euch zu erlösen aus Not und Tod .... Ich sah alles vor Mir, und Mir war nichts geheim, was Ich erdulden musste, und dennoch ging Ich darauf zu .... Ich wehrte Mich nicht, Ich floh nicht die Gefahr, sondern ging ihr bewusst entgegen. Denn Ich ersah nicht nur diesen Verlauf Meines Erlösungswerkes, Ich ersah die Schwäche und Gebundenheit Meiner Geschöpfe, die in größter Not am Boden lagen und denen Ich nur Befreiung bringen konnte durch Mein Leiden und Sterben am Kreuz ....

Hell und klar stand alles vor Meinem geistigen Auge, die grausame Macht Meines Gegners, die abgrundtiefe Entfernung des Gefallenen von Gott, die sich stets vergrößerte .... Ich sah tiefste Finsternis auf der einen und hellstes Licht und Glückseligkeit auf der anderen Seite .... Ich kam aus dem Licht und wollte das Licht auch in die Finsternis tragen, aber es bedurfte dazu einer Brücke, Ich musste etwas dafür bieten, um das Recht zu haben, aus der Tiefe die gequälten Seelen emporzuheben zum Licht .... Ich musste Mein Leben einsetzen, um das Leben der unglückseligen Geschöpfe zu erkaufen. Es gab nur diesen einen Weg der Selbsthingabe: .... des Opferns des Höchsten, was Ich besaß .... Meines Lebens, aus Liebe zu denen, die tot waren als Folge der Sünde. Mit Meinem Leben musste Ich das Leben derer bezahlen ....

Hell und klar stand alles vor Meinen Augen, und darum litt Ich zuvor schon unsäglich, weil Ich als Mensch mit den gleichen Empfindungen erschaffen war wie ihr .... mit der Furcht vor dem Tode, vor den entsetzlichen Leiden und vor Mir Selbst, dass Ich erlahmen könne, dass Meine Kraft zu schwach sei und dass Meine gefallenen Brüder weiter in der großen Not verbleiben müßten, wenn Ich versagte .... Doch Meine Kraft wuchs, je näher der Tag kam, da es geschehen sollte .... Meine Kraft wuchs wie Meine Liebe zu der unglückseligen Menschheit, deren Not Ich täglich mehr erkannte ....

Und wenngleich Ich zeitweilig von einer Schwäche befallen wurde angesichts dessen, was vor Mir lag, so wurde doch Mein Wille nicht schwächer, das Werk zu vollenden, das Ich begonnen hatte .... Denn das Menschliche in Mir blieb allzeit mit dem Vater verbunden, Der Mich mit Kraft erfüllte, so dass Meine Liebe stets mächtiger wurde und Ich zuletzt vollbewusst in den Tod ging, weil Ich nun auch erkannte, dass der Tod überwunden werden müsse und auch dies Meine Aufgabe war ....

Der Weg zum Kreuz war bitter und qualvoll, denn Ich musste durch die tiefste Finsternis hindurch, um das Tor zum Lichtreich zu öffnen für alle, die aus der Tiefe zum Licht emporsteigen wollen .... Als Mensch aber musste Ich die bittersten Leiden und Qualen erdulden, um euch zu helfen, die ihr ohne Meinen Erlösungsakt, ohne Meinen Tod am Kreuze, unrettbar verloren waret .... Und darum war auch Mein Erdendasein als Mensch ungeheuer leidvoll, denn von Stund an, da Sich der Vater in Meiner Hülle Mir offenbarte, wusste Ich auch um alles, was Mich erwartete, und Ich ging dennoch freiwillig den Weg zum Kreuz, denn nicht des Vaters Wille, sondern Meine Liebe zu dem Gefallenen trieb Mich an, das Erlösungswerk zu vollbringen, und diese Liebe gab Mir die Kraft, durchzuhalten bis zur Stunde des Todes ....

Amen


BD 7278 empfangen  9.2.1959

Nöte und Ängste des Menschen Jesus ....

Auch Mir ist der Erdengang als Mensch zuweilen schwergefallen, denn Ich unterlag den gleichen Gesetzen wie ihr Menschen, Ich hatte gegen die gleichen Schwächen und Versuchungen anzukämpfen, und es war nicht immer leicht, diesen zu begegnen, wenngleich Mein Herz erfüllt war von Liebe und daher auch die göttliche Kraft Mich durchflutete, wenn Ich sie benötigte. Aber Stunden seelischer Not gehörten auch zu Meinem Lebensweg, und hätte Ich sie nicht auch empfunden wie ihr, dann wäre Ich auch nicht „Mensch“ gewesen gleich euch .... Meine Seele musste den Prozess der Vergeistigung durchmachen auf Erden, der zur restlosen Vereinigung führte mit dem Vater, zur völligen Einswerdung mit Ihm.

Meine Seele war wohl von oben, doch sie hatte Fleisch angenommen von der Erde mit allen unreifen Substanzen, aus denen jede materielle Hülle im Grunde besteht, und alle diese Substanzen mussten sich vergeistigen, denn der Körper wirkte mit seinen Wünschen und Begierden außerordentlich auf die Seele ein, die sich diesen Versuchungen nicht entziehen konnte, sondern ihnen standhalten musste .... wie es den Seelen der Menschen gleichfalls zur Aufgabe gemacht ist, die den Weg der Nachfolge Jesu gehen wollen, um frei zu werden von Sünde und Tod.

Doch es waren schwere Kämpfe, die Ich durchzustehen hatte, und Mein Erdengang lastete oft als übergroße Bürde auf Mir und wollte Mich zaghaft machen, dass Ich jemals diesen Gang bis zum Ende würde gehen können. Aus der Liebe schöpfte Ich immer wieder die Kraft .... Denn Ich ersah kraft Meiner Liebe und ihrer Auswirkung auch den schweren Weg, den Ich zu gehen hatte, Ich sah vorausschauend das Leiden und Sterben am Kreuz, und Ich sah auch den Geisteszustand der Menschen, die Mich ans Kreuz schlugen ....

Und Ich musste dennoch Meinen Weg weitergehen bis zum Ende .... Ich musste immer wieder Meiner Ängste und Schwächen Herr zu werden suchen und Mich anklammern an den Vater, dass Er mich stärkte in jeder Not des Leibes und der Seele, denn Ich habe alle diese Nöte empfunden gleich euch und noch weit stärker, weil für Mich das Leben inmitten der sündigen Menschheit schon eine Qual war, Der Ich in aller Reinheit mitten unter denen wandelte, für die Ich leiden und sterben wollte.

Doch je mehr Mein Körper ausreifte, je inniger Meine Seele den Zusammenschluss fand mit dem Vater, Der in Mir war, desto klarer wurde Mir auch Meine Mission, die ich wohl als „Mensch“ begann, sie aber als „Gott“ beendete und die ich darum zu Ende führen konnte, weil die Kraft in Mir ständig zunahm, wie auch die Liebe zu der unglückseligen Menschheit sich vergrößerte, je näher Mir das Ende war. Und die Liebe war die Kraft, die Mich das Erlösungswerk ausführen liess; die Liebe war der Vater in Mir, Dessen Willen Ich erfüllen wollte, um Meinen gefallenen Brüdern zu helfen.

Ich ging bewusst Meinen Erdenweg, anfangs zwar waren es nur dunkle Ahnungen und zuweilen helle Gedanken und Schauungen; doch je mehr die Vergeistigung in Mir stattfand, desto klarer stand der Erlösungsplan vor Meinen Augen, zwecks dessen Ich aus dem Lichtreich herabgestiegen war zur Erde. Solange aber Meinem Körper noch Menschliches anhaftete, musste Ich auch menschliche Leiden und Qualen erdulden, wozu nicht zuletzt die inneren Bedrängnisse gehörten, Meiner Aufgabe nicht gewachsen zu sein .... denn Ich wusste, was es hiess, wenn Ich versagte im Kampf gegen den, der euer aller Feind war und ist und bleiben wird noch Ewigkeiten hindurch.

Doch Ich habe den Sieg errungen über ihn, Ich habe den Kampf aufgenommen mit unsäglichen Schmerzen und Leiden und gewann stets mehr an Kraft, weil auch Meine Liebe immer mehr zunahm zu euch, die ihr leiden müsst, bis ihr frei seid von ihm und seiner Macht. Meine Kraft nahm zu, wie Meine Liebe zunahm .... Und so wisst auch ihr Menschen, dass ihr nur aus der Liebe die Kraft schöpfen könnt für eure Erdenaufgabe, denn Mein Gegner wird euch immer zu schwächen suchen, indem er euch zur Lieblosigkeit antreibt, indem er euch in jeder Weise wird hindern wollen, Werke der Liebe zu verrichten, um euch schwach zu halten .... Aber dann denkt an Mich, dass auch Ich gerungen habe wider ihn, dass er auch Mich zu schwächen suchte durch Ängste und bange Fragen, ob Ich wohl die Kraft aufbringen werde für Meine Mission. Und dann wendet euch nur an Mich, dass Ich euch helfe, dass Ich euch stärke wider den Feind eurer Seele und dass Ich euch Kraft gebe für jeden Lebenskampf, sei er irdischer oder geistiger Art .... Und ihr werdet nicht vergeblich bitten, denn wer Mich anruft in seiner Not, den werde Ich wahrlich auch erhören ....

Amen


BD 7328 empfangen  7.4.1959

Zweifel der Jünger Jesu nach der Festnahme ....

Als Ich zur Richtstätte geführt wurde, verliessen Mich die Meinen, denn da Ich Mich gefangennehmen liess, war in ihnen der Glaube an Meine Göttlichkeit, an Meine Macht und Stärke, geschwunden, und sie betrachteten Mich als einen schwachen Menschen, über den die Schergen Gewalt hatten .... Es war dies die stärkste Glaubensprobe, die den Meinen auferlegt wurde, und sie versagten, denn nicht einer war unter ihnen, der Meine eigentliche Mission recht erkannte und Verständnis hatte für die Vorgänge, die notgedrungen folgen mussten, wollte Ich Meine Mission zu Ende führen. Aber diese schwere Erprobung musste sein, auf dass die Meinen danach desto fester glaubten, als Ich ihnen erschien nach Meiner Auferstehung.

Sie standen noch so unter dem Banne Meiner Wundertaten, dass sie es nicht zu fassen vermochten, dass Ich Mich willenlos und widerstandslos in die Hände Meiner Feinde gab; sie konnten es nicht begreifen, dass Ich nicht Gebrauch machte von Meiner Kraft und Macht, und sie begannen daher ernstlich zu zweifeln an Mir, wenngleich dies kein Dauerzustand zu sein brauchte. Aber Ich wollte, dass sie bald wieder Kräftigung ihres Glaubens erfuhren; Ich wollte, dass sie nicht lange in diesem Zweifelszustand verbleiben sollten, der sie in großes seelisches Elend versetzt hatte und sie Mich daher dauerten in ihrer Not. Darum also mussten sie ungewöhnlich gestärkt werden, und das konnte nur geschehen, indem Ich ihnen wieder erschien und ihnen persönlich den Trost und die Stärke brachte, deren sie bedurften.

So schwach also sind die Menschen, solange sie sich noch in der Gewalt Meines Gegners befinden, denn Meine Jünger waren voll der Erkenntnisse, sie waren immer in Meiner Gegenwart gewesen und hatten so viele Beweise Meiner Göttlichkeit erlebt, dass sie wahrlich nicht mehr hätten zweifeln dürfen .... Und dennoch versagten sie, weil sie noch nicht gänzlich erlöst waren bis zu Meinem Erscheinen, das ihnen nun des Lichtes in Fülle brachte und sie endgültig befreite aus der Fessel Meines Gegners, der ihren letzten Unglauben noch für sich auszunützen suchte und die Meinen in große Ängste versetzte .... Doch Mein Erscheinen befreite sie endgültig von ihm .... Ich hatte gesiegt über den Tod und konnte also auch den Meinen das volle Leben geben nach Meiner Auferstehung.

Und so auch ist der schwache Glaube eines jeden Menschen ein Zeichen, dass Mein Gegner sich immer noch einschaltet, und es ist nötig, dass Ich zu einem jeden einzelnen komme, der noch schwachen Glaubens ist .... weshalb ihr alle Mir die Tür eures Herzens öffnen sollt, auf dass Ich eintreten kann, wenn ihr euch in Ängsten der Seele befindet und nötig Trost und Stärkung braucht .... Richtet eure Blicke dann nur immer hin zum Kreuz, richtet sie hin zu Mir, eurem göttlichen Erlöser Jesus Christus, und öffnet Mir so die Tür zu euch, und ihr werdet wahrlich Trost und Stärkung empfangen, denn Ich will euch allen den Glauben stärken, die ihr noch schwach seid und zweifelt, dass Ich für euch der beste und gütigste Vater bin, Der euch den Händen des Gegners entreissen will, gleichwie Ich Meinen Jüngern erschienen bin, um auch euch zu stärken an Leib und Seele, um euren Glauben zu festigen an Meine Macht und Kraft und Herrlichkeit, die nie vergehen werden bis in alle Ewigkeit ....

Amen


Jesu Leidensweg und Tod am Kreuz

BD 5643 empfangen  3.4.1953

Karfreitag ....
Weg nach Golgatha ....

Der Weg nach Golgatha war die Beendigung Meines Erdenganges, er war der Sieg und die Erfüllung .... er war der schwerste und bitterste Opfergang, denn er stand in seinen Einzelheiten klar vor Meinem Auge bis zur Stunde des Todes. Ich wusste um alle Leiden und Qualen und ging doch diesen Weg bewusst. Doch Mir stand ebenso die ungeheure Not der sündigen Menschheit vor Augen, die unermessliche Sündenschuld und deren Auswirkung lag wie eine zusammengeballte Last auf Meinen Schultern, und Ich wusste, dass, wenn Ich diese Last abschüttelte .... was Ich wohl konnte in Meiner Macht und Kraft, die Menschheit darunter zusammenbrechen musste und niemals mit der Last allein fertig werden konnte ....

Ich wusste, dass diese Sündenlast Ewigkeiten die Menschheit quälte und niemals zur Freiheit und Seligkeit gelangen liess .... Ich sah diese Qualen der gesamten Menschheit vor Meinem geistigen Auge, und Mich erbarmte das unselige Geistige. Darum nahm Ich der Menschheit die Sündenlast ab und ging den Weg nach Golgatha, Ich nahm das unsagbare Leid auf Mich, um abzubüßen die Schuld, die so groß war, dass übermenschliches Leid nur als Sühneleistung genügte. Ich wollte darum leiden und sterben für die Menschen und in keiner Weise Mein Leid abschwächen ....

Ihr Menschen werdet niemals die Größe Meines Barmherzigkeitswerkes ermessen können, denn auch ihr, die ihr an Mich glaubt, ihr wisst um Meine Göttlichkeit, die auch das größte Leid abschwächen konnte .... Ich aber litt und starb als Mensch .... Alle Qualen, die ein Mensch nur ertragen konnte, wurden an Mir ausgeübt, seelisch und körperlich wurde Ich in erbärmlichster Weise misshandelt, Meine Peiniger quälten nicht allein den Körper, sondern sie stiessen so furchtbare und Haß-erfüllte Worte aus, dass Meine Seele sie als Äußerungen der Hölle erkannte und unerträglich gemartert wurde ....

Was an Leiden überhaupt auszudenken ist, habe Ich ertragen, und das aus Liebe zu den Menschen, die ihre ungeheure Sündenschuld hätten selbst abbüßen müssen und dazu Ewigkeiten gebraucht hätten .... Das Leid dieser Menschen konnte Ich als Mensch Jesus übersehen, und dieses unermessliche Leid wollte Ich abwenden, indem Ich ertrug, was zu ertragen Ich fähig war .... Meine Liebe konnte an der großen Not der Menschheit nicht vorübergehen, sie wollte helfen, sie wollte Erlösung bringen allen Geknechteten, sie wollte Vergebung erflehen allen Sündern, sie wollte die Sühne leisten und darum sich selbst dem himmlischen Vater zum Opfer bringen ....

Doch die Menschen müssen das geleistete Opfer anerkennen und sich von Mir erlösen lassen. Darum rufe Ich euch in heissester Liebe zu: Lasst Mich nicht für euch das Opfer vergeblich gebracht haben .... Erkennt, dass eine große Sündenschuld euch belastet, und wollt, dass ihr frei werdet von ihr. Nehmt Mein Kreuzesopfer als für euch dargebracht an, stellt auch ihr euch unter das Kreuz von Golgatha, lasst Meine Leiden und Meinen Tod am Kreuz nicht ohne Wirkung für euch bleiben .... Tragt alle eure Sünden zu Mir, auf dass Ich euch befreien kann, auf dass euch Vergebung werde, auf dass der Vater euch annehme um der Liebe Seines Sohnes willen .... lasst euch alle erlösen durch Mein Blut, das Ich für euch Menschen am Kreuz vergossen habe ....

Amen


BD 6233 empfangen  9.4.1955

Leiden und Sterben ....

Mein Leiden und Sterben am Kreuz war nicht zu umgehen, Ich musste den Kelch austrinken bis zur Neige, Ich musste alles auf Mich nehmen, sollte das Erlösungswerk für euch Menschen vollbracht werden, das euch befreite von aller Schuld .... Nur die Erkenntnis eurer erbarmungswürdigen Lage veranlaßte Mich zu diesem Opfergang, denn Mein Herz war voller Liebe zu euch .... und diese Liebe wollte das entsetzliche Los von euch nehmen, das euch erwartete nach eurem Leibestode ....

Weil Ich um dieses entsetzliche Los wusste, weil Ich sowohl die Seligkeiten des Lichtreiches als auch die Leiden und Qualen im Reiche der Finsternis an Meinen Augen vorüberziehen lassen konnte und weil Meine Liebe euch als Meinen gefallenen Brüdern galt, darum suchte Ich nach einem Ausweg, der euer entsetzliches Los abwenden konnte .... Ich nahm Selbst alle Sündenschuld auf Mich und ging damit den Weg zum Kreuz .... Was irdisch an Mir getan wurde, das war gleichsam nur das Symbol dessen, was die gesamte Sündenlast für Mich bedeutete, eine unermesslich drückende, schmerzende und niederreissende Last, die Mich immer wieder zu Boden warf und die Ich doch getragen habe aus übergroßer Liebe ....

Was nur an Schmerzen Mein Körper aushalten konnte, das habe Ich auch auf Mich genommen, denn Ich trug die Sündenlast für euch, Ich wollte dafür die Sühne leisten, die ihr hättet unwiderruflich abtragen müssen .... wozu ihr in Ewigkeit nicht wäret fähig gewesen. Ich habe gelitten und gekämpft, Ich habe wahrlich Blut geschwitzt, Ich habe in alle Tiefen der Hölle hineingesehen, und Angst und Grauen zerrissen Meine Seele .... Ich habe alles das erduldet, was ihr selbst hättet leiden müssen .... Und Meine Liebe zu euch gab Mir die Kraft, durchzuhalten bis zur Stunde des Todes.

Es gibt keinen Vergleich für diese Meine Leiden, kein Mensch hätte dieses Maß ertragen .... Ich aber erbot Mich freiwillig dazu, weil Ich wusste, dass nur so euch Erlösung werden konnte aus den Fesseln des Satans .... Ich wusste zuvor schon, was Mich erwartete, und Ich trug auch diese Last mit Mir herum, Ich ging bewusst den Weg, dessen Endziel das Kreuz war, aber Ich litt durch dieses Mein Wissen unsagbar und konnte darum niemals froh sein inmitten der Meinen .... Ich sah das über die Seelen verhängte Unheil, Ich sah die Erfolglosigkeit ihres Erdenwandels, wenn Ich versagte und ihnen nicht die Rettung brachte aus Sünde und Tod .... Und dieses Wissen bestärkte Meinen Willen, so dass Ich Mich widerstandslos in Mein Schicksal ergab, das Zweck und Ziel Meines Erdenwandels gewesen ist ....

Doch bis zuletzt musste Ich ringen, bis zuletzt häufte sich die Last so ungeheuer vor Mir auf, dass Ich Meine Kraft schwinden fühlte und darum als Mensch zu Gott rief, den Kelch an Mir vorübergehen zu lassen .... Doch die Kraft Meiner Liebe war stärker als Meine menschliche Schwäche .... Und der Tag Meiner unsäglichen Leiden und Meines Sterbens am Kreuz wurde für euch Menschen der Tag der Erlösung von aller Schuld .... Und das Wissen darum liess Mich alles geduldig auf Mich nehmen, so dass Ich zuletzt ausrufen konnte: „Es ist vollbracht ....“ Und es konnte Meine Seele zurück, von da sie gekommen war, denn durch Meinen Tod fand die gänzliche Vereinigung statt mit dem Vater, von Dem auch Ich einst ausgegangen war ....

Amen


BD 7992 empfangen  15.9.1961

Der freie Wille des Menschen Jesus ....

Auch Mein Leiden und Sterben am Kreuz blieb bis zuletzt eine freie Willensangelegenheit, denn Ich hätte es wohl auch verhindern können, Ich hätte die in Mir sich bergende Gotteskraft in Anwendung bringen können und allen Feinden wehren, die an Mir ihre Haßgedanken zur Ausführung bringen wollten .... Das Werk, das Ich vollbracht habe, verrichtete Mein völlig freier Wille; Ich war bereit, zu leiden und zu sterben für Meine Mitmenschen, weil Ich als „Mensch Jesus“ wusste um den entsetzlichen Elendszustand, in dem sich die gesamte Menschheit befand durch den einstigen Sündenfall, und weil Meine Liebe allen Meinen gefallenen Brüdern helfen wollte und Ich darum Mich Selbst dem Vater anbot als Sühneopfer ....

Ich war keineswegs dazu gezwungen, der Vater in Mir bestimmte nicht Meinen Willen, Ich handelte vollkommen frei aus Mir heraus .... Und es ist Mir entsetzlich schwer geworden, weil Ich alles voraussah, was sich ereignete, bis das Werk der Erlösung restlos vollbracht war .... Ich rang und betete als Mensch zum Vater in tiefster Not, dass Er den Kelch an Mir vorübergehen lassen möge .... und Ich wurde gestärkt und gab Mich völlig dem Vater zu eigen. Denn die Liebe in Mir war übermächtig, also es war wohl die Ewige Liebe Selbst in Mir, und von Ihr liess Ich Mich bestimmen in Meinem Werk, was jedoch unmöglich gewesen wäre, wenn Mein Wille als Mensch sich dagegen gewehrt hätte ....

Mich trieb die Liebe zu der unglückseligen Menschheit, und Ich wollte ihr helfen, und diese Liebe liess Mich ein Maß von Leiden auf Mich nehmen, das ihr Menschen nicht ermessen könnt. Doch es war die Schuld auch unermesslich, die ihr durch euren Abfall von Gott auf euch geladen hattet. Und um diese Schuld zu tilgen, musste Ich als Mensch maßlos leiden und die Qualen des Kreuzestodes auf Mich nehmen. Liebe aber ist Kraft, und darum hielt Ich auch durch bis zum Ende, ansonsten die Leiden wahrlich genügt hätten, Meinen Körper schon vorzeitig zu töten, wenn nicht die Kraft der Liebe Meinen Körper befähigt hätte, auch den Tod am Kreuz auf Mich zu nehmen und auszuhalten, bis das Werk vollbracht war .... bis die Erlösung von Sünde und Tod für alle Menschen gesichert war, die Mein Kreuzesopfer annehmen und Erlösung finden wollen.

Denn wieder hängt es vom freien Willen des Menschen selbst ab, wie er sich zu Mir und Meinem Erlösungswerk einstellt. Denn im freien Willen hat jedes Wesen selbst sich von Mir abgewandt, und im freien Willen muss es sich wieder Mir zuwenden, was also geschieht, wenn es als Mensch Jesus Christus und Sein Erlösungswerk anerkennt, Mich Selbst in Jesus erkennt und Mir freiwillig sich selbst und seine Schuld übergibt .... wenn es Vergebung erbittet und wieder zu Mir zurückkehren will, von Dem es einst freiwillig gegangen ist. Dann nimmt der Mensch auch bewusst die Gnaden Meines Erlösungswerkes in Anspruch, er erfährt Stärkung seines geschwächten Willens, und es ist dann auch seine Rückkehr gesichert in sein Vaterhaus.

Die unermesslichen Leiden, die Ich als Mensch auf Mich genommen habe, standen immer noch nicht im Verhältnis zu der übergroßen Schuld des gefallenen Geistigen, doch da der Mensch Jesus voller Liebe war und freiwillig das schwerste Opfer bringen wollte, indem er Sein Leben hingab am Kreuz, liess Ich Mir an diesem Opfer genügen und tilgte alle Schuld um der großen Liebe Jesu willen, Der Mir Seine gefallenen Brüder wieder zurückbringen wollte .... Ich liess Mir daran genügen, und es war also auch Meiner Gerechtigkeit Genüge getan .... denn Ich konnte keine Schuld tilgen, die ohne Sühne geblieben wäre.

Daher aber musste auch das Werk der Erlösung im freien Willen vollbracht werden. Ich durfte kein Wesen zwingen zu dieser Sühneleistung .... Und weil die große Sünde des Abfalls von Mir ein Vergehen gegen Meine Liebe war, musste nun der Sühneakt wieder eine Tat der Liebe sein, denn nur die Liebe konnte diese unermessliche Schuld tilgen .... Und diese Liebe war in dem Menschen Jesus, Er gab ihr so viel Raum, dass Er ganz erfüllt war von der Liebe, die Ihn nun auch zu Seinem Erlösungswerk befähigte ....

Die Liebe hat die Schuld getilgt .... die Liebe hat einen Menschen ganz erfüllt .... Die Liebe bin Ich Selbst, und also war Ich Selbst im Menschen Jesus, Ich Selbst litt und starb für die Menschheit. Doch da Ich als Gott nicht leiden konnte, nahm der „Mensch Jesus“ alles Leid auf Sich. Doch alles tat Er im freien Willen, denn die Liebe zwingt nicht, aber sie ist zu den größten Opfern bereit .... und die Liebe bringt alles zuwege, denn sie ist eine Kraft, die mächtig ist .... die auch schwerstes Leid erdulden kann. Ich Selbst, als die Ewige Liebe, erfüllte den Menschen Jesus, und so wirkte Ich Selbst in Ihm und brachte den Menschen Erlösung von Sünde und Tod ....

Amen


BD 5092 empfangen  Karfreitag 23.3.1951

Leiden Christi ....

Die Leiden Christi am Kreuz sind den Menschen auf Erden nicht annähernd begreiflich zu machen, denn in ihrer Unvollkommenheit fassen sie nicht, was es für einen vollkommenen Menschen bedeutet, ein Opfer der Sünde zu werden, denn die Schlechtigkeit der Menschen siegte gewissermaßen über Ihn, Der ihnen kein Leid zugefügt hatte. Die Lichtseele des Menschen Jesus erschauderte vor den Ausgeburten der Hölle, doch sie wehrte sich nicht .... Sie liess alles mit sich geschehen, doch ein Grauen erfaßte sie vor so viel Schmutz und Boshaftigkeit der Menschen. Sie litt unbeschreiblich, noch weit mehr als der Körper durch das, was ihm angtan ward.

Die Seele war inmitten der Finsternis, und ihr Licht vertrug die Finsternis nicht; dennoch entfloh sie ihr nicht, weil sie austrinken wollte zur Neige den Kelch, um die Menschen zu erlösen. Sie begab sich selbst des Lichtes, ansonsten an ihr nicht das hätte geschehen können, was die Liebe des Menschen Jesus geschehen lassen wollte, um Gott ein Opfer darzubringen für die Sünden der Menschheit. Sie liess also ihr Licht unwirksam werden und befand sich mitten in der Finsternis, die sie überaus quälte und ängstigte, die ihr Leid noch ums Tausendfache erhöhte, denn die Seelenqualen überstiegen die körperlichen Leiden, was nur ein vollkommener Mensch begreifen könnte.

Jesus aber war vollkommen, wie Sein Vater im Himmel vollkommen ist .... und doch noch auf der Erde inmitten der Sünde .... Sein Reich war das Lichtreich, die Erde war das Reich des Satans, und in diesem Reich liess sich die Seele des Lichtes Gewalt antun. Und ein maßloses Grauen erfüllte sie, das reinste und klarste Wesen, Das je auf der Erde gelebt hat. Sie musste sich berühren lassen von Händen, vor denen sie sich entsetzte, weil sie sich aus der Hölle ihr entgegenstreckten und sie ergriffen, sie musste sich Worte anhören, die sie aufs tiefste verletzten; sie war gewissermaßen losgetrennt von ihrer Welt und der Finsternis schutzlos überlassen, was wohl seit Ewigkeit ihr eigener Wille war, um das Erlösungswerk zu vollbringen, doch darum nicht weniger entsetzlich, denn sie wurde geängstigt und gepeinigt bis zur Erschöpfung ....

Darum stiess Jesus die Worte aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen ....“ Sie wusste nichts mehr von ihrer Mission in diesem Augenblick, sie empfand nur die Trennung von Gott, vom Licht, nach Dem sie sich sehnte und nach Dem sie schrie in ihrer Not .... Es war das Grausamste, was je ein Mensch auf Erden dulden musste, weil nicht nur das Leid des Körpers von Ihm ertragen werden musste, sondern weil die Seele noch erheblich mehr gelitten hat, wofür die Menschheit kein Verständnis hat. Und darum wird auch kein Mensch, und müßte er noch so schwer leiden, dieses Maß erreichen, das der Mensch Jesus erduldet hat, Der schon lange zuvor davon wusste und in Seiner Menschlichkeit betete: „Vater, laß diesen Kelch an mir vorübergehen .... doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe ....“

Es war auch zugleich der Wille Seiner Seele, die sich Gott völlig untergeordnet hatte, das Erlösungswerk zu vollbringen, und sie ergab sich in ihr Los, denn die Liebe zur leidenden Menschheit war übergroß, wie aber auch die Sündenschuld so groß war, dass nur die äußersten Qualen und Leiden als Sühneopfer gelten konnten, das deshalb der Mensch Jesus dargebracht hat. Doch die Tiefe des Leidens ist unermesslich, wie auch Seine Liebe unermesslich war, die Ihn alles Leid des Leibes und der Seele auf Sich nehmen liess, um die Menschheit zu erlösen vom ewigen Tode ....

Amen


BD 7083 empfangen  4.4.1958

Karfreitag ....

Gedenkt immer nur Meiner endlosen Liebe zu euch, die Mich bewog, das Erlösungswerk für euch zu vollbringen .... Was der Mensch Jesus auf Erden erlebt und erduldet hat, das tat Er aus Liebe zu den Mitmenschen, die Er in größter geistiger Not wusste. Ihm war als Mensch schon das Wissen eigen von der großen Sündenschuld der Menschen und der Hoffnungslosigkeit, von dieser frei zu werden ohne Hilfe.

Dieses Wissen war die Auswirkung Seines Liebelebens, und darum erbarmte Ihn die Menschheit, und Er wollte ihr helfen. Zugleich aber erkannte Er auch als Folge Seiner Liebe, dass Er eine Mission zu erfüllen hatte .... dass Ich Selbst Ihn zur Erde gesandt hatte, auf dass Er Mir als Hülle dienen und also Ich Selbst das Erlösungswerk zur Tilgung jener großen Sündenschuld in Ihm vollbringen konnte ....

Und dieser Mission gemäß erfüllte sich Sein Erdenwandel .... ein Weg unermesslicher Nöte und Leiden, die Ihn vorerst heranreifen lassen mussten und die schon der Aufenthalt inmitten der sündigen Menschen Seiner Seele bereitete. Denn Seine Seele kam aus dem Reiche des Lichtes herab in die Finsternis.

Aber die irdische Hülle, welche die Seele barg, musste durch jene Leiden und Nöte, durch ständige Kämpfe wider die ihr anhaftenden Begierden und Leidenschaften vorerst geläutert werden, um nun ein würdiges Aufnahmegefäß zu sein für Mich Selbst, Der Ich Ihn nun aber voll und ganz erfüllte und also eins wurde mit Ihm ....

Und nun setzte Seine eigentliche Mission ein: den Menschen Licht zu bringen, ihnen die Wahrheit zu verkünden, das Evangelium der Liebe zu predigen und ihnen also den Weg zu zeigen und vorzuleben, den auch sie gehen mussten, wollten sie nach ihrem Tode eingehen in das Reich des Lichtes und der Seligkeit .... um dann als letztes Seinen Erdenweg zu beschliessen mit einem unvergleichbaren Erbarmungswerk .... mit Seinem bittersten Leidensweg und dem schmerzvollsten Tode am Kreuz als Opfer für die Sündenschuld der Menschheit ....

Und diese Mission führte wohl ein Mensch aus, aber Ich Selbst war in diesem Menschen, Ich Selbst als die Ewige Liebe vollbrachte das Werk der Erlösung, denn nur allein die Liebe war zu einem solchen Opfer fähig, nur die Liebe konnte die Qualen des Kreuzweges ertragen und nur die Liebe konnte die Kraft aufbringen, geduldig auszuhalten in vollstem Bewusstsein bis zu Seinem Tode ....

Und wenngleich der Mensch Jesus am Kreuz die Worte ausrief: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen ....“, so war dieser Ausruf doch nur ein Bekenntnis dessen, dass die Gottheit in Ihm Ihn nicht zu Seiner Tat drängte, sondern dass der Mensch Jesus in völlig freiem Willen das Opfer brachte für Seine Mitmenschen, dass Ihn die Liebe in Sich zur Ausführung veranlaßte, Die Ihn aber nicht unfrei machte in Seinem Denken und Handeln.

Die ganze Sündenlast der Menschheit nahm der Mensch Jesus auf Seine Schultern und ging damit zum Kreuz .... Keiner von euch Menschen kann diesen Ausspruch in seiner ganzen Tiefe erfassen .... Zwar vollbrachte Ich Selbst das Werk der Erbarmung, weil auch der Mensch Jesus ohne Liebe nicht wäre fähig gewesen, dieses Maß von Leiden und Qualen auf Sich zu nehmen .... doch wiederum konnte die „Gottheit“ nicht leiden, und darum musste das Maß von Schmerzen und Leiden eine leidensfähige Seele ertragen, ein Mensch, Dessen Körper schmerzempfindlich war und Der also gleichsam sühnte, was die gesamte Menschheit an Gott schuldig werden liess.

Und auch Dessen Seele litt unbeschreiblich, weil sie aus dem Lichtreich kam und schon die Finsternis auf Erden für sie eine unbeschreibliche Qual bedeutete .... Der Mensch Jesus war „Mein Sohn, an Dem Ich großes Wohlgefallen hatte ....“ Er war Mir mit allen Sinnen, mit all Seiner Liebe, zugewandt, Er bewegte Sich inmitten der sündigen Menschheit, und Seine Seele suchte unausgesetzt Mich, Seinen Gott und Vater von Ewigkeit, Seine Liebe zwang Mich zu unausgesetztem Einfliessen in Ihn, und so also konnte die Einigung stattfinden von Mensch und Gott, oder auch: Die „Menschwerdung Gottes“ konnte erfolgen in völlig gesetzmäßiger Ordnung. Denn niemals konnte Ich Mir eine menschliche Hülle zum Aufenthalt wählen, die nicht pur Liebe gewesen wäre, weil Ich Selbst Mich nicht mit etwas Unreinem hätte verbinden können ....

Und jegliche unreife Substanz wurde durch den Leidensweg des Menschen Jesus vergeistigt .... und zugleich die Sündenschuld abgetragen für die gesamte Menschheit, weil Einer aus Liebe Sich opferte für Seine Mitmenschen. Der Mensch Jesus verherrlichte durch Seinen Tod Mich Selbst, und Ich verherrlichte Ihn, indem Ich Ihn zur schaubaren Hülle Meiner Selbst wählte für ewig .... indem Ich Selbst in Ihm zur schaubaren Gottheit wurde für alle Meine geschaffenen Wesen, die sich der „Anschauung Gottes“ würdig machen.

Ihr könnt, solange ihr auf Erden weilt, euch immer nur Meine endlose Liebe vor Augen stellen, die euch zur Freiwerdung verhalf durch das Erlösungswerk .... Begreifen aber werdet ihr diesen Erbarmungsakt erst in seiner ganzen Tiefe, wenn ihr selbst in das Lichtreich werdet eingegangen sein, wenn das Licht der Erkenntnis euch wieder durchstrahlt wie einst .... Dann werdet ihr auch selbst teilnehmen können, ihr werdet es selbst als gegenwärtig erleben und nun erst Meine unendliche Liebe begreifen, die alles getan hat, um ihre Kinder wieder zurückzugewinnen, die ihr einstens verlorengingen durch jene große Schuld des Abfalles von Mir ....

Amen


BD 7758 empfangen  28.11.1960

Worte Jesu am Kreuz: „Mich dürstet ....“

Mich dürstet nach eurer Liebe .... und wenn ihr an die Worte denkt, die Ich am Kreuz aussprach: „Mich dürstet ....“, dann wisst, dass es nicht nur ein körperliches Verlangen gewesen ist, sondern dass Meine Seele durstete nach der Liebe Meiner Geschöpfe .... dass die „Gottheit“ in dem Menschen Jesus Sich meldete, da nun das Werk vollbracht war, als Ich am Kreuz nur noch des Todes harrte .... Mich dürstete nach eurer Liebe, die euch Mir wieder zurückbringen sollte, nachdem Ich für euch die Sündenschuld getilgt hatte. Denn ihr musstet zuvor die Liebe in euch aufleben lassen, damit ihr Mich Selbst in Jesus Christus erkanntet und anerkanntet und nun um die Begründung des Erlösungswerkes wusstet, denn nur die Liebe konnte euch dieses Wissen erschliessen, nur in der Liebe konntet ihr Mich erkennen ....

Der „Mensch“ Jesus hat diese Worte am Kreuz ausgesprochen, aber Er war schon vereint mit Mir, und also waren es Gottesworte, die dem gequälten Körper entstiegen, und diese Worte waren so zu verstehen, wie Ich es euch dargelegt habe .... dass Sich die Gottheit sehnte nach der Liebe Ihrer Geschöpfe .... Der Mensch Jesus wusste es nicht, dass Er diese Worte aussprach, und Ich Selbst äußerte Mich so, dass die Menschen nur den irdischen Sinn der Worte verstanden, weil sie es nicht begriffen hätten, dass die Gottheit dieses übermenschliche Leiden zulassen konnte, das jedoch die Tilgung der Urschuld war, um derentwillen Ich zur Erde niedergestiegen bin.

Die Menschen befanden sich darum in so großer Schuld, weil sie einstens Meine Liebe zurückgewiesen hatten und selbst lieblos geworden sind .... Und Ich verlangte nach der Liebe jener Wesen, die Mir nun der Kreuzestod Jesu zurückbrachte, wenn die Wesen selbst dazu bereit waren. Und die Bereitschaft eben setzte Liebe voraus .... Besaß Ich der Menschen Liebe, dann kehrten sie auch freiwillig zu Mir zurück und konnten es, weil das Erlösungswerk für die Menschheit vollbracht worden war.

Und wenn ihr so die Worte Jesu am Kreuz betrachtet, dann soll euch die Liebe hintreiben zu Ihm, nach der Er Verlangen trug, und dann also bringt ihr Mir die Liebe entgegen, nach der Ich Mich sehne seit eurem Abfall von Mir .... Denn die „Liebe“ liess euch erstehen, die „Liebe“ stellte euch vor die Willensprobe, weil ihr noch mehr werden solltet, als Ich Mir „erschaffen“ konnte .... weil ihr zu Meinen „Kindern“ werden solltet .... Meine Liebe folgte euch nach in die Tiefe, um euch wieder emporzuhelfen, und Meine Liebe vollbrachte für euch das Werk der Erlösung .... Und ihr solltet Mir dafür nur eure Liebe schenken .... ihr solltet Mich lieben mit aller Innigkeit, die nur ein Kind zum Vater empfinden kann.

Und als Ich für euch am Kreuz Mein Leben hingegeben hatte, war auch eure Schuld getilgt, und es wurde die Rückkehr zu Mir möglich, es konnte Mein Liebeopfer in euch die Liebe entzünden, ihr konntet es erkennen als solches, denn ihr waret nun nicht mehr gefesselt in der Finsternis, weil Ich euch „Licht“ gebracht hatte: .... Meine göttliche Liebelehre, die euch den Weg zu Mir aufzeigte und deren Befolgen auch für euch die Rückwandlung eures Wesens zur Liebe bedeutet, die euch nun wieder den endgültigen Zusammenschluss mit Mir einträgt und also auch Erfüllung Meines Sehnens nach eurer Liebe ....

Amen


BD 7764 empfangen  4.u.5.12.1960

Die letzten Worte Jesu am Kreuz ....

Ich will euch immer austeilen, was ihr begehrt. Ihr braucht nur der Stimme in euch zu achten, und sie wird euch belehren der Wahrheit gemäß, weil Ich es will, dass ihr in der Wahrheit steht und ein klares Bild gewinnet: Mein Kreuzestod hat euch Menschen Erlösung gebracht, er hat eure einstige Sündenschuld getilgt .... Ich habe als Mensch Jesus die größten Qualen auf Mich genommen, und das bitterste Sterben war Mein Los .... Doch da Ich als „Gott“ nicht leiden konnte, nahm Ich in einer menschlichen Hülle Aufenthalt, Die leidensfähig war und auch den Willen aufbrachte, für Seine Mitmenschen zu leiden, um Meiner Gerechtigkeit Genüge zu tun, um Seinen gefallenen Brüdern den Weg frei zu machen zu Mir.

