Bertha Dudde

Themenheft 14

Warum muss ich leiden?


Inhaltsübersicht

Warum bin ich krank? Was ist Krankheit, Strafe oder Gnade? Ein Weg zu Gott


BD 0373 empfangen  11.4.1938

Zweck der Leiden - Prüfungen ....
Trägheit des Geistes ....

So manches Geschehen im Leben macht den Menschen mutlos .... es ist wie ein Ring, der eines solchen Menschen Herz umspannt, immer und immer wieder wollen sich Zweifel einstellen an der Güte und Barmherzigkeit Gottes, wenn sich zu oft Leid und Kümmernisse einstellen .... und doch geben euch diese nur die innere Reife, die ihr sonst in viel längerer Zeit euch erringen müßtet. Und da das Erdenleben nur eine kurze Spanne Zeit umfasst, so werden sich solche drückende oder quälende Begebenheiten des öfteren und manchmal schnell nacheinander einstellen müssen, auf dass euch der Segen daraus erwachse, dass ihr ernst und besonnen das Leben erfasst und sich immer mehr das Verlangen abwende von der Welt und ihren Reizen, die für euch gleichzeitig ernste Gefahr bedeuten.

Dem einzelnen erscheint das Leben oft unertragbar, mitunter sogar ermüdet das Erdenkind und läßt die Flügel hängen .... es läßt sich treiben, ohne selbst etwas dazu zu tun, dieses mutlose Dahinleben zu ändern. Und doch würde es euch so leicht sein, sobald euch die rechte Einstellung zu Gott den Weg kundgibt, den ihr zu gehen habt .... Achtet doch auf die vielen, unüberwindlich erscheinenden Hindernisse in eurem Leben .... wäret ihr wohl diesen entronnen, wenn sich nicht jedesmal Hilfe eingestellt hätte von oben ....

Ihr erkennt zwar nicht immer diese als von oben gesandt, doch es ist ja jedes Geschehen ein Ausfluß der Gnade Gottes .... ob gut oder böse .... es hat immer den gleichen Zweck, veredelnd einzuwirken auf euch Menschenkinder, und ist dieses imstande, in jeder Prüfung ein Besserungsmittel zu sehen, so ist auch schon die Erkenntnis da der eigenen Fehler und Schwächen, und mit der Erkenntnis kommt auch der leise Wunsch, diese zu bekämpfen .... Dann hat eine jede Prüfung schon ihren Zweck erfüllt .... und deshalb werden sich in jeder schweren Lage immer die Gedanken darauf wenden müssen, dass sie notwendig sind zur Erreichung eines höheren Grades .... dass sie gleichsam die Sprossen auf der Leiter sind, die zur Vollkommenheit der Seele führt ....

Ein Leben ohne Kampf würde ja nur ein Verweilen auf immer gleicher Stufe bedeuten, nur ist der Kampf gegen sich selbst weit schwerer zu führen als gegen Feinde, die von außen an den Menschen herantreten. Ein jedes Erwachen aus der Trägheit des Geistes ist ein Fortschritt .... der wache Mensch wird auch seinen Geist bedenken, er wird ihn nicht darben lassen .... doch die Trägheit ist ein Rückgang, sie ist in keiner Weise belebend zu nennen, sie wird ersticken jeden Drang zur Tätigkeit und kann so niemals fördernd wirken auf die Seele.

Deshalb lasst euch nicht schrecken, wo des Lebens Ungemach euch schwer tragbar erscheint .... habt ihr durch solches eure Fehler entdeckt und dagegen angekämpft, so wird es in nicht langer Zeit wieder von euch weichen, denn der Herr läßt nur so lange solche Prüfungen zu, bis diese ihren Zweck verrichtet und verbessernd auf das Herz des Menschen gewirkt haben. Denn Sein Wille ist nicht, dass ihr leidet, sondern nur, dass ihr durch dieses euch der ewigen Freude wert macht ....

Amen


BD 6987 empfangen  7.u.8.12.1957

Läuterungsprozeß durch Schicksalsschläge ....