Doch es war Dessen freier Wille .... Er wurde nicht von der Gottheit, Die in Ihm war, getrieben zu Seinem Opfer, das Er Mir also bringen wollte .... wenngleich die Liebe .... Die Ich Selbst war .... Anlaß gewesen ist, dass Er diesen Willen aufbrachte .... Doch Ich Selbst übe keinerlei Zwang aus auf den Willen eines Menschen und auch Meine Liebe zwingt nicht. Doch wer die Liebe hat, der kann nicht anders, als sie ausstrahlen zu lassen. Und so auch strahlte der Mensch Jesus die Liebe aus und Er wollte nur die Menschheit beglücken damit. Also wollte Er auch nur immer das, was den Mitmenschen zur Seligkeit verhalf.

Der Wille des Menschen Jesus war frei .... Doch Er hatte Sich völlig Mir und Meinem Willen untergeordnet. Und so kam es, dass Sein Wille nicht anders gerichtet sein konnte wie der Meine. Denn die Liebe in Ihm war so stark, dass sie sich geeint hatte mit der Ewigen Liebe, Die Ich Selbst war .... Also war Ich Selbst in Ihm, und Ich Selbst vollbrachte in Ihm das Erlösungswerk ....

Und dennoch musste der Mensch Jesus die letzte Entscheidung Selbst treffen, als Er den schwersten Gang antrat .... den Weg zum Kreuz. Und wenngleich Ich als die Ewige Liebe in Ihm war, zog sich Mein Gottgeist zurück, d.h., die Liebe .... der Geist .... drängte Ihn nicht mehr zu Seinem Tun; er verhielt sich still und liess den Menschen Jesus scheinbar in Seinem Ringen allein .... Und dies war das Schwerste, dass Sich der Mensch Jesus in Seiner Not allein fühlte und dennoch den Weg ging bis zum Ende ....

Er war nicht allein, denn ewiglich hätte Ich Mich nicht mehr trennen können von Ihm, Der mit Mir eins geworden war .... Aber Ich äußerte Mich nicht mehr, weil zur Entsühnung der Urschuld ein Übermaß menschlicher Leiden und Qualen nötig war, die der Mensch Jesus bereitwillig auf Sich nahm, und darum das Sühneopfer ein Werk der barmherzigsten Liebe gewesen ist, das je auf Erden vollbracht wurde. Und diese Qualen dauerten an bis zu Seinem Tod am Kreuz und liessen Ihn die Worte ausrufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen ....“ Ich war in Ihm, aber Ich äußerte Mich nicht, doch es war nur noch der Körper, der litt, bis Seine Seele Mich wiedererkannte, als Er rief: „Es ist vollbracht ....“ und „Vater, in Deine Hände empfehle Ich Meinen Geist ....“

Der Körper hat gelitten bis zum Ende, und Ich musste in diesen Stunden Mich zurückziehen, ansonsten Seine schon vergeistigte Seele auch den Körper schmerz-unempfindlich gemacht hätte, weil der Geist aus Mir nicht leiden kann. Und der Mensch Jesus hatte die Vergeistigung von Seele und Körper schon erreicht durch Seinen Lebenswandel auf Erden .... Aber Zweck und Ziel Seines Erdenganges war die Tilgung der Sündenschuld, die nur durch ein übergroßes Maß von Leiden und Schmerzen möglich war .... Darum also trat die „Gottheit“ zurück und überliess den „Menschen“ Jesus Seinen Peinigern, die wahrlich das schändlichste Werk im Auftrag Meines Gegners ausführten, weil Jesus Selbst es so wollte ....

(5.12.1960) Denn es hatte sich Seine Seele selbst erboten, zur Erde niederzusteigen, um für Seine gefallenen Brüder das Sühneopfer darzubringen; sie hatte sich erboten, Fleisch anzuziehen, um ebenjene unermesslichen Leiden und Qualen auf Sich zu nehmen, weil nur ein Mensch leidensfähig war. Und Ich nahm das Opfer an, brachte es doch die „Liebe“ .... Der niemals gewehrt werden darf. Und die „Liebe“ blieb in Ihm bis zu Seinem Tode, wenn Sie auch nicht mehr Ihre Kraft wirken liess .... Also musste Ich Selbst auch in Ihm gewesen sein, auch wenn Ich Mich nun still verhielt, auf dass das Erlösungswerk seine Krönung erfuhr: dass Sich ein Mensch kreuzigen liess für Seine Mitmenschen .... dass Er wahrlich ein Opfer brachte, das Ich als Sühnewerk annahm für die Sündenschuld der gesamten Menschheit ....

Keine „göttliche Kraft“ hat Ihm das Opfer erleichtert, weil Selbst die „Liebe“ Sich still verhielt, wenngleich Sie voll und ganz von dem Menschen Jesus Besitz genommen hatte .... Und es ist dies auch ein Mysterium, das ihr Menschen noch nicht fassen könnt .... Es war das tiefste Leid, das der Mensch Jesus durchkosten musste: Sich allein und verlassen zu fühlen. Und gerades dieses Leid hat die Schuld getilgt, die jedes Wesen auf sich geladen hatte, als es Mich verliess, Der Ich ihnen allen Meine ganze Liebe schenkte, die sie zurückwiesen. Durch dieses übergroße Leid musste der Mensch Jesus hindurchgehen und darum Seine Worte: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen ....“

Doch ihr Menschen werdet niemals die Größe des Erlösungswerkes ermessen können, solange ihr auf Erden weilt. Doch einmal wird es euch wie Schuppen von den Augen fallen, und ihr werdet Mich loben und preisen ohne Unterlaß .... Denn euch allen galt dieses Erlösungswerk, ihr alle dürft teilnehmen an den Gnaden des Erlösungswerkes, und euch allen wurde durch das Erlösungswerk der Weg frei zu Mir ....

Amen


BD 8201 empfangen  27.6.1962

„Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? ....“

Es war Mein Leiden und Sterben am Kreuz unsagbar schmerzensreich, und jede Schilderung der Leiden ist nur ein schwacher Vergleich zu dem, was Ich gelitten habe, denn Ich sah jede Phase Meines Erlösungswerkes voraus, Ich wusste es, worin Meine letzte Aufgabe bestand, und Ich hatte keinen Trost, Mir Selbst die Qualen verringern zu können, denn Ich musste die letzten Stunden als nur Mensch durchstehen, Ich besaß wohl alle Kraft, weil die Liebekraft Gottes, Meines Vaters von Ewigkeit, Mich durchströmte bis zuletzt, aber Ich Selbst liess durch Meinen Willen nicht mehr die Kraft der Liebe zu, Ich liess sie nicht mehr an Mir Selbst zur Auswirkung kommen, um mit ihrer Hilfe also die Schmerzen zu verringern oder aufzuheben, ansonsten das Erlösungswerk nicht vollgültig gewesen wäre, das das größte Maß an Leiden erforderte, um die übergroße Schuld der Ursünde der Menschheit zu tilgen ....

Und die Gottheit in Mir wusste um Meinen Willen, und Sie liess Mich auch gewähren, Sie zog Sich Selbst zurück, weil Ich es so wollte, um Meiner Liebe zu den Menschen den höchsten Grad zu erwerben, die wieder nur Meinem Vater galt, nach Dem Ich Mich sehnte in höchster Not, im größten Leid und besonders in den letzten Minuten Meines Leibeslebens .... Und diese Sehnsucht wuchs, weil Ich Sein Wirken, Seine Liebekraft, nicht mehr in Anspruch nahm .... Und in dieser Sehnsucht nach Ihm, Meinem Vater von Ewigkeit, rief Ich die Worte aus: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? ....“

Ich Selbst hatte es gewollt, das Erbarmungswerk für die sündige Menschheit als Mensch zu Ende zu führen, weil dies die größte Liebe war, die Ich Meinem Vater erweisen konnte, dass Ich Mich an Seiner Statt ans Kreuz nageln liess, denn Er Selbst war doch zur Erde gestiegen und hatte in Mir Wohnung genommen, weil Er Selbst das Erlösungswerk für Seine Kinder bringen wollte, aber als „Gott“ nicht leiden konnte .... Und so übernahm Ich für Ihn alle Leiden und Schmerzen und ertrug sie bis zum Ende ....

Sooft und so verständlich Ich euch dies zu erklären suche .... ihr werdet es niemals ganz verstehen können, bis euch das geistige Reich aufgenommen hat, das Reich des Lichtes und der Seligkeit .... Und immer nur ist die einfachste Erklärung das Wort: „Der Vater und Ich sind eins ....“ Es war schon die völlige Vereinigung, und daher konnte Ich aussprechen: „Es ist vollbracht ....“ Der „Mensch“ Jesus hatte Sein Leben hingegeben, Er hatte als Mensch gelitten und einen unsäglich qualvollen Tod erlitten .... Aber Er hatte Sich auch mit der Ewigen Gottheit vereinigt, denn bis zum Ende war die Liebe im Menschen Jesus, ansonsten Er nicht gesagt hätte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Und wenn die „Liebe“ Sich still verhielt, so war dies nötig, um das Erlösungswerk zum Abschluss zu bringen, auf dass nun auch der Tod festgestellt werden konnte von allen Menschen Seiner Umgebung .... auf dass Sein Leib in das Grab gelegt werden konnte, aus dem Er am dritten Tage wieder auferstanden ist .... Jede Äußerung des Gottgeistes zuletzt hätte die Menschen immer noch zweifeln lassen können am Kreuzestod Jesu, weil man dann Seine Bindung mit Mir erkannt hätte und der Glaube an das Erlösungswerk nun zwangsläufig die Folge war, jedoch eine freie Willensentscheidung sein musste ....

Auch das werdet ihr noch nicht recht verstehen können, doch sowie ihr selbst euren Geist mit dem Vatergeist von Ewigkeit einet, wird es hell werden in euch, und ihr werdet auch Mein Wort verstehen, das immer euch Aufklärung zu geben sucht, die ihr auch entsprechend dem Reife- oder Liebegrad eurer Seele nun zu fassen vermögt. Denn gerade über das Erlösungswerk soll euch reine Wahrheit vermittelt und volles Verständnis geschenkt werden, auf dass ihr die Größe Meiner Liebe fasst, Die für euch Menschen, für eure Sündenschuld, zur Erde niederstieg, Die das Erlösungswerk vollbracht hat, um euch den Weg wieder frei zu machen zum Vater, um eure große Sündenschuld zu entsühnen, denn diese versperrte euch auf ewig den Weg ins Vaterhaus ....

Amen


BD 8964 empfangen  16.4.1965

Karfreitag ....

Die Last der Sünde, die Ich auf Meine Schultern genommen habe, war unermesslich schwer und konnte nur durch ein ebenso großes Sühneopfer getilgt werden, wie für Mich der Kreuzgang und das überaus schmerzvolle Leiden und Sterben am Kreuz gewesen ist. Denn dieses war überaus qualvoll .... Ihr Menschen seid nicht fähig, das Maß von Leiden nur annähernd euch auszudenken, denn Ich fühlte Mich von der Gotteskraft verlassen, Ich .... Der Ich stets mit dem Vater verbunden war .... musste allein den Weg zurücklegen, der Mir Ewigkeiten dünkte, den Ich aber dennoch auf Mich nahm in grenzenloser Liebe, weil Mich die Menschheit erbarmte und Ich es wusste, dass nur dieses Opfer Meiner Selbst den Menschen Erlösung bringen konnte ....

Und immer wieder musste Ich die Grausamkeiten der Henkersknechte erfahren, und die ganze höllische Welt beteiligte sich daran. Doch Ich durfte Mich nicht wehren, indem Ich die in Mir wohnende Gotteskraft zur Anwendung brachte, denn es musste dieses Erlösungswerk ein Werk des freien Willens sein, weshalb Ich als „nur Mensch“ diesen Leidensweg gegangen bin, immer nur darum betend, dass Ich ihn auch zu Ende führen konnte, dass Ich nicht zuvor versagte, dass Ich auch den Kreuzestod noch überstehen durfte, der erst das Erlösungswerk zum Abschluss brachte.

Was Ich an Qualen und Demütigungen habe erleben müssen, das werdet ihr erst im jenseitigen Reich in seinem Umfang ermessen können, wenn ihr Meinen Kreuzestod werdet schauen können. Doch für die Zeit eures Menschseins fehlen euch alle Begriffe für Meine Qualen, denn ihr selbst hättet schon bei einem geringeren Maß das Leben verloren, doch Mein Wille, euch zu erlösen, war so stark, dass er Mir die Kraft gab, alle Leiden bis zum äußersten zu durchkosten .... dass Ich auch den Kreuzestod bewusst ertragen habe und noch für Meine Peiniger beten konnte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ ....

Sie wussten es nicht, dass sie in Mir den Vater Selbst ans Kreuz schlugen, Der die Menschen erlösen wollte von aller Sünde .... Doch Ich wusste es, dass Er Sich nur von Mir zurückgezogen hatte, um keinen Zwang auszuüben auf Mich als Mensch, weil nur der Mensch Jesus leiden konnte und dieses Leiden den Vater versöhnte. Daher sprach Ich die Worte aus: „Es ist vollbracht ....“, um damit zu sagen, dass es ein seit Ewigkeit vorbestimmter Akt gewesen ist, der nun zur Ausführung gekommen war. Doch die Auswirkung (Ausführung) dessen erstreckte sich über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Und es sind somit alle Wesen erlöst, die einst abfielen von Gott .... Den Kreuzestod des Menschen (Jesus) werdet ihr ewig (im Jenseits) erleben können und (aber) kein Mensch .... solange er auf Erden (lebt) weilt .... wird die entsetzlichen Qualen je ermessen können, denn dafür fehlt ihm das Verständnis. Denn Sein großes Leid (das große Leid des Menschen Jesus) bestand nicht nur in den körperlichen Qualen, die Ihm zugefügt wurden, sondern weit mehr hat Seine reine Seele gelitten, die aus dem Reiche des Lichtes zur Erde gestiegen ist (war), um dieses Erlösungswerkes willen ....

Was es für eine reine Seele bedeutet, mitten im Pfuhl der Sünde zu sein .... was es für eine vollkommene Seele bedeutet, inmitten von unvollkommenen Geschöpfen zu weilen, das kann nur dann erfaßt werden, wenn die Seele selbst schon im Reiche des Lichtes weilt, dann aber wird sie auch die Tiefe der Liebe ermessen können, die Jesus bewogen hat, den sündigen Brüdern Hilfe zu leisten, und dann werden sie in Ehrfurcht erbeben und Lob und Dank singen Dem, Der die Welt erlöste von aller Sünde ....

Amen


BD 7668 empfangen  7.8.1960

„Es ist vollbracht .... „

Der Sich ans Kreuz schlagen liess für eure Sünden, Der hat wahrlich das Werk vollbracht und die Menschheit erlöst von Sünde und Tod. Denn Ich Selbst war in dem Menschen Jesus, also vollbrachte nicht nur ein Mensch ein Werk, das nur irdisch zu bewerten war, sondern Ich Selbst erbarmte Mich der ganzen Menschheit und sühnte deren Schuld, um nun wieder die Rückkehr zu Mir zu ermöglichen, die für jeden einzelnen Menschen zur Unmöglichkeit geworden war durch die Belastung mit der Urschuld, mit der Schuld des einstigen Abfalls von Mir und dem Sturz in die Tiefe. Es muss immer wieder betont werden, dass Ich Selbst das Kreuzesopfer dargebracht habe in einer menschlichen Hülle .... und es muss betont werden, dass die „Liebe“ dieses Opfer brachte, dass die Liebe aber Ich Selbst bin von Ewigkeit.

Ihr Menschen könnt diesen Akt nicht in seiner ganzen Tiefe erfassen, aber ihr könnt dessen gewiss sein, dass es kein „Menschenwerk“ gewesen ist, wenngleich der Mensch Jesus Sein Leben hingab am Kreuz; doch es geschah nur deshalb, damit die Menschheit Kenntnis nahm und sich bewusst wurde ihrer ungeheuren Schuld, zu deren Tilgung ein ungewöhnlicher Akt vollzogen wurde, der einmalig war und auch bleiben wird. Und die restlose Tilgung der Schuld hat damit stattgefunden, so dass es nun nur noch am Willen des Menschen selbst liegt, dass er frei wird von der Sündenschuld, die ihn belastet, solange er nicht das Erlösungswerk Jesu Christi anerkennt.

Und das Werk der Erlösung ist vollbracht worden für alle Zeiten .... Es braucht nicht wiederholt zu werden, es ist ausreichend für die Erlösung alles einst-gefallenen Geistigen, denn Ich Selbst nahm Mich dessen an, Ich Selbst wollte um Meiner Liebe willen die Schuld streichen und Ich habe um Meiner Gerechtigkeit willen für die Schuld Sühne geleistet. Das ungeheure Maß von Leiden, das die menschliche Hülle Jesu ertragen musste, war Mir Sühne genug .... Doch der Mensch Jesus allein hätte dieses Maß nicht ertragen können, wenn nicht die Liebe in Ihm Ihn dazu befähigt hätte. Und immer wieder betone Ich, dass dieses Erlösungswerk einmalig ist und bleiben wird, weil es in seiner erlösenden Wirkung ausreichend ist für alle Ewigkeit.

Solange es noch gefallenes Geistiges geben wird, so lange auch wird des göttlichen Erlösers Jesus Christus Erwähnung getan werden, und immer wird die Anerkennung Seines Erlösungswerkes die Menschen von ihrer Schuld des einstigen Abfalls von Mir befreien und wahrlich kein weiteres Sühneopfer mehr nötig sein, weil Ich Selbst es für alle Zeiten dargebracht habe .... Daran also sollt ihr Menschen euch genügen lassen und nicht euer Augenmerk lenken auf satanisch ausgerichtete Geschehen, die mit Meinem Erlösungswerk nicht in Einklang gebracht werden können.

Denn wird jemals Mein Erlösungswerk als unvollendet bezeichnet, wird jemals den Menschen ein anderer Weg zur Seligkeit gewiesen als allein der Weg zum Kreuz, dann kann niemals von göttlichem Geistwirken gesprochen werden; dann sind Kräfte am Werk, die eure Erlösung zu verhindern suchen, die euch abzubringen suchen von Mir, Der Ich in Jesus Christus erkannt und anerkannt werden will .... Und dann sollt ihr euch hüten, denn Mein Gegner versteht es, sich im Lichtgewand eines Engels euch vorzustellen, und es wird euch schwerfallen, ihn dann zu entlarven.

Aber ruft immer nur Jesus Christus an, Der Seinen Feind und Gegner sehr wohl erkennt, und bittet Ihn um Seinen Schutz. Denn Er und Ich sind eins, und wenn ihr Mich bittet um rechtes Denken und um Beistand in jeder geistigen Not, dann braucht ihr euch nicht mehr zu sorgen, dann werdet ihr geführt auf rechten Wegen, dann wird die „Erlösung“ an euch offenbar .... und ihr erkennt klar und sicher, welchen Weg ihr zu gehen habt und wie und wo euch Gefahr droht.

Ich habe euch erlöst von aller Sünde, denn Mein Kreuzestod war die Sühne für eure Schuld. Und diese Sühneleistung kann nicht abgeschwächt werden von Meinem Gegner, aber er wird es immer wieder versuchen, so einzuwirken auf euch Menschen, dass ihr irritiert werdet und zu zweifeln beginnet an Mir als eurem Erlöser Jesus Christus .... Denn in der Endzeit werden viele falsche Christi und falsche Propheten erstehen und euch auf falsche Wege zu ziehen suchen. Und dann sollt ihr stark sein im Glauben und wissen, dass ihr euch nur an Jesus Christus halten sollt, weil ihr dann Mich Selbst anerkennt und Mich nun auch als Vater anrufen werdet in jeder Not und Bedrängnis des Leibes und der Seele ....

Amen


Das Erlösungswerk Jesu

BD 6513 empfangen  30.3.1956

Sühne der Schuld durch Christus ....

Der Menschheit Leid auf Mich zu nehmen war unsagbar schwer .... Es gab nicht eine schlechte Tat, die sich nicht auswirken musste an den Menschen, und ihr hättet unermesslich leiden müssen, hättet ihr alle Sünden selbst abtragen sollen, die auf euch lasteten. Und die Sünde der einstigen Auflehnung gegen Gott war allein schon so groß, dass ihr sie nicht entsühnen konntet, weder in eurem gebundenen Zustand noch im Zustand als Mensch .... Darum nahm Ich alle eure Schuld auf Mich, die Auswirkung jeglicher bösen Tat fing Ich auf, alles lud Ich Meinem menschlichen Körper auf, und dieser sühnte nun eure Schuld durch ein überaus qualvolles Leiden und Sterben am Kreuz ....

Mich bewog Meine Liebe dazu, euch zu helfen .... Und alles lichtvolle Geistige, alle geschaffenen Urwesen, die Mir treu blieben, erfüllte die gleiche Liebe zu euch .... Die Liebe aber lässt nichts verlorengehen, die Liebe lässt nichts in Finsternis, in Not und Qual .... Die Liebe Selbst erbot Sich zur Rettung, zur Tilgung der großen Schuld .... In einem licht- und liebeerfüllten Wesen stieg die Liebe Selbst zur Erde .... Doch was auf Erden nun vor sich gehen sollte, das musste in einer menschlichen Form geschehen; es musste die Liebe ein menschliches Kleid anziehen, Ich Selbst musste Mich im Fleisch verkörpern und nahm darum Aufenthalt im Menschen Jesus, Der jedoch so sündenlos und rein war, dass Ich Mich in Ihm manifestieren konnte ....

Und dieser Mensch Jesus entsühnte eure Schuld, dieser Mensch Jesus nahm die ungeheure Sündenlast der Menschheit auf Seine Schultern und ging damit zum Kreuz .... Und ob euch immer wieder das unmenschliche Leid geschildert wird, ihr werdet es nicht in seiner ganzen Tiefe erfassen können, denn die Mangelhaftigkeit eures Wesens hindert euch daran .... Seine Leiden waren unvergleichbar schwer, und Er wusste darum schon lange Zeit zuvor, denn Er war erfüllt von Meinem Geist, Der Ich in Ihm Selbst Aufenthalt genommen hatte, und daher wusste Er auch um alles, um Seine Mission und auch um Seinen Kreuzestod. Seine Seele zitterte und bebte, weil Er Mensch war, und Seine durch die Liebe erreichte Göttlichkeit gab Ihm wohl Kraft, aber sie verringerte nicht das Maß von Leiden ....

Es ging ein Mensch zum Kreuz, Der für Seine Mitmenschen leiden wollte, um ihnen zu helfen. Denn dieser Mensch wusste um das unermessliche Leid derer, die in der Tiefe festgehalten wurden von Meinem Gegner .... Jesus wusste, dass ein Opfer gebracht werden musste, um diesem Gegner die Seelen abzukaufen .... Er wusste, dass die große Sündenschuld gesühnt werden musste, um des Vaters Gerechtigkeit zufriedenzustellen, Der kein schuldbeladenes Kind aufnehmen konnte ins Vaterhaus ....

Er wollte Mir Meine Kinder zurückbringen, Er wollte den Kaufpreis zahlen für die Seelen .... Und da die Schuld riesengroß war, so musste auch das Opfer ungewöhnlich groß sein .... Und darum nahm der Mensch Jesus in diesem Wissen das übergroße Leid auf Sich, darum liess Er an Sich geschehen, was kein Mensch außer Ihm ertragen hätte .... Er ging bewusst den Weg zum Kreuz und litt unsägliche Qualen, die zuletzt mit dem schmerzvollsten Tode am Kreuz endeten ....

Die Größe dieses Barmherzigkeitswerkes an der Menschheit zu ermessen ist euch Menschen noch nicht möglich, aber ihr sollt euch immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass Er völlig schuldlos war und gelitten hat für euch, die ihr ohne Sein Erlösungswerk nimmermehr aus der Tiefe hättet zum Vater zurückkehren können .... Ich Selbst war im Menschen Jesus, die Liebe erfüllte Ihn, ohne die Er nimmermehr dieses Werk hätte vollbringen können, aber Ich musste Mich still in Ihm verhalten in den schwersten Stunden Seines Leidensganges, weil ein Mensch leiden und sterben musste, denn die Gottheit in Ihm konnte nicht leiden, die Gottheit konnte aber auch keine Schuld tilgen ohne Sühne laut göttlicher Gerechtigkeit ....

Was euch Menschen noch unfaßlich ist, das werdet ihr einstmals in seiner ganzen Tiefe erfassen können, und dann auch werdet ihr teilnehmen können an diesem größten Werk der Barmherzigkeit. Der Mensch Jesus stand durch Sein Menschsein in eurer Sphäre, und darum litt Seine Seele so entsetzlich, die von oben, aus dem Reiche des Lichtes, herabgestiegen war und in die tiefste Finsternis schaute und bedrängt wurde von den Kräften der Hölle .... Darum hat der Mensch Jesus nicht nur körperlich gelitten, sondern die tiefsten Seelenqualen erdulden müssen, die Seine Leiden noch ums Tausendfache erhöhten .... Aber Er hat euch Menschen Erlösung gebracht von Sünde und Tod ....

Amen


BD 6600 empfangen  20.7.1956

Mit dem Kreuzestod begann ein Erlösungsabschnitt ....

Mit Meinem Kreuzestod wurde einer Erlösungsperiode ein Ende gesetzt im geistigen Sinn .... Es wurde ein bis dahin hoffnungsloser Zustand beendet, denn das Eingehen in das Lichtreich war bis zu Meinem Kreuzestod unmöglich gewesen, und die Seelen der Menschen erreichten mit bestem Willen immer nur einen Grad der Läuterung; doch um die Sünde der einstigen Auflehnung wider Mich restlos abzutragen, hätten Ewigkeiten nicht genügt .... Und die Belastung mit dieser Sündenschuld also zwang sie weiter unter die Gewalt Meines Gegners, so dass die gepeinigten Seelen in der Erkenntnis ihrer Not nach einem Retter schrien.

Von Stund an, da Ich Mein Leben hingab für die große Sündenschuld der Menschen, war aber die Gewalt Meines Gegners gebrochen, und also brach eine neue Zeit an .... Die ersten gänzlich erlösten Seelen konnten ihren bisherigen Aufenthalt verlassen und durch die Pforten zur Seligkeit eingehen, die Ich geöffnet hatte .... Diese Möglichkeit bleibt bestehen, immer wieder können sich Seelen lösen aus seiner Gewalt, immer wieder werden Seelen frei von jeder Fessel, und eigentlich begann nun erst eine „Erlösungs“-Periode, wenngleich auch die schöpferische Entwicklung und das Leben auf der Erde zur restlosen Erlösung nötig gewesen ist und immer wieder erst die Vorbedingungen schaffen muss, die dann auch die gänzliche Rückführung zu Mir zur Folge haben.

Und so kann wohl von einer neuen Zeit gesprochen werden seit der Vollbringung Meines Erlösungswerkes, denn erst von da an konnte den Seelen die ewige Seligkeit geschenkt werden, in der sie einstmals leben durften in Licht und Kraft .... Doch dessen sind sich die Menschen nicht bewusst, dass sie das Schönste erreichen können, eben weil Ich Selbst für sie am Kreuz gestorben bin, um eine Brücke zu schlagen aus dem Reiche der Finsternis in das Reich des Lichtes .... Sie sind sich dessen nicht bewusst, dass sie freiwillig sich wieder der Gewalt Meines Gegners ausliefern, wenn sie Mich und Mein Erlösungswerk nicht anerkennen .... dass sie kein anderes Schicksal zu erwarten haben als das, was den Seelen der Menschen vor Meinem Kreuzestod beschieden war: Unfreiheit und Lichtlosigkeit, Schwäche und Qualen, die Anteil sind des Unerlösten, über das Mein Gegner noch die Macht hat.

Der Retter kam von oben zu den Menschen und wurde nur von wenigen erkannt .... Aber das Erlösungswerk ist vollbracht worden .... die Pforte in das Lichtreich wurde geöffnet, und darum begann mit Meinem Kreuzestod ein Erlösungsabschnitt, wenngleich die Erde als solche keine sonderlichen Enderscheinungen aufwies .... Denn der damalige hoffnungslose Zustand konnte nun gewandelt werden durch das Anerkennen Jesu Christi und des Erlösungswerkes, durch bewusstes Zuwenden zu Ihm, durch Annahme des Liebe-Opfers und dadurch Tilgung der Sündenschuld .... Und es war den Menschen wieder eine Zeit zugebilligt, in der sie ihre restlose Erlösung finden konnten bei gutem Willen .... Nun aber ist auch diese Zeit abgelaufen, und die unerhörte Gnade, in der die Menschen standen, ist nicht und wird auch nicht mehr ausgenützt ....

Die Menschen bleiben gebunden in der Welt des Gegners, weil sie selbst keine Anstalten machen zu ihrer Befreiung und weil ihr eigener Wille diese Befreiung anstreben muss. Und also muss auch nun wieder eine Grenze gesetzt werden, es muss wieder ein neuer Zeitabschnitt begonnen werden, wo das Erlösungswerk höher gewertet wird, wo wieder eine Erlösung stattfinden kann in großem Umfang, weil die Auswirkung des Erlösungswerkes unverändert bleibt, wenn nur der Wille der Menschen diese Auswirkung zuläßt. Die Unwilligen aber müssen erneut die Fesseln ihrer Gefangenschaft spüren mit aller Härte, auf dass einmal auch in diesen Wesen das Verlangen nach Freiheit, nach Glückseligkeit, nach Licht erwacht .... Und es muss Meinem Gegner die Macht über diese Wesen entwunden werden, die er in solcher Finsternis hält, dass sie auch nicht das Licht des Kreuzes sehen ....

Und wieder wird eine neue Zeit anbrechen, denn unaufhörlich schreitet die Aufwärtsentwicklung des Geistigen fort, und immer wieder betreten neue Seelen diese Erde, denen die Möglichkeit geschenkt wird, sich befreien zu lassen von Jesus Christus .... Immer wieder schütte Ich die Gnaden Meines Erlösungswerkes aus über jene Seelen, und immer wieder kehren auch solche als Meine Kinder zu Mir zurück .... Denn das Werk der Erlösung ist vollbracht worden für alles einst gefallene Geistige, und es wurde und wird wirksam an allen Menschen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bis die Erlösung einmal restlos vollzogen ist ....

Amen


BD 7019 empfangen  17.1.1958

Das Kreuzesopfer wurde dargebracht für Zeit und Ewigkeit ....

Für alle Zeiten habe Ich das Erlösungswerk vollbracht .... Solange die Rückführung des gefallenen Geistigen noch nicht beendet ist, kommt auch einmal für dieses Geistige die Zeit, da es als Mensch über die Erde wandelt, und in dieser Zeit braucht es Meine Hilfe, die ihm durch das Erlösungswerk Jesu Christi gewährleistet ist. Denn die am Kreuz erworbenen Gnaden müssen in dieser Zeit in Anspruch genommen werden, will der Mensch endgültig frei werden von seiner Fessel, die ihm der Fall in die Tiefe eingetragen hat, die ihm Mein Gegner anlegte und anlegen konnte, weil jene Wesen freiwillig ihm gefolgt sind.

Immer wieder wird also für das einst gefallene Geistige eine ganz kurze Zeit kommen, wo es sich nur hinzuwenden braucht zu dem göttlichen Erlöser Jesus Christus und es durch diese Hinwendung auch wieder Mich Selbst anerkennt in Jesus Christus .... Und diese kurze Zeit ist der Gang als Mensch über die Erde, wo das Wesen wieder seinen freien Willen zurückerhält, der sich nun erneut entscheiden muss ....

Er würde diese Entscheidung nimmermehr treffen können ohne Hilfe, denn Mein Gegner hält ihn noch gefesselt. Durch Mein Erlösungswerk aber ist dem Menschen jene Entscheidung möglich, weil er sich nur der für ihn erworbenen Gnaden zu bedienen braucht, um auch Widerstand leisten zu können und sich zu befreien von gegnerischer Gewalt.

Und solange die Erde als Ausreifungsstation für das Geistige dient, solange diese Erde Menschen bewohnen werden, so lange auch wird das Kreuzesopfer Jesu Christi der Menschheit einzige Garantie sein, jeglicher Fessel ledig zu werden, denn es ist dargebracht worden für Zeit und Ewigkeit, es wird niemals nur der Vergangenheit angehören, und es wird auch niemals nur in der Gegenwart seine Auswirkung haben .... auch alle zukünftigen Erlösungsperioden auf dieser Erde werden unter dem Zeichen des Kreuzes nur erfolgreich sein für die auf Erden als Mensch verkörperten Seelen.

Und auch im jenseitigen Reich wird die erlösende Kraft in Jesus noch genützt werden können, auch im Jenseits muss der göttliche Erlöser angerufen werden, weil auch dann noch Mein Kreuzesopfer und also Ich Selbst in Jesus anerkannt werde und dies erst die Lösung von Meinem Gegner bedeutet, die einmal erfolgen muss, will das Wesen wieder zur Seligkeit gelangen ....

Ich vollbrachte das Erlösungswerk als Mensch auf dieser Erde .... und es war diese Erdperiode eine überaus gesegnete, in der sehr viel einst-gefallenes Geistiges den Rückweg zu Mir hätte antreten können. Aber der Wille dessen wurde nicht gezwungen und kann auch niemals gezwungen werden, weshalb noch unzählige Schöpfungen erstehen müssen oder auch endlos viele Schöpfungsperioden noch folgen werden, die aber alle im Zeichen des Erlösungswerkes stehen werden, weil ohne Jesus Christus keine Erlösung stattfinden kann, jedoch Meine erbarmende Liebe immer wieder den Menschen das Wissen um das Kreuzesopfer und den am Kreuz erworbenen Gnadenschatz zuleiten wird.

Immer wieder werden erleuchtete Menschen durch Meinen Geist belehrt werden können, und immer wieder werden diese alle Zusammenhänge zu fassen fähig sein und also auch ihren Mitmenschen den Sinn des Erlösungswerkes Jesu Christi, den Akt Meiner Menschwerdung auf Erden und der Vergöttlichung des Menschen Jesus wahrheitsgemäß erklären können, und es wird dieses Wissen von einer Erdperiode zur anderen übernommen werden und nimmermehr verlorengehen ....

Denn es wurde das Werk der Erbarmung vollbracht für alle Menschen, für die Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft .... Und kein einst-gefallenes Wesen kann zu Mir zurückkehren, das sich nicht im freien Willen von Jesus Christus erlösen lässt ....

Amen


BD 8222 empfangen  24.7.1962

Jesus hat der Gerechtigkeit Gottes Genüge getan ....

Ewig wäret ihr von Mir getrennt geblieben, hätte Ich nicht das Werk der Erlösung für euch vollbracht, indem Ich Selbst eure Schuld auf Mich nahm und sie entsühnte durch das Opfer am Kreuz, das Ich im Menschen Jesus auf Erden darbrachte .... Es bestand zwischen dem Reiche des Lichtes und dem der Finsternis eine unüberbrückbare Kluft .... Ihr selbst hättet niemals diese Kluft überwinden können, es war euch ewig Mein Reich verschlossen, weil Meine Gerechtigkeit euch, die ihr sündig geworden waret, durch euren Abfall, nicht hätte aufnehmen können, bevor die große Schuld gesühnt war ....

Und dieses Sühneopfer hat der Mensch Jesus geleistet, in Dem Ich Selbst Aufenthalt nahm, weil Seine reine menschliche Hülle dies zuliess, denn in einem sündigen Menschen hätte Ich Mich nicht verkörpern können .... Und also musste eine Lichtseele zur Erde steigen im freien Willen, für die gefallenen Brüder Sühne zu leisten um Meiner Gerechtigkeit willen, die nicht zu umgehen war, laut Gesetz von Ewigkeit .... Denn Ich bin ein vollkommenes Wesen, Das wohl in Sich die Liebe ist, Das aber auch nicht ohne Gerechtigkeit zu denken ist, um als höchst vollkommen angesprochen zu werden.

Und dieser Gerechtigkeit hat der Mensch Jesus Genüge getan durch das Kreuzesopfer, zu dem Sich seine Lichtseele selbst erbot, um Mir die gefallenen Geschöpfe zurückzubringen, um ihnen eine Brücke zu bauen aus dem Reiche der Finsternis in das Reich des Lichtes. Ich Selbst aber war in dem Menschen Jesus, denn die Liebe vollbrachte das Werk der Erlösung, Die den Menschen Jesus voll und ganz erfüllte und Die Ihm auch die Kraft gab, die schwersten Leiden und Qualen auf Sich zu nehmen, mit der Sündenschuld der gesamten Menschheit den Weg zum Kreuz zu gehen und für diese Schuld Sein Leben hinzugeben ....

Wäre nicht diese Liebe in Ihm gewesen, Er hätte wahrlich nicht ein solches Opfer bringen können .... Und diese Liebe war Ich Selbst .... Ich bezog die Hülle des Menschen Jesus, Ich .... der größte Geist der Unendlichkeit .... manifestierte Mich in Ihm, Ich erfüllte den Menschen Jesus mit Liebe, die Meine Ursubstanz ist; Er war völlig durchstrahlt von Meiner Liebe, nur dämmte die menschliche Hülle das Wirken Meiner Liebekraft ein, als Er den letzten Weg ging zum Kreuz, wo der Mensch Jesus unsäglich gelitten hat und den bittersten Tod am Kreuz starb, um die Sühne zu leisten für die unermessliche Sündenschuld der einst von Mir abgefallenen Wesen ....

Ich war in Ihm, und Er hat das Werk der Vergöttlichung Seiner Seele im freien Willen vollbracht, das letztes Ziel aller Meiner geschaffenen Wesen ist .... Er war völlig verschmolzen mit Mir, Er war Ich, und Ich war Er .... Ich war Mensch geworden, Er war Gott, denn Er war gänzlich liebedurchstrahlt, und Liebe ist Meine Ursubstanz .... durch diesen Kreuzestod Jesu ist die große Schuld entsühnt worden, und es ist für euch Menschen nun der Weg frei in das Lichtreich .... Doch ihr seid nicht schlagartig erlöst worden, denn euer freier Wille hat euch zum Abfall von Mir veranlaßt, und so muss auch euer freier Wille dazu bereit sein, zu Mir zurückzukehren; ihr müsst euch eurer einstigen Schuld bewusst sein und von Mir in Jesus Vergebung erbitten, ansonsten ihr mit eurer Schuld belastet bleibt und euch der Eintritt in das Lichtreich verwehrt ist.

Immer und immer wieder werdet ihr Menschen hingewiesen auf Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, und es wird euch die geistige Mission des Menschen Jesus erklärt und begründet, doch ihr müsst dies glauben, denn es kann euch kein anderer Beweis gegeben werden als der, dass ihr .... sowie ihr Erlösung durch Jesus Christus gefunden habt .... selbst volle Erkenntnis darüber gewinnet, weil die Folge der Erlösung durch Jesus Christus immer sein wird, dass Meinem Geist das Wirken nicht verwehrt wird, der euch dann in alle Wahrheit leitet, und dies ein ganz sicherer Beweis ist, dass ihr nun Erlösung gefunden habt von eurer Urschuld ....

Doch zuerst müsst ihr im freien Willen den Weg zum Kreuz gehen, ihr selbst müsst bereit sein und zu dem Kreis der durch Jesu Blut Erlösten gehören wollen .... und ihr werdet dann auch wahrlich die Gnaden des Erlösungswerkes annehmen und auswerten. Und dann befindet ihr euch auf dem Weg der Rückkehr zu Mir, dann habt ihr die Brücke betreten, die Jesus euch erbaut hat, dass ihr Eingang findet in das Reich des Lichtes und der Seligkeit, dessen Tor Jesus euch erschlossen hat durch das Erlösungswerk .... in Dem Ich Selbst war und in Dem Ich euch auch zum schaubaren Gott geworden bin, auf dass ihr Mich dereinst schauen könnt von Angesicht zu Angesicht ....

Amen


Die Auferstehung Jesu

BD 5934 empfangen  Ostern 18.4.1954

Auferstehung ....

„Freuet euch und frohlockt, denn Er ist auferstanden von den Toten ....“ So klang es aus dem Munde der Meinen, und sie glaubten an Mich, dass Ich Jesus Christus war, der Gesalbte des Herrn, dass Ich wirklich und wahrhaftig Gott war und die Welt erlöst hatte durch Meinen Kreuzestod. Ich war auferstanden von den Toten .... Ich hatte ihnen dadurch den Beweis der Wahrheit Meiner Worte gegeben: „Reisset den Tempel nieder, und Ich will ihn in drei Tagen wieder aufbauen ....“ Ich hatte die Macht des Todes gebrochen ....

Meine Auferstehung aber sollte den Menschen nur Beweis dafür sein, dass das Leben nicht mit dem Leibestode beendet ist .... Sie sollten glauben lernen an ein Leben nach dem Tode, und darum liess Ich für die Menschen sichtbar vor sich gehen, was jede einzelne Seele zu erwarten hat nach dem irdischen Ableben. Denn dieser Glaube mangelte allen, und selbst die Priester und Schriftgelehrten wiesen auf den Tod der Propheten hin als Beweis, dass auch die frömmsten Menschen zuletzt dem Tode anheimfallen .... Denn von geistigen Auswirkungen des Lebenswandels wussten sie nichts, die Auferstehung der Seele bezweifelten sie, und darum auch waren ihnen die Lehren des Menschen Jesus unverständlich und unbequem. Und Ich wollte den Menschen die geistige Auswirkung des Befolgens Meiner Lehren offensichtlich zu erkennen geben ....

Ich war Herr über Leben und Tod .... Ich erweckte zur Zeit Meines Erdenwandels Tote zum Leben, und die Menschen glaubten Mir nicht, dass Ich Macht hatte über Leben und Tod .... Und so bewies Ich ihnen an Mir Selbst, dass Ich auch Herr war über den Tod .... dass das Leben nicht genommen werden kann dem, der es geistig schon gefunden hat, auch wenn man ihm das irdische Leben nimmt .... Ich aber liess auch den irdischen Leib auferstehen zum Zeichen, dass dieser nichts Irdisches mehr an sich hatte, dass auch er vergeistigt war und somit in sich die Kraft hatte, zu erstehen in vergeistigter Form ....

Meinem Körper hing nichts Irdisches mehr an, weil er sich durch die entsetzlichen Leiden völlig geläutert hatte, weil alles Irdische sich verkehrt hatte in Geistiges und dieses Geistige nun in vollem Leben sich erheben konnte .... Und darum konnte der Körper dem Grabe entsteigen, denn nichts hielt ihn an der Erde zurück .... Es war dies ein Vorgang, von dem die gesamte Menschheit Kenntnis nehmen sollte, dass und warum es möglich ist, nach dem Leibestode zum Leben wiederzuerstehen, denn von dieser Kenntnisnahme .... von dem Glauben an Meine Auferstehung .... hängt auch der Glaube an Meine Göttlichkeit ab, der Glaube an Meine Mission auf Erden als Gottes Sohn und die durch das Erfüllen der Mission erlangte völlige Vereinigung mit Gott ....

Ich bin wirklich und wahrhaftig auferstanden von den Toten und habe Mich den Meinen sichtbar gezeigt .... und Ich habe dadurch den Menschen bewiesen, dass Ich als Mensch den Tod überwunden habe, dass der, der den Tod in die Welt gebracht hat, nicht die Macht hatte, Meinen Körper auf Erden zurückzuhalten, der das geistige Kleid schon angezogen hatte durch das Werk der Erlösung .... Und dieses Werk der Erlösung galt der gesamten Menschheit .... Also es kann keine Seele von Meinem Gegner mehr zurückgehalten werden, die - als durch Meinen Kreuzestod erlöst -, seiner Macht entronnen ist .... Sie wird den Tod nicht zu fürchten brauchen, sie wird auferstehen zum ewigen Leben, und sie wird jubeln und frohlocken können, denn sie weiss, dass ihr Erlöser lebt und dass Er allen denen das Leben gibt, die an Ihn glauben und an Seine Auferstehung ....

Amen


BD 6810 empfangen  20.4.1957

Auferstehung am dritten Tage ....

Wie ihr Menschen euch bekennt zu Meinem Erlösungswerk, das ist ausschlaggebend, ob ihr an ein Leben nach dem Tode glaubt, an eine Auferstehung aus dem Grabe und Eintritt in das jenseitige Reich. Denn das Erlösungswerk, Mein Leiden und Sterben am Kreuz, fand seine Krönung in der Auferstehung am dritten Tage, die alle Meine Lehren zuvor bestätigen sollte, die den Menschen einen Beweis dafür geben sollte, dass mit dem Tode des Leibes das Leben nicht beendet ist, sondern nun das geistige Leben beginnt, sowie der Mensch nach Meiner Lehre lebt. Wohl wird diese Meine Auferstehung angezweifelt und als Legende nur zur Kenntnis genommen .... Und sie kann auch nicht bewiesen werden, es können solche Lehren nur geglaubt oder abgelehnt werden.

Und der Glaube ist auch eine Auswirkung Meines Erlösungswerkes oder ein Zeichen dessen, dass der Mensch erlöst ist durch Jesus Christus .... weil er an Ihn als den göttlichen Erlöser glaubt und also auch die Gnaden des Erlösungswerkes auswertet. dass Mein Leib sichtbar dem Grabe entstieg, bedeutet aber nicht, dass „das Fleisch“ auferstanden ist, sondern es hatte sich Meine körperliche Hülle völlig vergeistigt durch das Leiden und Sterben am Kreuz, es war das Geisteskleid, das die Seele angezogen hatte und das Ich nur deshalb für die Menschen sichtbar sein liess, um ihnen zu zeigen, dass der Tod nun alle Schrecken verloren hatte, weil Ich den Tod besiegte.

Mein Erdenwandel sollte den Menschen den Weg aufzeigen, der aus der Tiefe zur Höhe führte .... An alle Meine Lehren knüpfte Ich die Verheissung, dass ein ewiges Leben sie erwarte .... Aber Ich forderte den Glauben an Mich in Jesus Christus .... Doch diesen fand Ich nur wenig, und selbst Meine Jünger waren schwachen Glaubens, und sie waren zu Tode erschrocken, als Ich Mich Meinen Feinden in die Hände gab .... Ihr Glaube war noch nicht so stark, dass Ich ein Herr war auch über den Tod, und daher gedachten sie auch nicht Meiner Worte: „In drei Tagen will Ich den Tempel wieder aufbauen ....“

Große Betrübnis hatte alle erfaßt, die in Meiner engsten Gefolgschaft waren, für sie war etwas zusammengestürzt, als sie Meinen Tod am Kreuz erleben mussten .... Und ihnen wollte Ich zu Hilfe kommen, ihren Glauben wieder zu stärken und gleichzeitig ihnen den Beweis zu geben, dass Ich ein Herr bin über Leben und Tod .... Darum liess Ich etwas sichtbar vor sich gehen, was jedoch allen Seelen beschieden ist .... dass sie nicht sterben können, sondern erwachen in einem anderen Reiche, das jedoch beschaffen ist nach ihrem Wandel auf Erden. Die Seele verläßt den Körper, dieser aber, als noch unausgereift, bleibt zurück, und darum hat der Mensch keinen Beweis für eine Auferstehung nach dem Tode, der ihm aber auch nicht gegeben werden kann seiner Willensfreiheit wegen.

Ich aber konnte den Leib gleichzeitig erstehen lassen, weil seine Substanzen sich vergeistigt hatten, und also braucht auch diese Meine Auferstehung am dritten Tage nicht angezweifelt zu werden. Schauen aber konnten Mich nicht alle Menschen, sondern nur die Meinen, denen Ich darum erschienen bin, weil Ich ihnen Meine Auferstehung am dritten Tage angekündigt hatte und weil deren Reifegrad es auch zuliess .... Die aber Mein Grab leer fanden, suchten sich genügend andere Erklärungen für das Verschwinden Meines Leibes, und darum war es für diese kein Glaubenszwang. Ich war auferstanden von den Toten .... Es konnten die Menschen nur Meinen Leib töten, und selbst dieser unterlag nach Meinem Kreuzestod nicht mehr den natürlichen Gesetzen, denn er war frei geworden von jeglicher Fessel ....

Selten aber erreicht ein Mensch auf Erden den Reifegrad, dass die Substanzen des Körpers sich der Seele angleichen können nach dem irdischen Leibestod, und darum ist der Glaube an eine Auferstehung nur überaus schwach oder mit falschen Begriffen verbunden. Und darum muss die Erlösung durch Jesus Christus vorangegangen sein, denn ein Mensch, der noch mit seiner Sündenschuld belastet ist, steht auch noch völlig unter der Gewalt Meines Gegners .... Und dieser wird jeden Gedanken an eine mögliche Auferstehung ersticken, er wird den Menschen immer in negativem Sinne beeinflussen und so also auch Mein Erlösungswerk und Meine Auferstehung ihnen als unglaubwürdig hinstellen.

dass aber die Auferstehung am dritten Tage doch erfolgt ist, wird kaum ein Mensch anzweifeln, der voll und ganz sich zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk bekennt, denn ihm sagt es Mein Geist, und seine Gedanken werden also von Mir recht gelenkt, weil Ich durch Meinen Geist in jedem Menschen wirken kann, der wieder zu Mir in Jesus Christus gefunden hat. Er wird auch den Tod nicht mehr schmecken, denn er wird zum Leben eingehen, das Jesus Christus ihm verheissen hat .... Er ist dem Tode entronnen, weil er dem entronnen ist, der den Tod in die Welt gebracht hat. Und er ist diesem entronnen, weil er zu Mir in Jesus Christus geflüchtet ist.

Er ist auferstanden von den Toten schon mit dem Moment seiner Hingabe an Jesus Christus, er ist nun erst lebendig geworden, und er wird sein Leben ewig nicht mehr verlieren. Aber auch der Ungläubige wird nicht vergehen, auch er wird nur seinen irdischen Körper verlieren, doch nicht die Existenz seiner Seele, nur wird diese in einem Zustand in das jenseitige Reich eingehen, der gleich ist dem Tode .... Das Grab wird sie noch eingeschlossenhalten, und wenn nicht Jesus Christus Selbst den Grabstein hinwegwälzt, wird sie auch in ihrem Grabe verbleiben.

Doch der göttliche Erlöser ist für alle gestorben am Kreuz, und einmal wird für jede Seele die Stunde der Auferstehung schlagen, denn einmal wird sie selbst rufen nach Mir in Jesus Christus, und ihren Ruf werde Ich nicht ungehört verhallen lassen .... Dann wird sie dem Grabe entsteigen und erwachen zum Leben, dann wird das Grabesdunkel von ihr weichen, und sie wird das Licht schauen dürfen .... Denn Ich bin für alle Menschen gestorben, und auch die in ihren Gräbern ruhen, werden davon Kenntnis nehmen, dass Ich auferstanden bin von den Toten und dass Ich auch jedem das Leben gebe, der zu leben begehrt ....

Amen


BD 7086 empfangen  7.4.1958

Durch die Auferstehung Jesu hat der Tod seinen Stachel verloren ....

Jedem Menschen ist die Stunde seines Endes vorbestimmt .... Und dennoch braucht er sie nicht zu fürchten, weil sie nicht das eigentliche Ende ist, sondern er auferstehen wird .... weil seine Seele nur die irdische Hülle ablegt, die ihr nur eine Fessel war im Erdenleben, und sie unbeschwert nun eingehen kann in das jenseitige Reich, vorausgesetzt, dass ihr Lebenswandel auf Erden so gewesen ist, wie es Mein Wille ist .... dass seine Seele also einen gewissen Reifegrad auf Erden erlangt hat.

Es gibt also kein Ende, wenngleich es einen Tod geben kann, einen toten Zustand der Seele, sie aber dennoch nicht vergangen ist. Und dafür bin Ich am Kreuz gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden, dass auch der Mensch, d.h. seine Seele, die Auferstehung erleben kann, dass sie aus dem Grabe heraussteigen und nun das Reich wiederbetreten kann, das ihre wahre Heimat ist.

dass die Seele nicht vergeht, ist ein unumstößliches Gesetz, weil .... was aus Mir hervorging .... unvergänglich ist und bleibt. Und die Seele ist das geistige Wesen, das aus Mir seinen Ausgang nahm, also wird sie auch bestehenbleiben, wenngleich der Leib stirbt, dass sie aber nun in Licht und Glanz auferstehen kann nach ihrem leiblichen Tode, das wurde erst nach Meinem Kreuzestode und Meiner Auferstehung möglich, denn zuvor war sie noch mit der Ursünde ihres einstigen Abfalles von Mir belastet .... es war noch immer Finsternis, es war das Grabesdunkel, dem die Seele nicht entfliehen konnte .... es war der Grabstein noch nicht hinweggewälzt worden von Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser .... oder auch:

Es war für jene Seelen noch keine Sühne geleistet worden, und ihre Sündenschuld konnte ohne Sühneleistung nicht getilgt werden .... Und es war darum auch dunkel in der Menschen Seelen, jeglicher Glaube an eine Auferstehung nach dem Tode mangelte ihnen, düstere Grabesnacht umfing sie, und der Tod war für sie zum Schrecken geworden ....

Und darum bin Ich am dritten Tage auferstanden von den Toten, um den Menschen den Beweis zu liefern, dass mit dem Tode des Leibes es nicht aus war, dass die Seele aufersteht und nur den Leib zurückläßt, der noch nicht so vergeistigt ist, dass sie ihn gleichzeitig mit hinübernehmen kann in das geistige Reich, wie es Mir wohl möglich war, weil Körper und Seele das Geisteskleid angezogen hatten und der Leib keinen weiteren Reifeprozess auf dieser Erde durchzumachen brauchte ....

Ich wollte den Menschen durch Meine Auferstehung die Schrecken vor dem Tode nehmen, Ich wollte ihnen beweisen, dass es nur ein Wandel des Aufenthaltsortes für die Seele ist, wenn sie den irdischen Leib ablegen, wenn die unabwendbare Todesstunde geschlagen hat. Darum bin Ich auferstanden von den Toten, denn Ich habe den Tod überwunden, d.h. den, der den Tod in die Welt gebracht hatte.

Und so braucht kein Mensch die Todesstunde zu fürchten, denn sie ist nur die Stunde des Eintritts in das eigentliche Leben, das ewig währt .... Es hat der Tod seinen Stachel verloren .... Aber eines ist nötig, dass der Mensch auch Mein Erlösungswerk anerkennt und die Gnaden, die Ich durch Mein Leiden und Sterben am Kreuz für euch erwarb, annimmt .... dass er sich erlösen lässt von Jesus Christus, dass also auch seine Urschuld zuvor getilgt worden ist und Jesus Christus nun den Grabstein hinwegwälzen kann, auf dass die Seele nun aus dem Dunkel des Grabes heraussteige in das helle Licht, dass sie nun zum ewigen Leben eingehe ....

Wer die Stunde des Todes fürchtet, der befindet sich noch im Banne jener großen Schuld, er hat die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht gefunden, er hat sich noch nicht frei gemacht von dem ihn umhüllenden Dunkel, er befindet sich noch im Grabe seiner Sünde, wenngleich sein Körper noch auf Erden lebt ....

Denn er wird jegliche Furcht verlieren vor seinem Leibesende, wenn er sich in Meine Arme gegeben hat, wenn er Mich innig bittet, seiner zu gedenken, wenn seine Stunde gekommen ist .... Denn dieser wird selig einschlafen im Frieden mit seinem Gott und Vater, er wird nur seinen Leib zurücklassen auf dieser Erde, die Seele aber wird auferstehen, sie wird aufsteigen zum Licht, sie wird nicht das Grabesdunkel um sich spüren, denn Jesus Christus Selbst wird sie an der Hand nehmen und sie herausführen aus ihrer körperlichen Hülle, Er wird sie führen durch die Pforte des Lebens. Und sie wird wissen, dass auch sie auferstanden ist von den Toten, dass sie nun leben wird in Ewigkeit ....

dass der Mensch Jesus auferstanden ist von den Toten, ist gewisslich wahr, und die an Ihn glauben als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, als Meinen Abgesandten, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe auf Erden, die werden auch keine Furcht haben vor ihrer eigenen Todesstunde, denn Jesus Christus hat ihnen die Verheissung gegeben, nur voranzugehen, um allen die Wohnung zu bereiten, die an Ihn glauben .... Also werden auch sie auferstehen zum ewigen Leben, und Er Selbst wird sie zu Sich holen, wie Er es verheissen hat ....

Amen


Die Verklärung Jesu – Vergeistigung der Seele und des Körpers Jesu

BD 1739 empfangen  15.12.1940

Verklärung Jesu ....
„Mein Vater und Ich sind eins ....“

Das Problem der Verklärung Jesu nach Seinem Kreuzestod ist bei rechter Lösung gleichzeitig auch ein Verständlich-(machen) werden der Worte Jesu „Mein Vater und Ich sind eins.“ Es hat Gott Sich Selbst zum Opfer gebracht durch einen Menschen, Der alles Menschliche überwand aus Liebe zu Gott und Der deshalb Seine Seele so gestaltet hatte, dass Gott in aller Fülle Wohnung nehmen konnte in Ihm. Seine Außenform, Sein Körper, gehorchte völlig dem Willen der Seele und war gleichfalls nur dem Göttlichen zugewandt; also war jegliche Substanz zu Gott gerichtetes Geistiges, so dass es den irdischen Entwicklungsgang nicht mehr benötigte und somit nach dem leiblichen Tode eingehen konnte in das Reich des Geistigen in aller Vollkommenheit.

Alles vollkommene Geistige schliesst sich mit der Urkraft zusammen und wird durch innigste Verschmelzung eins mit Ihr. Der Entwicklungsgang des einst von Gott abgefallenen Geistigen dauert unendliche Zeiten und wird auch im Jenseits über zahllose Stufen zur Höhe führen, immer aber wird die Außenform, das noch weniger entwickelte Geistige, zurückbleiben und die Seele freigeben, die dann als geistiges Wesen den Zusammenschluss sucht mit ebensolchem reifen Wesenhaften im Jenseits. Die Außenhülle löst sich auf, und die einzelnen geistigen Substanzen treten wieder mit ähnlichen in Verbindung, um ihren Entwicklungsgang fortzusetzen ....

Der Leib Jesu aber war in seiner Reinheit und seinem Liebeswirken schon zu geistiger Vollkommenheit gelangt, und die unermesslichen Leiden am Kreuz waren der letzte Läuterungsprozess für das zur Form gewordene Geistige, so dass es völlig entschlackt sich der vollkommenen Seele anschliessen konnte, also nicht mehr auf Erden zu bleiben genötigt war, und nun der Gottesgeist, die Seele und der Körper sich vereinigten, also eins wurden.

Es war der Mensch Jesus der Mittler zwischen Gott und den Menschen .... es ist aber nun Gott und Jesus Christus eins .... es sind nicht zwei Wesenheiten, die nebeneinander zu denken sind, sondern es ist nur eine Wesenheit, Die alles Vollkommene in Sich aufnimmt. Es ist die Gottheit Jesu nicht anders vorstellbar als die ewige Gottheit Selbst, Die nur die Außenform des Menschen Jesus Sich angegliedert hat, d.h., Dessen geistige Substanzen sich verschmelzen durften mit der Urkraft, weil sie schon beim Ableben Jesu den Vollkommenheitsgrad erreicht hatten, der Vorbedingung ist zum innigsten Zusammenschluss mit Gott ....

Es ist der Leib Jesu durch das Verachten irdischer Freuden und strenge Selbstzucht zum Überwinder jeglicher Materie geworden und hatte sonach keinen weiteren Entwicklungsgang mehr nötig. Es konnten sich alle in ihm verformten geistigen Substanzen der Seele zugesellen und mit ihr zugleich das Erdental verlassen, um in Lichthöhen einzugehen. Es war also strahlendstes Licht von nun an die Umgebung dieser Seele, folglich musste der Leib und die Seele Jesu in verklärtem Zustand die Erde verlassen, denn ein Wesen, das völlig mit Gott verschmolzen ist, musste nun auch Licht und Kraft von Ihm entgegennehmen und also dieses in gleicher Weise ausstrahlen wie die ewige Gottheit Selbst, denn es war ja nun eins mit Gott, folglich auch Licht und Kraft in aller Fülle.

Dieser Vorgang der Lichtausstrahlung bleibt den Menschen sonst verborgen, doch die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen liess die Verklärung Jesu sichtbar vor sich gehen, um ihnen ein Zeichen Seiner Macht und Herrlichkeit zu geben, um den Glauben derer zu stärken, die Seine Macht und Herrlichkeit in der Welt verkünden sollten, und um den Menschen den Beweis zu geben, dass Jesus den Tod überwunden hatte .... dass es nun keinen Tod mehr gibt für die Menschen, die Ihm nachfolgen, die den gleichen Weg auf Erden zu gehen sich bemühen.

Es ist die Verklärung Jesu eine vielumstrittene Frage für die Menschheit gewesen, und meist wurde sie als Fabel abgelehnt, weil den Menschen jegliches geistige Verständnis mangelt für das Endziel eines jeden Wesens .... für den endgültigen Zusammenschluss mit Gott .... für die Einswerdung mit Ihm .... Jesus aber sagt: „Der Vater und Ich sind eins ....“ Denn in Ihm hatte der Zusammenschluss schon stattgefunden, Seine Seele war so gestaltet, dass sie Gott in sich aufnehmen konnte und also schon Licht- und Kraftempfänger aus Gott war, Er also lehren konnte alle Weisheit und wirken konnte durch göttliche Kraft.

Er war vollkommen, wie Sein Vater im Himmel vollkommen war, und konnte schaffen und gestalten gleich Ihm .... Sein Wesen war Liebe, Seine Worte waren Liebe, und so konnte Er wirken kraft Seiner großen Liebe zu den Menschen. Denn alles, was ist und geschieht, bringt nur die Liebe zustande .... Sein Erdenlauf war eine endlose Reihe von Wundertaten ohne Prunk und Glanz, den Er aber beendete in strahlendem Licht .... indem Er vor den Augen der Seinen Sich verklärte und aufstieg zur Höhe, zur ewigen Herrlichkeit ....

Amen


BD 2345 empfangen  24.5.1942

Leib und Seele Jesu Christi war Gott zugewandt ....

Der Leib Jesu Christi setzte seiner Seele keinen Widerstand mehr entgegen; er forderte nichts anderes für sich, als was die Seele wollte, die sich mit dem Geist in ihr gänzlich vereinigt hatte .... Dies war der Zustand des Menschen Jesus, als Er Sein Werk vollendet hatte .... Es war der Zustand völliger Hingabe an Gott und restlosen Verzichtens auf das, was der Welt angehörig war .... Sein Leib war gänzlich unabhängig von der Erde und ihren Gesetzen, denn er war durch und durch vergeistigt, d.h., die geistigen Substanzen, die Seinen menschlichen Leib bildeten, hatten sich mit denen der Seele verschmolzen und sich gewissermaßen gänzlich dem Willen des Geistes unterstellt, der in engster Verbindung stand mit dem Vatergeist, und also war auch der irdische Leib mit der Seele zugleich eins geworden mit der ewigen Gottheit ....

Diese Verschmelzung war so überaus bedeutsam, sie war von einer Tragweite, die das Geistige nicht zu fassen vermag, bevor es nicht selbst den Zusammenschluss mit Gott gefunden hat. Sie war ein Akt größter Selbstüberwindung, tiefster Liebe und schrankenlosester Hingabe an Gott .... Es zog die Seele des Menschen Jesus gleichzeitig ihre Außenhülle, den Körper, in den Bereich der Liebesausstrahlung aus Gott, und es wurde Seine Seele und Sein Körper durchflutet vom Liebesgeist Gottes, von Seiner Kraft und Seinem Licht ....

Es war der Mensch Jesus kraft- und lichtvoll .... Er war mächtig und weise, und es gehorchte Ihm jegliche Kreatur, es gehorchte Ihm die gesamte Schöpfung, denn Gott Selbst war in aller Fülle in Ihm, weil Ihm keinerlei Widerstand mehr entgegengesetzt wurde, weder von der Seele noch vom Körper, und diese schrankenlose Hingabe auch das schrankenlose Wirken Gottes zur Folge hatte .... Gott Selbst war es, Der Sich nun äußerte in allem, was Jesus tat und redete.

Gottes Liebe erfaßt alles, was sich Ihm hingibt, sie durchstrahlt jede Schöpfung, sowie das Geistige in ihr der göttlichen Liebe keinen Widerstand entgegensetzt .... Wo dieser Widerstand aufgehoben ist, dort kann nur noch die Liebe Gottes sein, also .... da Gott die Liebe ist .... kann nur Gott dort sein, wo sich Ihm kein Widerstand entgegensetzt .... Alles aus Ihm ist Göttliches so lange, wie es ohne Widerstand ist. Erst der Widerstand macht das von Gott Geschaffene zu etwas außer Ihm Stehendem so lange, bis es von selbst den Widerstand aufgibt ....

Der Mensch Jesus war Gott völlig ergeben und also nichts außerhalb Gottes Stehendes mehr, sondern mit Ihm verschmolzen, also eins mit Gott .... und somit völlig verklärt, weil die Verbundenheit mit Gott ein lichtvoller Zustand ist .... Und es hat Jesus Christus beim Abscheiden von der Welt zugleich mit Seiner Seele Seinen Leib hinübergenommen in die Ewigkeit, denn es war an Ihm nichts mehr, das einer Höherentwicklung bedurfte, es war der Körper und die Seele vollkommen; es war jegliche geistige Substanz Gott so zugewandt, dass sie von dem Licht und der Liebe Gottes durchdrungen war, dass sie Gott gleich war, weil sie sich völlig mit der ewigen Gottheit verschmolzen hatte ....

Amen


BD 8422 empfangen  25.2.1963

Jesus ist Gott ....

Euch können tiefste Weisheiten erschlossen werden, sowie ihr dafür aufnahmefähig seid, und ihr werdet dann auch eindringen können in ein Wissen, das nur ein erweckter Geist verstehen wird in seiner ganzen Tiefe. Doch immer will Ich euch zum Verständnis verhelfen, wenn es euch nach der Wahrheit verlangt, wenn ihr Aufschluss begehrt, wo euer Denken noch nicht völlig geklärt ist. Und Ich will so zu euch reden, dass ihr Mich verstehen könnt .... Ich will mit der Stimme des Vaters Meine Kinder ansprechen ihrem Erkenntnisgrad gemäß: Es ist wohl Mein Wesen unergründlich, und ob ihr euch auch ständig mehr vollendet, so wird es euch doch unergründlich bleiben bis in alle Ewigkeit. Ihr sollt dennoch die höchste Vollendung anstreben und dadurch endlich auch den Zusammenschluss finden mit Mir ....

Ihr sollt völlig in Mein Wesen eingehen, ihr sollt .... als einstmals ausgestrahlte Lichtfunken, euch wieder mit dem ewigen Feuer Meiner Liebe verschmelzen und dennoch ichbewusste Wesen bleiben .... Dieses werdet ihr niemals begreifen können, solange ihr als Mensch auf der Erde lebt, weil euer Denken so lange auch begrenzt ist, aber jener Vorgang der Verschmelzung mit Mir nur damit zu erklären, dass alles Vollkommene keine Begrenzung kennt, dass der Zusammenschluss mit Mir wohl völliges Durchströmen Meiner Liebekraft bedeutet, dass Ich Selbst aber euch ewiglich unerreichbar sein werde .... dass Ich euch also nahe bin und doch ihr niemals Mich erreichen werdet ....

Denn ihr dürft euch von Mir keine begrenzte Vorstellung eines Wesens machen, da Ich nicht an Zeit und Raum gebunden bin. Ihr werdet ewig nicht mehr das Bewusstsein eures Ichs verlieren, und ob ihr noch so innig mit Mir verschmolzen seid, weil ihr gänzlich durchstrahlt werdet von Mir mit Meiner Kraft .... Doch ihr wirkt in der Unendlichkeit als ich-bewusste Wesen, und das gerade ist eure Seligkeit. Ihr habt dann also eure Vergöttlichung erreicht, das Ziel, das Ich Mir setzte, als Ich euch erschuf, ihr seid zu Meinen Ebenbildern geworden, ihr seid das gleiche wie Ich in eurer Ursubstanz, und ihr könnt im hellsten Licht der Weisheit, im Besitz von unbeschränkter Kraft und völlig freiem Willen schaffen und wirken und aus euch heraus neues Leben erstehen lassen ....

Ihr seid Miniaturen Meiner Selbst, weil ihr vollkommen geworden seid, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist .... Auch die Seele Jesu stand unter dem gleichen Gesetz, als sie .... als von Mir ausgestrahltes Wesen .... ihre Willensprobe ablegen sollte, die sie bestand, also bei Mir verblieb, als das Heer urgeschaffener Geister abgefallen ist von Mir .... Dieses Wesen war Mir so in Liebe ergeben, dass Es freiwillig Sich zu der Mission auf Erden erbot, für die gefallenen Brüder zu leiden und zu sterben als Mensch, um jene zu erlösen und Mir Meine Kinder wieder zurückzubringen ....

Und es vollbrachte der Mensch Jesus das einmalige Werk, das nie zuvor und auch niemals nachher ein Mensch leistete und leisten wird: auf Erden schon sich gänzlich mit Mir zu einigen, die restlose Vergeistigung von Seele und Körper zustande zu bringen, so dass das ganze Wesen völlig durchstrahlt werden konnte, was seine Himmelfahrt deutlich zum Ausdruck brachte .... In Ihm konnte Ich Selbst Mich manifestieren, d.h., Ich Selbst, als die Ewige Gottheit, als die alles erfüllende und durchdringende Kraft, konnte niemals personifiziert werden ....

Doch Ich konnte eine Form gänzlich durchstrahlen, und es blieb an dieser Form nichts Menschliches mehr zurück, es war auch die Außenform Geist von Meinem Geist, die Seele ging völlig in Mir auf, und es wurde „Jesus“ im Sinne des Wortes „Gott“ .... Sein Wille, Sein Denken, Sein Handeln war Mein Wille, Mein Denken und Mein Handeln .... Es konnte nicht mehr von zwei Wesen gesprochen werden .... Die Vereinigung mit Mir war eine totale, Jesus war, ist und bleibt der für alle von Mir erschaffenen Wesen schaubare Gott .... Die ichbewusste Jesu-Seele ist in ihr Ursein zurückgekehrt, denn sie war die gleiche ausgestrahlte Liebekraft, die sich nur mit der Urkraft zusammenschloß und so völlig in ihr aufging, dass nun nur noch von der Urkraft .... von Gott Selbst, dem alles erfüllenden Urgeist .... gesprochen werden kann, wenn von Jesus gesprochen wird ....

Es kehrte Seine Jesu-Seele nicht als vollendeter Geist von der Erde zurück, sondern sie gab sich selbst ganz und gar der Ewigen Gottheit zu eigen noch auf Erden, sie gab sich selbst auf, um des größten Mysteriums willen: die Menschwerdung Gottes und Seine Schaubar-Werdung für alle einst aus Ihm hervorgegangenen Wesen .... Gott und Jesus ist eins, Jesus ist kein zweites ichbewusstes Wesen, sondern Sein Gang über die Erde hat Ihm das Höchste und Letzte eingetragen: die restlose Verschmelzung mit Mir, so dass Mein Wille und Mein Denken nur noch das Wesen beherrscht, Das als schaubarer Gott herrschet und regiert im geistigen Reich ....

Doch dieses zu begreifen wird euch Menschen erst dann möglich sein, wenn es für euch keine begrenzten Vorstellungen mehr gibt; und auch dann noch wird euch Mein Wesen unergründlich sein und bleiben, doch ihr werdet euren Gott und Schöpfer .... das vollkommenste Wesen in der Unendlichkeit .... schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht, und ihr werdet dann auch wissen, dass es außer Ihm, Der euch in Jesus schaubar wurde, keinen anderen Gott mehr gibt .... Und ihr werdet in Liebe erglühen und Ihm zustreben immer und ewig, und Er wird euch eure Liebe erwidern und euch beglücken im Übermaß .... Denn Meine Liebe kennt keine Grenzen, und so auch wird die Seligkeit nicht begrenzt sein, sondern ewig währen ....

Amen


BD 8574 empfangen  29.7.1963

Vergeistigung des Körpers Jesu ....

Anders aber verhält es sich mit dem Leib Jesu Christi, der gänzlich vergeistigt auferstand von den Toten und der als schaubare Hülle Meiner Selbst bestehenblieb, um ewig den von Mir erschaffenen Wesen ein schaubarer Gott zu sein und zu bleiben .... Dieser Leib Jesu war wohl auch irdische Materie, doch er war von göttlicher Kraft gezeugt .... Es waren gleichfalls geistige Substanzen, welche die irdische Leibesmutter Maria ausgeboren hatte und die sich in ihren Forderungen, Trieben und auch Schwächen einstellten auf die Umgebung, die also von der sie umgebenden Materie beeinflußt wurden, so dass das Verlangen des Körpers genau so gerichtet war wie das anderer Menschen .... dass also der Körper reagierte auf alle Versuchungen von außen .... aber immer wieder durch die Willensstärke Jesu allen diesen Versuchungen widerstand ....

Und das erforderte einen ständigen Kampf, es erforderte eine ständige Bereitschaft, in Liebe zu wirken, weil Jesus auch alle Substanzen erlösen wollte, die durch Sein Mensch-Sein mit Seiner Seele in Verbindung getreten waren, die aber keinem anderen gefallenen Urgeist angehörten, sondern ein Erschaffungswerk Meinerseits gewesen ist, wozu Ich den Menschen ausgesucht hatte, der fähig war, in Gott-gewollter Ordnung einen Menschen zu gebären, Der also dann die Substanzen dessen in Sich trug, die Ihm nun auch die leibliche Hülle bildeten .... die auch erlöst werden sollten, doch Angehör der Seele blieben, die sich darin barg ....

Versteht es: Der Körper Jesu und der Körper Marias waren rein und sündenlos gezeugt .... aber sie nahmen Aufenthalt in einer sündigen Welt und blieben daher auch nicht von Anfechtungen durch diese Welt verschont .... Sie mussten sich darin bewähren, sie mussten einen noch härteren Kampf führen gegen solche Anfechtungen, weil Mein Gegner sich durch die Materie noch äußern konnte, weil er durch alles, was eine reine Seele umgab, Gelegenheit hatte einzuwirken und sein Wirken in den verschiedensten Versuchungen bestand, denen jeder Mensch ausgesetzt ist und gegen die anzukämpfen Aufgabe eines jeden Menschen ist ....

Dieses wird euch Menschen noch unverständlich sein, doch immer dürft ihr glauben, dass die restlose Vergeistigung des Körpers Jesu sowohl als auch Marias gelungen ist, dass Jesus jedoch als einzigstes Wesen Seine Hülle mitnahm in das geistige Reich und sie beibehielt, weil Ich allen von Mir erschaffenen Wesen zum schaubaren Gott werden wollte und die restlose Einigung von Körper und Seele mit Mir stattgefunden hatte, die auch nimmermehr aufgelöst werden kann.

dass sich an die Seele Jesu noch viel unerlöstes Geistiges anhängte und sie bedrängte, steht ebenfalls fest, und dass darum der Kampf Jesu gegen diese finsteren Mächte sehr schwer gewesen ist, wird auch immer wieder betont, denn diese Kräfte suchten Ihn im Auftrag Meines Gegners zum Fall zu bringen, und so hat Jesus auch ankämpfen müssen gegen solche Versuchungen, die niemals von Seinem eigenen Körper ausgingen, doch von seiten jener finsteren Kraft ausgeübt wurden, die sich alles Außenstehenden und den Menschen Jesus Umgebenden bediente, um Ihn zu versuchen, und Er darum trotz Seines reinen, sündenlosen Körpers unermesslich zu leiden und zu kämpfen hatte gegen die Bedrängungen aller Art.

Aber Er hat auch viel des unreifen Geistigen erlöst, das dann auch das letzte Ausreifen als Mensch auf Erden erfahren durfte .... und diese Menschen dann auch oft erkenntlich waren an ihrer offensichtlichen Stellungnahme zu Jesus und an einem Leben in der Nachfolge Jesu .... dass Sein Kampf leichter gewesen wäre Seines reinen, sündenlosen Körpers wegen, darf niemals angenommen werden, denn es hing sich genug unreifes Geistiges an Seine Seele an, das Er nicht einfach abschütteln durfte, sondern das Er auch erlösen wollte, um ihm zu helfen in seinem weiteren Entwicklungswege.

dass aber Sein eigener Körper in restlos vergeistigtem Zustand auch der Seele Angehör wurde und blieb, muss euch Menschen ebenso glaubwürdig sein, denn Mein Aufenthalt in einem Menschen setzte alle diese ungewöhnlichen Bedingungen voraus, wie eben auch eine reine geistige Zeugung und ein Geburtsvorgang, der ungewöhnlich war und göttliches Wirken verriet .... Dennoch war Jesus ein Mensch, und Sein Kampf und die Vergeistung aller körperlichen Substanzen fanden in gleicher Weise statt wie bei allen anderen Menschen: Liebe und Leid brachte sie zuwege .... und immer nur wird Liebe und Leid nötig sein zur restlosen Vergeistigung des Menschen auf Erden ....

Amen


BD 7693 empfangen  6.9.1960

Auferstehung und Vergeistigung Jesu ....

Dies könnt ihr getrost als Wahrheit annehmen, dass sich Mein Körper zugleich mit Meiner Seele vergeistigt hat, dass Ich also deshalb auferstehen konnte von den Toten, weil nichts Materielles mehr im Grabe zurückblieb, das den Gang seiner Entwicklung noch hätte weitergehen müssen. Ich war im Erdenleben Herr geworden auch über Meinen Körper, Ich hatte alle Substanzen vergeistigt, d.h. sie als Mensch Jesus Meinem Vater von Ewigkeit zugewendet; es war nichts mehr am Körper, was sich dem Vater in Mir widersetzte, und Ich habe die Qualen am Kreuz nicht um Meinetwillen .... um der Vergeistigung Meines Körpers willen .... erlitten, sondern mit diesen nur die Sünden der Menschheit getilgt. Aber Mein Körper war doch noch menschlich ausgerichtet, so dass er die großen Schmerzen gefühlt und ertragen hat ....

Doch als Ich mit Meinem Tod am Kreuz das Erlösungswerk für die Menschheit vollendete, wollte Ich euch noch den Beweis bringen von Meiner Vergeistigung, die zur Folge hatte Meine Auferstehung von den Toten .... Körper und Seele also konnten auferstehen, weil sie das Werk der Vergeistigung vollbracht hatten, und nichts war fähig, dieses Geistige nun im Grabe festzuhalten, denn der Geist durchdringt alles, selbst die festeste Materie. Diese Vergeistigung des Körpers war Mir wohl möglich, weil Ich ganz von der Liebe erfüllt war und weil die Liebe jegliche unreine Substanz auflöst, weil .... wo Liebe ist .... sich nichts Unreifes mehr halten kann, weil die Liebe ein Verschmelzen mit der Ewigen Liebe garantiert, weil sie alles aufzehrt und nur das Reingeistige zurückbleibt, das sich nun zusammenschliessen kann mit dem Urgeist von Ewigkeit.

Ich stand in dieser Liebe, und so ihr Menschen euch gleichfalls zur Liebe gestaltet, werdet ihr auch gleichfalls euren Körper vergeistigen können, ihr werdet alle materiellen Substanzen in die rechte Ordnung bringen, und alles darin gebundene Geistige wird sich Mir als der Ewigen Liebe zuwenden und jeglichen Widerstand aufgeben, der einstmals seine Substanzen verhärtete und Ursache der Bannung in der Materie gewesen ist. Aber diese Vergeistigung ihres Körpers wird nur wenigen Menschen noch auf Erden gelingen, doch sie ist möglich. Und dann wird auch der Körper auferstehen können zugleich mit der Seele, nur wird euch Menschen dies nicht oft ersichtlich sein, weil es für das Seelenheil nicht nötig ist, dass ihr ungewöhnliche Dinge erlebt, die den Menschen allgemein nicht verständlich sind.

Doch dass Ich Selbst auferstanden bin von den Toten, dass auch Mein Leib dem Grabe entstieg, könnt ihr glauben, denn Mein Leben als Mensch war wahrlich so, dass die Vergeistigung des Körpers stattfinden konnte, dass nichts mehr zurückzubleiben brauchte, um eine weitere Entwicklungsphase durchzumachen. Ich hatte den Zusammenschluss gefunden mit dem Vater von Ewigkeit .... Ich war völlig durchdrungen von Ihm, Ich stand nicht mehr außerhalb Seines Wesens, Ich war mit Ihm verschmolzen bis in alle Ewigkeit.

Doch euch ist das „Wesen Gottes“ nicht verständlich zu machen, denn Er ist ein Geist, Der alles erfüllt und alles durchdringt .... Er kann nicht personifiziert werden, Er ist auch nicht schaubar, Er ist Kraft und Licht in einem Ausmaß, das alles verzehren würde, wenn es sich nicht zu einem hohen Grad der Liebe gestaltet hätte, die in Mir war während der Zeit Meines Erdenwandels als Mensch. Und darum konnte Ich völlig durchstrahlt werden von diesem Licht und der Kraft, ohne zu vergehen, aber auch Mein vergeistigter Leib behielt seine Form trotz der größten Fülle des göttlichen Geistes, so dass Ich also schaubar blieb den Wesen, die in einem hohen Reifegrad Mir Selbst gegenübertreten ....

Der große Geist von Ewigkeit, Der das ganze All erfüllte, hatte Sich manifestiert in einer menschlichen Form .... Ich wurde schaubar Meinen erschaffenen Wesen in Jesus Christus, denn Ich Selbst bin auch eine Wesenheit, was euch Menschen erst begreiflich sein wird, wenn ihr selbst voller Liebe und die Vereinigung mit Mir eingegangen sein werdet .... Und dann fasst ihr auch das Problem Meiner Auferstehung, der Vergeistigung von Körper und Seele und Meiner völligen Verschmelzung mit dem Vatergeist von Ewigkeit .... Dann erst fasst ihr die Einheit Jesu und des Vaters .... Dann erst seid ihr Mir ganz verbunden, und ihr erkennt Mich Selbst, euren Gott und Vater von Ewigkeit, in Jesus Christus .... Denn Er und Ich sind eins, und wer Mich sieht, der sieht auch den Vater ....

Amen


Jesu Abstieg zur Hölle

BD 6315 empfangen  18.7.1955

„Abgestiegen in die Hölle ....“

Als die Stunde der Erlösung für die Menschheit schlug, befand sich das zuvor abgeschiedene Geistige .... die Seelen der Menschen vor der Niederkunft Christi .... in einem Zwischenreich, nicht auf der Erde und nicht im Reiche des Lichtes und der Seligkeit, und es harrte dort der Stunde der Erlösung .... Es ist dies euch Menschen nur dann verständlich, wenn ihr um die Urschuld und um den Anlaß des Erlösungswerkes wisst, wenn ihr wisst um die endlos weite Kluft zwischen dem einst abgefallenen Geistigen und Gott ....

Das Erdenleben als Mensch konnte diese Kluft nicht überbrücken, wenngleich es im göttlichen Willen zurückgelegt wurde, denn die Urschuld war noch nicht getilgt, die der Mensch allein niemals während eines Erdenlebens hätte tilgen können .... die Erlösung durch Jesus Christus aber galt allem Geistigen, es wurde das Erlösungswerk dargebracht für alle Menschen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft .... Denn das Tor zum Lichtreich wurde durch den Kreuzestod Jesu geöffnet, so dass nun auch jene Seelen des Zwischenreiches Eingang finden konnten, sowie auch sie sich zum göttlichen Erlöser Jesus Christus bekannten ....