Wie immer sich euer Erdenleben gestalten mag, es ist von Meinem Willen bestimmt, um euch stets mehr Möglichkeiten zu schaffen, auszureifen an euren Seelen. Aber ihr werdet auch nur dann seelisch ausreifen, wenn ihr euch ergeben in Meinen Willen fügt, wenn ihr euch demütig beuget und euch voll und ganz Mir unterstellt .... Und ihr werdet dann auch sichtlich Meine Hilfe erfahren in jeder irdischen und geistigen Not.

Das Lebensziel ist die Durchgeistigung eurer Seele, die Läuterung von allen Schlacken, die euch noch anhaften, auf dass Mein göttliches Liebelicht sie gänzlich durchstrahlen kann, wenn sie ihren irdischen Leib verläßt. Diese Läuterung aber wird nicht vor sich gehen, wenn des Menschen Erdendasein ohne jeglichen Kampf dahingeht .... es sei denn, der Mensch führt ein ungewöhnliches Liebeleben. Dann lösen sich die Hüllen auf, und sie hat auch ihr Ziel erreicht am Ende des Lebens. Aber oft muss sie noch durch Leiden und Nöte, durch innerlichen Kampf, jenen Läuterungsprozeß vollziehen.

Und weil Meine Weisheit dies erkennt, sorgt Meine Liebe ständig dafür, ihr zur Reife zu verhelfen. Und darum wird euer Erdendasein nicht immer in gleicher Ruhe geführt werden können, es werden Stürme euch umbrausen, und oft genug werdet ihr verzagt sein ob des Geschickes, das euch betrifft .... Und doch braucht ihr euch nicht zu fürchten, ihr werdet alles überwinden können, wenn ihr euch nur stets fester an Mich anschließt, je härter ihr vom Schicksal betroffen werdet. Ich weiß um alles, und ihr seid niemals allein, selbst wenn ihr irdisch in völliger Einsamkeit steht, wenn ihr glaubt, dass ihr von allen Menschen verlassen seid .... Ich verlasse euch wahrlich nicht, und mit Mir vereint zu sein ersetzt euch tausendfach den Verlust, den ihr erleidet oder erlitten habt. Aber ihr müsst auch immer Mich Selbst erkennen in jedem Geschehen, das über euch kommt.

Wenn Ich euer erster und letzter Gedanke bin, seid ihr stark, was auch über euch kommen mag. Entfernt ihr euch aber von Mir, indem ihr klaget und murret und euch aufbäumet gegen euer Schicksal, dann werdet ihr auch stets schwächer werden, und die Not wird euch stets härter drücken .... weil es dann kein anderes Mittel gibt, um euch wieder für Mich zu gewinnen, um wieder euch unter Meinen Willen zu beugen .... Ich habe wahrlich nur euer Bestes im Sinn, und nichts kommt über euch ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung. Aber leichter werdet ihr alles tragen in steter Verbindung mit Mir .... Und dann wird alles wunderbar sich lösen, was euch zuvor wie ein unentwirrbares Knäuel erschien. Und die Seele wird einen großen Gewinn erzielt haben, wenn sie die Verbindung mit Mir nicht gelöst hat in schwersten Nöten.

Es ist diese letzte Zeit vor dem Ende gerade eine große Gefahr für die Menschen, dass sie Mich vergessen über dem Jagen und Hetzen nach den Gütern dieser Welt .... Und will Ich, dass sie wieder an Mich denken, dann kann Ich nur zu solchen Mitteln greifen, die ihr ganzes Denken erschüttern, Ich muss durch harte Schicksalsschläge sie in eine Lage versetzen, wo sie nicht mehr ein noch aus wissen, auf dass sie dann Dessen gedenken, Der allein ihnen helfen kann. Denn ihre Seelen befinden sich noch in dickster Umhüllung, sie haben noch nicht viel unternommen zur Läuterung ihrer Seelen, d.h., ein uneigennütziges Liebewirken unterließen sie, und darum ist ein anderer Läuterungsprozeß nötig, soll die Seele nur etwas lichtdurchlässig werden, wofür sie Mir einmal überaus dankbar sein wird ....