Von Beginn der Rückführung des Geistigen zu Gott war dieser Heilsplan Jesu Christi festgelegt, und von der Zeit der Urväter an schon wurde hingewiesen auf die Niederkunft des Erlösers und durch Seher und Propheten immer wieder Sein Kommen angekündet .... Und die Menschen, die sich zu Gott bekannten, die sich bemühten, nach Seinem Willen zu leben, hörten alle von dem Messias, Der den Menschen das Heil bringen sollte .... Doch nicht alle erlebten Ihn, denn viele Generationen vor Ihm wurden abgerufen von der Erde, und ihre Seelen mussten nun ihres Erretters harren. Darum stieg Jesus nach Seinem Tod am Kreuz auch nieder zur Hölle .... Er wollte auch denen die Befreiung bringen aus der Fessel des Satans, die dieser darum noch gebunden halten konnte, weil die Sündenschuld noch nicht restlos getilgt war. Denn nimmermehr hätte der Gegner Gottes diese Seelen freigegeben, auf die er ein Anrecht hatte, weil sie ihm freiwillig folgten in die Tiefe.

Auch in der Hölle aber waren viele verstockte Seelen, die den göttlichen Erlöser nun, wie alle, auch nur als Mensch gleich sich selbst bewerteten und nicht glaubten an die Erlösung durch Ihn von Sünde und Tod .... Auch ihnen musste der freie Wille belassen bleiben zur Entscheidung und darum kam Jesus nicht strahlend in jenes Reich der Geister, sondern als Mensch Jesus, Der am Kreuz gestorben war .... Doch viele wussten, dass Er der Messias war, Der immer wieder angekündigt worden war .... Und diesen Glauben an Ihn hätten alle Seelen finden können, weil durch Gottes Lichtboten sie ständig Kenntnis erhielten von dem, was sich auf der Erde abspielte .... und weil auch die Gott-getreuen Väter in jenem Reich nicht nachliessen, das Kommen des göttlichen Erlösers zu ihnen in Aussicht zu stellen .... Denn sie taten dies im Auftrag des Herrn, auf dass Seine Niederfahrt zur Hölle erwartet wurde und Er nun auch zahllosen Seelen Errettung bringen und auch ihnen das Tor öffnen konnte zur Seligkeit ....

Der Abstieg zur Hölle brachte Gott die ersten einst gefallenen Geister zurück, für die der Mensch Jesus auch das Lösegeld gezahlt hatte durch den Kreuzestod, und also begann von dann an erst die eigentliche Rückführung, es fand das erste von Luzifer Gefesselte seine endgültige Freiheit, wenngleich der Weg zuvor schon diesem Geistigen den Weg bereitet hatte bis kurz vor die noch verschlossene Pforte, die nun aber Jesus öffnete und der Weg ins Vaterhaus frei wurde für jede Seele, die ihn mit Jesus Christus gehen will ....

Amen


BD 6531 empfangen  25.4.1956

Abstieg zur Hölle ....
Gegnerschaft Luzifers ....

Es ist richtig, dass Ich zur Hölle hinabgestiegen bin nach Meinem Kreuzestode und dass Ich auch denen Erlösung brachte, die noch nicht durch die Pforte zur ewigen Seligkeit eingegangen waren, weil diese Pforte erst durch Meinen Kreuzestod geöffnet werden musste .... Unzählige Seelen harrten der Stunde ihrer Erlösung, und ihnen erschien Ich als Mensch Jesus, und Ich stellte ihnen Mein Leiden und Sterben vor Augen, weil auch sie sich frei zu Mir bekennen mussten als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Aber Ich wurde auch erkannt von denen, die einen guten Lebenswandel geführt hatten auf Erden; Ich wurde nicht zurückgewiesen von allen, dennoch wehrten sich auch unzählige Seelen, und sie wiesen das Gnadengeschenk Meiner Erlösung ab ....

Der Einfluß Meines Gegners auf diese Seelen war so stark, dass sie in Mir nur den Menschen sahen, der sich aufgelehnt hatte gegen irdische Machthaber und darum zum Tode verurteilt wurde .... Es musste allen jenen Seelen die Willensfreiheit belassen bleiben. Und darum konnte Ich nicht in Macht und Herrlichkeit erscheinen .... Ich musste unter sie treten, so wie Ich auf Erden unter den Menschen gewandelt war .... als Mensch, Der nur durch das Wort sie zu überzeugen suchte von Seiner Mission und von dem vollbrachten Werk der Erlösung.

Aber Mein Gegner wollte nicht die Seelen hergeben, jedoch wurde ihm zum ersten Mal die Auswirkung Meines Erlösungswerkes bewusst .... er konnte die Seelen nicht halten, die sich zu Mir bekannten, die freiwillig Mir folgen wollten durch die Pforte, die ihnen von Mir geöffnet wurde .... Sie waren seiner Macht entzogen, sie sprengten die Fesseln, weil sie die Kraft von Mir bezogen, weil Ich Selbst ihre Ketten löste .... Desto mehr wütete Mein Gegner unter seinem Anhang, und nun begann der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis (der Kampf der Finsternis gegen das Licht) erst richtig, und er hat nie aufgehört und wütet sonach auf Erden und im geistigen Reich ....

Ich bin hinabgestiegen in die Hölle, Erlösung zu bringen allen, die schon vor Meiner Niederkunft ihr Erdenleben beschlossen hatten .... allen, die trotz eines rechten Lebenswandels noch in der Gewalt dessen sich befanden, der als Mein Gegner auch Mich Selbst anfeindete und gegen den Ich also den Kampf geführt habe auf Erden um alle Seelen, die er gefesselthielt .... Und er verlor einen großen Teil seines Anhangs .... Ich war für alle jene Seelen gestorben, und alle hätten sich frei machen können von ihm. Doch seine Wut war grenzenlos, als er sich seines Anhangs beraubt sah .... als er erkennen musste, dass Ich einen Sieg über ihn erfochten hatte, den aber nur die Liebe errang.

Auch er hätte sich der Liebe ergeben können, jedoch seine Macht, sein Besitz war noch zu groß, und er wehrte Meiner Liebekraft, so dass sie also auch nicht an ihm sich auswirken konnte. Aber es war der Moment eingetreten, da er erkennen musste, dass seine Macht gebrochen war .... Er musste einsehen, dass er in dem Menschen Jesus seinen Herrn gefunden hatte, Dessen Liebe die Vereinigung mit Mir erreicht hatte .... Und darum wurde sein Haß nur noch größer, denn in dem göttlichen Erlöser Jesus Christus erwuchs ihm nun ein scharfer Gegner, Der ihm seinen Anhang entwinden konnte kraft Seiner Liebe. Da aber der freie Wille eines jeden Wesens ausschlaggebend ist, sah Mein Gegner darin noch eine günstige Lösung für sich, und er ist unentwegt bemüht, auf den Willen seiner Opfer einzuwirken, sei es auf Erden oder auch im geistigen Reich.

Ich aber bin in die Hölle hinabgestiegen nach Meinem Kreuzestode, und Ich steige immer wieder hinab zur Hölle, um Erlösung zu bringen allen denen, die frei werden wollen von ihm, und er wird Mich nicht daran hindern können, er wird niemals gewaltsam die Seelen zurückhalten können, die Meinem Ruf folgen wollen .... Seine Macht ist gebrochen worden durch Meinen Tod am Kreuz, aber seinen Widerstand konnte auch dieser Kreuzestod nicht brechen, sein Haß und sein Wille sind unbeugsam, sein Wirken grundschlecht, und sein Wesen ist völlig ohne Liebe .... Darum fehlt ihm auch die Kraft, dem Toten das Leben zu geben. Die ihm verbliebene Kraft wird nur immer zum negativen Wirken angewandt, und darum muss positive Kraft sein Wirken stets mehr entkräften .... es muss die Liebe für sich gewinnen und an sich ziehen alles Leblose und es wieder zum Leben erwecken ....

Bei Meinem Abstieg zur Hölle begann die Rückführung des einst Gefallenen zu Mir, es begann das Erwecken des Toten zum Leben, denn die Liebe hatte den Beweis erbracht, dass sie stärker ist als der Haß, die Liebe hat die Schuld abgetragen am Kreuz, die den Tod eintrug den Wesen. Und also ist ihnen das Leben erkauft worden, es wurde der besiegt, der das Wesenhafte in den Zustand des Todes versetzt hatte ....

Amen


BD 6543 empfangen  10.5.1956

Abgestiegen zur Hölle ....

Allein werdet ihr niemals die Umgestaltung eures Wesens zuwege bringen, denn es fehlt euch dazu an Kraft. Es hat aber Einer für euch diese Kraft erworben .... Der Mensch Jesus hat für euch etwas getan, um euren Schwächezustand zu beheben, der Folge war eurer einstigen Auflehnung wider Gott .... Die Auswirkung dieser eurer Schuld also hat Er für euch auf Sich genommen, Er hat eure Schuld bezahlt mit Seinem Tod am Kreuz und dadurch euch wieder die Zufuhr von Kraft möglich gemacht .... Er hat für euch die Kraft erworben und teilt sie euch nun auch aus als Gnadengeschenk .... vorausgesetzt, dass ihr selbst die Gnaden in Anspruch nehmt, wozu das Anerkennen Jesu Christi als Gottes Sohn und Erlöser der Welt Vorbedingung ist, die auch das Anerkennen der Gottheit Jesu in sich schliesst ....

Was aber nun zuvor unmöglich war, dass sich der Mensch selbst umformen konnte wieder zu dem Lichtwesen, das er uranfänglich gewesen ist, wurde durch den Kreuzestod Jesu möglich, und so ist die Rückkehr zu Gott auch mit Sicherheit erfolgt, wenn sich der Mensch nur an Jesus Christus hält, wenn er Ihn angeht um Hilfe auf dem Wege zur Vollendung. Die Kraft, die ihm nun zugeführt wird, genügt, um sich zu befreien aus der Gewalt dessen, der ihn herabzog zur Tiefe und unbarmherzig dort gefesselthält, weil die eigene Kraft zum Widerstand dem Wesen fehlt ohne Hilfe Jesu Christi.

Also war Jesus nach Seinem Kreuzestod auch in die Hölle hinabgestiegen, denen Hilfe zu bringen, die schon vor dem Erlösungswerk das Erdenleben verloren hatten und sich immer noch in der Gewalt des Gegners von Gott befanden. Ihnen war es nicht möglich gewesen, während des Erdenlebens sich zu befreien, denn sie waren völlig geschwächten Willens, und darum unterlagen sie jenem und blieben so lange in dessen Gewalt, bis der Retter Jesus Christus kam, Dem sie nun ungehindert folgen durften, weil Er auch für ihre Seelen den Kaufpreis gezahlt hatte mit Seinem Blut. Dennoch musste auch der freie Wille jener Seelen beachtet werden .... der aber nun Stärkung erfuhr, so die Seele nicht völlig gegnerisch eingestellt war ....

Es wird nun aber die Niederfahrt zur Hölle nicht recht verstanden, wenn nur jener willigen Seelen Erwähnung getan wird .... Jesus, der Gekreuzigte, erschien auch im Pfuhl tiefster Verworfenheit, Er wagte Sich in das Bereich Seines Gegners, des gefallenen Bruders Luzifer .... Er stand auch vor ihm mit Seinen Wundmalen und zeigte ihm, was die Liebe vermochte .... Er trat ihm wie ein Bruder entgegen, aber auch dieses größte Opfer konnte dessen steinernes Herz nicht erweichen .... Höhnisch wandte sich der Fürst der Hölle ab und mit ihm eine große Schar übelster Geister .... Die Liebe fand nicht den Weg zu deren Herzen, der Haß war größer, und ihr Wille war frei.

Gott wusste wohl um diesen Misserfolg, dennoch wurde jenen Bewohnern der Hölle auch der Gnadenschatz angtragen, denn die Liebe macht keinen Halt, auch nicht vor dem verworfensten Geschöpf, doch sie zwingt nicht, sich zu ergeben .... Selbst das Liebewerk des Menschen Jesus vermochte nicht, den Haß und Widerstand zu brechen, doch es wurde auch den Wesen der Finsternis angtragen, denn die Liebe Jesu galt allen Geschöpfen, und die Niederfahrt zur Hölle war noch ein letzter Versuch, den Gegner Gottes zur Umkehr zu bewegen, ihm die letzten Chancen zu geben, sich zu wandeln und die Zeit der Erlösung des Gefallenen zu verkürzen ....

Aber auch dieses größte Liebeswerk, das Gott Selbst im Menschen Jesus vollbracht hat, vermochte nicht, den Hochmut und die Lieblosigkeit Luzifers zu wandeln, denn dieser sah in dem Kreuzestod Jesu noch einen Triumph seiner Macht und Stärke .... Er fühlte sich als Sieger, dem es gelungen war, ein göttliches Wesen seinen Knechten auszuliefern .... der wohl den zu „Tode Gekommenen“ in dem Wesen sah, Das zur Hölle herabgestiegen war, nicht aber den „Auferstandenen“ .... Luzifer ergab sich nicht, was die Gottheit von Ewigkeit voraussah .... und darauf auch das Werk der Rückführung des Gefallenen aufbauen konnte, das einmal aber auch diesen verlorenen Sohn in das Vaterhaus führen wird, wenn er seine Machtlosigkeit erkennen wird, was aber noch Ewigkeiten dauert, bis alles von ihm Verführte restlos erlöst sein wird ....

Amen


Jesu Erscheinen nach der Auferstehung

BD 7320 empfangen  29.3.1959

Auferstehung am dritten Tage ....

Und ihr könnt alle frohlocken, denn der Herr ist auferstanden von den Toten .... So erklang es im Reiche der Geister sowie auch bei den Meinen, denen Ich am dritten Tage erschienen bin, als Ich das Grab verlassen hatte und Mich Meinen Jüngern zeigte .... In ihre Herzen war tiefe Wehmut eingezogen, denn sie hatten das verloren, was all ihr Inhalt gewesen war in der Zeit, da sie mit Mir wandelten auf Erden. Sie hatten Mich verloren, wie sie glaubten, für ewig an den Tod, denn sie wollten und konnten es nicht glauben, dass Ich auferstehen würde von den Toten, auch wenn Ich zuvor sie darauf aufmerksam gemacht hatte.

Die Jünger waren noch genauso irdisch gebunden, und die Realität der irdischen Welt ernüchterte sie, und Furcht und Jammer hatte sie erfaßt in so hohem Maße, dass Ich sie trösten und stärken wollte und darum ihnen erschienen bin nach Meiner Auferstehung .... Ihnen hatte Ich den Auftrag gegeben, hinauszugehen in die Welt und Mich zu verkünden, d.h., Meine göttliche Liebelehre zu verbreiten und den Menschen Kunde zu geben von dem Erlösungswerk, das Ich für alle Menschen vollbracht hatte .... Um diese Mission aber ausführen zu können, mussten sie voll überzeugt sein von der Wahrheit dessen, was sie künden sollten ....

Und zu dem Erlösungswerk gehörte auch Meine Auferstehung, die erst das Werk der Erlösung krönte, denn die Menschen sollten erfahren, dass Ich den Tod besiegt hatte, dass es ewig keinen Tod mehr zu geben braucht für den, der in Meiner Nachfolge geht, der in den Segen Meines Erlösungswerkes kommen will und der also ein Leben führt, wie Ich es auf Erden geführt habe. Dieser also braucht keinen Tod mehr zu fürchten, weil Ich den Tod besiegt habe und also auch den, der ihn in die Welt gebracht hatte.

Und darum ist Meine Auferstehung den Menschen-sichtbar vor sich gegangen, d.h., auch nur denen konnte Ich sichtbar erscheinen, deren Reifegrad es erlaubte, dass sie Geistiges schauen konnten, denn Mein Leib war geistig, es war nicht mehr der Fleischleib, der deshalb auch nur denen schaubar sein konnte, die schon die geistige Sehe besaßen und denen Ich darum auch Meine Auferstehung angekündigt hatte. dass Mein Grab leer war, brachte wohl auch die anderen Menschen zum Erstaunen, doch sie suchten sich alle andere Erklärungen als die, dass Ich auferstanden bin von den Toten ....

Und es wird diese Lehre eben immer einen „Glauben“ fordern, den aber auch alle Menschen gewinnen können, wenn sie freiwillig unter Mein Kreuz kommen, wenn sie zu denen gehören wollen, für die Ich den bittersten Tod am Kreuz gestorben bin. Der Glaube an Mich und Mein Erlösungswerk schliesst auch gleichzeitig den Glauben an Meine Auferstehung ein, weil eine durch Mein Blut erlöste Seele auch schon die Gewissheit eines unzerstörbaren Lebens in sich hat ....

Die Jünger waren noch nicht von Meinem Geist erfüllt, in ihnen war es nach Meiner Kreuzigung noch dunkel, weil die Angst in ihnen, die menschlich war, kein Licht zuliess. Und ihnen kam Ich zu Hilfe durch Mein sichtliches Erscheinen, das dann aber auch übermächtig sie überzeugte und froh und selig werden liess, so dass nun ihnen ihre Mission leicht ausführbar dünkte und sie nun mit erhöhter Kraft sich einsetzen wollten für die Verkündigung Meiner Lehre und Meines Kreuzestodes nebst Meiner Auferstehung.

In den Tagen nach Meiner Auferstehung konnte Ich Meinen Jüngern sofort Kraft zuleiten, denn die Erlösung auch dieser Seelen war nun vorangegangen, und sie konnten sich schon frei machen von ihrem bisherigen Herrn, und ohne Scheu traten sie dann ihr Verkünderamt an, denn sie wussten es, dass sie nun nicht mehr sterben konnten oder nur noch dem Leibe nach, dass sie aber in Meinem Reich weiterleben würden, und so hatte auch für sie der Tod nun seine Schrecken verloren ....

Der Akt der Auferstehung war also gleichsam erst eine Hilfestellung für die Meinen, die Ich in größter seelischer Not zurückgelassen hatte, weil deren Glaube doch noch nicht die Festigkeit hatte, die nötig war für ihren Auftrag, Mein Wort hinauszutragen in die Welt .... Sie aber sollten an Meiner Statt reden, und sie sollten daher auch nun diesen überzeugten Glauben haben, der nur ihre volle Erlösung voraussetzte, dann aber auch unwiderlegbar bei allen Meinen Jüngern vorhanden war, so dass sie Mir wahrlich getreue Ausbreiter Meiner Lehre sein konnten, als nun ihre Mission begann ....

Amen


BD 7579 empfangen  17.4.1960

Ostern ....

Und Ich baute den Tempel wieder auf, wie Ich es verheissen hatte .... Ich erstand am dritten Tage von den Toten, und auch Mein Leib entstieg dem Grabe, weil Ich es so wollte, dass die Menschen von Meiner Auferstehung Kenntnis nahmen. Denn sie glaubten nicht an ein Fortleben nach dem Tode, und Ich wollte ihnen den Beweis erbringen, dass es Mir möglich war, auch den Tod zu überwinden, auf dass sie dann Meiner Verheissung Glauben schenken sollten, dass ein jeder Mensch auferstehe zum Leben, der an Mich glaubt.

Ich habe darum den Leib in vergeistigtem Zustand mit aus dem Grabe erstehen lassen, Ich bin Meinen Jüngern erschienen, die Mich sehen und auch fühlen konnten, weil sie es glauben sollten, dass Ich von den Toten auferstanden bin, wie Ich es zuvor verkündet hatte. Aber es konnten Mich nur die sehen, deren Reifezustand dies zuliess, denn Ich war nicht mehr körperlich unter ihnen, sondern Leib und Seele hatten sich vergeistigt und waren sonach nur denen sichtbar, die mit geistigen Augen zu schauen vermochten, weil Ich ihnen die geistige Sehe erschloß.

Und das war wiederum der Anlaß, dass die Menschen zweifelten, dass sie sich stritten und Verdächtigungen aussprachen, dass Mein Körper unrechtmäßig entfernt worden sei .... wie auch heut noch Meine Auferstehung am dritten Tage angezweifelt wird von denen, die den Vorgang der Vergeistigung der Seele und des Körpers nicht verstehen. Die Menschen glauben nicht an eine Auferstehung der Seele, und doch spielt sich bei allen Menschen der gleiche Vorgang ab bei ihrem Leibestode, dass die Seele den Körper verläßt und eingeht in das jenseitige Reich. Denn sie kann nicht sterben, nur dass ihr Zustand ganz verschieden ist je nach ihrem Lebenswandel. Hat dieser nun auf Erden zur Reife geführt, dann ersteht die Seele zum Leben .... zu einem neuen Leben im geistigen Reich ....

Meine Seele war ausgereift, sie hatte sich geeint mit dem Vatergeist von Ewigkeit, und sie hatte auch während des Erdenlebens den Körper zu bestimmen gewusst, sich allem ihren Begehren anzugleichen, so dass auch der Körper die Vergeistigung aller Substanzen schon auf Erden erfuhr und darum zugleich mit der Seele nach dem Tode auferstehen konnte, wofür Ich am dritten Tage den Beweis erbrachte. Doch auch dieser Vorgang kann nur geglaubt werden, weil sich dafür keine Beweise mehr erbringen lassen.

Wessen Geist aber erweckt ist, wer um Zweck und Ziel des Menschen auf Erden weiss, der ist auch überzeugten Glaubens an Meine Auferstehung am dritten Tage, denn ihm verkündet es Mein Geist, der nach Meiner Auferstehung auch auf Meine Jünger ausstrahlte, was nach Meiner Himmelfahrt ersichtlich wurde, denn auch diese konnten wieder nur die Menschen erleben, die ausgereift waren, die geistig zu schauen vermochten, weil Ich es wollte und weil sie geistig schon so vorbereitet waren, dass für sie das Erlebnis der Ausgiessung des Geistes (Himmelfahrt) kein(en) Willenszwang mehr bedeutete.

So auch haben Mich nach Meiner Auferstehung immer nur einzelne schauen können, und Ich habe diese einzelnen gestärkt für dieses ungewöhnliche Erleben. Sie sahen Mich .... und Ich wollte es so, weil Meine Jünger hinausgehen sollten in die Welt, um Mein Evangelium zu verkünden, und weil sie zeugen sollten von Meiner Auferstehung am dritten Tage. Doch den Ungläubigen bin Ich nicht erschienen, denn diese hätten Meine Lichtfülle nicht ertragen können, die in ihre geistige Finsternis hineingeleuchtet hätte.

Wer aber Mein Evangelium hört, wer an Mich glaubt und an Mein Erlösungswerk, der soll auch glauben können an Meine Auferstehung von den Toten, und es wird ihm auch möglich sein, daran zu glauben, weil der Geist in ihm, der aus Mir strahlt, ihn gleicherweise belehrt von innen und ihm einen lebendigen Glauben schenkt. Er wird keines weiteren Beweises bedürfen, er wird innerlich voll und ganz überzeugt sein, dass seine Seele aufersteht zum Leben, und er wird darum auch sein Erdenleben bewusst leben, er wird trachten nach der Vereinigung mit Mir, er wird sich an Jesus Christus halten und in Ihm mit Mir Selbst in Verbindung treten .... er wird geistig streben und ständig Meinen Willen zu erfüllen suchen .... und er wird den Tod nicht zu fürchten brauchen, weil er weiss, dass er auferstehen wird zum ewigen Leben ....

Amen


Die Himmelfahrt Jesu Christi

BD 3622 empfangen  7.12.1945

Himmelfahrt Christi ....
Verklärung ....

Mein Leben auf Erden war ein Wandel in Liebe, den Ich beschloß mit Meinem Tod am Kreuze .... Mein Körper war auf der Erde, d.h. allen Naturgesetzen unterworfen, Meine Seele war bei Gott, sie lebte ein geistiges Leben und wurde daher mächtig, auch den Körper sich untertan zu machen, ihn gleichfalls Gott zustreben zu lassen, und dadurch wurde Seele und Körper vergeistigt, so dass die Außenform, die Gott, den Vater von Ewigkeit, in aller Fülle barg, kein Hindernis mehr war für Sein Wirken.

Die Außenform konnte sonach auch nicht mehr dem leiblichen Tode verfallen, weil sterblich, d.h. in sich veränderlich, nur die Materie ist, die unreifes Geistiges in sich birgt, nicht aber völlig vergeistigte Substanz. Und sonach konnte Seele und Körper in das geistige Reich eingehen, denn sie waren vollendet, sie waren lichtdurchlässig und konnten nun, licht- und kraft-durchstrahlt, die Erde verlassen, ein Vorgang, den Meine Jünger erleben durften, der sich vor ihren Augen abspielte, auf dass sie die Herrlichkeit Gottes schauen konnten, auf dass sie Kraft empfingen für ihre Erdenmission, die nun einsetzte zur Erlösung der Menschheit.

Sie sollten den Menschen Kunde bringen von Meinem Erlösungswerk, von Meinem Lebenswandel, Meiner Lehre, von Meinem qualvollen Leiden und Sterben am Kreuz und von Meiner Auferstehung und Himmelfahrt .... Und zu dieser Mission mussten sie vorbereitet sein, sie mussten selbst einen Lebenswandel in Liebe führen, sie mussten tief gläubig sein, in Mir den Vater von Ewigkeit erkannt haben, sie mussten Meine Lehre voll und ganz in sich aufgenommen haben, um sie nun auch weiterleiten zu können; sie mussten in die Wahrheit eingeführt sein, um Meinen Opfertod begreifen zu können, und also mussten sie lebendige Nachfolger sein und aus innerster Überzeugung heraus predigen können.

Und darum sollten sie auch Meine Himmelfahrt erleben, das letzte Zeichen Meiner Herrlichkeit, Meiner Gottheit, auf der Erde, das Ich ihnen als Mensch geben konnte, das Meinen Wandel auf Erden abschloß, aber lebendig bleiben sollte für die Meinen, solange die Welt besteht. Denn Meine Verklärung war die Erfüllung dessen, was Ich predigte, Meinen Jüngern wohl verständlich, doch den Menschen nur dann verständlich, wenn sie Mir nachfolgen, ein Leben in uneigennütziger Liebe führen und dadurch die ewige Wahrheit begreifen und tiefste göttliche Weisheiten in sich aufnehmen können.

Dann wird auch ihnen Meine Himmelfahrt glaubwürdig sein, wenn sie wissen, dass das Vergeistigen von Seele und Körper Zweck des Erdenlebens ist und strahlendster Lichtempfang die Folge ist. Darum war Mein Erdenlebenszweck nur das Predigen der Liebe, darum nahm das Wort Fleisch an, um die Menschen auf den rechten Weg zu weisen, ihnen ein Liebeleben vorzuleben und sie anzuspornen, Mir nachzufolgen .... Nur die Liebe bringt eine Vergeistigung zuwege, und nur die Liebe erlöst die Menschheit vom Tode und erweckt sie zum ewigen Leben ....

Amen


BD 7358 empfangen  8.5.1959

Himmelfahrt Jesu ....

Es fällt den Menschen schwer, zu glauben, was sich nicht beweisen lässt, wenn es sich um außergesetzliche Erscheinungen handelt, die eben nur im Glauben als wahr angenommen werden können. Dazu gehört auch Meine Himmelfahrt, das letzte Geschehen Meines Wandels über die Erde, das wahrlich ungesetzlich vor sich ging, aber nur von vollendeten Menschen gesichtet werden konnte. Und diese vollendeten Menschen hatten den Auftrag, darüber zu berichten den Menschen, denen sie Kunde brachten von Meinem Erlösungstod, von Meinem Leiden und Sterben am Kreuz und Meiner Auferstehung ....

Meine Jünger also bekundeten auch Meine Himmelfahrt, aber sie fanden auch nur dort Glauben, wo die Menschen durch die Liebe schon mehr geistigen Sinnes waren und die darum auch das glauben konnten, was ihnen überbracht wurde. Sie wagten auch nicht, den Zeugen Meiner Himmelfahrt Zweifel entgegenzusetzen, weil sie es fühlten, dass diese Meine Zeugen die Wahrheit sprachen und in höherem Auftrag ihnen das Evangelium verkündeten. Und darum blieb der Glaube an die Himmelfahrt Jesu noch längere Zeit erhalten, sie wurde nicht so angezweifelt, wie das jetzt der Fall ist, wo die Liebe erkaltet ist unter den Menschen und der Glaube schon völlig tot genannt werden kann.

Zudem fehlen glaubwürdige Zeugen jenes Vorganges, und es müssen die Menschen bedingungslos das für wahr halten, was ihnen als Überlieferung oder aus dem Buch der Väter bekannt ist .... Aber der lebendige Glaube fehlt, denn diesen kann nur ein Liebeleben erwecken, dass dadurch des Menschen Geist erwacht und dass Licht werde im Menschen und dann auch dieses Problem eine leichte Lösung findet, die ohne einen erweckten Geist niemals gefunden werden kann.

Als Ich gen Himmel gefahren bin, umstanden Mich Männer und Frauen, deren Geist erweckt war, die Mir in heisser Liebe anhangen und deren Herzen selbst liebeerfüllt waren. Und darum wurde ihnen ein Vorgang ersichtlich, der ganz natürlich war, weil Mein irdischer Leib nicht mehr bestand, sondern Ich Mir einen völlig verklärten Leib nur deshalb angtan hatte, um ebenjenen Menschen sichtbar bleiben zu können, bis Ich sie verliess, um in das Reich zurückzukehren, aus dem Ich gekommen war. Und Mein Reich ist nur Licht und Liebe, es ist mit irdischen Augen nicht zu sehen, nur von geistigem Augen zu erblicken, wie auch jeder reine Geist inmitten eines Lichtmeeres sich aufhält und auch nur mit geistigen Augen geschaut werden kann.

Eine vollendete Seele zieht bei ihrem Tode das Lichtkleid an und erstrahlt in voller Pracht und Herrlichkeit, und würden die Menschen geistig schon vollendet sein, dann könnten sie auch zuweilen eine solche Lichtgestalt erblicken, wenn die Seele ihren irdischen Leib zurückläßt, wenn ihr Leibesleben vollendet ist und die Seele ins jenseitige Reich eingeht. Denn jede Seele, die sich auf Erden bemüht, zur Vollendung zu gelangen, wird schon in einem gewissen Grad vergeistigt sein, dass sie ein Strahlenkleid anlegen kann, nur haben die wenigsten Menschen diese Gnadengabe, geistig schauen zu können, wenn eine Seele ihren Erdenleib verläßt.

Und darum ist es auch den Menschen unerweckten-Geistes nicht glaubhaft zu machen, dass Ich nach Meiner Auferstehung „aufgefahren bin zum Himmel ....“, ein Vorgang, der auch nur Meiner Jünger wegen stattfand in aller Herrlichkeit, damit diese ihrer Aufgabe nachkommen konnten in überzeugtem Glauben an Meine Macht und Herrlichkeit, denn sie sollten das Evangelium hinaustragen in die Welt, und sie sollten Kunde geben von Meiner Auferstehung und Himmelfahrt .... Wieweit der Mensch nun das zu glauben vermag, das hängt allein von der Stärke seiner Liebe zu Mir und zum Nächsten ab ....

Alles wurzelt in der Erfüllung dieser Meiner zwei Gebote: Höchstes Erkennen und lebendiger Glaube ersteht aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten, doch ohne die Erfüllung jener Gebote wird es euch Menschen unmöglich sein, zu glauben, was euch nicht bewiesen werden kann eurer Willensfreiheit wegen. Aber selig könnt ihr euch preisen, wenn ihr glaubt ohne Beweise, denn es wird euch ein solcher Glaube dereinst gelohnt werden, wenn er Folge war eines uneigennützigen Liebelebens .... Dann werdet auch ihr einst ein strahlendes Lichtkleid anziehen, und ihr werdet den Tod nicht schmecken, ihr werdet gleichfalls „auffahren gen Himmel ....“, ihr werdet eingehen können in das Reich des Friedens und der Seligkeit, und strahlend hell wird euch das Licht erfüllen, weil ihr im Licht nun weilt bis in alle Ewigkeit ....

Amen


BD 8506 empfangen  23.5.1963

Himmelfahrt ....

Die Zeit Meines Daseins auf der Erde in einer den Menschen sichtbaren Form war beendet, als Ich auffuhr zum Himmel .... Denn Ich hatte die Mission als Mensch erfüllt und gab nun noch zuletzt Meinen Jüngern sowie denen, die an Mich glaubten als Gottes Sohn, ein letztes Zeichen, das ihren Glauben verstärken sollte .... Ich zeigte Mich ihnen noch einmal sichtbar, und Ich bewies ihnen Meine Göttlichkeit durch die sichtbare Auffahrt zum Himmel .... die sie nur ihrer Glaubensstärke wegen erleben durften und die sie wiederum mit großer Kraft erfüllen sollte für ihre fernere Mission: Mich Selbst und Mein Evangelium in der Welt zu verkünden ....

Auch für Meine Himmelfahrt sind keine Beweise zu erbringen, und dennoch hat sie sich vollzogen vor den Augen der Menschen, die Mir voll und ganz angehörten, denn für diese bedeutete die Himmelfahrt keinen Glaubenszwang mehr, sie erkannten Mich, und ihnen war nichts mehr zweifelhaft, sie waren auch durch Mich eingeweiht in tiefstes Wissen, und darum konnte Ich vor ihren Augen emporsteigen als letztes Zeichen Meiner Macht und Herrlichkeit, das sichtbar stattfand und stattfinden konnte, weil Ich die Meinen ungewöhnlich stärkte für dieses Erleben.

Es spielte sich jedoch nur ein Vorgang ab, der bei jeder Seele, die sich vollendet hat auf Erden, der gleiche ist, wenn sie ihrem Körper entsteigt und nun in geistige Gefilde eingeht, in strahlendem Licht, das jedoch dem menschlichen Auge verborgen bleibt. Aber sie entschwebt zur Höhe, in das Reich, das ihre wahre Heimat ist. Auch dafür sollte den Menschen ein Beweis gegeben werden, der jedoch nicht anerkannt werden wird von Menschen, die noch unreif sind und keinerlei Vergeistigung erreicht haben.

Die Himmelfahrt Jesu wird den Menschen eine Legende bleiben, solange sie nicht in geistiges Wissen eingedrungen sind, weil sich etwas Außergewöhnliches zutrug, das eben nur Meine Anhänger erleben durften, jedoch nicht mehr angezweifelt wird, sowie des Menschen Seelenreife einen bestimmten Grad erreicht hat, wo der Mensch nichts mehr anzweifelt in der Erkenntnis, dass bei Gott nichts unmöglich ist ....

Mit der Himmelfahrt Jesu fand das Erlösungswerk seinen Abschluss. Ich war zur Erde gestiegen und wieder zurückgekehrt in Mein Reich, das Ich jedoch niemals verlassen hatte, denn Ich war und bin überall, aber Ich hatte eine menschliche Form bezogen, um für euch Menschen schaubar zu sein, und darum bin Ich auch schaubar wieder aufgestiegen, um nun immer und ewig für alles von Mir Erschaffene schaubar zu bleiben zu dessen Seligkeit ....

Die Meinen blieben zurück und fühlten sich vereinsamt und verlassen, als Ich ihren Augen entschwunden war, doch sie waren von Meinem Geist erfüllt und sahen nun ihre Mission deutlich vor sich, und sie fühlten sich getrieben von dem Geist, nun den Auftrag auszuführen, mit dem Ich sie hinaussandte zu allen Völkern der Erde. Darum liess Ich sie auch das Ungewöhnliche erleben, das das letzte Wunder war, das Meinen Erdengang beschloß .... Denn sie brauchten viel Glaubensstärkung, waren sie doch durch den ständigen Umgang mit Mir zu einer gewissen Unselbständigkeit gekommen, die noch von ihnen überwunden werden musste und jeder einzelne Meiner Jünger darum sich immer wieder die letzten Ereignisse vor Augen halten konnte, um nun mit ganzem Eifer tätig zu sein, wie es Mein Wille war ....

Doch im Geist blieb Ich bei ihnen, und sie durften auch während ihres Wirkens für Mich und Mein Reich des öfteren Ansprachen vernehmen, die ihnen Meine Gegenwart offenkundig werden liessen, so dass ihre Liebe zu Mir stets tiefer war und also im gleichen Maße ihre Erkenntnis stieg und so auch ihre Fähigkeit zum Wirken für Mich ....

Ich hatte die große Sündenschuld der Menschen getilgt durch Mein Erlösungswerk, und es musste davon der Menschheit Kenntnis gebracht werden, und dies konnte wieder nur durch Menschen geschehen, die selbst Mich und Meinen Kreuzestod erlebt hatten ....

Von ihrer Seite konnte nun die reinste Wahrheit über dieses große Erbarmungswerk verkündet werden, und darum sind gerade Meine ersten Jünger ungewöhnlich gestärkt und ausgerüstet worden für ihre Mission, Ich konnte sie persönlich zuvor lehren und zubereiten für ihre Aufgabe, und Ich stärkte ungewöhnlich ihren Glauben, doch sie behielten ihre Willensfreiheit, doch ihre Liebe zu Mir und ihr Lebenswandel liessen es zu, dass Ich sie zusätzlich bedenken konnte für ihr Amt, denn es sollte die ganze Menschheit erfahren, was sich zugetragen hatte von göttlicher Seite für die Menschen, und Ich brauchte daher zur Verbreitung jenes Wissens geeignete Diener und Boten. Und diese mussten mit voller Überzeugung dafür eintreten können, was sie lehrten ....

Die Liebe, die in ihnen war, machte sie fähig, auch ungewöhnliche Erleben hinzunehmen und mit allem Eifer nun alles zu bezeugen vor ihren Mitmenschen. Immer aber wird jenes Wissen um Mein Erlösungswerk einen gewissen Liebegrad erfordern, um angenommen und geglaubt zu werden .... Doch einen liebenden Menschen wird auch Mein Geist erfüllen und ihn in alle Wahrheit leiten, wie Ich Selbst es verkündet habe ....

Amen


Die Ausgießung des Geistes

BD 7148 empfangen  19.6.1958

Erleuchtung der Jünger erst nach dem Kreuzestod Jesu ....

Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr fasst es nicht .... Wie oft sprach Ich diese Worte zu Meinen Jüngern, die wohl ständig um Mich waren und doch es oft nicht begreifen konnten, wer mit ihnen redete und in welchem Verhältnis sie zu Dem standen, Der zu ihnen sprach .... Aber sie waren noch nicht von Meinem Geist erleuchtet .... Und Meinen Geist konnten sie erst empfangen, nachdem Ich das Kreuzesopfer dargebracht hatte für die gesamte Menschheit.

Es wäre aber auch ganz zwecklos gewesen, Meine Jünger schon zuvor in die tiefsten Weisheiten einzuführen, wenngleich die Vorarbeit dazu wohl von Mir aus geleistet wurde. Denn ihre Aufgabe bestand lediglich darin, in die Welt hinauszugehen und den Menschen das Evangelium der Liebe zu verkünden und ihnen von Mir und Meinem Erlösungswerk Kunde zu bringen, denn es war dies das Wichtigste für alle Menschen, dass sie in Mir den Erretter sahen von Sünde und Tod, den Einen, Der allein sie befreien konnte aus der Nacht des Todes.

Das, was Meine Jünger für dieses Lehramt wissen mussten, das wurde ihnen durch Meinen Geist offenbart, und sie konnten daher ihr Lehramt recht versehen, sie konnten den Menschen Aufklärung geben, die solche verlangten, und sie selbst konnten auch zuweilen hell schauen und Einblick nehmen in das Reich des Geistes .... Denn sie wurden auch aus jenem Reiche belehrt, sie standen in Verbindung mit Mir und der lichtvollen Welt, und sonach war es auch in ihnen selbst hell und klar .... Sie erkannten Mich als ihren Gott und Schöpfer von Ewigkeit, als ihren Vater, Der zu Seinen Kindern herabgestiegen war, um ihnen Hilfe zu bringen in größter geistiger Not.

Aber diese vollste Erkenntnis hatten sie erst nach der Ausgiessung des Geistes, nach Meiner Auffahrt zum Himmel .... Solange Ich Selbst unter ihnen wandelte, sahen sie Mich doch als Mensch an, wenngleich die Gottheit aus Mir ständig Sich äußerte, sowohl in Reden als auch in den Werken des Menschen Jesus. Und es musste dies so sein, sie mussten in völliger Unbefangenheit Meinen Erdenwandel verfolgen können bis zu Meinem Tode, denn auch sie waren freie Wesen, die keinerlei geistiger Zwang bestimmen durfte zu ihrem Denken, Wollen und Handeln. Und darum konnte ihnen auch nicht vor der Ausgiessung des Geistes alles offenbart werden, weil sie daran zerbrochen wären, d.h. ihr Verstand es nicht hätte verarbeiten können und sie auch nicht zu tauglichen Verkündern Meiner Liebelehre hätten werden können, die als Mensch mitten unter Menschen gehen sollten und ihnen gleichfalls keine zum Glauben zwingenden Beweise hätten erbringen dürfen.

Ich kannte Meine Jünger, Ich wusste um ihren Reifezustand, und Ich gab ihnen stets das, was sie zu fassen vermochten .... aber die Erkenntnis kam ihnen dann blitzartig, als sich Mein Geist über diese Jünger ergoß. Und so wird jeder Mensch belehrt werden, wenn Ich Selbst das Licht anzünden kann in ihm, und dann erst werden ihm auch tiefere Weisheiten erschlossen werden können, für die er zuvor kein Verständnis hat. Dennoch sollt ihr, Meine Jünger der Endzeit, das Wissen, das ihr selbst empfangt, wieder hinaustragen in die Welt, denn es kann dazu beitragen, dass einen Menschen das Verlangen befällt nach Meinem Geist .... Aber erst dann wird ihn das Wissen beglücken, was er zuvor wohl mit dem Verstand aufnahm, das aber erst zum Herzen dringen muss, um lebendig zu werden, wenn in ihm das Licht der Erkenntnis entzündet wird ....

Und darum sollt ihr immer als erstes Meine Liebelehre verkünden, denn die Liebe allein macht es möglich, dass Ich Meinen Geist ausgiessen kann, die Liebe allein entzündet das Licht, denn die Liebe ist Selbst das Licht von Ewigkeit, und wer in diesem Licht steht, der ist wahrlich der Nacht entflohen, ihm enthüllen sich alle Geheimnisse, denn Ich Selbst offenbare Mich ihm, und er wird selig sein ....

Amen


BD 7897 empfangen  21.5.1961

Pfingsterlebnis ....

Das Pfingsterlebnis, das Meine Jünger hatten, kann sich bei euch allen wiederholen, denn allen habe Ich Meinen Geist verheissen mit den Worten: „Ich will euch den Tröster senden, den Geist der Wahrheit ....“ Es war nicht nur ein einmaliges Erleben, das nur Meinen Jüngern zugedacht war, sondern es strömt Mein Geist immer wieder den Menschen zu, die sich Mir innigst verbinden und Meine Geisteskraft erbitten. Und jeder kann also des Geistes Kraft auch in sich spüren, indem er erleuchtet wird in seinem Denken, indem ihm verständlich wird, was ihm zuvor unverständlich war .... Denn Mein Geist schenkt Klarheit und Licht, weil er die direkte Ausstrahlung von Mir ist, Der Ich das Licht von Ewigkeit bin.

Es ist also die Ausgiessung des Geistes über Meine Jünger nichts Einmaliges gewesen, aber es war das erste Mal, dass dieser Vorgang stattfand, weil vor Meinem Kreuzestod es nicht möglich war, dass Mein Geist einen Menschen erfüllte, der noch nicht die Erlösung gefunden hatte durch das Blut Jesu Christi .... Solange die Menschen noch mit der Urschuld behaftet waren, konnte diese innige Bindung mit Mir nicht vor sich gehen; es stand die Schuld der Abkehr der Wesen von Mir noch zwischen dem Menschen und Mir, und es war nicht möglich, dass in eine schuldbelastete Seele Mein Geist einstrahlen konnte.

Als dann das Erlösungswerk vollbracht war, war auch der Weg der Rückkehr zu Mir für jeden Menschen frei .... Und nun war es auch möglich, dass sich die Seele durch die Liebe so gestalten konnte, dass die Erweckung des Geistes zum Leben stattfand, dass der Geistesfunke im Menschen dem Vatergeist von Ewigkeit zustrebte und eine innige Bindung des Menschen mit Mir das Überströmen Meiner Kraft ermöglichte, dass Mein Geist dessen Seele erfüllte und in ihm helles Licht entzündete, dass der Mensch nun von innen heraus belehrt wurde in aller Wahrheit .... dass die göttlichen Fähigkeiten, die in ihm schlummerten oder verschüttet waren durch seinen einstigen Sündenfall, wieder zum Vorschein kamen .... dass alle diese Fähigkeiten ungewöhnlich stark hervortraten und die Einigung mit Mir bewiesen .... dass sie also nun auch das göttliche Wesen dessen unter Beweis stellten, der die Einigung mit Mir vollzogen hatte ....

Die Jünger also konnten nun reden, denn sie waren Geist-erfüllt; sie konnten Wunder wirken, Kranke heilen und auch in das geistige Reich Einblick nehmen .... Sie waren nun echte Verkünder Meines Evangeliums, denn sie erkannten in sich die Wahrheit, sie wurden von Meinem Geist gelenkt und angetrieben, zu reden nach Meinem Willen. Sie waren von der Kraft des Geistes erfüllt, wie Ich es ihnen zuvor verheissen hatte, dass Ich bei den Meinen bleiben werde bis an der Welt Ende .... Und diese Verheissung galt nicht nur Meinen Jüngern, sondern allen Menschen .... was schon aus dieser Verheissung selbst hervorging .... Immer wollte Ich die Menschen beglücken, immer wollte Ich Meinen Geist ausgiessen, immer den Menschen die Wahrheit zuleiten, was nur durch Meinen Geist möglich war ....

Doch wie wenig ist Mein Wort verstanden worden, wie wenig wird dieser Verheissung geachtet und darum auch nicht die Ausgiessung des Geistes angestrebt, wenngleich ihr alle sie erleben könntet .... Doch Ich habe auch eine Bedingung daran geknüpft: dass ihr an Mich glaubt und Meine Gebote haltet .... denn die „Ausgiessung des Geistes“ ist gleich einer direkten „Offenbarung“. Und Ich kann Mich nur dem offenbaren, der in der Liebe lebt, der also durch die Liebe den Geist in sich zum Leben erweckt .... Versteht es, dass Mein Geist euch einführt in alle Wahrheit .... dass Ich Selbst, als die Ewige Wahrheit, Mich offenbare .... dass Ich euch ein Wissen zuleite, dass Ich euch von innen heraus belehre .... Und so auch habe Ich Meine Jünger belehrt.

Ich gab ihnen das Vermögen, alles zu erkennen, was Ich zuvor ihnen unterbreitet hatte, und dann auch, diesem Erkennen gemäß, Mich Selbst und Mein Erlösungswerk den Mitmenschen zu verkünden, denn sie sollten um Meinen Willen wissen und um die Ursache ihrer Unseligkeit sowie das Ziel, das ihnen von Mir aus für ihr Erdenleben gesetzt war. Sie mussten also selbst um alles wissen, um nun wahrheitsgemäß auch die Mitmenschen zu belehren .... Und so auch erfülle Ich heut wieder Meine Jünger mit Meinem Geist und sende sie erneut hinaus in die Welt, weil auch nun wieder die Menschen wissen sollen um Meinen Willen und um alles, was vor ihnen liegt ....

Es soll ihnen erneut das Evangelium der Liebe verkündet werden von Meinen Dienern, über die Ich Meinen Geist ausgiesse, auf dass sie ihres Amtes walten können, das Ich Selbst ihnen zugewiesen habe .... Denn es ist die Zeit des Endes, und es müssen die Menschen um die Wahrheit wissen, die nur Ich Selbst ihnen geben kann durch Meinen Geist, der jene erfüllt, die bereit sind, Mir zu dienen, und die Ich erneut hinaussende in die Welt, bevor das Ende gekommen ist ....

Amen


BD 8803 empfangen  16.5.1964

Ausgiessung des Geistes über die Jünger und auch jetzt ....

dass Ich bei euch bleiben werde bis an das Ende, habe Ich euch verheissen, und es ist Mein Wort Wahrheit. Ich habe jedoch eine Bedingung hieran geknüpft, dass ihr Mich fragen sollt, dass ihr die Antwort von Mir haben wollt, Der Ich die Ewige Wahrheit bin. Und darum müsst ihr selbst mit Mir in Verbindung treten, und ihr werdet empfangen, was ihr erbittet. Denn es ist die Ausgiessung des Geistes nicht nur von Meinen Jüngern empfangen worden .... es gelten alle diese Vergünstigungen den Meinen, die mit Mir in so inniger Verbindung standen, dass Ich sie also bedenken konnte gleich Meinen ersten Jüngern.

Und dieses Wirken an den Meinen ist als einmalig hingestellt worden, es ist nur als „Meine ersten Jünger“ betreffend und als einmaliger Vorgang erwähnt worden. Und sonach ist von dem „Wirken Meines Geistes“ im Menschen keine Kenntnis genommen worden, und gerade dieses Wirken Meines Geistes im Menschen ist es, wodurch Ich als euer Gott und Schöpfer erkannt werde, denn gerade das stellt die Bindung her mit Mir und den Menschen.

Ich brauche nur ein für Meinen Liebekraftstrom aufgeschlossenes Herz, in das Ich einströmen kann, um Mich nun ihm zu offenbaren .... Und Meine Offenbarungen sind tiefstes Wissen um das, was euch entfallen war. Ihr sollt wieder erfahren, was ihr waret, was ihr seid und wieder werden sollt .... es soll euch darüber Kenntnis zugehen, und also soll es Licht werden um euch. Ich konnte darum Meinen Geist ausgiessen über Meine Jünger, weil diese Mir ganz verbunden waren, weil sie alle Vorbedingungen erfüllten, die zum Wirken Meines Geistes in ihnen Voraussetzung waren, und weil Ich zuvor das Erlösungswerk für ihre Urschuld vollbracht habe.

Dann waren Meine Jünger von Meinem Geist erfüllt, und sie sprachen nun aus in Meinem Auftrag, was Ich Selbst redete zu ihnen. Sie konnten nun lehren in Meinem Auftrag und den Menschen Mein Evangelium predigen. Und also werde Ich bei euch bleiben bis an das Ende, denn Ich fuhr zur Höhe und wollte euch doch nur Meine Gegenwart kundtun.

Und diese sollt ihr immer wieder erfahren und euch nicht verlassen glauben, denn Mein Geist ist ständig unter euch, die ihr mit Mir innig verbunden seid. Ich will euch lehren und euer Wissen erhöhen, so dass ihr mit Recht sagen könnt: „Gottes Geist wirkt in Mir.“ Und Ich kann euch nur in der Wahrheit unterweisen, wie Ich es verheissen habe mit den Worten: „Ich will euch in die Wahrheit einführen und euch dessen erinnern, was Ich euch gesagt habe.“

Amen


Die Kirche Christi

BD 8375 empfangen  8.1.1963

Die Kirche Christi in ihrem Anfang ....

Meine Jünger nahmen das Evangelium der Liebe von Mir Selbst entgegen, als Ich über die Erde ging, und sie konnten also es rein und unverfälscht in die Welt hinaustragen, als Mein Erlösungswerk vollbracht und Ich in Mein Reich des Lichtes wieder aufgefahren war. Und von seiten dieser ist auch Meine Lehre rein erhalten worden, und die Menschen nahmen Kenntnis von Mir als ihrem Erlöser von Sünde und Tod .... Sie wurden von Meinen Jüngern unterwiesen, dass sie den Weg zum Kreuz gehen und ein Leben in Liebe führen mussten, um den Zweck ihres Erdenlebens zu erfüllen und nach ihrem Tode eingehen zu können in Mein Reich.

Meine Jünger wurden von Mir in die Wahrheit eingeführt und gaben auch die gleiche Wahrheit weiter, weil Mein Geist in ihnen wirken konnte .... Anfangs nun nahmen auch die Menschen Mein reines Evangelium an, und sie bemühten sich, gleichfalls ein Liebeleben zu führen, und also erweckten auch diese den Geist in sich zum Leben, und Ich Selbst konnte in ihnen wirken. Und so wurde auch Meine Lehre eine gewisse Zeit rein erhalten, Meine Jünger gaben das Lehramt weiter, weil sie den Geisteszustand derer erkannten, die sie zu ihren Nachfolgern bestimmten ....

Doch es verging keine lange Zeit, bis sich die Menschen auch ein solches Lehramt selbst zulegten, teils aus einer gewissen Eigenliebe, teils aus Übereifer, Meinen Willen zu erfüllen, ohne aber die innere Berufung dazu abzuwarten .... Und so kam es, dass jenes Lehramt dann wahllos vergeben wurde .... dass nicht mehr die innere Begabung, der Geisteszustand eines Menschen, maßgebend war, sondern äußere Verhältnisse mitsprachen und nun auch stets mehr die reine Wahrheit gefährdet war, was aber nicht erkannt wurde ebendes unerweckten Geistes jener Lehrkräfte wegen ....

Den Menschen aber, denen das Evangelium verkündet wurde, denen wurde das Recht abgesprochen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und Zweifel laut werden zu lassen ob der unbedingten Wahrheit dessen, was gelehrt wurde .... Die sich als geistige Lehrer ansahen, waren von ihrer Mission und ihrem Wert überzeugt, und sie nahmen keinerlei Gegenrede an. Und jenen, die belehrt wurden, wurde es zur Pflicht gemacht, ungeprüft alles als Wahrheit anzunehmen, was ihnen geboten wurde. Die Wahrheit konnte nur so lange rein erhalten bleiben, wie ihre Hüter selbst erweckten Geistes waren.

Doch bald überwog die Zahl derer, die in Amt und Würden versetzt wurden, ohne von Meinem Geist erleuchtet zu sein, und jeglicher Einwand eines geistgeweckten Menschen wurde verworfen .... Die Macht jener stieg an, und die reine Wahrheit wurde durchsetzt von Irrtum .... von einem Gedankengut, das in dem Verstand der Menschen seinen Ausgang genommen hatte und als göttliche Wahrheit von ihnen vertreten wurde. Und ob auch immer wieder geistgeweckte Menschen jenen Irrtum auszumerzen suchten .... Meinem Gegner gelang es, sich durchzusetzen, denn die Macht seiner Anhänger war schon zu groß, und die reine Wahrheit wurde nicht mehr erkannt als solche.

So also könnt ihr es euch erklären, dass sich im Laufe der Zeit etwas ganz anderes gebildet hat als „Kirche Christi“, als von Mir aus auf Erden gegründet wurde .... So nur ist es zu erklären, dass eine Organisation zur Macht gelangte, dass sich immer und immer wieder Spaltungen ergaben innerhalb dieser Organisation und dass Ich Meine von „Mir gegründete Kirche“ immer nur als ein geistiges Gebäude angesehen haben will, das die Menschen umschliesst, die sich in der Wahrheit bewegen als Folge eines Liebelebens, das einen lebendigen Glauben und die Erweckung des Geistes zeitigt. Und diese Kirche hat sich auch erhalten bis zur Zeit, denn Mein Geist konnte sich immer wieder über die Menschen ergiessen, die sich bemühten, in der Liebe zu leben und Meinen Willen zu erfüllen ....

Und so konnte auch diesen immer wieder die reine Wahrheit vermittelt werden, die alle Irrlehren aufdeckt, und jedem ernstlich die Wahrheit begehrenden Menschen wird Aufschluss gegeben werden, warum die Menschheit in ein verwirrtes Denken geraten konnte und auch nicht bereit ist, sich davon frei zu machen. Doch einem jeden wird es auch verständlich sein, dass niemals die Masse für die Wahrheit zugänglich ist, dem Irrtum aber bereitwillig zustimmt, und es soll jeder einzelne sich zu lösen suchen von falschem Geistesgut, sowie er die Gnade hat, dass ihm von Mir aus reine Wahrheit geboten wird, denn so er nur ernsthaft danach verlangt, wird er auch die Wahrheit vom Irrtum zu trennen vermögen, und er wird dann auch der Kirche angehören, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe ....

Amen


BD 3297 empfangen  17.10.1944

Sünden-Nachlassen oder -Behalten ....
Jünger Jesu ....

Welchen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sind sie vergeben, und welchen ihr die Sünden behalten werdet, denen sind sie behalten .... Es sind auch dies Meine Worte, die vielfach eine andere Auslegung gefunden haben, als von Mir hineingelegt worden ist. Und es gehört zur Berichtigung ein Mensch erweckten Geistes, der Meine Stimme vernimmt und euch Menschen Meine Aufklärung übermittelt, auf dass ihr vom Irrtum frei werdet und in der Wahrheit wandelt ....

Meine Jünger waren mit der Kraft ausgestattet, in Meinem Namen Wunder zu wirken, zu heilen, Tote zu beleben und den Menschen dadurch die Kraft ihres ungeteilten Glaubens an Mich zu beweisen. Sie waren in einem Geisteszustand, der jenes übernatürliche Wirken zuliess, denn als Mein Geist über sie kam, waren sie erfüllt mit Kraft und Licht, mit Macht und Weisheit. Sie konnten also die Wahrheit verbreiten, weil sie selbst in dieser standen, und sie konnten durch ihr bloßes Wort Dinge vollbringen, die außerhalb jeder menschlichen Fähigkeit lagen. Denn sie waren Meine Jünger .... unterwiesen von Mir während der Zeit Meines Erdenwandels durch das innere Wort, sie standen in der Liebe und glaubten an Mich, sie konnten dadurch auch Meinen Geist in sich aufnehmen und durch ihn wirken.

Es waren die außergewöhnlichen Taten Zeichen ihrer seelischen Reife, die den Menschen wieder Beweise sein sollten, zu welcher außergewöhnlichen Fähigkeit der Mensch gelangen kann, so er nach Meinem Willen lebt, d.h. sich formt nach Meinem Ebenbild .... zur Liebe .... Denn Liebe ist Kraft, und so der Mensch in der Liebe steht, ist er auch kraft- und lichtdurchstrahlt, denn der Geist Gottes, Seine Kraftausstrahlung, kann ihn erfüllen. Und Ich lebte den Menschen ein Leben in Liebe vor .... Ich zeigte es ihnen, zu welcher Kraft der Mensch gelangen kann und liess nach Meinem Tode lebendige Beispiele zurück, die wieder Meine Liebelehre verkünden und auch Beispiel ihrer Kraft geben sollten, damit es den Menschen leichtfallen konnte, zu glauben an Mich ....

Ich Selbst aber war mitten unter Meinen Jüngern, wenn auch nicht mehr sichtbar, so doch im Geist .... Ich leitete sie, weil alles, was von Meinem Geist durchstrahlt ist, Meiner göttlichen Führung unterliegt .... weil Ich Selbst nun durch jene wirken konnte, die in Meinem Namen tätig waren. Also hatten die Jünger nun die gleiche Macht und das gleiche Recht, weil alles, was sie taten, nun Mein Wille war; sie waren von Meinem Geist erleuchtet, der Ausstrahlung Meiner Selbst ist. Folglich hatten sie auch die Macht, Sünden zu vergeben in Meinem Namen, insbesondere dann, wenn eine Krankheit die Folge ihrer Sünden war und sie, um diese Krankheit zu heilen, auch die Sünde selbst den Menschen nachlassen mussten.

Erkannten sie aber die Unwürdigkeit eines Menschen, ihren Unglauben und ihren Gott-abgewandten Willen, so waren sie ebenso berechtigt, sie in ihrem sündhaften Zustand zu belassen, denn nicht ihre menschliche Erkenntnis bestimmte dies, sondern der göttliche Geist in ihnen, Mein Geist, der um alles weiss und also auch um die Unwürdigkeit eines Menschen und daher auch um die Nutzlosigkeit eines gnadenvollen Wirkens an ihm. Ich also gab Meinen Jüngern das Recht, die Menschen zu bedenken nach ihrer Erkenntnis, weil Mein Geist in ihnen tätig war und dieser rechtes Denken Meiner Jünger gewährleistete ....

Nun aber haben sich die Menschen ein gleiches Recht angemaßt, in denen Mein Geist noch nicht wirksam ist .... Sie haben die Berechtigung, Sünden zu vergeben oder zu behalten, auf die Person selbst, nicht aber auf den göttlichen Geist in dieser Person bezogen und also allen Nachfolgern der Jünger dem Wort nach, nicht ihrem Geist nach diese Berechtigung zuerkannt und somit den Sinn Meines Wortes falsch verstanden, wenngleich sie nun auch recht denken würden, wenn sie sich darüber klar wären, wer in Wahrheit Mein Jünger ist ....

Nicht die sind es, die sich selbst berufen, sondern die Ich berufen habe für ihr Lehramt auf Erden .... Denn Ich gab Meinen Jüngern den Auftrag: „Geht hin und lehrt alle Völker ....“ Um aber lehren zu können, muss Mein Geist in ihnen wirksam sein, auf dass sie die reine Wahrheit den Menschen austeilen und sie in der Welt Meine Liebelehre verbreiten können. Die Wahrheit aber kann nicht anders als durch Geisteswirken in Besitz genommen werden. Und also müssen Meine Jünger unbedingt vom Geist Gottes erleuchtet sein, bevor sie sich zu Meinen Jüngern zählen können. Dann aber werden auch sie von Licht und Kraft durchstrahlt sein und außergewöhnliche Taten vollbringen können, die Kraft des Geistes wird sie fähig machen, Kranke zu heilen, also von der Sünde und ihren Folgen die Menschen zu befreien, sowie diese glauben an Mich und Meinen Namen ....

Diesen von Meinem Geist erleuchteten Menschen habe Ich die Macht gegeben, Sünden zu vergeben, weil sie durch ihren reifen Geisteszustand auch erkennen, wann der Mensch würdig ist, dass ihm die Sünden vergeben werden, denn sie handeln dann an Meiner Statt, und Ich bin es, Der ihnen in Wirklichkeit die Sünden vergibt. So aber Menschen sich berufen fühlen, den Akt der Sündenvergebung vorzunehmen, die keinerlei Berufung von Mir Selbst aufweisen können, die weder von Meinem Geist erleuchtet sind noch Mein Wort in sich vernehmen, so kann ihnen wohl mit Recht die Berufung abgestritten werden, was schon daraus hervorgeht, dass sie nicht fähig sind, den Mitmenschen zu erkennen, um nun zu urteilen, ob ihm die Sünden zu belassen oder zu behalten sind. Die Beurteilung dessen setzt schon das Geisteswirken voraus, das jedoch den meisten sich als Diener Gottes berufen Glaubenden abgesprochen werden muss, solange sie nicht das innere Wort haben. Durch Mein Wort erst sind sie berufen zum Wirken für Mich, denn nur Mein Wort macht sie wissend, d.h., es vermittelt ihnen reine Wahrheit, und diese ist unbedingt nötig, um als Mein Jünger für Mich tätig sein zu können.

Wer selbst die Wahrheit hat, der kann sie auch weiterleiten, und er verhilft dem Mitmenschen dadurch zur Freiwerdung. Wer Mein Wort hat, der wird auch das Beurteilungsvermögen haben, wann der Mensch Gott-zugewandten Willens ist. Denn das gesprochene Wort des Menschen ist oft trüglich, es braucht das Herz nicht daran beteiligt sein, was der Mund ausspricht. Der rechte Jünger aber hat auch die Gabe des Erkennens der Mitmenschen, und also weiss er auch, welchem Menschen es ernst ist um die Vergebung seiner Sünden, und er läßt sich nicht täuschen von vielen Worten, denen die innere Überzeugung fehlt. Und darum kann die Sündenvergebung auch kein allgemeiner Akt sein, da sie nur dort erfolgen kann, wo tiefste Reue vorangegangen ist und wo solches von Meinen Jüngern erkannt wird. Dann aber wird das Urteil dessen gültig sein vor Mir, denn er handelt nur in Meinem Auftrag, und sein Wirken steht unter Meinem Willen.

Und dies habe Ich Meinen Jüngern mit jenen Worten zu verstehen gegeben, dass sie völlig in ihrem Handeln und Denken mit Mir übereinstimmen, so sie in Meinem Namen für Mich tätig sind, dass sie nicht anders denken und wollen können, als Mein Wille ist, so der göttliche Geist in ihnen wirkt, der sie aber erst zu Meinen Jüngern stempelt. Denn Ich Selbst berufe Mir Meine Diener auf Erden, weil Ich wahrlich weiss, wer zu diesem Amt befähigt ist und wen Ich mit den Gaben ausstatten kann, die ein Lehramt auf Erden erfordert .... Und ihnen gebe Ich dann auch die Gewalt, denn sie führen dann nur aus, was in Meinem Willen liegt ....

Amen


BD 4942 empfangen  24.u.27.7.1950

„Du bist Petrus, der Fels, auf dir will ....“

Ich habe wohl auf Erden eine Kirche gegründet, aber keine Organisation gewollt .... Dies sage Ich allen, die Mein Wort „Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen“ in der Weise auslegen, dass demnach Ich Selbst der Gründer weltlicher Organisationen sei, die sich die wahre Kirche Christi nennen. Wie alle Meine Worte, so waren auch diese geistig zu verstehen, zwar ganz leicht verständlich, wenn der tiefe Glaube Meines Jüngers Petrus als Fels verstanden wird, der allen denen eigen sein muss, die Meiner wahren Kirche angehören.

Meine Kirche ist ein rein geistiges Werk, es ist eine Gemeinde darunter zu verstehen, die im Glauben felsenfest ist wie Petrus, niemals aber der Zusammenschluss von Menschen in einer rein weltlichen Organisation, die darum weltlich genannt werden muss, weil alles nach außen erkenntlich sein muss, was die Zugehörigkeit zu jener Organisation beweist, weil ferner (Vorschriften) Gesetze erlassen wurden, die den Menschen unfrei machen im Denken und Handeln, was Meinem Willen gänzlich widerspricht.

Was Ich von den Menschen fordere, die Meiner Kirche angehören, ist: im freien Willen Mich anstreben, wozu der Glaube an Mich nötig ist und auch die Liebe .... Beides aber kann nicht erzwungen oder durch Vorschriften erreicht werden; die Liebe zu Mir erwacht nicht pflichtgemäß, sondern nur durch den Glauben an Meine Vollkommenheit, und dieser Glaube kann wohl gelehrt, aber nicht gefordert werden.

(26.7.1950) Zum Glauben muss der Mensch sich selbst durchringen, nachdem ihm Kenntnis gegeben wurde von Mir, von seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Erst dieser selbsterrungene Glaube macht den Menschen zum Glied Meiner Kirche, also kann nicht eine Organisation Meine Kirche sein, die in Menge Mitglieder zählen kann, denen aber der lebendige selbsterrungene Glauben fehlt. Denn wenngleich sowohl der Glaube wie auch die Liebe darin gepredigt wird, sind es doch erst die Zuhörer, die selbst den Willen tätig werden lassen müssen, um sich das Recht zu erwerben, Meiner von Mir gegründeten Kirche zugehörig zu sein.

Und darum betone Ich immer wieder, dass diese Kirche nicht von Menschen gestaltet werden konnte durch Gründen einer Organisation, die wie jede weltliche Organisation Leiter in verschiedenen Rangstufen aufweist, denen Ich ein solches Amt niemals übertragen habe, die mehr herrschende als dienende Funktionen haben und die selbst oft nicht Mitglieder der von Mir gegründeten Kirche sind, weil sie nur blind glauben, was auch ihnen gelehrt wurde, und sich selbst noch nicht den überzeugten Glauben durch Nachdenken sowie den lebendigen Glauben durch Liebeswirken angeeignet haben.

Diese also glauben von sich, Meine Vertreter zu sein auf Erden, und doch können sie nicht das der Wahrheit entsprechende Wissen den Menschen übermitteln, weil sie es selbst nicht besitzen. Sie fühlen sich als Nachfolger Petri, sind es aber nicht, denn ihr Glaube weist nicht die Stärke eines Felsens auf, sowie er auf die Probe gestellt wird. Meine von Mir gegründete Kirche wird sich bewähren .... die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Doch so an den Mauern jener Kirche gerüttelt wird, was Mein Wille vorgesehen hat, wird sie nicht standhalten, und nur blindgläubige Fanatiker werden festbleiben, aber nicht aus Überzeugung, sondern aus Fanatismus, was aber nicht von Mir aus als Treue gewertet wird. Denn Ich fordere von den Menschen ein Nachdenken über alles, was ihnen begegnet, und Ich will, dass sie sehend werden und nicht blind bleiben aus eigenem Verschulden.

Ich fordere auch ein Nachdenken über Meine Worte: Du bist Petrus, der Fels, auf dir will Ich Meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen .... Ich fordere ein Nachdenken darüber, wie diese Meine Worte zu verstehen sind. (27.7.1950) Ich will, dass sie wahrheitsgemäß ausgelegt werden und dass ihr Menschen auch erkennt, wann menschliche Auslegung nicht dem geistigen Sinn entspricht, den Ich in Meine Worte gelegt habe. Und ihr könnt es erkennen, so ihr nur im Willen nach der reinen Wahrheit nachdenkt, so ihr belehrt werdet von denen, die sich Meine Vertreter auf Erden nennen. Meine rechten Vertreter sind wohl in der Wahrheit unterrichtet und können sonach auch ihren Mitmenschen eine rechte Erklärung abgeben über Mein Wort und seinen tiefen geistigen Sinn.

Meine Vertreter aber gehören auch der von Mir gegründeten Kirche an, wenngleich sie keiner irdischen Organisation angehören. Meine rechten Vertreter werden auch in Meinem Namen allen geistigen Organisationen das Ende ihres Bestehens ankündigen, weil alles, was von der rechten Wahrheit sich entfernt hat, vergehen wird, selbst wenn bei den Menschen die Überzeugung vertreten ist, dass jene Kirche unüberwindlich ist. Unüberwindlich wird nur die Kirche sein, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe, die eine geistige Gemeinschaft derer ist, die einen Glauben haben wie Petrus und durch diesen Glauben sich gestalten zu Meinem Ebenbild, die auch lebendig glauben können, weil sie in der Wahrheit unterrichtet sind, die Meinen Geist in sich wirken lassen, der stets ein Zeichen der Zugehörigkeit zu der von Mir gegründeten Kirche ist und bleiben wird ....

Amen


BD 8836 empfangen  4.8.1964

Apostelgeschichte 7, 55-56 ....

Warum haltet ihr euch nicht an Meine einfache Erklärung, dass Ich für euch Menschen nicht schaubar bin in Meinem Wesen, das euch aufzehren würde, wollte Ich euch anstrahlen in Meiner ganzen Fülle der Liebekraft? Warum gebt ihr euch nicht mit der Erklärung zufrieden, dass Ich Mir in Jesus eine Form geschaffen habe, um euch sichtbar sein zu können? Ihr werdet aber einen vergeblichen Kampf führen gegen jene, die Mich und Jesus getrennt wissen wollen, die sich auf Berichte stützen, die sie nicht verstehen, weil ihr Geist noch unerweckt ist.

Gott kann niemand schauen .... ohne zu vergehen .... In Jesus bin Ich ihm sichtbar. Wo man angeblich Mich und Jesus gesehen haben will, dort ist auch der Irrtum offensichtlich, weil das nie und nimmer möglich ist. Auch die Apostel konnten dieses Mysterium nicht begreifen bis auf wenige, und also entstanden Berichte, die nicht der Wahrheit entsprachen .... die immer dann anzutasten sind, wenn von einer Gottheit neben Jesus gesprochen wird. Stephanus sah zwar den Himmel offen, und er sah auch Jesus in strahlender Helligkeit, er sah Ihn als Gott, aber die Menschen um ihn verbanden sein Gesicht mit rein menschlichen Begriffen, und es ist dieser Satz „wo Er sitzt zur rechten Hand Gottes“ menschlicherseits hinzugefügt worden .... weil dies nicht sein kann, denn Jesus und Gott ist eins ....

Ich bin ein unermesslich helles Feuer, Das Sich euch nicht schaubar machen kann, Das ihr in eurer Unvollkommenheit nicht würdet schauen können und auch im Zustand der Vollkommenheit so unermesslich stark euch berühren würde, dass ihr vergehen möchtet. Wer also sagt, er sähe „Mich und Jesus zu Meiner Rechten“, der ist noch gebunden an die Schrift, die er selbst nicht zu verstehen vermag, die in Bildern zu ihm spricht, niemals aber die Worte der Schrift so wiedergibt, wie sie Stephanus ausgerufen hat, als er geistig zu schauen vermochte.

Und ebenso verhält es sich mit den Grundlehren der Kirche, die besagen, „dass Jesus zur rechten Hand Gottes sitzt“. Sie sind entstanden aus einer irrigen Vorstellung heraus .... Das war der Grund des Abfalles von Gott, dass die Wesen Ihn nicht zu schauen vermochten, dass Er Sich ihnen nicht als Wesen offenbarte .... und darum also Er Sich eine Form schuf, in die Er Sich verstrahlte .... Ich also eins wurde mit dieser Form Jesus ....

Ebenso verhält es sich mit der Lehre der Mormonen, die ebenfalls die Menschwerdung Gottes in Jesus nicht begreifen können und daher die Lehre der drei Götter vertreten. Und diesen will Ich eines sagen: Ihr glaubt, euch nicht lösen zu können von jener Lehre, doch ihr müsst wissen, dass ihr sie nicht mehr so gelehrt bekommt, wie sie einstens von Mir ausgegangen ist .... Denn auch ihr hattet Mein Wort in aller Wahrheit, aber was habt Ihr daraus gemacht? Was von Mir seinen Ausgang genommen hat, ist reinste Wahrheit, doch euch nicht mehr bekannt. Und ihr habt eine Irrlehre daraus gemacht, die in vielem abweicht von der Wahrheit, und ihr sucht nun, diese Irrlehren zu übertragen auf jene, die Ich Selbst belehre ....

Doch immer wieder erwähle Ich Mir ein taugliches Gefäß, in das Ich Meinen Geist ausgiessen kann, und dieses kann helles Licht hineintragen in die Finsternis des Geistes .... es kann euch aufklären über jene Probleme, die als Streitfragen euch bewegen .... Und es wird euch ein Segen daraus erwachsen, denn nur die Wahrheit bringt euch zum Ziel, und unentwegt suche Ich, diese zur Erde zu leiten, auf dass keiner sagen kann, er sei von Mir nicht angesprochen worden, dem es an der Wahrheit gelegen ist. Ihr müsst sie nur innig begehren, ansonsten sie euch nicht zugeleitet werden kann, da dieses Meine Bedingung ist, von der Ich nicht abgehen kann. Dann wird euch sicher die Wahrheit zugeführt werden, und ihr erreicht auch sicher euer Ziel .... ihr werdet ewig selig werden ....

Amen


BD 8890 empfangen  5.12.1964

Wie lange hielt sich die Lehre Christi rein? ....

Ich neige Mich euch zu, die ihr angesprochen werden wollt von Mir, die ihr Fragen in euch beweget, die nur Ich euch beantworten kann. Es ist schon oft die Frage aufgeworfen worden, wie lange sich die Lehre Christi rein erhalten hat und welche Ursachen es waren, dass sie verunreinigt worden ist. Und Ich habe euch immer so belehrt, dass sie rein geblieben ist so lange, wie ein direktes Geistwirken Meinerseits möglich war .... Sie musste verständlicherweise sich dann verändern, als die Menschen unerweckten Geistes die Führung übernahmen .... Menschen, die nicht von Mir direkt belehrt werden konnten, in denen einfach Mein Geist nicht mehr wirken konnte ....

Die ersten Jünger und auch ihre Nachfolger waren innig Mir verbunden, sie standen also noch unter dem Eindruck Meines Kreuzestodes, denn ob auch längere Zeit danach verging, aber es war ein gewaltiges Geschehen, von dem die ersten Jünger zeugten, dass sie auch zahlreiche Anhänger fanden, welche die göttliche Liebelehre annahmen und sich bemühten, gleichfalls in der Liebe zu leben .... die dadurch auch den Glauben an den göttlichen Erlöser annahmen und ebenfalls zur Erweckung ihres Geistes gelangten .... Und so lange blieb auch Meine Lehre rein, so lange war ihr Glaube lebendig, und es konnten sich Meine ersten Jünger immer wieder Apostel heranbilden und sie mit dem Auftrag hinaussenden in die Welt, das Evangelium der Liebe zu verkünden.

Und jeder Sendbote stand unmittelbar unter Meinem Einfluß, er gab immer nur weiter, was er durch die Stimme des Geistes in sich hörte, was er aussprechen musste, weil er vom „Geist Gottes“ erfüllt war. Es ist auch nicht die Verwässerung Meiner Lehre plötzlich vor sich gegangen, es ging eines aus dem anderen hervor, als der eine oder der andere nicht tauglich war für jenes Amt, sich selbst aber dazu erhob oder von solchen dafür gewählt wurde, die gleichfalls unerweckten Geistes waren. Denn mit der Zeit ergaben sich aus jenen anfänglichen Gemeinden größere Verbände, die immer wieder einem Mächtigen unterstanden, der sich selbst dazu erhob, weil er über ein Wissen verfügte, das den anderen Brüdern mangelte, der aber nicht von einem Geisteswissen sprechen konnte.

Und so wurde ein Gebäude errichtet, das anfänglich noch von guten Menschen geleitet war, das aber immer weltlichere Formen annahm, die wohl im Verbreiten des Evangeliums ihre Aufgabe sahen, die aber auch irdische Ziele verfolgten, die das Zeichen Meiner Kirche nicht mehr besaßen .... die innere Erleuchtung durch den Geist .... dass sie zuletzt nur noch den toten Buchstaben beachteten, aber keinen lebendigen Glauben mehr aufweisen konnten. Die Kirche, die Ich Selbst auf Erden gründete, hat sich nicht verändert, sie besteht auch heut noch aus denen, die lebendig glauben an Mich und in denen Mein Geist wirken kann .... die Ich also lenken kann in ihren Gedanken, die nur recht denken können und in lebendiger Verbindung stehen mit Mir.

Und diese Kirche hat sich durch alle Zeit erhalten, sie ist inmitten großer Organisationen geblieben, weil sie Mitglieder aller Konfessionen zählte und (die) lebendig waren in ihrem Denken, Wollen und Handeln. Also kann nicht eine Zeit angegeben werden, wie lange sie sich rein erhalten hat .... Denn immer wieder sage Ich es euch, dass Ich nur die Menschen als Meiner Kirche angehörig ansehe, die sich Mir verbunden wissen, die in ständiger Gemeinschaft leben mit Mir, die an Mich glauben, mit denen Ich also reden konnte durch den Geist ....

Und überall, in allen Konfessionen, hat es Menschen gegeben, mit denen Ich innige Gemeinschaft hielt, überall konnte Ich Mich äußern und sie einführen in tiefes Wissen .... Doch ob sie anerkannt wurden als rechte Gefäße für göttliche Offenbarungen, das bestimmte der Geisteszustand jener Menschen, die sich an erster Stelle stehend ansahen und schon erheblich weit von der Wahrheit entfernt waren. Die Zahl Meiner rechten Jünger ist auch schon bedenklich klein geworden, und auch heut noch sende Ich sie hinaus, um den Völkern Mein Evangelium zu predigen, das Evangelium der Liebe, weil nur durch die Liebe die Menschen Mir ihre Zugehörigkeit zu Meiner Kirche beweisen können, weil dann auch Mein Geist im Menschen wirken kann und dies das sicherste Zeichen dessen ist.

Aber auch nur diese werden das Himmelreich erwerben, nur ihnen kann Ich die Wahrheit zuführen und nur diese einweihen in Meinen Plan von Ewigkeit .... Denn es geht um weit wichtigere Dinge als um das Innehalten von kirchlichen Gebräuchen und Handlungen, die der menschlichen Seele keinerlei Fortschritt eintragen .... Es geht um das Leben der Seele, das sie nur durch Liebewirken und lebendigen Glauben erlangen kann .... Und das allein habe Ich Meinen ersten Aposteln aufgetragen, ihren Mitmenschen Kenntnis davon zu geben. Und Ich habe jeden in Meine Kirche aufgenommen, der sich an diese Gebote gehalten hat, und auch heut noch gilt das gleiche Gebot: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst ....“

Amen


Die zweite Niederkunft Christi

BD 3768 empfangen  12.5.1946

Zweite Niederkunft Christi ....

Meine Niederkunft auf Erden geschah in einer Zeit völliger Zerrüttung des Denkens, in einer Zeit größter Lieblosigkeit und tiefsten Unglaubens, es geschah in einer Zeit, wo die Menschheit in weitester Gottferne war .... Da kam Ich Selbst zur Erde, um ihr Hilfe zu bringen in geistiger Not. Nicht die irdische Notlage einzelner Menschen bewog Mich dazu, sondern allein die geistige Not, denn diese bedeutete sicheren Untergang für ewige Zeiten. Ich kam Selbst zu ihnen, weil das geschriebene Wort ohne Wirkung blieb auf ihre Herzen, also kam Ich Selbst und brachte ihnen das Wort durch den Mund des Menschen Jesus, in Dem Ich Aufenthalt nahm und also durch Ihn redete, weil ohne Mein Wort niemand selig werden kann ....

Und wie es zur Zeit Meiner Niederkunft auf Erden war, so ist es wieder auf der Erde, es ist die gleiche große geistige Not, es ist ein hoffnungsloser Zustand für die Menschheit, so ihr nicht Hilfe gebracht wird. Die Lieblosigkeit hat überhand genommen, der Glaube ist erstarrt, und das geschriebene Wort ist bedeutungslos geworden für die Menschen, denn sie leben es nicht mehr aus und können sich daher auch nicht selbst frei machen aus ihrer Not. Und wieder komme Ich deshalb zur Erde, nur dass Ich im Geist weile unter den Menschen, wie Ich es verkündet habe, dass Ich bei den Meinen bleibe bis an das Ende der Welt ....

Ich bin im Geist bei ihnen und gebe Mich durch den Geist in ihnen kund .... Ich bringe ihnen wieder Mein Wort, Ich rede zu den Menschen, und es werden Mein Wort auch erkennen können, die guten Willens sind. Und was ist wohl verständlicher, als dass Ich die Menschen nicht ohne Hilfe lasse? Und wie anders kann ihnen geholfen werden, als dass Ich Selbst zu ihnen rede? Und Ich muss Mich dazu eines Menschen bedienen, Ich kann nur durch Menschenmund reden, um den Zustand der Menschen nicht zu verschlimmern, d.h., ihnen ihre Glaubensfreiheit zu nehmen, was jede Besserung ihres Geisteszustandes ausschliessen würde.

Mein Wort muss den Menschen wieder zugeleitet werden in aller Reinheit, wie es von Mir Selbst ausgeht, auf dass es auch an den Menschen wirksam werden kann. Und da Ich Selbst das Wort bin, komme Ich Selbst zu euch, Ich weile geistig unter euch, Ich steige wieder zur Erde hernieder, um Hilfe zu bringen. Und so Ich zu euch rede, gebe Ich euch auch Kunde von der Zeit, der ihr entgegengeht. Denn Ich will, dass ihr im Wissen steht um die große Verantwortung, die ihr für eure Seelen tragt. Darum rede Ich zu euch, Ich weise euch auf das Ende hin, Ich mahne und warne euch, Ich rate euch und gebe euch Aufklärung über alles, was zu wissen euch nötig ist. Und Meine Gegenwart ist unwiderlegbar für jeden denkenden Menschen ....