Und es ist kein Mensch davon ausgenommen, dass er vom Schicksal heimgesucht wird, weil Ich alle Menschen liebe und ihnen verhelfen will, (8.12.1957) dass sie einmal den Weg zu Mir finden, wenn sie noch abseits stehen von Mir, oder sich Mir stets fester anschließen und sie auch stets mehr Kraft empfangen können, an sich selbst zu arbeiten und auszureifen noch auf Erden. Denn Ich will, dass sie schon in einem Lichtgrad hinübergehen, auf dass ihnen die Qualen der Dunkelheit erspart bleiben im jenseitigen Reich; Ich will, dass ihr Erdengang nicht vergeblich sei .... Und darum sollt ihr Menschen in allem immer nur Meinen Willen oder Meine Zulassung sehen, was euch betrifft, und euch ergeben in Meinen Willen fügen ....

Amen


BD 3610 empfangen  22.11.1945

Ursache, Zweck und Ziel von Leid ....
Erkenntnis ....
Vergänglichkeit ....

Die weltlich gesinnten Menschen sind von der Wahrheit so weit entfernt, dass sie daher auch nicht wissen, welche Kraft aus dem Glauben und der innigen Verbindung mit Gott zu schöpfen ist, und dass sie darum immer nur weltliche Geschehen beachten und nicht erkennen, dass die falsche Einstellung zu Gott die Ursache auch jeglichen Weltgeschehens ist, das sich leidvoll an den Menschen auswirkt. Und solange diese Erkenntnis den Menschen mangelt, wird auch der leidvolle Zustand sich nicht ändern. Es wird das Leid nur immer wieder andere Formen annehmen, auf dass die Menschen durch die Verschiedenartigkeit ihrer Nöte und Trübsal einmal auf den Gedanken kommen, dass eine andere Macht als menschliche hinter aller Trübsal steckt, dass nicht allein menschlicher Wille Urheber ist, sondern der Wille einer höheren Macht gleichzeitig in Aktion tritt und dass sie zu dieser höheren Macht in eine gewisse Stellungnahme treten.

Das Wissen um die reine Wahrheit erklärt alles, es macht die große Not verständlich, weil Ursache, Zweck und Ziel erkennbar ist. Und dann erst ist eine Änderungsmöglichkeit, sowie die Menschen sich dem Zweck und Ziel anpassen, also die Ursache von Leid und Not zu beheben suchen, was dem weltlich gesinnten Menschen jedoch unverständlich ist und bleibt, solange er die Welt als Erstes gelten läßt, solange er seinem Körper alle Vorrechte einräumt und die Seele darben läßt.

Das Wissen um die Wahrheit kann aber nur dem Menschen zugeleitet werden, der sich trennt von der Welt, denn sowie dem weltlich gesinnten Menschen das Wissen vermittelt wird, erkennt er es nicht als Wahrheit und lehnt es ab. Also muss er durch vermehrtes Leid in einen Zustand versetzt werden, wo er aufnahmewillig ist für die Wahrheit .... indem er durch Leid und Not die Wertlosigkeit weltlicher Güter erkennen lernt und das Verlangen nach diesen sich verringert .... Entsprechend steigt das Verlangen nach Wahrheit, vorausgesetzt, dass er nicht durch schlechte Kräfte beeinflußt wird, die sein Denken ganz verwirren und von der Wahrheit abzuleiten suchen, die den Haß im Menschen schüren, je mehr die Welt mit ihren Freuden ihn enttäuscht. Diese aber finden die Verbindung mit Gott auf Erden nicht mehr, und jegliches Mittel, das Gott anwendet, verfehlt seinen Zweck.