Denn wer Mich einmal erkannt hat, wer an Mich glaubt, der wird auch nimmermehr eine Verbindung vom Schöpfer zu dem, was Er erschaffen hat, ableugnen können; also wird es für ihn auch selbstverständlich sein, dass Ich überall weile, wo man sich Meiner Gegenwart nicht widersetzt, und er wird auch glauben, dass Ich Meine Gegenwart den Menschen beweisen will durch Mein Wort, das unmittelbar von Mir ausgeht und also von Mir zeugt. Ich bin im Wort bei euch, es ist Meine zweite Niederkunft, die Ich vorausgesagt habe, dass sie stattfinden wird vor dem Ende .... Und also könnt ihr auch mit Bestimmtheit dieses Ende erwarten, denn Ich Selbst gab euch die Zeichen an, die dem letzten Ende vorangehen, und alles erfüllt sich, was Ich verkündet habe in Wort und Schrift, denn Mein Wort ist Wahrheit und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Amen


BD 4847 empfangen  26.2.1950

Vorgang der Wiederkunft Christi ....
Himmelfahrt ....

Meine Wiederkunft, Mein Kommen am Ende der Welt, wird von den Menschen angezweifelt, die nicht ganz fest im Glauben sind. Und doch könnten sie die einzelnen Phasen der Endzeit erkennen und auch Meine Gegenwart wahrnehmen, so sie nur achtsam wären. „Ich bleibe bei euch bis an der Welt Ende ....“ Diese Worte allein schon sollten genügen, dass ihr euch ein richtiges Bild macht von Meiner Wiederkunft. dass Ich körperlich sichtbar nicht unter euch weile, müßte euch also den Sinn Meiner Worte geistig verstehen lassen. Ich weile geistig bei den Meinen, bis an der Welt Ende. Denn Ich bin ihnen gegenwärtig zu jeder Stunde und an jedem Ort, und das seit Meiner Auffahrt zum Himmel .... Denn Ich habe gesagt: Ich bleibe bei euch .... Also war Ich geistig immer bei den Meinen und bleibe bei ihnen bis an der Welt Ende ....

Ich aber kündete den Menschen zu jener Zeit Meine Wiederkunft an, Mein Kommen in den Wolken. Sonach musste diese Wiederkunft so zu verstehen sein, dass die Menschen Mich erschauen können, gleichwie Meine Jünger Mich auffahren sahen zum Himmel. Geistig zwar bin Ich immer bei euch Menschen, so ihr euch Meiner Gegenwart würdig erweist. Leiblich aber komme Ich wieder, wenngleich nicht im irdischen Leib, doch denen schaubar, zu denen Ich wiederkommen will .... Ich habe aber die Wiederkunft angekündigt, folglich könnt ihr Menschen sie auch mit Gewissheit erwarten, so ihr Meinem Wort glaubt und zu denen gehört, die das letzte Ende erleben.

Nicht ohne Grund gab Ich diese Verheissung vor Meiner Auffahrt in den Himmel. Ich ersah den Geisteszustand der Menschen in der Endzeit, Ich sah auch die ungeheure Not der Gläubigen, die Mir ihre Treue bewahren wollen und überaus stark bedrängt werden, und Ich sah ihr Ringen, den schwersten Kampf, den die Menschen um Meines Namens willen ausfechten müssen .... Ich sah ihren Willen und die große Gefahr, inmitten von Teufeln standzuhalten. Und darum versprach Ich ihnen Meine persönliche Hilfe, die Ich auch leisten werde, so es an der Zeit ist.

Ich Selbst will kommen zu den Meinen und ihnen beistehen im letzten Kampf. Und so werden Mich viele erschauen dürfen, denn Ich werde immer dort sein, wo die Not groß ist und die Meinen Mich brauchen .... Sie werden Mich sehen als Mensch mit Fleisch und Blut, doch nicht von einer Frau geboren, sondern Ich komme von oben und umgebe Mich mit einer euch schaubaren Form, auf dass ihr Mich ertragen könnt .... Und jeder, der Mich sieht, wird von Kraft durchflutet sein und den letzten Kampf auf Erden bestehen ....

Dann aber komme Ich in den Wolken, um die Meinen heimzuholen in das Reich des Friedens. Dieses Kommen wird genau so stattfinden wie umgekehrt Meine Auffahrt zum Himmel. Ich werde strahlend im Licht .... doch von Wolken verhüllet, um euch schaubar sein zu können .... zur Erde niederkommen und die Meinen versammeln, um sie zu retten aus größter Not und Bedrängnis von seiten der Dämonen der Unterwelt wie auch vor dem letzten Zerstörungswerk, dem alles zum Opfer fällt, was lebt in, auf und über der Erde.

Doch dieses Kommen in den Wolken wird auch nur von denen gesichtet werden, die zu den Meinen gehören, denn die Anhänger Meines Gegners vermögen Mich nicht zu schauen. Es ist eine geistige Wiederkunft und doch auch irdisch wahrnehmbar, doch eben nur von jenen, die geistig wiedergeboren sind, die im tiefen, lebendigen Glauben stehen und also sowohl Meine ständige Gegenwart bis an der Welt Ende wie auch Mein sichtbares Wiederkommen ohne Zweifel gelten lassen, weil das Herz, der Geistesfunke im Menschen, sie belehrt und sie sonach zu denen gehören, bei denen Ich bleibe bis an der Welt Ende .... Sie glauben es, dass Ich wiederkomme, und ihren Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden ....

Amen


BD 6037 empfangen  29.8.1954

Kommen des Herrn (wörtlich zu verstehen) ....

Die Stunde Meiner Wiederkehr rückt immer näher, denn das Ende der Erde ist nahe, und so der letzte Tag gekommen ist, werde auch Ich kommen in den Wolken, um die Meinen zu holen, bevor die Erde ihrer Auflösung entgegengeht .... was aber nicht heissen soll, dass die Erde als Gestirn vergeht, sondern dass nur eine Umgestaltung ihrer gesamten Oberfläche vor sich geht, die jedoch für euch Menschen gleich ist einer gänzlichen Vernichtung, weil nichts Lebendes dieser Vernichtung entrinnt, weil alles Geschöpfliche davon betroffen wird.

Darum auch kann Ich Selbst zur Erde kommen, um die Meinen diesem letzten Zerstörungswerk zu entreissen, denn es wird außer Meinen Gläubigen niemand sein, der das letzte Vernichtungswerk erlebt und also nachher davon berichten könnte. Ich Selbst werde kommen, wenn die Meinen sich keinen Ausweg mehr wissen, wenn Mein Gegner offen wider sie vorgehen wird um ihres Glaubens willen. Diese werden bis zuletzt in arger Bedrängnis sein, und nur ihr fester Glaube hält sie aufrecht und widerstandsfähig, denn sie harren Meines Kommens, und ihren Glauben enttäusche Ich nicht.

In strahlendstem Licht werde Ich erscheinen und dennoch Meinen Glanz verhüllen, so dass die Meinen ihn ertragen können .... Doch was bei den Meinen große Freude und Jubel auslöst, das wird den anderen zum Entsetzen, zum Gericht sein .... Denn diese werden Mich zwar nicht zu sehen vermögen, aber die ungewöhnlichen Erscheinungen wahrnehmen, dass die, denen sie nachstellten, vor ihren Augen zur Höhe entschwinden .... Und dieses Erlebnis wird ihnen zum Gericht, denn plötzlich wird ihnen ihre Schlechtigkeit offenbar, und auch das sichere Ende ist ihnen nun zur Gewissheit, dem sie nicht entfliehen können.

Würden sie Mich zu schauen vermögen in dieser Stunde, dann streckten sie sicher alle ihre Hände Mir zu .... Doch dieses Sich-Mir-Ergeben wäre völlig zwecklos, weil es ein erzwungener Glaube wäre an Mich, hervorgerufen durch die übernatürliche Erscheinung Meiner Selbst .... Doch auch die Entrückung der Meinen könnte in ihnen den Glauben an Mich noch in letzter Stunde aufleben lassen, und Ich würde ihnen wahrlich noch in letzter Stunde gnädig sein .... Doch sie sind schon zu sehr in den Banden des Gegners, und sie können sich nicht mehr von ihm lösen, und darum werden sie in die Erde versinken, und es wird ihnen das Los nochmaliger Bannung in der festen Materie beschieden sein, das sie selbst verschuldet haben ....

Mein Kommen am Tage des Gerichtes wird angezweifelt fast von allen Menschen .... Und doch erfüllt sich Meine Verheissung .... Ich komme zu euch, und ihr werdet Mich erschauen können in Glanz und Herrlichkeit. Denn die Meinen haben sich wahrlich die Rettung aus tiefster Not verdient und weil ihnen nichts mehr übernatürlich erscheint, was mit dem von ihnen als sicher erkannten Ende zusammenhängt.

Das Ende wird kommen, und Ich Selbst werde hinabkommen zur Erde, wie Ich einst auffuhr zum Himmel .... in aller Glorie und wieder denen sichtbar, die an Mich glauben, die Meine Jünger sind in der letzten Zeit vor dem Ende .... Es sind dies keine bildlichen Worte, keine Gleichnisse für kommende Geschehen .... es sind die Geschehen selbst, und es wird wörtlich kommen, wie Ich es euch verheissen, und ihr könnt warten an jedem Tage, da ihr ungewöhnlich bedrängt werdet von denen, die Meinem Gegner hörig sind .... Sowie der Glaubenskampf einsetzt, wisst ihr, dass die letzte Stunde bald gekommen ist, denn dieser ist sein letztes Werk, es ist der letzte Kampf auf dieser Erde, der mit seiner endgültigen Niederlage endet ....

Und dann wird die Zeit des Friedens anbrechen auf der neuen Erde, denn mit Meinem Kommen zur Erde und eurer Entrückung ist diese Erdperiode beendet, und es beginnt eine neue .... Die Erde wird umgestaltet und zu einer völlig neuen gewandelt werden, und ihr, die Ich holen werde, ihr sollt Bewohner dieser paradiesischen Welt sein .... euch soll eine Zeit des Friedens und himmlischer Glückseligkeit beschieden sein im Paradies der neuen Erde ....

Amen


Verbindung mit Jesus Christus und Nachfolge Jesu

BD 2304 empfangen  16.4.1942

Weltanschauung mit Jesus Christus ....

Nur eine Weltanschauung, die Jesus Christus bejaht und somit auf der göttlichen Liebelehre aufgebaut ist, wird einem Volk zum Segen gereichen und ihm sowohl geistig als auch irdisch ein Aufblühen gewährleisten. Denn ein Volk, das sich eine solche Weltanschauung zu eigen gemacht hat, bleibt zutiefst verbunden mit dem Verkünder der göttlichen Liebelehre, es wird geistig reifen und irdisch nicht so großen Drangsalen ausgesetzt sein, weil es sich bemüht, dem Willen Gottes entsprechend zu leben, und daher auch keines großen Leides bedarf, das ihn wandeln soll.

Ein Volk, das sich den göttlichen Erlöser zum Vorbild nimmt, das Ihn anerkennt und sich also bejahend zu Ihm einstellt, lebt nicht nur ein weltliches Leben und wird daher nicht nur materielle Interessen haben, sondern es strebt auch nach geistigen Gütern, es führt ein Innenleben und strebt zur Höhe, denn es ist durch seinen Glauben auch wissender, weil der Glaube von ihm Liebeswirken fordert und dieses ihm Wissen einträgt. Und wissende Menschen leben ihr Leben bewusst mit Gott, d.h., sie werden niemals sich abwenden von Ihm und der Welt ihren Tribut zollen. Sie sind also schon Überwinder der Materie geworden, weil sie, von der Liebe Gottes erfaßt, im Zusammenschluss mit Ihm ihr Lebensziel sehen.

Ein Volk, das sich also frei gemacht hat von der Materie, steht auf einem hohen Reifegrad; es wird aber niemals sich durchzusetzen versuchen gegen andere Völker. Es ist friedfertig und hilfsbereit, es sucht nicht seine Macht zu erhöhen oder zur Geltung zu kommen, es lebt still für sich und in Zurückgezogenheit, wird also in der Welt wenig Ansehen haben, doch bei Gott in hohem Ansehen stehen. Ein solches Volk wird es auch nie verstehen können, dass je eine andere Anschauung sich Bahn brechen kann, die alles verneint, was göttlichen Ursprungs ist, die also auch die göttliche Liebelehre ausschaltet und durch menschliche Lehren ersetzen will.

Doch es wird letztere keinen Bestand haben, und es wird das Volk ins Uferlose versinken, das ihr anhing, denn nichts bleibt bestehen, was nicht göttlichen Ursprungs ist, wozu auch eine Weltanschauung ohne Jesus Christus gezählt werden muss. Und ob die Menschen auch den Kampf gegen Ihn führen werden, Seine Lehre, die göttliche Liebelehre, werden sie niemals vernichten können, und eine Weltanschauung ohne Christus wird in sich zerfallen, so wie auch ein Volk, das sich diese Anschauung zu eigen macht, dem Verfall entgegengeht in längerer oder kürzerer Zeit ....

Amen


BD 3277 empfangen  2.10.1944

Hat Jesus Christus alle Menschen erlöst, oder sind alle Menschen erlöst? ....

Es lesen die Menschen das Wort, doch den Sinn fassen sie nicht, und so entstehen irrige Lehren durch irrige Auslegungen von seiten derer, die Mir dienen wollen, sowie sie sich nicht in jeder Frage zuvor Mir innigst verbinden und Aufschluss darüber begehren und, so sie diesen bekommen, ohne Widerstand annehmen. Die Menschen halten starr fest an Meinem Wort, dass Ich die Menschen erlöst habe durch Meinen Kreuzestod von der Sünde .... Doch sie dringen nicht in das Wesen des Wortes ein, sie dringen nicht ein in die Bedeutung des Erlösungswerkes. Also verstehen sie auch nicht, inwiefern der Mensch selbst tätig sein muss, um in die Schar derer zu gehören, die Mein Blut von der Sündenschuld erlöst hat.

Für alle Menschen bin Ich gestorben .... sowie sie Mein Erlösungswerk annehmen wollen .... Ich habe keine Begrenzung gemacht, die Menschen aber setzen Grenzen, wo Mein Erlösungswerk nicht anerkannt wird. Und diese schliessen sich selbst aus dem Kreise derer aus, für die Ich am Kreuz gestorben bin. Und also kann nur denen die Sünde vergeben sein, die sich erlösen lassen durch ihren Glauben an Mich und Meinen Tod am Kreuze, während den anderen, die Mich und Mein Erlösungswerk ablehnen, die Sünden nicht vergeben sind, weil sie sich nicht von Meinem Blut reinwaschen lassen und weil sie nicht zu jenen gehören wollen, für die Ich gestorben bin.

Wieder ist der freie Wille des Menschen entscheidend, und diesen freien Willen achte Ich. Würde den Menschen die Sündenschuld vergeben sein auch ohne den Glauben an Mich und Mein Liebeswerk, dann würde der Mensch wider seinen Willen in einen freien Zustand versetzt .... Dies aber ist wider Meine Ordnung, denn dann schaltet sowohl Meine Gerechtigkeit wie Meine Liebe aus, denn der Mensch nützt dann diesen Zustand weder zum Anschluss an Mich, noch bereut er jemals seine Sünde .... Mein Wort ist Wahrheit, und niemals ist darin eine Unwahrheit zu finden, dass Ich für alle Menschen gestorben bin, dass Ich alle Menschen erlöst habe von ihren Sünden ....

Doch ihr freier Wille muss selbst bestimmen, ob sie sich erlösen lassen wollen, ob sie Mein Liebeswerk annehmen wollen, denn den Willen bestimme Ich nicht .... Darum kann die ganze Menschheit frei sein von Sündenschuld, sowie sie nur an Mein Erlösungswerk glaubt, wie sie aber auch in tiefster Finsternis und im Banne ihrer Sünden ist und bleibt, so sie Mich ablehnt als Erlöser der Menschheit. Und darum wandelt der größte Teil der Menschheit nun in der Sünde, er ist ohne Vergebung, weil er Mich nicht mehr anerkennt und somit Mein Erlösungswerk wirkungslos geworden ist für sie.

Die „Vergebung der Sünde“ darf daher nicht missverstanden werden, sie darf nicht bezogen werden auf jene, die Mir völlig abseits stehen, doch nicht Ich dränge sie von Mir, sondern sie selbst entfernen sich von Mir, sie fliehen Mich, Der Ich Mich ihnen antrage und immer wieder um ihre Seelen werbe. Ich stelle ihnen ein Gnadengeschenk zur Verfügung, das sie frei macht von der Sünde und ihrer Schuld; so sie es aber abweisen, bleibt es an ihnen wirkungslos, ihre Schuld ist ihnen nicht vergeben, denn sie gehören denen an, die gegen Mich für Meinen Gegner kämpfen und die darum von ihm noch gebunden sind, bis sie sich von Mir erlösen lassen ....

Und es ist darum irrig, Mein Erlösungswerk so hinzustellen, als seien alle Menschen Nutzniesser dessen, was wohl ihr freier Wille sich aneignen kann, was aber ebenso dieser Wille sich verscherzen kann durch Abweisen oder völlige Glaubenslosigkeit. Nur der Mein Gnadengeschenk annimmt, der wird auch seiner Sünden ledig, denn für ihn habe Ich die Schuld getragen, für ihn habe Ich gelitten und den Kreuzestod auf Mich genommen. Ich starb wohl für alle, aber alle nehmen Mich nicht an .... Ich nahm die Schuld aller auf Meine Schultern, aber nicht alle fühlen sich schuldig und bürden Mir darum ihre Last nicht auf. Und also werden sie ihre Schuld auch nicht abtragen können, denn sie ist zu gewaltig, als dass sie allein damit fertig werden, weil sie nun auch noch die Schuld hinzufügen, Meine Liebe zurückzuweisen.

Wie aber können diese die Vergebung ihrer Sünden erhoffen? Wie können die Menschen glauben, dass sie ohne eigenes Zutun, ohne eigenen Willen, aller Schuld ledig werden? .... Unfaßbar groß ist die Gnade für euch Menschen, dass Meine Liebe sich für euch geopfert hat, dass Mein Blut euch reingewaschen hat von aller Sünde. Ihr aber müsst diese Meine Liebe auch entgegennehmen wollen, ihr dürft sie nicht abweisen, ansonsten sie nicht an euch wirksam werden kann, ansonsten Ich die Sündenschuld nicht tilgen kann, ansonsten ihr weiter mit euren Sünden behaftet bleibt, bis ihr euren Willen wandelt und Mich als den göttlichen Erlöser anerkennt, Der am Kreuz für euch gestorben ist, um euch zu erlösen ....

Amen


BD 5844 empfangen  3.1.1954

Anerkennen oder Ablehnen ....
Jesus Christus ....

Ihr Menschen könnt nur Mich anerkennen oder Mich ablehnen. Letzteres beweist euren vollen Unglauben und wird sich für euch sehr schmerzlich auswirken, denn Mich ablehnen heisst, noch ganz in der Gewalt Meines Gegners zu sein und Mir offenen Widerstand zu leisten. Mich anerkennen aber heisst, voll und ganz zu Mir stehen und also auch in Meine Ordnung von Ewigkeit eingetreten zu sein, Mich anerkennen heisst, an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt zu glauben und in der Nachfolge Jesu zu leben; Mich anerkennen heisst, Mich, als die ewige Liebe, anzustreben, was nur durch ein Leben in Liebe möglich ist, weil nur ein solches den Zusammenschluss mit Mir herstellt .... Und so wird es euch nun verständlich sein, dass Ich nur ein Ja oder ein Nein kenne und dass man Mich nicht mit Ausweich-Worten täuschen kann, die dann angewendet werden, wenn nur der Mund sich zu Mir bekennt, das Herz aber unbeteiligt ist an dem, was der Mund ausspricht ....

Ihr kennt Mich nicht an, wenn euer Lebenswandel nicht das ernste Streben zu Mir verrät, wenn euer Lebenswandel die Liebe vermissen lässt, wenn ihr nicht Mein Bild im Herzen tragt, wenn der Glaube in euch noch nicht so lebendig geworden ist, dass nun eine emsige Arbeit einsetzt an eurer Seele, wenn ihr nicht inständig euch an Jesus Christus wendet mit der Bitte um Hilfe und Gnade, wenn ihr ohne Jesus Christus eure Wege Geht .... Dann sind alle eure Worte, die einen Glauben beweisen sollen, nur leere Redensarten, die Mich nicht täuschen über euren wahren Seelenzustand und die gleich sind einem Abweisen Meiner Selbst .... Wer Mich anerkennt, der lebt auch mit Mir, er verbindet sich immer und immer wieder mit Mir in Gedanken, er hält innige Zwiesprache mit Mir, er lässt Mich als Vater zu sich sprechen, denn er fühlt sich als Mein Kind, und er gehört also zu den Meinen, die Ich zurückgewonnen habe für ewig. Er gehört zu den Erlösten, denn sein Wille, zu Mir zu gelangen, konnte nur die Stärkung erfahren durch die Gnade des Erlösungswerkes ....

Versteht es .... zu Mir kann der Weg nur führen über Jesus Christus .... Es erreicht Mich niemand, und es strebt Mich auch niemand an, der nicht die durch Jesus Christus erworbenen Gnaden angefordert hat .... der sich also bewusst unter das Kreuz Christi stellt. Denn Mich ernsthaft anstreben kann er erst, wenn er lebendig geworden ist durch die Gnaden des göttlichen Erlösers Jesus Christus, in Dem Ich für euch Menschen zum schaubaren Gott geworden bin. Doch fragt euch selbst, ob und wieweit ihr Mich ernstlich anstrebt, und glaubt nicht, dass ihr zu den Meinen gezählt werden könnt, wenn ihr noch nicht durchdrungen seid von Meinem Liebegeist, wenn ihr nur nach außen den Glauben an Mich bekunden wollt, euer Lebenswandel aber jede Verbindung mit Mir vermissen lässt ....

Worte allein tun es nicht, und auch die Zugehörigkeit zu christlichen Konfessionen macht euch nicht zu Anwärtern Meines Reiches, wenn ihr den Weg zu Jesus Christus noch nicht gefunden habt, wenn ihr an Ihn noch nicht den ernsten Ruf gerichtet habt, dass Er Sich eurer erbarme, die ihr ohne Ihn und Seine Erlösung noch in den Banden des Gegners liegt .... Erkennen müsst ihr euch als schuldbeladen und Ihm eure Schuld bekennen und um Erlösung bitten um Seines Blutes willen, das Er für euch vergossen hat .... Dann gehört ihr zu jenen, die ein lautes Ja sprechen, wenn der Lieberuf des Vaters ertönt, ihr gehört zu jenen, die Ihm entgegeneilen, die sich endgültig getrennt haben von Meinem Gegner, die Mich innig lieben und sich Mir vermählen .... die Mein bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Amen


BD 5847 empfangen  7.1.1954

Glaube an Jesus Christus ....
Leiden Christi ....

Die Leiden Christi so ermessen zu können, wie Jesus sie empfunden hat, ist keinem Menschen auf der Erde möglich, weil unsägliche geistige Qualen die körperlichen Schmerzen begleiteten, für die der Mensch kein Verständnis hat, solange er selbst noch nicht vergeistigt ist. Darum wird auch kein Mensch sagen können, gleiche Qualen ausgestanden zu haben wie Jesus, weil die körperlichen Schmerzen noch um vieles übertroffen wurden von jenen Seelenqualen .... weil Jesus die Sündenlast der ganzen Menschheit trug und Er inmitten des Kampfes der bösen Mächte stand, gegen die Er Selbst Sich gestellt hatte. Seine Lichtseele erschauderte vor dieser Finsternis, und es wurde noch viel mehr Seine Seele gepeinigt als Sein Körper ....

Und diese entsetzlichen Leiden sind für euch Menschen nicht vorstellbar, wenngleich ihr darum wisst, und die Größe Seines Erlösungswerkes werdet ihr erst im geistigen Reich erkennen, wenn eure Seele im Licht steht und ihr das unfaßbare Werk der Barmherzigkeit gezeigt wird .... Solange ihr auf Erden weilt, sollt ihr nur glauben an Ihn, ihr sollt euch die Liebe des Menschen Jesus vorstellen, Der einen überaus schmerzvollen Tod auf Sich nahm, nur um den Mitmenschen zu helfen in ihrer geistigen Not .... Ihr sollt euch vorstellen, dass Er unschuldig gelitten hat, dass Er Selbst das reinste und liebevollste Wesen war auf Erden und dass Er durch Seine übergroße Liebe auch kraft- und machtvoll war .... und doch Seiner Kraft Sich begab, um zu leiden für euch ....

Ihr sollt .... ob ihr die Tiefe Seiner Leiden nachempfinden könnt oder nicht .... euch Ihm bewusst zur Seite stellen, ihr sollt nicht fernbleiben, denn durch Seinen Kreuzestod ruft Er euch zu Sich .... Er will nur, dass ihr Ihn anerkennt als Gottes Sohn und Erlöser der Welt .... dass ihr glaubt an Seine Mission, dass ihr glaubt, dass Gott Selbst in dem Menschen Jesus war und dass Sein Leiden und Sterben am Kreuz nur darum zugelassen war von Gott, damit die Menschheit erlöst wurde vom Tode, dass die Sühne Gott dargebracht wurde für ein Vergehen, das nicht ungesühnt bleiben konnte laut göttlicher Gerechtigkeit und das die Menschen selbst niemals hätten entsühnen können ....

Ihr Menschen sollt es glauben, dass die Mission des Menschen Jesus darin bestand, Gottes Liebe und Seine Gerechtigkeit in Einklang zu bringen und so wieder die Ordnung herzustellen, die durch die einstige Sünde der Auflehnung gegen Gott umgestoßen worden war .... Ihr sollt es nur glauben, dass jeder Mensch der Erlösung durch Jesus Christus bedarf, dass der Kreuzestod Jesu nicht nur eine geschichtliche Begebenheit war, sondern eine geistige Ursache hatte .... Ihr sollt glauben, dass die Liebe zur Erde niederstieg, um euch Menschen zu erlösen. Und ihr sollt glauben, dass der Mensch Jesus so voller Liebe war zu Gott und zu Seinen Mitmenschen, dass Sich also die ewige Liebe Selbst in Ihm manifestieren konnte und so nur alle Wunder und die Weisheit Jesu zu erklären sind ....

Ihr sollt nur glauben, dass der Kreuzestod Jesu mehr war als nur eine geschichtliche Begebenheit .... und nun selbst die Konsequenzen ziehen, d.h. euch selbst unter das Kreuz Christi stellen und wissen, dass auch ihr zu jenen gehört, für die Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat. Ihr sollt Ihn anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt .... Und euer Glaube wird euch dann auch die Erlösung eurer Seele eintragen, denn sie wird sich lösen von der Gegenmacht, sie wird es spüren, dass der Heiland Jesus Christus Sich ihrer annimmt, denn sie wird Ihn liebenlernen und nur Ihm zum Wohlgefallen leben wollen .... sie wird die Sünde meiden und Gutes tun, sie wird sich Dem schenken, Der ihr die Freiheit gebracht hat .... und sie wird Seinen Namen bekennen vor aller Welt ....

Amen


BD 8973 empfangen  9.5.1965

Glaube und Liebe führt zur Vereinigung mit Gott ....

Wenn ihr euch Meine endlose Liebe vor Augen haltet, die das bitterste Leiden und Sterben für eure Sünden auf sich genommen hat, um euch das Tor zum Lichtreich wieder zu öffnen, so müßte euch dieses Sühnewerk allein schon veranlassen, Mich wiederzulieben mit aller Innigkeit, derer ihr fähig wäret .... Doch gerade daran mangelt es euch, ihr könnt eine solche Liebe nicht mehr aufbringen, weil euch noch Mein Gegner gefesselt hält und er alles tun wird, euch am Liebewirken zu hindern. Doch dass ihr gänzlich unfähig wäret, ist nicht der Fall, weil ihr einen kleinen Funken Meiner Liebe in euch berget, den ihr nur zu nähren braucht, dass er in euch wächst zu einer hellen Flamme. Doch wieder erfordert dies euren Willen, der frei ist, also weder von Mir noch von Meinem Gegner gezwungen wird.

Und dieser freie Wille macht alles möglich .... Er kann die innigste Bindung herstellen mit Mir, er kann aber auch sich ganz Meinem Gegner ergeben .... Doch nur der geringste Wille zu Mir genügt schon, dass Ich euch Kraft schenke und euch ständig Meine endlose Liebe beweise .... Und wenn ihr nun Mich Selbst in Jesus anruft um Hilfe gegen ihn, dann wird euer Wille gestärkt werden, und ihr seid Meinem Gegner entronnen, ihr strebt dem Licht entgegen, ihr lebt zielbewusst euer Erdenleben und erreicht auch das letzte Ziel, die Vereinigung mit Mir.

Was aber sollt ihr nun als erstes tun, damit euer Leben kein Leerlauf ist? Ihr müsst vorerst glauben an eine Macht, Die euch erschaffen hat .... wenn ihr diese Macht anerkennt, dann wird es euch leicht sein, mit Ihr gedanklich in Verbindung zu treten, denn der Glaube an Mich ist schon ein Beweis, dass ihr euch lösen wollt von eurem bisherigen Herrn, denn dieser wird jeglichen Glauben in euch zu erschüttern suchen .... Ihr aber wendet euch von selbst Mir zu, und Ich werde euch helfen, den rechten Weg zu gehen, der zu Mir führt.

Ich werde euch vor allem Kenntnis geben von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus, in Dem Ich Mensch geworden bin, und euch darüber Aufschluss geben, was Er für euch bedeutet .... Und sowie ihr von Ihm wisst, dass ihr euch jederzeit an Ihn wenden könnt, dass Er und Ich eins ist, dann werdet ihr auch Ihm eure Schuld übergeben, die Anlaß eures Mensch-Seins auf dieser Erde war .... Und dann wird es euch auch möglich sein, die große Liebe zu empfinden, die Ich von euch verlange, die nötig ist, um den Zusammenschluss mit Mir eingehen zu können.

Also könnt ihr alle zu einem solchen Glauben gelangen an ein Wesen, Das überaus mächtig ist, weise und liebevoll .... Und dann werdet ihr Dieses auch lieben können, wenn ihr dieses Wesen als überaus vollkommen erkennt .... Dann werdet ihr auch wissen, dass ihr dieses Wesen anstreben sollt, dass ihr noch von Ihm entfernt seid durch die einstige Sünde des Abfalles, dass Es euch wieder zurückgewinnen will und um eure Liebe wirbt, die allein die Ursünde aufheben kann, wenn sie Jesus Christus übergeben worden ist, Der die Sündenschuld am Kreuz getilgt hat ....

Liebe allein kann euch wieder zu Mir zurückführen, Liebe allein ist nötig, um wieder in das Lichtreich eingehen zu können, Liebe allein gibt euch wieder alle Fähigkeiten zurück, die ihr in reichstem Maße besessen und hingegeben hattet! Liebe allein ist die Bindung zwischen Mir und euch, denn sie ist euer Urelement, wie auch Ich Selbst die Liebe bin .... glaubt ihr also an Mich, so ist dies schon der in euch zum Leben erweckte Funke, der diesen Glauben gebärt, und er wird ständig mehr aufflammen und schliesslich zur Vereinigung führen ....

Daher glaubt an Mich, dass Ich bin, dass Ich euch erschaffen habe sowie alles, was ihr um euch seht, und ihr werdet nicht anders können, als euch gedanklich Mir zu verbinden, ihr werdet dadurch Kraft empfangen, ihr werdet wissend werden, d.h., die rechten Gedanken werden euch durchströmen, so dass ihr euch auch in der Wahrheit bewegt, denn das ist das Übermitteln Meiner Liebekraft, dass ihr auch Einblick nehmen dürft in Gebiete, die euch zuvor verschlossen waren .... Doch immer ist es davon abhängig, in welchem Liebegrad ihr steht ....

Darum lasst die Liebe in euch tätig werden, denn die Liebe ist alles, sie gibt euch Klarheit des Denkens und auch die Kraft, das auszuführen, was euch zum Heil eurer Seele gereicht. Sie wird euch zu Jesus Christus hinführen, und habt ihr Mich nun in Jesus Christus erkannt, dann Geht ihr auch sicher den Weg zur Vollendung, ihr werdet heimkehren in euer Vaterhaus, von dem ihr euch einst freiwillig entfernt hattet ....

Amen


BD 6169 empfangen  19.1.1955

Name Jesus besiegt den Dämon ....

Dem Dämon könnt ihr gebieten in Meinem Namen, dass er sich entferne, und ihr werdet frei sein von ihm .... Ihr habt ein sicheres Mittel: den Namen eures Herrn und Heilands, der, vollgläubig ausgesprochen, übergroße Kraft hat auf alles Böse, auf euch bedrängende Kräfte, die im Auftrag dessen arbeiten, der Mein Gegner ist. Sie werden euch verlassen müssen, so ihr ihnen die Kraft Meines Namens entgegensetzt, denn vor diesem fliehen sie, um nicht vernichtet zu werden ....

Also braucht ihr immer nur euch dem göttlichen Heiland und Erlöser Jesus Christus hinzugeben .... ihr braucht nur Mich zu rufen oder zu wollen, dass Ich bei euch bin und euch schütze gegen das Böse, und nichts Schlechtes wird sich an euch herandrängen können, weil Mein Wille allen Kräften wehrt, die euch schaden wollen .... vorausgesetzt aber immer, dass ihr selbst Mein sein wollt, dass ihr den ernsten Willen habt, Mich Selbst und Mein Wohlgefallen zu erringen .... also ihr Mir bewusst zustrebt .... Zwar wird Mein Gegner dann gerade euch heftiger angreifen, er wird euch mit allen Mitteln von Mir abzudrängen suchen, und er wird euch sein Reich vorstellen als erstrebenswert .... er wird unter einer Maske zu euch kommen und euch das, was er verlangt, so schmackhaft wie möglich zu machen suchen, um eure Sinne zu verwirren, damit ihr glauben sollt, dass es euch nicht schadet. Er findet schon die rechten Mittel, euch zu verführen, doch ihr erkennt ihn sicher und auch sein Ränkespiel, solange ihr mit Mir Verbindung sucht ....

Immer sollt ihr nach Mir rufen, immer sollt ihr den Namen Jesus voller Innigkeit aussprechen, wenn ihr selbst im Zweifel seid oder euch von Meinem Gegner bedroht fühlt .... Nur dürft ihr nicht Mich aus euren Herzen verdrängen, denn dann hat Mein Gegner leichtes Spiel, und ihr erlieget seinem Begehren .... Ihr selbst seid oft zu schwach, Ihm zu widerstehen, und darum sollt ihr Den zu Hilfe rufen, Der ihn kennt und sein Herr ist .... Und ein inniger Ruf befreit euch von ihm, der Name Jesus wirkt Wunder, wenn er in tiefer Gläubigkeit ausgesprochen wird .... denn in ihm ruft ihr Mich Selbst an, euren Gott und Vater von Ewigkeit, Der wahrlich nicht euch dem überlässt, mit dem Er um eure Seelen kämpft, wenn eure Seelen selbst zu Mir verlangen ....

Amen


BD 7035 empfangen  6.2.1958

Willensstärkung durch Jesus Christus ....
Willenswertung ....

Der Wille genügt, wo die Tat nicht ausgeführt werden kann .... Denn ihr Menschen werdet nach eurem Willen gewertet, wie dieser gerichtet ist .... Doch das soll euch nicht entbinden vom Ausführen, vom Tätigwerden des Willens, sowie euch letzteres möglich ist. Denn nur Worte genügen nicht, es muss der Wille ernst sein, und ein ernster Wille tut auch alles, was in des Menschen Kraft liegt .... dass euch aber auch Kraft zugeführt wird, sowie Ich euren ernsten Willen erkenne, ist selbstverständlich, ansonsten Ich euch nicht zur Verantwortung ziehen könnte für Unterlassung, wo ihr handeln konntet.

Aber ihr braucht Hilfe, um überhaupt den ernsten Willen fassen zu können .... Es ist eures Erdendaseins Zweck nur der freie Willensentscheid, der aber kaum von euch recht getroffen würde, wenn dieser Wille nicht Stärkung erfahren würde durch Jesus Christus.

Zwar ist jeder Mensch fähig, seinen Willen zu Mir zu richten, aber er würde immer wieder in Willensschwäche verfallen und darum auch die Ausführung seines Willens oft unterlassen; doch die Wandlung seines Willens zu Mir macht es Mir schon möglich, ihn an den Gnadenborn des Erlösungswerkes zu führen .... sie macht es Mir möglich, ihn auch mit Kraft zu versehen und einzuwirken durch Meinen Geist, dass er zu Liebewerken gedrängt wird ....

Und so kann er die Kraftzufuhr schon erfahren, wenn er diesem innerlichen Drängen nachkommt. Aber den sicheren geistigen Fortschritt macht erst die Hilfe Jesu Christi möglich, weil sonst sein Wille immer wieder erlahmen würde durch die Anfechtung Meines Gegners, der immer noch die Macht hat über den Menschen, weil dieser noch nicht frei ist von seiner Sündenschuld.

Dennoch bewerte Ich den Mir zugewandten Willen sehr hoch, und Ich ruhe nicht eher, bis der Mensch den Weg genommen hat zum Kreuz .... Denn Ich habe wahrlich Mittel genug, um dieses zu erreichen, wenn nur einmal der Mensch die Gedanken an Mich in sich arbeiten läßt. Und Ich habe dann auch das Recht dazu, um diesen Menschen zu kämpfen wider Meinen Gegner.

Wendet sich nun aber der Mensch bewusst an Jesus Christus, dann ist sein Wille nicht mehr so leicht zu schwächen, dann verfolgt er bewusst das Ziel, und dann wird er auch immer seinem Willen die Tat folgen lassen und also aufwärtssteigen und zur Seelenreife gelangen. Denn die Hilfe Jesu Christi besteht nicht allein in der Willensstärkung, sondern im Schaffen von Gelegenheiten, werktätige Nächstenliebe zu üben ....

Aber Mein Gegner weiss es zu erreichen, dass auch dem Liebewirken Schranken gesetzt werden, er versteht es, die Herzen seiner Anhänger so zu verhärten, dass sie auch ihren Mitmenschen ein Liebewirken untersagen. Und diese Anhänger sind wahre Knechte des Satans .... Denn sie greifen entscheidend in die geistige Entwicklung ein .... Aber sie erreichen nicht ihren Zweck, denn wo den Menschen das Wirken in Liebe unterbunden wird, dort bewerte Ich den Willen und rechne ihn gleich einer vollbrachten Tat.

Und dazu wird es Mein Gegner bringen, Meine göttlichen Liebegebote außer Kraft zu setzen, wo der Wille noch so schwach ist, dass er nicht innerlichen Widerstand leistet. Doch Ich bewerte das Herz des Menschen, nicht die nach außen ersichtliche Tat .... aber Ich entbinde auch keinen Menschen von dieser Tat, dem die Ausführung möglich ist ....

Und so habt ihr erneut eine Erklärung, dass und warum Ich Werke der Liebe von euch fordere, dass und warum der Hilfswille in seinem Ernst die gleiche Bewertung erfährt, wo das Werk gezwungenermaßen unterbleiben muss. Doch Ich lasse Mir nicht genügen allein am Willen, der ohne Tätigwerden den nötigen Ernst vermissen läßt.

Solange ihr aber noch nicht den Weg zu Jesus Christus gegangen seid, wird euer Wille noch sehr geschwächt sein, und darum sollt ihr die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen, um aus dieser Willensschwäche herauszukommen. Dann aber werdet ihr mit großem Eifer euer Ziel verfolgen, das zu tun, was Mein Wille ist: In der Liebe aufzugehen zu Mir und zu euren Mitmenschen und dadurch euch das Himmelreich zu erwerben ....

Amen


BD 7442 empfangen  31.10.1959

Vergebung der Sünde durch Jesus Christus ....

Alle könnt ihr von Mir die Vergebung eurer Sünden erlangen, wenn ihr sie nur ernstlich begehrt und zu Mir in Jesus Christus euren Weg nehmt, Der für alle eure Sünden am Kreuz gestorben ist. Es war eine ungeheure Sündenlast, mit der Ich zum Kreuz ging, denn es waren die Sünden der gesamten Menschheit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Ich getragen habe .... Es war die Ursünde der gesamten Menschheit sowie auch alle Sünden, die der einzelne Mensch auf Erden getan hat ....

Alle Schuld nahm Ich auf Meine Schultern und ging damit zum Kreuz .... Und ob eine Sünde noch so schwer ist, Ich habe sie Mir Selbst aufgebürdet, weil Ich euch erlösen wollte von all eurer Schuld, weil Ich euch die Reinheit des Herzens wiedergeben wollte, in der allein ihr euch Mir wieder nahen konntet und Mich schauen dürft von Angesicht zu Angesicht. Ich wollte euch alle reinwaschen von eurer Schuld, Ich wollte die Sühne leisten für alle Sünden, die euch drückten und unwiderruflich getrennt hielten von Mir, weil Ich Mich nicht mit der Sünde vereinigen kann .... Darum tilgte Ich alle Schuld durch Mein Erlösungswerk, fordere aber von jedem Menschen den eigenen Willen, dass er erlöst werde.

Darum also muss jeder Mensch seine Sündenschuld erkennen, die ihn weit getrennt hält von Mir, und er muss Mich um Vergebung seiner Schuld bitten .... Denn ohne das Eingeständnis seiner Schuld und der Bitte um Vergebung erkennt er nicht das Kreuzesopfer des Menschen Jesus an, und es kann ihm seine Sündenschuld nicht vergeben werden. Ihr selbst also müsst wollen, dass ihr erlöst werdet, und ihr müsst in diesem Willen zu Mir in Jesus Christus kommen und bitten um eure Erlösung .... Dann werdet ihr frei sein von aller Schuld, frei von Schwäche und Gebundenheit, in der euch Mein Gegner ewige Zeiten gehalten hat ....

Ihr werdet frei sein von Finsternis, denn das Christuslicht durchleuchtet euch, die Liebe wird in euch entzündet und zu heller Flamme aufleuchten, denn der, der bar ist jeder Liebe, hat euch nicht mehr in seiner Gewalt, und Der, Der Selbst die Liebe ist, Der ist zu euch gekommen und lässt Sein Licht erstrahlen in eure Herzen, weil diese nun rein geworden sind, weil Jesus Christus die Schuld getilgt hat und euer Herz nun zum „Tempel Gottes“ geworden ist, sowie ihr die Liebe lebt .... Und seid ihr durch Jesus Christus erlöst von aller Schuld, so werdet ihr auch ein Liebeleben führen Seinem Willen gemäß, und Ich Selbst kann Wohnung nehmen in euren Herzen, die ihr Mir zu einem Tempel zubereitet habt durch die Liebe ....

Aber ihr müsst unweigerlich zuvor Vergebung eurer Sünden erlangt und erhalten haben. Das ernste Verlangen danach sichert euch auch vollste Vergebung zu, denn Jesus Christus hört jeden Ruf, der aus schuldbeladenem Herzen zu Ihm emporsteigt .... Ich höre euch und komme gern eurem Verlangen nach, Ich tilge eure Schuld und ziehe euch an Mein Herz, weil ihr nun zu den Erlösten gehört, für die Ich Mein Blut auf Erden vergossen habe. Nur das Eingeständnis eurer Schuld fordere Ich, und das ist nicht schwer zu geben, denn ihr alle wisst, dass ihr schwache, unglückselige Geschöpfe seid, die noch in Unfreiheit und Finsternis des Geistes dahinleben, bevor sie nicht Erlösung finden durch die Liebe Jesu Christi, in Dem Ich Selbst Mich auf Erden verkörpert habe.

Die Liebe des Menschen Jesus zu Seinen Mitmenschen war so groß, dass Er für eines jeden Menschen Sünden Sich Selbst opfern wollte, dass er sie tilgen wollte, um ihnen wieder den Weg frei zu machen zum Vater, Der in Ihm war .... Seine Liebe war so groß, dass Er jedem Menschen helfen wollte zur Seligkeit, die allein nur beim Vater zu finden war .... und Seine Liebe liess Ihn das bitterste Leiden und Sterben auf Sich nehmen, um damit die Schuld zu sühnen, die eine unüberwindliche Kluft geschaffen hatte zwischen Mir und den Wesen und die erst überbrückt werden musste, was Jesus durch das Erlösungswerk und Seine unermessliche Liebe auch getan hat.

Er hat die Brücke geschlagen zwischen den Menschen und Mir, Er hat ihnen verholfen, zum Vater zu gelangen, und Er hat für alle Schuld Sein Blut vergossen am Kreuz, auf dass alle Menschen selig werden können .... Darum begehrt ernstlich, eurer Sündenschuld ledig zu werden, erkennt und bekennt eure Schuld, und tragt sie hin zum Kreuz, und ruft den göttlichen Erlöser Jesus Christus an um Vergebung .... Und ihr werdet gereinigt eingehen können in das Lichtreich, wenn euer Erdenleben beendet sein wird .... ihr werdet den Weg zu Mir, zum Vater, gehen, den Jesus Christus euch vorangegangen ist, den Seine Liebe angebahnt hat und den jeder gehen muss, der selig werden will ....

Amen


BD 8983 empfangen  26.5.1965

Den Weg unter das Kreuz müssen alle Menschen gehen ....

dass ihr alle den Weg zum Kreuz nehmen müsst, kann euch nicht oft genug gesagt werden, und Ich kann auch keinen Menschen von diesem Kreuzgang entbinden, weil ihr alle mit der Sündenschuld belastet seid, für die der Mensch Jesus Sühne geleistet hat, und weil ihr zuvor nicht in das Lichtreich eingehen könnt, das nur Er euch öffnen kann. Darum muss euch Menschen das Wissen um die Begründung und die Bedeutung des Erlösungswerkes immer wieder gesagt (erklärt) (zugeleitet) werden, denn der Glaube daran ist nur noch sehr schwach, immer werden die Menschen es für eine Legende halten, die man ihnen glaubhaft zu machen sucht, die aber nicht geschichtlich bewiesen werden kann.

Jesus ist aber zur Welt gekommen um einer wichtigen Mission willen, und Er hat diese Mission auch erfüllt, indem Er den schwersten Kreuzgang zurückgelegt hat, indem Er die Sünden der ganzen Menschheit auf Seine Schultern nahm und unter bittersten Leiden und Schmerzen den Tod am Kreuz erlitt, der allen jenen Seelen die Tür zum Lichtreich öffnet, die sich also unter Sein Kreuz stellen, die zu den Erlösten gehören wollen, die Ihm ihre Sünden eingestehen und Ihn um Vergebung bitten. Denn erst der freie Wille, das Erlösungswerk und seine Gnaden anzunehmen, löst eure Ketten, mit denen der euch gefesselt hält, dem ihr einst freiwillig gefolgt seid und dadurch euch versündigtet gegen Mich ....

Euch Menschen kann kein Beweis mehr erbracht werden, ihr müsst es glauben, dass der Mensch Jesus für euch den qualvollsten Tod gestorben ist, um die Sühne dafür Mir zu leisten. Ihr werdet aber diesen Glauben auch aufbringen können, und immer wieder werdet ihr es erfahren durch Meinen Geist, dass ihr auch überzeugt diesen Glauben vertreten könnt, denn gerade dieses Geistwirken im Menschen ist durch den Tod Jesu am Kreuz .... durch das Erlösungswerk .... erst möglich geworden, dass wieder die Fähigkeiten im Menschen zum Durchbruch kommen können, die so lange verschüttet waren, wie der Mensch noch unter der Last seiner Ursünde stand. Und dieses Geistwirken wird stattfinden immer und ewig ....

Immer und ewig werden die Menschen Kenntnis nehmen können von dem großen Werk der Erbarmung, das um der Urschuld willen der Mensch Jesus vollbracht hat .... Denn es war nicht nur eines Menschen Werk, sondern Ich Selbst war in dem Menschen Jesus und entsühnte also eure Schuld .... Denn Ihn trieb die Liebe dazu an, das große Leid auf Sich zu nehmen .... die Liebe, Die Ich Selbst war und in ganzer Fülle den Menschen Jesus durchstrahlen konnte, so dass also die Liebe Selbst das Werk der Erlösung vollbrachte .... dass nur der Mensch Jesus Mir eine Hülle war, um, sichtbar den Menschen, zu leiden und zu sterben, weil Ich als Gott nicht leiden konnte. Er aber behielt diesen Seinen Leib, um nun als vereint mit Mir für alle Meine Wesen ein schaubarer Gott zu sein und zu bleiben.

Und ihr werdet es nun auch verstehen, dass kein Mensch am Kreuz vorübergehen kann, will er jemals zu Mir zurückkehren in das Reich seliger Geister, ihr werdet es nun verstehen, warum die Ursünde euch ewiglich von Mir getrennt hält, dass Ich sie um Meiner Gerechtigkeit willen nicht anders tilgen kann als durch die Anerkennung des größten Liebeopfers und die Bitte um Vergebung .... Dann erst könnt ihr zurückkehren in euer Vaterhaus, das ihr einst freiwillig verlassen hattet und ihr dem in die Tiefe gefolgt seid, der ein Feind allen Lebens ist und der euch auch im Zustand des Todes behalten will .... Doch euer Wille ist frei, und ihr könnt ebensogut auch den Weg nehmen zu Mir, zu Jesus Christus, um wieder selig zu sein und zu bleiben ewiglich.

Die Freiheit des Willens kann Ich euch nicht nehmen, aber auch Mein Gegner kann euch nicht bestimmen, ihm zu Willen zu sein, ihr müsst euch selbst entscheiden, und darum werdet ihr immer wieder hingewiesen auf Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, ihr werdet hingewiesen auf Seinen Leidensweg, auf Seinen bitteren und qualvollen Tod am Kreuze, auf dass auch in euch das Bewusstsein erwacht, dass ihr selbst Anlaß gewesen seid zu diesem Sühnewerk und nun auch den Weg nehmt unter Sein Kreuz, Ihm freiwillig eure Schuld bekennt und Ihn um Vergebung bittet. Und Meine endlose Liebe wird euch freisprechen von eurer Schuld, Meine endlose Liebe, die sich in dem Menschen Jesus barg, wird eure Fesseln lösen und euch das Tor öffnen, durch das ihr eingehen könnt in Mein Reich, wo Licht ist und Seligkeit, wo ihr wieder von Meinem Liebelicht durchstrahlt werden könnt, wie es war im Anbeginn.

Amen


BD 3920 empfangen  1.11.1946

Nachfolge Jesu ....
Lebensweg in Liebe und Selbstverleugnung ....

Wer nicht gleich Mir sanftmütig und geduldig ist, wer sich nicht darin in der Nachfolge übt, dass er alle Eigenschaften ablegt, die sich dem Wesen Meines Gegners anpassen, wer nicht unausgesetzt die Tugenden anstrebt, die ihn zu einem göttlichen Wesen stempeln, der wird schwerlich das Ziel erreichen, den Zusammenschluss mit dem Vater von Ewigkeit zu finden, Der in Sich pur Liebe ist und Der nur mit den Geschöpfen sich zusammenschliessen kann, die Ihm gleich zur Liebe geworden sind.

Mein Wandel auf Erden sollte euch zum Beispiel dienen, denn als Mensch war Ich den gleichen Versuchungen ausgesetzt wie ihr, weil Ich den Weg gehen musste, der allein eine Seele zur Vollendung führen konnte .... Ich musste ankämpfen gleich euch gegen alle Begierden des Fleisches wie auch gegen alle Eigenschaften eines ungöttlichen Wesens, ansonsten Mein Lebenswandel euch nicht als Beispiel dienen konnte, so Ich frei von allen menschlichen Fehlern geboren die Erprobung Meines Willens hätte umgehen können. Ich musste das Leben auf Erden in seiner Tiefe durchleben, d.h. zu den gleichen Sünden vom Körper aus die Möglichkeit haben, um sie aus freiem Willen zu unterlassen und allen Anreiz dazu zu meiden ....

Ich musste gegen fleischliche Begierden ankämpfen und dadurch die Seele in Mir stark machen und willig, sich mit dem Geist zu einen. Die Sündhaftigkeit der Umwelt setzte Meine Liebe und Geduld oft auf harte Proben, doch wollte Ich sanftmütig und von ganzem Herzen demütig bleiben, durfte Ich Mich auch nicht überheben ....

Und Mich erbarmte die Schwäche der Mitmenschen, dass sie nicht Widerstand leisteten den Versuchungen, und Meine Liebe nahm zu .... Ich wollte denen helfen, die am Boden lagen und sich nicht von selbst erheben konnten .... Denn als Selbst Mensch wusste Ich um alle Schwächen eines Menschen, und diese Kenntnis verstärkte Meine Sanftmut und Geduld. Als Selbst Mensch konnte Ich Mich jederzeit in die Seele dessen versetzen, der sündigte, obgleich Ich Selbst ohne Sünde war, obgleich Ich Selbst kraft Meines Willens Sieger geblieben war in allen Versuchungen des Fleisches und der Seele.

Doch Ich entnahm die Kraft dazu aus der Liebe, und jeder Mensch, der sich in der Liebe übt, wird auch die Kraft und den Willen aufbringen, anzukämpfen gegen seine Fehler und Schwächen, und auch er wird den Sieg davontragen, denn die Liebe selbst ist die Kraft .... Und wer also liebtätig ist, der wird auch alle Tugenden üben, die ein göttliches Wesen kennzeichnen: er wird sanftmütig und geduldig sein, barmherzig, friedfertig, demütig und gerecht .... Denn so er den Mitmenschen Liebe entgegenbringt, ist auch sein Denken voller Liebe, und er bekämpft alle Schwächen und Fehler mit Leichtigkeit.

folgt Mir nach .... führt einen Lebenswandel gleich Mir in Liebe und Selbstverleugnung und ihr werdet euch frei machen von allen sündhaften Begierden, ihr werdet selbst nicht in Sünde verfallen, ihr werdet euch dem Wesen der ewigen Liebe angleichen und den Zusammenschluss finden mit ihr schon auf Erden, und die Erreichung eures Zieles wird euch gewiss sein. Und also müsst ihr auch allzeit euer Kreuz auf euch nehmen, gleich Mir, und ihr dürft nicht ungeduldig werden, denn so ihr ernstlich Mich bittet um Beistand, helfe Ich es euch tragen, und eure Seele wird sich desto eher frei machen von irdischen Begierden, je williger sie das Kreuz trägt, das des Vaters Liebe ihr auferlegt hat, auf dass sie ausreift.

folgt Mir nach, und nehmt euch Meinen Lebenswandel auf Erden zum Beispiel, und nimmermehr werdet ihr in Sünde verfallen, ihr werdet euch erlösen kraft eures Willens und der Liebe, ihr werdet frei werden, unendlich selige Wesen werden, mit allen göttlichen Eigenschaften versehen, ihr werdet voller Licht und Kraft sein im geistigen Reich und selig leben in Ewigkeit ....

Amen


BD 8019 empfangen  15.10.1961

Wesenswandlung zur Liebe mit Hilfe Jesu Christi ....

Der Erdenlebensweg als Mensch ist die letzte kurze Phase eures Entwicklungsganges von der tiefsten Tiefe zur Höhe .... Ob er euch aber den Abschluss bringt, das bestimmet ihr selbst als Mensch, wo euch wieder der freie Wille zurückgegeben ist und ihr diesen nun recht richten müsst, um zur letzten Vollendung zu gelangen. Darum tragt ihr eine große Verantwortung, weil ihr euer Los entscheidet für wieder endlos lange Zeit oder für die Ewigkeit .... Ihr könnt bei recht gerichtetem Willen frei werden von jeglicher Außenform, wenn ihr euren irdischen Leib verlasst; ihr könnt aber auch erneut die härteste Außenform beziehen, wenn ihr die Freiheit eures Willens missbraucht, wenn ihr das Erdenleben nicht auswertet, wenn ihr nicht die Umgestaltung eures Wesens vollzieht, das wieder zur Liebe werden muss, wie es war im Anbeginn ....

Diese Umgestaltung eures Wesens zur Liebe ist einziger Zweck eures Erdenlebens als Mensch, und ihr habt auch stets die Möglichkeit, dieses Werk der Umgestaltung zu vollbringen, weil Ich euch wahrlich jegliche Unterstützung zuteil werden lasse .... Denn Ich sehne Mich nach Meinen Geschöpfen, dass sie als „Kinder“ zu Mir zurückkehren, und Ich tue wahrlich auch alles, dass sie ihr Ziel erreichen .... aber Ich mache nicht ihren Willen unfrei .... Sie selbst müssen zu Mir zurückkehren im freien Willen, so wie sie einst von Mir gegangen sind und dadurch in die tiefste Tiefe stürzten.

Ich trage allen Schwächen und Fehlern Rechnung, Ich helfe nach, wo ihr Menschen allein zu schwach seid; Ich offenbare Mich euch, auf dass ihr Mich erkennen und lieben lernt; Ich überschütte euch mit einem Gnadenmaß, das unbegrenzt ist, das ihr nur zu nützen braucht, um zu Überwindern werden zu können im Erdenleben .... Denn ihr müsst einen Kampf führen mit Meinem Gegner, der euch nicht freigeben will, der aber gleichfalls euren freien Willen nicht bestimmen kann, wenn dieser sich abwendet von ihm ....

Ihr müsst gegen alle Triebe und Begierden ankämpfen, die eurer Seele noch anhaften .... ihr müsst des festen Willens sein, vorwärtszuschreiten und den Erdenlebensweg mit Erfolg zurückzulegen .... Ihr müsst zu Mir verlangen, und wahrlich, Ich werde euch entgegenkommen und euch zu Mir ziehen, um euch ewiglich nicht mehr zu lassen. Denn Ich liebe euch, und darum ersehne Ich eure Rückkehr zu Mir .... Und niemals braucht ihr zu fürchten, dass euch die Kraft mangelt für eure Vollendung, denn Einer hat sie für euch erworben durch Seinen Tod am Kreuz .... Jesus Christus, Der euch erlöste von Sünde und Tod ....

Und dieser Eine wird euch die Gnaden Seines Erlösungswerkes zuwenden, wenn ihr nur sie anfordert, wenn ihr es wollt, dass Er auch eure Sündenschuld getilgt haben möge, und wenn ihr Ihn bittet um Stärkung eures Willens, das Umgestaltungswerk zur Liebe auf Erden zu vollbringen .... Sowie ihr euch an Ihn wendet, erkennt ihr auch Mich wieder an, und dann ist auch eure Rückkehr zu Mir gesichert, eure Heimkehr ins Vaterhaus, das ihr einst freiwillig verlassen hattet ....

Ihr könnt wahrlich während des kurzen Erdenlebens das letzte Ziel erreichen, wenn ihr nur Jesus Christus anerkennt als Erlöser der Welt, Der Mich Selbst in aller Fülle in Sich barg .... Denn durch diese Anerkennung und die Bitte um Vergebung eurer Schuld ist eure Ursünde des Abfalles von Mir getilgt .... weil der Mensch Jesus dafür am Kreuz gestorben ist, dass Er mit Seinem Blut die große Schuld sühnte um der Gerechtigkeit willen .... Ihr selbst hättet niemals diese Schuld abtragen und dafür Sühne leisten können, darum starb Ich Selbst in dem Menschen Jesus den Tod am Kreuz, weil nur die Liebe eine solche Schuld entsühnen konnte, die der Mensch Jesus für Seine leidenden Brüder aufbrachte und die Ihn erfüllte und alle Leiden und Schmerzen auf Sich nehmen liess ....

Die Liebe aber war Ich Selbst .... Und darum wurde für euch Menschen der Weg wieder frei zu Mir, ihr könnt zurückkehren in euer Vaterhaus, Ich kann euch wieder annehmen als Meine Kinder, weil eure Schuld getilgt ist durch Jesus, wenn ihr Ihn anerkennt und also Mich in Ihm, denn Er und Ich sind eins .... wer Ihn anruft, der ruft Mich an, und wer Ihn einst schauen darf, der schaut Mich von Angesicht zu Angesicht ....

Amen


BD 6363 empfangen  23.9.1955

Verbindung mit Jesus Christus in jeder Not ....

Ihr Menschen müsst euch innig verbinden mit Jesus Christus, wollt ihr euch frei machen von allen Fehlern und Schwächen, von Lastern und Begierden, von Untugenden aller Art .... wollt ihr vollkommen werden. Er allein kann euch dabei helfen, und Er tut es, sowie ihr Ihn darum angeht und damit bezeugt, dass ihr an Ihn glaubt als göttlichen Erlöser. Sowie ihr also zu kämpfen habt, sowie ihr innerlich unzufrieden seid mit euch selbst, wendet euch nur an Ihn, denn Er hat Verständnis für jegliche menschliche Schwäche, weil Er Selbst als Mensch Jesus über die Erde gegangen ist .... Er hat aber auch das Mittel, euch zu helfen .... Er stärkt euren Willen und gibt euch die dazu nötige Kraft aus Seinem Gnadenschatz, den Er für euch erworben hat durch Seinen Tod am Kreuz ....

Ihr werdet den Weg zu Ihm nicht vergebens gehen, ihr werdet sichere Hilfe erfahren, wenn ihr nur Hilfe begehrt .... Und so müsst ihr es euch stets angelegen sein lassen, die Verbindung mit Ihm herzustellen und zu erhalten. Niemand sonst kann euch Hilfe gewähren, Er allein kann es und will es auch, weil Er Selbst es will, dass ihr frei werdet von allen Fesseln, die euch herabziehen, weil Er Selbst es will, dass ihr die einstige Vollkommenheit wiedererreicht, damit Er euch aufnehmen kann in Sein Reich, wenn ihr diese Erde verlassen müsst. Er will, dass ihr zurückkehrt in euer Vaterhaus, um wieder selig zu sein, wie ihr es waret im Anbeginn .... Und darum wird Er auch alles tun, um euch diese Rückkehr zu ermöglichen, und Er wird es nicht an Gnadengeschenken fehlen lassen, denn Er ist darum zur Erde herabgestiegen, um euch zu helfen, weil ihr allein nicht mehr fähig waret, den Aufstieg zum Licht zurückzulegen ....

Er ist für euch Menschen gestorben am Kreuz, und Er will dieses Opfer nicht umsonst gebracht haben, Er will, dass alle Menschen der Gnaden des Kreuzesopfers teilhaftig werden .... dass sie alle zu dem Ziel gelangen, für das Er Sich Selbst geopfert hat .... Doch ihr müsst selbst zu Ihm kommen, ihr müsst euch Ihm in eurer Not anvertrauen und um Seine Hilfe bitten, und sie wird euch werden. Darum sollt ihr euch stets Seiner Gegenwart bewusst werden .... Ihr braucht Ihn nur in Gedanken zu euch zu rufen, und Er wandelt neben euch auf allen euren Wegen ....

Die gedankliche Verbindung mit Ihm sichert euch auch Seine Gegenwart, und so Jesus Christus euch nahe ist, sprecht mit Ihm wie mit einem Bruder und entäußert euch; alles, was euch drückt, tragt Ihm vor, aber lasst eure Bitten mehr geistiger Art sein, wenngleich ihr auch in irdischen Nöten vollste Unterstützung findet .... Doch gedenkt zuerst des Zustandes eurer Seele, und so ihr Mängel entdecket, tretet zuversichtlich vor Jesus Christus hin mit der Bitte, dass Er euch frei mache von jeglicher Fessel, von jeglichem Übel, das euch trennt von Ihm.

Geht so vertraut um mit Jesus Christus wie mit eurem Bruder, und scheuet euch nicht, auch eure geheimsten Fehler und Sünden aufzudecken. Seine Liebe ist unendlich, und Er wird sie euch vergeben und euch verhelfen zu völliger Freiheit, weil ihr Ihn anerkennt, weil ihr an Ihn glaubt und an Sein Erlösungswerk. Doch niemand wird selbst fertig mit seinen Fehlern und Lastern, der Ihn ausschaltet in seinem Leben, der nicht das Erlösungswerk Jesu und die Menschwerdung Gottes in Ihm anerkennt, denn ihm mangelt jegliche Kraft, und auch der Wille ist schwach, ernstlich das Werk der Umgestaltung seines Wesens in Angriff zu nehmen .... Er wird nichts erreichen können, bevor er sich nicht dem göttlichen Erlöser anvertraut .... Denn jeder, der frei werden will aus der Gewalt des Gegners von Gott, der muss zu Jesus Christus rufen und sich Ihm vollgläubig übergeben .... Dann erst kann er gerettet werden, dann erst hat er die Kraft, sich zu wandeln, um erlöst eingehen zu können in das geistige Reich, um endgültig zurückkehren zu können in das Vaterhaus ....

Amen


BD 7622 empfangen  15.6.1960

Nachfolge Jesu ....
Kreuztragen in Geduld ....

Dies ist das Zeichen, dass ihr Mir nachfolgt, wenn ihr auch euer Leid geduldig auf euch nehmt, das Meine Liebe euch aufbürdet, auf dass ihr ausreift an euren Seelen. Immer sollt ihr dessen eingedenk sein, dass Ich euch zur Nachfolge aufgefordert habe mit den Worten: „.... der nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach ....“ Ich will euch gewiss auch euer Kreuz tragen helfen, aber ihr sollt es nicht ganz von euch zu werfen suchen, ihr sollt immer bedenken, dass ihr viele Schlacken abstoßen könnt von eurer Seele, wenn ihr geduldig euer Kreuz tragt. Und Ich werde euch immer Kraft dazu geben, wenn ihr diese erbittet, denn Ich bin euch stets nahe, so ihr in Meiner Nachfolge lebt auf Erden. Und es bleibt euch nicht mehr viel Zeit ....

Darum werdet ihr vermehrtes Leid tragen müssen, weil Ich euch helfen will, dass ihr auf Erden noch einen Lichtgrad erreicht, der euch zur Seligkeit eingehen lässt, wenn euer Ende gekommen ist. Nur bleibt immer mit Mir verbunden, durch Liebewirken, Gebet und ständiges Gedenken, denn dann kann Ich ständig in eurer Nähe sein, und ihr werdet sicher des Weges gehen können, selbst wenn ihr ein kleines Kreuz zu tragen habt. Ein Leben in Gleichmäßigkeit, in sorgloser Ruhe aber würde euch nicht zum Segen gereichen, es sei denn, ihr wäret so ungewöhnlich liebtätig, dass sich eurer Seele Reifeprozess erfolgreich vollzieht ....

Aber ihr seid alle noch im Liebewirken zu lau und gewinnet darum zuwenig für eure Seele, und das Leid muss daher beitragen zu eurer Reinigung. Und gedenkt jederzeit, welches unsägliche Leid Ich auf Mich genommen habe für euch .... Ihr selbst hättet dieses Leid ertragen müssen eurer Sündenschuld wegen, und ihr wäret dazu nicht fähig gewesen. Darum übernahm Ich die Schuld für euch und habe unsäglich gelitten, weil Ich euch liebe und das Leid für euch tragen wollte.

Und dann wird euch euer Kreuz klein dünken, ihr werdet es gern tragen, weil ihr Mir nachfolgen wollt, und ihr werdet sicher eingehen durch die Pforte ins Reich des Lichtes, weil Ich euch vorangehe und euch die Pforte öffne, auf dass ihr selig werdet. Nehmt euer Kreuz auf euch, d.h., tragt geduldig und aus Liebe zu Mir alles Leid, das euch drückt, das aber nötig ist für eure Seelenreife, denn einstmals wird sich die Seele des Lichtes erfreuen dürfen, einstmals wird ihr das Kreuz leicht erscheinen, das zu tragen ihr auferlegt war. Und lasst ihr Mich an eurer Seite gehen, dann werde Ich euch auch tragen helfen, und ihr werdet die Last nicht so schwer empfinden.

Und Ich bin bei einem jeden, der Mich anruft in Gedanken, Ich warte nur auf diesen Ruf, weil Ich nicht wider euren Willen wirken kann an euch trotz Meiner Liebe. Aber Ich lasse euch niemals allein, und selbst das Kreuz, das euch auferlegt ist, ist ein Beweis Meiner Gegenwart, weil Ich euch damit leise mahne, Mir nachzufolgen, Der Ich alles Leid der Menschheit auf Meine Schulter geladen habe und damit den Weg zum Kreuz gegangen bin. So seid geduldig, was euch auch drückt, Meine Liebe wird euch stärken, Meine Liebe wird euch das Kreuz abnehmen, wenn es an der Zeit ist ....

Amen


BD 5733 empfangen  28.7.1953

Jesus Christus Führer auf dem rechten Weg ....

Es wird euch wahrlich der rechte Weg gewiesen, wenn ihr nur bereit seid, ihn zu gehen. Dann braucht ihr euch nur Meiner Führung zu überlassen, und ihr werdet gedrängt werden auf den rechten Weg, weil Ich nur darauf warte, dass ihr euch auf euch selbst besinnet, dass ihr tun wollt, was eure eigentliche Aufgabe ist auf Erden, dass ihr recht und gerecht wandeln wollt auf Erden. Dann übernehme Ich Selbst eure Führung, denn euer nunmehriger Wille räumt Mir Selbst dieses Recht ein. Als Mensch Jesus bin Ich euch diesen Weg vorangegangen, als Mensch Jesus zeigte Ich euch das Ziel, das auch ihr verfolgen sollt; als Mensch Jesus habe Ich euch den Beweis erbracht, was ein Mensch vollbringen kann, so er jenen Weg geht.

Und Ich stelle euch daher immer wieder Seinen Erdengang vor Augen, Ich weise euch hin auf Ihn, Den Ich zu euch herniedersandte, dass Er euch helfe, den gleichen Weg zu gehen, weil nur dieser Weg zu Mir führt, zu eurem Gott und Vater von Ewigkeit. Er hat das Ziel auf Erden erreicht, Er stieg als vollendetes Wesen, als Hülle Meiner Selbst, zum Himmel auf, und Ich liess diesen Vorgang Meine Jünger auf Erden erleben, auf dass sie ein Zeugnis hatten davon, was ein Mensch auf Erden erreichen kann, auf dass sie Mich Selbst schauen konnten in Jesus Christus, Der auf ewig Sich mit Seinem himmlischen Vater zusammengeschlossen hatte und also vereinigt war mit Mir für alle Ewigkeit ....

Und Ich will, dass ihr alle euch mit Mir vereinigt, dass ihr alle zurückkehrt zu Mir als Meine Kinder, dass ihr alle den Weg Geht, der allein führt ins Vaterhaus, von dem ihr einstens ausgegangen seid .... Ihr aber irrt umher und wisst diesen Weg nicht, ihr findet ihn nicht, weil ihr ihn nicht sucht, ihr lebt auf Erden und seid euch nicht eurer Bestimmung (bewusst = d. Hg.), ihr wandelt auf einer breiten Straße, die nimmermehr zum Ziel führt, weil es nicht der Weg ist, den Jesus gegangen ist. Und darum muss Ich euch immer wieder Boten senden, die euch recht weisen sollen, die euch führen wollen auf den rechten Weg.

Ich muss euch Menschen das Wort Jesu Christi nahebringen, das Er in Meinem Auftrag lehrte auf Erden, das Wort, das Ich Selbst sprach durch Ihn zu den Menschen, die es anhörten, weil sie glaubten an Mich, Der Ich aus Ihm sprach. Dieses Sein Wort weist euch wieder auf den rechten Weg, und dieses Sein Wort müsst ihr hören, weil es Zeugnis gibt von Mir, Der Ich Selbst der Weg bin, die Wahrheit und das Leben. Und so ihr dieses Wort anhört, wird euch der Weg gewiesen, der zum Ziel führt .... und keiner wird sagen können, ohne Führung geblieben zu sein auf Erden, der nur sich selbst Mir anvertraut, der Mich erreichen will und den Willen hat, keinen Leerlauf zu gehen, sondern zu dem Ziel zu gelangen, das ihm gesteckt ist für sein Erdenleben.

Immerwährend gehen euch Hinweise zu, weil Ich keinen Menschen seinem Schicksal überlasse, sondern um alle besorgt bin, dass sie den rechten Weg finden, doch wer ohne Verantwortungsbewusstsein dahingeht, dessen kann Ich Mich nicht annehmen, denn um ihn führen zu können, muss er sich Mir anvertrauen im freien Willen. Wo dieser Wille fehlt, halte Ich Mich zurück .... Doch immer wird es ihm leichtgemacht, den rechten Weg zu betreten, doch niemals wird Zwang ausgeübt .... Immer fordere Ich seinen eigenen Willen, um dann seine Hand ergreifen zu können und ihn hinaufzugeleiten zur Höhe .... denn Ich kann euch wohl raten und helfen, doch zwingen werde Ich euch nicht ....

Amen


BD 7129 empfangen  24.5.1958

Täglicher Anruf des Namens Jesus ....

Mit Mir und in Meinem Namen sollt ihr jeden Tag beginnen, jedes Werk in Angriff nehmen und also eure täglichen Aufgaben erfüllen, und ihr werdet auch gewiss sein können, dass ihr gesegnete Arbeit vollbringt, sei es irdische oder geistige Tätigkeit. Sowie ihr aber allein wandelt, d.h., ohne Mich um Meinen Beistand gebeten zu haben, werdet ihr viel vergebliche Arbeit verrichten, ihr werdet mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, oder sie wird euch nicht immer gelingen. Ein inniger Gedanke an Mich schon sichert euch Meinen Beistand, und ruft ihr Mich bewusst an um Segen und Unterstützung, dann wird sich auch alles von selbst so ergeben, wie es gut ist, und ihr könnt in völliger Ruhe euer Tagewerk vollbringen.

Ihr müsst immer wissen, dass ihr bedrängt werdet von finsteren Kräften, die stets dann Zutritt zu euch haben, wenn ihr es versäumtet, eine Schutzmauer um euch zu bilden, durch Anruf Meines Namens, durch Bitten um Meinen Segen zu eurem Tun. Und haben sie einmal Zutritt zu euch gefunden, dann ist es weit schwerer, sie wieder abzuwehren, als es anfänglich war, ihnen Zutritt zu verwehren. Denn sie schwächen euren Willen, der dann nur unter Aufbietung aller Kräfte aufholt, was versäumt wurde: Mich anzurufen um Hilfe.

Der Kampf um eure Seele wird ständig geführt, und oft wird euch der Sieg schwergemacht durch jene finsteren Kräfte, aber es liegt dann oft an euch selbst, weil ihr unbeschränkt Kraft anfordern könnt und dies immer tun müsst durch inniges Gebet um Meine Führung, Meinen Schutz und Meinen Segen .... Darum sollt ihr niemals euer Tagewerk beginnen ohne Mich, ihr sollt im Herzen Meinen Namen anrufen, um Willensstärkung bitten und euch Mir schrankenlos hingeben .... Dann kann Ich euch auch schützen gegen den Feind eurer Seelen, dann werden zahllose Lichtwesen um euch sein und jenem den Zutritt verwehren, dann werdet ihr heiter und sorglos euer Tagewerk verrichten, im Gefühl von Kraft und innerem Frieden. Und dann wird euch auch nichts zu erschüttern vermögen, weil ihr wisst, dass Ich immer gegenwärtig bin und alles regle für euch.

Die innere Bindung mit Mir ist die beste Garantie für gutes Gelingen aller eurer Pläne, seien es irdische oder geistige Angelegenheiten, immer kann Ich dann Selbst auf euch einwirken und eure Gedanken, eure Handlungen so lenken, wie es recht ist und euch dienlich. Doch sowie ihr euch isoliert von Mir, sowie ihr die Bindung lockert, werden auch andere Gedanken die Herrschaft auf euch gewinnen, die euch von Meinem Gegner zugeleitet werden, die euch den inneren Frieden nehmen, die euch beunruhigen und stets mehr dann schlechten Kräften Zugang gewähren, die nun das Werk innerer Zerrüttung und Disharmonie fortsetzen, so dass auch eure tägliche Arbeit keine gesegnete ist und eure Seele sich in Gefahr befindet, von ihm gefesselt zu werden.

Und wieder könnt ihr euch aus solcher Gefahr nur befreien, wenn ihr Zuflucht nehmt zu Mir, denn Ich bin jederzeit bereit, euch beizustehen in eurer geistigen Not. Aber ohne Mich könnt ihr euch nicht von ihm und seinem Einfluß befreien, ohne Mich seid ihr zu schwach und darum ihm ausgeliefert. Allen solchen Bedrängungen aber könnt ihr entgehen, wenn ihr euch immer wieder Mir und Meinem Schutz übergebt, wenn ihr Mich immer um Meinen Segen bittet, wenn ihr Mir euer körperliches und geistiges Wohl anempfehlt und niemals versäumet, Meinen Namen anzurufen .... und euch dadurch offen zu Mir in Jesus Christus bekennt .... Dann richtet ihr eine Wand auf, die Mein Gegner nicht wird zum Einsturz bringen können, denn Mich und Meinen Namen flieht er, und also wird er auch von euch ablassen, wenn ihr nur gläubig Meinen Namen aussprecht in jeder Not und Gefahr ....

Amen


Erlösung durch Jesus Christus im Jenseits

BD 6850 empfangen  12.6.1957

Jesus Christus öffnet das Tor zur Ewigkeit ....

Das Tor zum Leben in Licht und Herrlichkeit steht euch allen offen, die ihr zu Jesus Christus gefunden habt, doch es bleibt verschlossen denen, die noch abseits stehen von Ihm und Seinem Erlösungswerk. Und darum sollt ihr alle euch ernstlich fragen, ob ihr schon den Weg zu Ihm, zum Kreuz, genommen habt; denn Sein Weg auf Erden endete mit Seinem Tod am Kreuz, und dort müsst ihr Ihn also suchen und finden, dorthin müsst ihr gehen, wollt ihr teilhaben an Seinem Erlösungswerk. Das Kreuz war das Ziel Seines Erdenganges, weil der Kreuzestod euch Menschen die Erlösung bringen sollte.

Unter dem Kreuz also findet ihr den göttlichen Erlöser, was soviel heisst, als dass ihr eure Sündenschuld, für die der Mensch Jesus am Kreuz gestorben ist, zu Ihm hintragt unter Sein Kreuz, dass ihr dadurch euren Glauben beweist an Seine göttliche Mission und dass ihr dadurch auch euren Willen bekundet, von der Schuld frei zu werden, die euch trennt von Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit .... Denn ihr erkennt dann Mich Selbst an, Der im Menschen Jesus das Erlösungswerk vollbracht hat .... Es muss euer Weg gehen zum Kreuz von Golgatha, wenn ihr das Tor zum ewigen Leben erreichen wollt, denn es führt kein anderer Weg zu dieser Pforte.

Diese ernstliche Frage, wie ihr zu Jesus Christus steht, solltet ihr alle euch vorlegen .... Doch ihr tut es nicht, mit nur wenigen Ausnahmen, und ob euch Menschen auch immer wieder Sein Evangelium verkündet wird, ob euch Seine Liebelehre auch immer wieder unterbreitet wird und ihr Dessen Namen als den des göttlichen Erlösers auch immer wieder hört .... Ihr haltet die Ohren verschlossen, und wie ein leerer Schall gehen alle Worte an euch vorüber. Was ihr hört über Jesus Christus und Sein Liebewerk, das berührt euch kaum, es dringt nicht bis in euer Herz ein, es ist noch nicht lebendig geworden in euch, und eure Gedanken haben sich noch nicht ernstlich damit befaßt, was eure Ohren bisher aufgenommen haben.

Und ihr werdet dereinst vor dem Tor zur Seligkeit verharren müssen, ihr werdet keinen Eingang finden, denn ihr fandet die Erlösung noch nicht, weil ihr den Weg nicht genommen habt zum Kreuz, weil Sein Blut euch nicht reinwaschen konnte und ihr daher schuldbeladen am Tor zur Ewigkeit anlangt. Der Ausspruch des Namens Jesu mit dem Munde genügt nicht, dass ihr frei werdet von eurer Schuld .... ihr müsst selbst zu Ihm gehen, ihr müsst euch Ihm in kindlichem Vertrauen und im Bewusstsein eurer Schuld hingeben und Ihn innig bitten, dass Er Sich eurer annehmen möge, dass Er auch für euch Sein Blut vergossen haben möge, und ihr müsst gläubig Seiner Vergebung harren ....

Und eure Schuldenlast wird von euch abfallen, und nun ist für euch der Weg frei zum Licht, nun öffnet sich für euch die Pforte zur ewigen Seligkeit .... Jesus Christus Selbst geleitet euch in Sein Reich, ohne Den aber niemand diese Pforte wird durchschreiten können. Wenn ihr es doch glauben möchtet, dass Sein Name alles ist, dass ein Anruf Seines Namens in tiefer Gläubigkeit euch aller Not enthebt, die Folge ist der Sünde, die noch auf euch lastet ....

Deshalb bin Ich im Menschen Jesus zur Erde niedergestiegen, um diese große Sündenlast von euch zu nehmen, und deshalb bin Ich am Kreuz gestorben, um dadurch die große Schuld zu tilgen, unter der ihr alle seufzet, die ihr über die Erde Geht .... Ich starb für euch .... ihr aber müsst es wollen, dass ihr zu jenen gehört, für die Ich gestorben bin .... Und darum müsst ihr auch den Weg nehmen zum Kreuz, ihr müsst in Verbindung treten mit Jesus Christus, Der Seinen Erdenweg am Kreuz beendete .... Dann wird Er zusammen mit euch weiterwandeln, und Er wird euch geleiten in Sein Reich, das Er allen denen verheissen hat, die an Ihn glauben ....

Amen


BD 7290 empfangen  22.2.1959

Überwindung der Kluft im Jenseits: Jesus Christus ....

Eine große Kluft besteht noch in der geistigen Welt zwischen denen, die sich fernhielten von Mir im Erdenleben, und denen, die schon zu Mir fanden und mit einem Lichtgewand eingehen konnten in das geistige Reich. Diese können wohl erstere schauen und ihren elenden Zustand ermessen, aber jene weilen in einem Reich, wo sie nichts sehen als sich selbst oder gleichgesinnte Geistwesen, mit denen sie in Hader und Streit sich selbst das Dasein vergiften und keinerlei Seligkeit empfinden können.

Diese Seelen werden auch niemals ihnen liebe Vorangegangene wiedersehen können, wenn diese schon in einem höheren Reifegrad abgeschieden sind, sondern sie müssen auch erst einen bestimmten Grad erreichen, bevor ein seliges Wiedersehen stattfinden kann .... Es sind also zwei Welten, die solche Seelen bewohnen, wenngleich es ein geistiges Reich ist, das alle Seelen betreten nach dem Tode des Leibes .... Es sind zwei Welten, die ganz fern sind voneinander, was nicht räumlich zu verstehen ist, sondern nur in der Beschaffenheit jeder einzelnen Welt .... Es ist eine große Kluft, und doch muss diese Kluft einmal überbrückt werden.

Es müssen aus dem Lichtreich immer wieder unerkannt die Wesen niedersteigen und ihre Rettungsarbeit an den Seelen versuchen, die darin besteht, dass sie doch dazu bewogen werden sollen, sich aus ihrer Umgebung zu lösen und im freien Willen den Lichtwesen zu folgen, die sie dann immer näher ihrem eigenen Bereich zu führen suchen .... d.h., sie müssen den Seelen der Finsternis Kunde bringen von dem göttlichen Erlöser Jesus Christus und Seinem großen Erbarmungswerk, das auch für jene Seelen vollbracht worden ist, wenn sie selbst es wollen. Dann erst wird sich die Kluft verringern zwischen ihnen und Mir, zwischen dem Reiche der Finsternis und dem Reiche des Lichtes ....

Dann erst betritt die Seele den Weg, der aus der Tiefe zur Höhe führt, und dann erst wirken die Gnaden des Erlösungswerkes an ihnen und bringen sie allmählich auch in einen Reifezustand, wo sie nun selbst wieder Erlösungsarbeit leisten können und wollen, weil sie ihre Dankesschuld abtragen möchten, die sie selbst antreibt zur Hilfsbereitschaft an den unglückseligen Wesen, die noch in der Tiefe weilen. Es muss die Kluft überwunden werden, und es gibt nur eine Brücke: Jesus Christus, der göttliche Erlöser .... Wer zu Ihm den Weg nimmt, der nimmt ihn nun auch zu Mir, wenngleich er Mich auf Erden nicht anerkennen wollte oder noch in weitester Ferne gestanden hat von Mir.

Nur über Jesus Christus kehrt er zu Mir zurück, und darum ist Er Die Brücke, Die aus dem dunklen Bereich in das Reich des Lichtes führt .... Und daran sollten alle Menschen denken, die auf Erden wohl meinen, mit Mir in Verbindung zu stehen, und die doch noch nicht die rechte Einstellung zu Jesus Christus gefunden haben, die nur dem Namen nach sich Christen nennen und in Wahrheit keine innige Bindung mit Mir in Jesus Christus hergestellt haben, die also die Gnaden des Erlösungswerkes selbst noch nicht in Anspruch nahmen und darum auch nicht von einer Erlösung aus ihrer Urschuld sprechen können ....

Diese werden gleichfalls vor einer tiefen Kluft stehen, wenn sie im jenseitigen Reich angelangt sind, denn sie müssen Ihn erst suchen und finden, den göttlichen Erlöser, auf dass Er auch sie frei mache von ihrer Schuld, denn ihr Bekennen auf Erden geschah nur mit dem Munde, während das Herz dabei unbeteiligt war. Ich aber sehe in das Herz, und ob der Mund noch so laut und oft Meinen Namen ausspricht, Ich lasse Mich nicht dadurch täuschen und kann die Seele nicht dorthin versetzen, wo sie in Wirklichkeit nicht hingehört .... Sie wird die große Kluft vor sich sehen, wenn sie hinüberkommt in das geistige Reich .... oder auch: Sie wird nichts sehen, als was ihre irdisch-gerichteten Sinne ihr vorgaukeln, und es wird nur ihr Vorteil sein, wenn sie sich bald zu lösen vermag und sich den Vorstellungen der Helfer nicht widersetzt, so dass ihr recht bald der göttliche Erlöser als einziger Retter aus ihrer Lage vorgestellt werden kann ....

Die Brücke muss geschlagen werden, die Seele muss über Jesus Christus den Weg nehmen zu Mir, und sie wird sicher durch Ihn eingeführt werden durch die Pforte zum Lichtreich, wenn sie nur erst die weite Kluft überbrückt hat, wenn ihr Wille sie hintreibt zu Jesus Christus und sie nun Erlösung begehrt und finden wird durch Ihn. Dann hat sie auch den Weg zum Vater genommen .... Ich werde sie aufnehmen in Mein Reich des Lichtes und der Seligkeit ....

Amen


BD 8784 empfangen  19.3.1964

Ohne die Erlösung durch Jesus Christus gibt es keine Seligkeit ....

Bedenkt, ihr Menschen, dass Ich euch verhelfen will, im Erdenleben schon einen Reifegrad zu erreichen, der euch befähigt, nach eurem Abscheiden von dieser Erde in das Lichtreich einzugehen .... Einmal werdet ihr zwar alle dieses Reich betreten, doch es kann auch die Zeit bis dahin euch noch unermessliche Qualen bringen, wenn ihr völlig entgeistet in das jenseitige Reich eingeht und euch die Pforten ins Lichtreich noch verschlossen sind. Meine Barmherzigkeit und Gnade gilt zwar einer jeden Seele, und ob sie auch ein schlechtes Leben auf Erden geführt hat, doch Ich kann sie nicht anders bedenken, als es Meine Gerechtigkeit zuläßt, und sie kann immer nur ihrem Lebenswandel-entsprechende Sphären im geistigen Reich in Besitz nehmen und muss dann noch unermessliche Leiden und Qualen erdulden, um ihre Sündenschuld zu entsühnen.

Und findet sie nicht im jenseitigen Reich zu Jesus Christus, dann nehmen ihre Leiden kein Ende, sie sinkt immer tiefer und wird zuletzt das Los der Neubannung auf sich nehmen müssen, weil es anders keine Entsühnung der Urschuld gibt als durch Jesus Christus. Ihr alle erfasst das Erlösungswerk nicht in seiner ganzen Bedeutung .... Und das ist es, was eure große geistige Not ausmacht .... Und Ich will Meinen Geschöpfen helfen, dass sie noch im Erdenleben den Weg zum Kreuz finden, der dann ein ganz anderes Los der Seele sichert .... Denn eine Vergebung der Sündenschuld noch vor dem Tode des Menschen ist das Erstrebenswerteste im ganzen Erdenleben .... Dann steht der Seele das Tor zum Lichtreich offen, dann wird sie Seligkeiten geniessen können im Übermaß.

Die Menschheit aber weiss nichts um die große Bedeutung des Erlösungswerkes, und Mein Gegner ist eifrig bemüht, sie ständig darüber in Unkenntnis zu halten .... Und ob die Menschen auch glauben, dass der Mensch Jesus einst über die Erde gegangen ist und den Menschen ein höchst vollkommenes Leben vorgelebt und sie zur Nachfolge aufgerufen hat, so wollen sie doch nicht glauben, dass eine hohe geistige Mission diesen Erdenwandel Jesu veranlaßt hat .... Sie wollen es nicht glauben, dass es um ein Werk größter Barmherzigkeit ging, dass Jesus eine große Schuld tilgen wollte und getilgt hat durch Seinen Kreuzestod, die nicht anders abgegolten werden konnte als durch ein Werk übergroßer Liebe und ein maßloses körperliches Leiden .... und dass dadurch die weite Kluft überbrückt wurde zwischen dem Lichtreich und dem finsteren Reich.

Diese Brücke nun konnte von jedem Menschen betreten werden, der an das Erlösungswerk Jesu Christi glaubt und der auch Meine Menschwerdung in Ihm glaubt. Diese Menschwerdung ist wieder ein Mysterium, das nur von geisterweckten Menschen verstanden werden kann, weil der sündige Zustand der Menschen jegliches Verständnis dafür ausschliesst, also der Mensch sich zuvor bejahend zu dem Erlösungswerk Jesu einstellen muss, um Vergebung seiner Schuld bitten und dann in inniger Verbindung mit Ihm vom Geist in sich belehrt wird, der sich erst dann äußern kann, wenn die Vergebung der Ursünde erfolgt ist ....

Dann wird ihm auch Meine Menschwerdung in Jesus verständlich sein, denn dann kann er vom Geist in sich in alle Wahrheit eingeführt und unterwiesen werden über alle geistigen Zusammenhänge .... Er kann also wieder zur Erkenntnis gelangen, die er einst verloren hat durch seine Auflehnung wider Mich. Das Verständnis für alle diese Zusammenhänge wird er erst gewinnen durch seinen Geist. Aber es kann doch dem Menschen dieses Wissen unterbreitet werden, und wird ihm nun über Jesus Christus, Sein Erlösungswerk und Meine Menschwerdung in Ihm wahrheitsgemäß berichtet, dann kann die Wahrheit auch einen Menschen überzeugen und ihn den gleichen Weg gehen lassen, den Weg zum Kreuz ....

Und immer verständlicher wird ihm das werden, was er zuvor nur gehört hatte durch einen erleuchteten Mitmenschen. Darum liegt Mir soviel an der Verbreitung der reinen Wahrheit, will Ich doch, dass diese Wahrheit auch jene Menschen erreicht, die nicht schlecht sind, doch noch ungläubig, die nun durch die Wahrheit sich angesprochen fühlen und von der Kraft der Wahrheit berührt werden und also auch zum Glauben gelangen können. Wüßtet ihr Menschen, wie sehr ihr selbst euch euer Los beim Eintritt in das jenseitige Reich verbessern könnt, wenn ihr durch Jesus Christus erlöst seid von eurer Sündenschuld, dann würdet ihr auch begreifen, warum Ich immer wieder dieses Problem herausstelle, warum Ich immer und immer wieder euch die geistigen Zusammenhänge erkläre und euren Verstand anzuregen suche, darüber nachzudenken, denn nur der geringste Wille, euren Erdenlebenszweck zu erfüllen, genügt Mir schon, dass Ich euch leite und jede Möglichkeit schaffe, dass ihr zur Erkenntnis gelangt ....

Und gerade das letzte Wissen kann euch nur durch Meines Geistes Wirken geschenkt werden, denn die Menschen werden immer unter dem Einfluß Meines Gegners gerade das Wichtigste negieren wollen: die Erlösung durch Jesus Christus von aller Schuld .... Sie machen wohl Zugeständnisse, indem sie Seine Existenz zugeben und auch Ihn Selbst als einen Menschen hinstellen, der im Erdenleben die höchste Vollkommenheit erreicht hat. Doch dass es um ein ganz anderes Problem geht .... dass es darum geht, dass ohne Ihn die Menschheit ewiglich von Mir, ihrem Gott und Schöpfer, getrennt bleibt, das wollen sie nicht glauben, auch nicht, dass die Seelen im Jenseits niemals vorwärtsschreiten können in ihrer Entwicklung, sondern so lange am Boden liegen, wie die Last der Ursünde sie bedrückt.

Sie führen also ein jämmerliches, erbarmungswürdiges Dasein, bis sie auch drüben den göttlichen Erlöser finden, bis sie den Bemühungen der Lichtwesen folgen und sich führen lassen ohne Widerstand zu Ihm, Der sie aus der Tiefe emporheben wird und ihnen die Sündenschuld vergibt, sowie sie Ihn darum bitten .... Also muss erst der Glaube daran vorhanden sein, dass Jesus durch Sein Erbarmungswerk, durch Seinen Tod am Kreuz, die Menschen erlöst hat von ihrer Urschuld. Dann erst ist die Mission des Menschen Jesus auf Erden begründet, nicht aber nur in Seinem Lebenswandel .... der zwar auch dazu gehört, denn ohne Liebe kann kein Mensch selig werden, und die Liebelehre war der Inhalt aller Seiner Belehrungen der Menschen, die Er aus der Finsternis des Geistes, aus den Fesseln des Fürsten der Finsternis erretten wollte.

Die Menschen wandelten in völliger Unwissenheit dahin, sie erkannten sich selbst nicht als Geschöpfe eines höchst vollkommenen Wesens, sie erkannten nicht ihre Mangelhaftigkeit und liebten nur ihr Ich, und ihre Eigenliebe trieb sie zur Sündhaftigkeit an, zu Sünden, die sie zwar im jenseitigen Reich hätten abbüßen können, wenn dies auch endlose Zeiten der Qualen bedeutet hätte .... Doch diese Sünden waren nicht der Anlaß Meiner Niederkunft zur Erde in dem Menschen Jesus .... sondern es ging um die große Ursünde des einstigen Abfalles von Mir, die kein Mensch hätte selbst tilgen können, und wenn er Ewigkeiten in Unseligkeit verbringen würde ....

Diese Sünde war der Anlaß, dass Ich Selbst zur Erde stieg und in dem Menschen Jesus das Erlösungswerk vollbrachte .... Denn die Liebe Selbst tilgte die Schuld, und die Liebe war im Menschen Jesus .... Und immer wieder werde Ich durch Meinen Geist euch Menschen dieses künden, immer wieder werde Ich euch das größte Mysterium zu erklären suchen, und Ich werde Meine Jünger in der Endzeit hinaussenden, um den Menschen die Wahrheit zu künden über Jesus Christus, den Sohn Gottes und Erlöser der Welt, Der Mich Selbst in Sich barg und Er und Ich eins ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit ....

Amen


BD 6700 empfangen  28.11.1956

Erlangen der Freiheit in der Zeit bis zum Ende ....
Jesus Christus ....

Es können euch ewig noch die Fesseln der Gefangenschaft drücken, aber ihr könnt auch in ganz kurzer Zeit ihrer ledig werden, denn euch stehen wahrlich alle Mittel zu Gebote durch den göttlichen Erlöser Jesus Christus, Der für euch gestorben ist am Kreuz. Bedenkt dies, dass ihr noch endlose Zeiten werdet schmachten müssen, wenn ihr euch nicht der Gnaden Seines Erlösungswerkes bedient, wenn ihr nicht zu Ihm eure Zuflucht nehmt, Der allein eure Fesseln lösen kann .... Und bedenkt, dass euch im Erdenleben davon Kenntnis gegeben wird, welchen Weg ihr gehen müsst, um eure endgültige Freiheit zu erlangen.

Sowie ihr völlig ohne Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk dahingeht, könnt ihr Ihn nicht anrufen um Hilfe. Aber dieses Wissen wird allen Menschen zugeführt, wenn auch in ganz verschiedener Weise, und die wenigen, denen es vorenthalten bleibt, weil die Reife ihrer Seelen noch nicht den Grad erreicht hat, der zur Vollendung auf Erden führen kann, werden im jenseitigen Reich noch zur Kenntnis über Ihn gelangen und auch ihrer Fessel frei werden können bei gutem Willen.

Aber den Menschen auf Erden bleibt das Wissen um Jesus Christus nicht verborgen, und wo es nicht von außen an sie herangtragen werden kann, dort vermittelt es ihnen Mein Geist, der die Menschen in die Wahrheit leitet, wie Ich es verheissen habe .... Dieses müsst ihr wissen, um euch der großen Bedeutung eures Wandels auf dieser Erde bewusst zu sein, dass es einen Weg gibt, um gänzlich frei zu werden und als seliges Wesen in das Lichtreich eingehen zu können .... dass ihr alle diesen Weg kennt, aber ihn nun auch gehen müsst.

Ihr alle müsst den Weg zum Kreuz nehmen, ihr alle müsst euch Jesus Christus übergeben, um durch die Pforte zur Seligkeit eingehen zu können. Aber keiner wird ohne Jesus Christus selig werden können, sondern seine Fesseln noch so lange tragen müssen, bis er sich entschliesst, diesen Weg zu Ihm, den Weg zum Kreuz, zu nehmen. Ihr Menschen habt aber alle nicht mehr lange Zeit .... bedenkt dies, dass ihr die Freiheit erlangen könnt noch in der kurzen Zeit bis zum Ende, dass ihr sie aber auf endlos lange Zeit hinaus euch wieder verscherzet, wenn ihr Jesus Christus ausschaltet, wenn ihr Ihn .... obwohl ihr Ihn kennt und um Sein Werk der Barmherzigkeit wisst, ablehnt oder gleichgültig Ihm gegenüber bleibt und Ihn nicht um Hilfe angeht auf dem Weg zur Vollendung ....

Ihr wisst nicht, welch ein Gnadengeschenk für euch bereitliegt, durch das ihr Befreiung findet von ewig langer Haft, aber es wird euch immer wieder gesagt, ohne euren Glauben zu finden. Ihr könnt nur durch Jesus Christus erlöst werden von eurer Sündenschuld, von der Gewalt Meines Gegners, ihr braucht nicht mehr lange unter seiner Herrschaft zu verbleiben, ihr könnt euch frei machen von ihm und alle Fesseln von euch werfen, denn Einer hilft euch, wenn ihr nur euch an Ihn wendet und Seine Hilfe erbittet. Und dazu steht euch nur noch kurze Zeit zur Verfügung. Versäumet ihr dies, so bleibt ihr noch endlos lange Zeiten in seiner Gewalt, bis einmal wieder euch die Möglichkeit geboten wird, zu Ihm zu rufen um Erbarmen.

Verlängert euch nicht selbst die Zeit eurer Gefangenschaft, nehmt beglückt die frohe Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus entgegen, und wendet euch an Ihn, dass Er auch euch verhelfe zur Freiheit, dass Er Sein Blut auch für euch vergossen haben möge .... Geht nicht an Ihm vorüber, die ihr Ihn kennt. glaubt es, dass nur Er euch retten kann von Sünde und Tod, und Geht die letzten Schritte eures Entwicklungsganges auf dieser Erde, Geht hin zum Kreuz von Golgatha .... Und in seliger Freiheit werdet ihr euch aufschwingen können in das Reich des Lichtes, wo es ewig keine Nacht mehr gibt ....

Amen


BD 6333 empfangen  15.8.1955

Jesus Christus bedeutet alles ....

Keiner wird ohne Jesus Christus selig .... Und doch lehnen zahllose Menschen Ihn ab, weil sie nichts wissen über die Bedeutung Seines Erlösungswerkes, denn auch die Menschen, die Ihn nur mit dem Munde bekennen, müssen zu diesen gezählt werden, denn die rechte Erkenntnis über das Liebe- und Erbarmungswerk des göttlichen Erlösers würde die Menschen auch in Seiner Nachfolge leben lassen, die zur Seligkeit führt. Und ob auch in der ganzen Welt gepredigt wird, ob Sein Name immer wieder den Menschen vorgehalten wird als einziger Rettungsanker .... nur ein ganz kleiner Teil weiss, was der Mensch Jesus getan hat für Seine Mitmenschen und warum Er es tat .... Sehr wenigen Menschen auf der Erde ist Jesus zum Retter aus Sünde und Tod geworden, die erweckten Geistes wissen um die Bedeutung des Erlösungswerkes, und die darum auch die große Not auf Erden erkennen, die wissen, wie fern die Menschheit dem Einen steht, Der allein ihnen ein Leben in Seligkeit schenken kann ....

Jesus Christus wird in der ganzen Welt gepredigt .... Viele Menschen werden angesprochen von Ihm Selbst, Der durch den Mund der erweckten Prediger zu ihnen redet .... Wenige aber lassen sich von Seinen Worten gefangennehmen, so dass sie nun nicht mehr von Ihm gehen und ihr Leben ebenfalls der Verkündigung des Namens Jesu weihen .... Die meisten aber vergessen ebenso schnell, wie sie sich begeistern .... ein Strohfeuer, das hell auflodert und sich sehr schnell wieder verzehrt .... Denn Jesus Christus wird nicht lebendig in ihnen, Er findet den Eingang nicht in ihr Herz, weil sie nicht in der Liebe leben ....

Die Liebe allein macht den Glauben an Ihn lebendig, ohne Liebe aber ist das Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk nicht mehr als weltliches Wissen ohne Auswirkung auf die Ewigkeit. Darum werden immer nur wenige so angesprochen sich fühlen, dass sie nun wirkliche Nachfolger Jesu werden, dass sie Erlösung finden von Sünde und Tod .... wenngleich der göttliche Erlöser keinen ausläßt, um ihn unter Sein Kreuz zu locken.

Er spricht unzählige Menschen an und wird sie immer wieder ansprechen und sie ermahnen zur Arbeit an der Seele, Er wird immer und immer wieder Seine Liebelehre verkünden .... Doch lebendig in ihren Herzen kann Er nur werden, wenn sie Seine Liebelehre annehmen und befolgen .... Dann erst verstehen sie Sein Liebewerk und wissen, welche Not auf Erden herrscht .... Denn der Tod ist jedem einzelnen beschieden, ein Tod ohne Jesus Christus aber bedeutet ein entsetzliches Los im Jenseits, ein Los, aus dem es wieder nur durch den göttlichen Erlöser eine Rettung gibt, ansonsten die Seele ewig in Finsternis, in Unseligkeit vegetieren muss ....

Jesus Christus bedeutet alles .... der Menschheit aber überaus wenig, denn sie nimmt nicht viel Sein Gnadenwerk in Anspruch .... weil sie Ihn nicht erkennt .... Und sie kann Ihn nicht erkennen, weil sie dazu nicht tauglich ist, solange die Liebe fehlt .... und diese ist erkaltet unter den Menschen. Und darum muss unausgesetzt die Liebe gepredigt werden, es muss Dessen Erwähnung getan werden, Der Selbst voller Liebe war und Sich für die Mitmenschen hingeopfert hat. Und so nun der Mensch sich bemüht, die Liebegebote zu erfüllen, wird es auch in ihm Licht werden, weshalb Jesus für die Menschen gestorben ist .... und er wird selbst zum Kreuz seine Zuflucht nehmen und Den anrufen, Der allein ihm Erlösung bringen kann aus Sünde und Tod ....

Amen


BD 8464 empfangen  11.4.1963

Gottes Auftrag, die Mitmenschen über Jesus zu belehren ....

Wo immer sich euch Gelegenheit bietet, des göttlichen Erlösers Jesus Christus Erwähnung zu tun, dort sollt ihr auch reden von Ihm und Seine große Bedeutung für jeden einzelnen Menschen hervorheben .... Ihr sollt die Mitmenschen veranlassen, wo es nur möglich ist, Seiner zu gedenken, denn alle kennen Ihn, alle haben von Ihm erfahren, doch wenige nur sind voll des lebendigen Glaubens an Ihn, und nur diese können des Segens des Erlösungswerkes teilhaftig werden .... Doch gerade diese sollen versuchen, auch im Mitmenschen den Glauben aufleben zu lassen an Ihn, Der allein sie erretten kann aus geistiger Not, die erst nach dem Leibestode fühlbar wird empfunden werden.

Was ihr nur tun könnt, um die Gespräche auf Jesus Christus zu lenken, das sollt ihr nicht unterlassen, wenngleich auch der Mitmensch nicht angenehm davon berührt ist .... ihr sollt ihn einfach fragen, was Jesus für ihn bedeutet, ob er sich mit den Lehren über Ihn schon gedanklich auseinandergesetzt habe und zu welchem Ergebnis er gekommen sei .... Und ob sie Ihn auch nur als Mensch gelten lassen wollen, Der eigene Weltanschauungen vertreten hat und Sein Leben liess für diese Weltanschauungen, so könnt ihr sie dann doch darüber aufklären, dass Er wohl ein Mensch gewesen ist und mitten unter Menschen lebte, dass Er aber eine geistige Mission zu erfüllen hatte und dass ein jeder Mensch aus dieser Mission seinen Nutzen ziehen kann, wenn er selbst es will ....

Wohl sehen die meisten Menschen ihr Erdenleben nur als Selbstzweck an, und sie glauben an kein Fortleben ihrer Seelen .... Doch auch diese Ansichten müsst ihr zu erschüttern suchen, und wahrlich, Ich werde euch die rechten Worte in den Mund legen, wenn es nur euer Bestreben ist, diesen blinden Menschen ein kleines Licht anzuzünden, wenn ihr ihnen helfen wollt, dass sie ihren Erdenlebenszweck erfüllen.

Wenn ihr selbst erfüllt seid von einem Wissen, das der Wahrheit entspricht, so wird es euch auch immer wieder drängen, dieses Wissen den Menschen zuzuleiten, und dann werden sich auch Gelegenheiten ergeben, wo euch dies möglich ist, denn Ich segne wahrlich einen jeden, der den Mitmenschen zum Glauben an Jesus zu bewegen sucht, weil Jesus nicht übergangen werden darf, will die Seele des Menschen dereinst selig werden, wenn sie nach dem Tode des Leibes eingeht in das geistige Reich.

Auch dieser Glaube an ein Fortleben der Seele nach dem Tode fehlt den meisten Menschen, und daher sind sie auch schwer belehrbar, doch es soll nichts unversucht bleiben, denn das Elend, dem solche Seelen entgegengehen, ist unbeschreiblich, und wenn ihr dazu verhelfen könnt, ihnen ein solches Elend zu ersparen, so werden sie es euch ewiglich danken, denn einmal kommt jede Seele zur Erkenntnis, auch wenn Ewigkeiten noch vergehen ....

Für die Menschen ist alles, was mit Jesus zusammenhängt, Sein Erdenleben, Sein Kreuzestod und Seine Himmelfahrt, zumeist eine Legende, die sie wohl kennen, aber nicht glauben können, dass es wahre Begebenheiten sind, die ungeheuer bedeutungsvoll sind für eine jede Seele, die noch nicht im Licht steht. Ihr Menschen aber Geht über diese Erde mit dem Ziel, frei zu werden aus jeglicher Form und als vergeistigt einzugehen in das jenseitige Reich. Unerläßlich aber ist dazu, dass ihr die Erlösung findet durch Jesus Christus, dass Er euch zur Freiwerdung verhilft, weil nur Er die Ketten lösen kann, durch die ihr noch gebunden seid an den Gegner Gottes.

Er allein also kann euch zum ewigen Leben verhelfen, und darum müsst ihr Ihn anerkennen und euch Ihm hingeben, auf dass Er eure große Schuld auf Sich nehme und Sein Blut auch für euch geflossen sein möge, das Er am Kreuz vergossen hat für alle Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Wenn ihr Ihn annehmt und ihr Ihn bittet, dass Er die große Schuld von euch nehmen möge, dann werdet ihr auch plötzlich anders zu denken fähig sein .... es wird euch vieles verständlich sein, was ihr zuvor nicht verstehen konntet. Und daher sollt ihr wenigstens Kenntnis nehmen von Ihm, wenn euch diese zugetragen wird, denn es soll kein Mensch verlorengehen, aber es liegt am Menschen selbst, ob er sich retten lassen will ....

Lasst euch belehren über Jesus und Sein Erlösungswerk, über die geistige Begründung dessen und über eure einstige Urschuld, die ihr nicht selbst tilgen könnt, sondern durch den göttlichen Erlöser Jesus Christus allein davon frei werden könnt .... Und Geht nicht an Ihm vorüber im Erdenleben, sucht Verständnis dafür aufzubringen, welche Mission Er auf Erden zu erfüllen hatte, und glaubt es, dass ein jeder Mensch den Weg nehmen muss zum Kreuz .... glaubt es, dass ein jeder Mensch seine Sündenschuld unter das Kreuz tragen muss, was soviel heisst, als dass er Jesus Christus anerkennen muss als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Gott Selbst Mensch wurde, um die Menschheit zu erlösen von Sünde und Tod ....

Amen


BD 4831 empfangen  6.2.1950

Bekennen vor der Welt ....
Aussprechen des Namens Jesu ....

Bekennt euch zu Mir und zögert nicht, offen Meinen Namen auszusprechen, so eure Stellungnahme zum Glauben und zu Mir gefordert wird. Denn das Bekennen mit dem Herzen zieht Mich Selbst an eure Seite, und dann fällt jede Furcht von euch, und ihr redet offen und ohne Scheu über Glaubensdinge, über Meine Lehre, über Mein Wirken an und in euch selbst und auch über die Zukunft. Ihr reisset dann eine Mauer nieder, die Mauer des Stillschweigens, hinter der sich viel verbergen kann und die darum geeignet ist zur Verschleierung der Wahrheit.

Redet furchtlos, wo es auch immer sei, denn Ich Selbst führe euch dorthin, wo ihr aufgefordert werdet, Mich zu bekennen. Es vergeht keine lange Zeit mehr, bis euch die Welt verspotten wird, die ihr noch glaubt an Gott, an ein Leben nach dem Tode, denn die Weltmenschen fallen immer mehr ab, und es ist ihnen alles unwirklich, was ihnen nicht sichtbar oder greifbar ist. Es bildet sich eine offene Feindschaft heraus von diesen Weltmenschen zu den Gläubigen, die als ständiges Angriffsziel sich kaum gegen Feindseligkeiten schützen können.

Doch es soll euch dies nicht ängstlich machen, es muss so kommen, weil die Zeit erfüllt ist, wo eine Scheidung stattfindet von den Meinen und den Anhängern Meines Gegners, der jeglichen Glauben an Mich zu ersticken sucht und dem sie hörig sind. Doch wisst, dass Ich Selbst bei euch bin, im Geist sowohl als auch sichtbar, wo es nötig ist .... wisst, dass ihr weit stärker seid als jene, und mögen sie euch auch zahlenmäßig überlegen sein. Denn so Ich an eurer Seite kämpfe, werdet ihr niemals besiegt werden können.

Doch offen und ohne Scheu müsst ihr für Mich eintreten, auf dass der Feind erkenne, wer euch mit Kraft versieht, denn es wird offensichtlich sein, dass ihr außergewöhnliche Hilfe erfahrt. sprecht nur Meinen Namen vollgläubig aus, so ihr bedrängt werdet, haltet euren Angreifern Meinen Namen entgegen, ruft Mich mit Herz und Mund und fürchtet keine irdische Macht .... und allen, die guten Willens sind, die Mein sein wollen, werde Ich Kraft verleihen, wie Ich es verheissen habe. Im Namen eures göttlichen Erlösers habt ihr eine Waffe, die wahrlich nicht übertroffen werden kann, weil, wer zur Endzeit den Glauben an Mich aufbringt, Meine ganze Liebe besitzt ....

Und wer Mich bekennt vor der Welt, der beweist Mir auch seinen unerschütterlichen Glauben, und seiner nehme Ich Mich ganz besonders an. Ihr werdet sehr bald dazu gezwungen werden, euch zu bekennen oder abzulehnen, dann werdet nicht ängstlich vor weltlicher Macht, sondern gedenkt nur Meiner Worte: Wer Mich vor der Welt bekennt, den werde Ich auch vor Meinem Vater bekennen .... Ihr werdet zum Entscheid gezwungen werden für Jesus Christus oder wider Ihn. Dann bekennt Ihn freudig vor der Welt, denn nur durch Jesus könnt ihr zu Mir gelangen, nur durch den Glauben an Sein Erlösungswerk und Seine Hilfe könnt ihr Mir nahetreten, dem Vater, Dessen Liebe sich mit allen vereinigen will, wie sie sich vereinigt hat mit Jesus, Der die Welt erlöst hat von der Sünde durch Seine große Liebe ....

Amen


 Autobiographie von Bertha Dudde

Selbstbiographie von Bertha Dudde

Auf Wunsch vieler Freunde schrieb Bertha Dudde 1953 folgende Selbstbiographie: Seit dem 15. Juni 1937 schreibe ich – durch das innere Wort – erhaltene Kundgaben nieder. Einem oft geäußerten Wunsche meiner Freunde nachkommend, gebe ich hiermit eine kurze Erklärung des geistigen Empfanges, eine Schilderung meines Lebensweges und meiner eigenen Einstellung.

Am 1. April 1891, als zweitälteste Tochter eines Kunstmalers in Liegnitz, Schlesien, geboren, verlebte ich mit noch sechs Geschwistern im Elternhaus eine harmonische Kindheit. Frühzeitig schon lernte ich die Sorgen um das Dasein kennen. Der Wunsch, den Eltern helfen zu können, liess mich meine Neigung zum Schneidern praktisch ausüben und Geld verdienen. Die Geldnot der Eltern blieb und damit auch die Sorge. So machte ich mich der Familie nützlich bis in die jüngste Zeit. Die Eltern gehörten unterschiedlichen Konfessionen an. Der Vater war protestantisch, die Mutter katholisch. Wir Kinder wurden im katholischen Glauben erzogen, erlebten aber niemals einen Druck oder Strenge in bezug auf die Ausübung kirchlicher Gepflogenheiten, so dass jedes Kind in späteren Tagen in völliger Freiheit die selbstgewählte Glaubensrichtung vertreten konnte. Ich selbst war religiös, konnte mich aber nicht im vollen Umfang dem katholischen Lehrsystem unterwerfen, obwohl ich die Kirche achtete. Es war mir aber nicht möglich, etwas nach außen zu vertreten, was ich innerlich nicht völlig überzeugt angenommen hatte. Ich ging also nicht mehr zur Kirche, hörte keine Predigt, hatte keinerlei Bibelkenntnis, las auch keine religiösen, gleich gar nicht wissenschaftliche Schriften und schloß mich weder einer Sekte noch einer sonstwie gearteten Geistesrichtung an.

Wer die katholische Glaubenslehre kennt, der weiss es, in welche Gewissensnöte ein Mensch gerät, der sich von ihr lösen möchte. Auch mir sind diese nicht erspart geblieben. – Es blieb in mir die Frage: Was und wo ist das Rechte? Beim Beten des Vaterunsers habe ich oft gefleht, dass der HERR mich doch Sein Reich finden lassen möchte. Und dieses Gebet wurde erhört. Das war am 15. Juni 1937. Ich betete und achtete auf mein Inneres – ich blieb ganz still – in diesem Zustand verharrte ich oft, denn dabei überkam mich immer ein wunderbarer Friede, und Gedanken, die ich dabei empfand – in der Herzgegend, nicht im Kopf – gaben mir Trost und Kraft. Noch wusste ich nicht, dass mir diese Gedanken „gegeben“ wurden. Bis ein sonderbares Traumerlebnis, das sich später als Wahrtraum erwies, mich veranlaßte, diese „Gedanken“ aufzuschreiben. Und so lauschte ich auch an diesem denkwürdigen Tag in mein Inneres, und da kam ganz klar und deutlich eine Wortkette, die ich niederschrieb. Es war das erste Kapitel, das mir gegeben wurde und das mit den Worten begann: „Im Anfang war das Wort! Ein Tedeum dem Schöpfer des Himmels und der Erde!“

Und dann kamen die Zweifel: Hast du das aus dir selbst geschrieben? – Kurz, ich habe gerungen, gebetet und viele innere Kämpfe geführt, aber immer wieder kamen die Worte wie ein Strom, eine Weisheitsfülle, vor der ich schauderte. – GOTT Selbst nahm mir die Zweifel, ER antwortete mir, und ich erkannte IHN in Seinem Wort als unseren VATER. Mein Glaube wuchs, die Zweifel wurden geringer, und ich empfing und schrieb täglich. Der Inhalt der Niederschriften ging über mein Wissen hinaus. Nie gehörte oder gelesene Ausdrücke, fremdsprachliche und wissenschaftliche Bezeichnungen und Hinweise flossen mir unaufhaltsam zu. Und dann die bisher nie gehörten Liebeäußerungen des VATERS im Himmel, sie bilden letztlich Zuflucht und Aufschluss allen Fragen des Lebens. Die Übermittlung des „Wortes“ geschieht wie folgt: Nach innigem Gebet und kurzer Sammlung horche ich nach innen. Dort folgen jetzt die Gedanken klar herausgestellt, einzeln und deutlich fliessen die Worte – immer drei bis vier hintereinander - ähnlich der Radiodurchsage beim Seewetterbericht zum Mitschreiben. Langsam, so dass ich bequem mitschreiben kann, baut sich Satzteil an Satzteil. Ich schreibe die Worte stenographisch nieder, wie nach einem Diktat, ohne gedanklich oder konstruktiv daran beteiligt zu sein. Ich bin dabei auch keineswegs in einem sogenannten Trancezustand; ich forme auch nicht die Sätze, sondern es springen mir gewissermaßen die Worte einzeln zu, ohne dass ich während des Schreibens den Zusammenhang erfasse.

Nach Tagen, manchmal erst nach Wochen, übertrage ich das Stenogramm in Reinschrift, ohne es zuvor durchzulesen, Wort für Wort, ohne auch nur eine Silbe zu ändern oder zu „verbessern“, in keinem Falle aber den Sinn des Gesagten auszuarbeiten oder zu stilisieren. – Die Zeitdauer eines solchen Diktates beträgt etwa eine halbe Stunde. Ausdrücklich darf ich darauf hinweisen, dass der Vorgang keinen Zwangszustand duldet oder ekstatisch geschieht. Alles vollzieht sich nüchtern und einfach, ohne jegliche Erregung oder Beeinflussung des eigenen Willens. Jederzeit kann ich unterbrechen und nach Stunden oder Tagen die mitten im Satz unterbrochene Kundgabe wieder weiterschreiben. Ohne das vorher Gegebene durchgelesen zu haben, wird mir dann wieder fliessend weiter in die Feder diktiert. Mein Wille ist also frei von jeglichem Muß – was ich will, ist, dem Willen GOTTES zu dienen, also das tun zu dürfen, was Sein heiliger Wille ist. Ich darf sagen, dass ich wie ein ABC-Schütze in die göttliche Wahrheit eingeführt wurde, in Begriffe, die mir in jeder Hinsicht fremd waren und fremd sein mussten. Nach Monaten erst fand ich die Bestätigung des Empfangenen von anderer Seite: Ich bekam Literatur des steirischen Mystikers Jakob Lorber in die Hand. Niemand wird verstehen können, wie beglückt ich war bei der Lektüre der großen Werke Jakob Lorbers, des „Johannes-Evangeliums“ und der „Jugend Jesu“. Jetzt erst wusste ich, dass auch anderen Menschen das Wort des HERRN gegeben wurde, dass GOTT, der HERR, zu allen Zeiten zu Seinen Kindern gesprochen hat und auch weiter sprechen wird, wie es ja die unendliche Liebe und Erbarmung des VATERS gar nicht anders vermag.

Bei Lorber fand ich jetzt wieder, was mir zuvor gegeben war. Oft war mir das Gesagte unverständlich, doch liebevoll gab mir der himmlische VATER die Erklärungen. Wundersam sind die Erlebnisse und Vorgänge, die im einzelnen gar nicht aufzuzählen sind, die aber die unvorstellbare Herablassung und Vatermilde wieder und wieder an den Tag legen. Bei dem Mangel an allgemeiner Bildung kam ich mir immer vor wie ein unbeschriebenes Blatt. Geld- und Zeitmangel versagten mir, gute Bücher zu lesen und Vorträge zu besuchen. Ich kannte nur angespanntes Arbeiten von früh bis spät. Und dennoch erhielt ich täglich die köstlichen Zuwendungen an geistigem Gut, ohne aber zu wissen, für wen ich sie noch erhielt. dass ich die Worte von Oben ohne Widerspruch annahm, hängt wohl mit meiner gänzlichen Unkenntnis der Bibel und des katholischen Schrift- und Lehrguts zusammen. Nach meiner jetzigen Erfahrung ist ein „ernsthafter Katholik oder Protestant“, dessen Wissen in dogmatischen Lehrgrundlagen verankert ist, zu sehr auf diese ausgerichtet, um ohne Widerspruch und Vorbehalte diesen göttlichen Neuoffenbarungsworten nähertreten zu können und sie in sich ausreifen zu lassen. Dennoch aber gibt es Wissenschaftler mehrerer Fakultäten, die mit zunehmendem Interesse diese göttlichen Belehrungen aufgreifen und mit Ernst darüber diskutieren. Ihr Interesse gilt nicht nur den unwiderlegbaren Darlegungen des Entstehens der Materie und deren möglicher Auflösung, sondern auch der Begründung der Irrlehren der verschiedenen Religionssysteme und Konfessionen. In den von mir empfangenen Kundgaben wird aufgezeigt, worin der Irrtum besteht, und es ergeht an alle die Aufforderung, auf jegliche solcher Irrlehren hinzuweisen, wo immer sich dazu Gelegenheit bietet.

Es steht aber jedem frei, des HERRN Worte zu beherzigen. Wer aber den Geist der VATERWORTE erfaßt hat und doch nicht danach handelt, der vergrößert den Abstand zwischen sich und unserem VATER im Himmel. Er befolgt dann nicht die ermahnenden Worte der Liebe und unterstellt sich damit zwangsläufig dem Gesetz, und er wird auch unweigerlich in dem Maße der Gnade verlustig bleiben, wie er das göttliche Liebegebot missachtet. Durch GOTTES GNADE wird den Menschen erneut das Evangelium zugeleitet, und es wird mit nachdrücklichem Ernst auf den Daseinszweck der Menschen hingewiesen. So versucht die erbarmende LIEBE GOTTES noch zu retten, was sich noch retten läßt – vor der Wende – denn diese kommt! Die Zeit, von der Seher und Propheten aller Zeiten kündeten – die Endzeit – diese ist nun angebrochen! Nach meinen Aufzeichnungen macht der HERR unter Seinen Kindern keine Unterschiede – „kommt alle zu Mir“ – lautet Sein Lockruf. Wohl dem, der auf Seine Worte hört und IHM folgt. GOTT liebt Seine Kinder, ER will sie alle beglücken – auch wenn sie vom IHM nichts wissen wollen.

Aufgezeichnet am 22. November 1953.

Gezeichnet: Bertha Dudde

Am 18.9.1965 durfte Bertha Dudde ihre irdische Hülle ablegen und ins himmlische VATERHAUS zurückkehren.


Buch: "2020 - 2028 Bertha Duddes Prophezeiungen zur Endzeit und Neuen Erde - FAQs zu 3. Weltkrieg, Katastrophe aus dem Kosmos, Antichrist, Wiederkunft Jesu, Endzeitgericht, Neue Erde" 314 Seiten, ISBN-13: 9783751984348, 19,90 €, BoD-Verlag, Erscheinungsdatum 10/20, https://www.bod.de/buchshop/2020-2028-bertha-duddes-prophezeiungen-zur-endzeit-und-neuen-erde-gerd-gutemann-9783751984348

Buch: "2020 - 2028 Kurzfassung von Bertha Duddes Endzeitprophezeiungen - FAQs zu 3. Weltkrieg, Katastrophe aus dem Kosmos, Antichrist, Wiederkunft Jesu, Endzeitgericht, Neue Erde" 66 Seiten, ISBN-13: 9783750451599, Verlag: Books on Demand, Erscheinungsdatum: 26.08.2020, 4,99 €, https://www.bod.de/buchshop/2020-2028-kurzfassung-von-bertha-duddes-endzeitprophezeiungen-gerd-gutemann-9783750451599


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Letztes Update: 01.10.2021