Dennoch ist es für die Seele des Menschen von Vorteil, wenn sie noch auf Erden die Vergänglichkeit irdischer Werte erkennen lernt, wenn sie diese verachten lernt und nicht mehr übermäßig von ihnen an die Erde gefesselt wird, so die Seele von der Erde scheidet, selbst wenn sie in einem niedrigen Reifegrad ins Jenseits eingeht. Die Überwindung der Materie im geistigen Reich ist dann nicht so schwierig, und der Höherentwicklungsprozeß kann schneller vor sich gehen, sowie er einmal eingesetzt hat im geistigen Reich. Die Seele nimmt die im geistigen Reich ihr dargebotene Wahrheit eher an, sie ist nicht mehr so Gott-widersetzlich wie auf Erden. Und darum ist das Los der abgeschiedenen Seelen nicht so hoffnungslos, so sie auf Erden durch großes Leid die Vergänglichkeit irdischer Güter erkannten, selbst wenn sie scheinbar als Opfer der Notzeit ihr irdisches Leben verlieren ....

Und so ist auch das Leid und die Not, die böser menschlicher Wille veranlaßt, für die Seelen dienlich, die noch weit entfernt sind von Gott, und darum läßt Gott es zu, dass die Menschen im freien Willen gegeneinander wüten, bis Er Selbst Einhalt gebietet, so es Seinem Plan von Ewigkeit entspricht. Und solange die Menschen in der Unkenntnis wandeln, solange sie der Wahrheit ihr Ohr verschließen, lässt Er sie an ihrem eigenen Handeln ausreifen und sie durch unsagbare Nöte und Leiden gehen, weil sie selbst es so wollen und auch selbst Urheber dieser Leiden sind ....

Amen


BD 4672 empfangen  18.6.1949

Ausreifen der Seele durch Leid ....
Gottes Fürsorge ....
Welt und Gott ....

Was euch zum geistigen Vorteil gereicht, ist für euer Erdenleben vorgesehen seit Ewigkeit, und darum könnt ihr alles, jegliches Erleben, Schweres und Trübes, Freudvolles und Erhebendes als von Mir euch auferlegt ansehen, das nur euer seelisches Ausreifen bezweckt. Und so ihr von diesem Gesichtspunkt aus den Verlauf eures Lebens betrachtet, soll euch nichts drücken, nichts belasten und nichts erschrecken .... es ist alles zu eurem Besten ....

Ihr könnt an jedem Erlebnis reifen, ihr könnt Nutzen daraus ziehen für eure Seelen, so ihr stets Mich als Den erkennt, Der es über euch ergehen lässt, und mit Mir verbunden bleibt, indem ihr stets den Blick zur Höhe richtet, zu eurem Vater, Der euch zu Seinen Kindern gestalten will auf dieser Erde. Angst und Sorge sind hinfällig, so ihr sie Mir vortragt, dass Ich euch helfe. Ihr steht niemals allein, so ihr Mich neben euch duldet, d.h. nicht allein stehen wollt, sondern Mich niemals ausschaltet aus eurem Leben, so ihr euer Denken, Wollen und Handeln Mir ganz anheimstellt, dass Ich es für euch tue, dass Ich euch lenke und ihr nun nur Ausführende Meines Willens seid.

Wie sorglos und unbeschwert könntet ihr Menschen den Erdenweg zurücklegen, so ihr nur immer mit Mir gehen möchtet .... Doch die Welt schiebt sich oft trennend zwischen euch und Mich, die Welt steht nahe vor euren Augen, während ihr Mich zurücksetzt, selbst wenn ihr Mir angehören wollt. Die Welt ist euch noch zu wichtig, ihr seht ihre Nichtigkeit nicht ein, weil ihr noch mitten in der Welt steht. Sowie ihr Mich aber vor die Welt stellen könnt, sowie es euch gelingt, stets Mich voranzustellen, dann wird euch auch die Welt nicht mehr belasten, sie wird euch nicht beunruhigen, sie wird spielend von euch bewältigt werden, und ihr werdet Herr sein über alles, was von seiten der Welt an euch herantritt.

Macht den Versuch, lasst Mich sorgen für euch, und übergebt euch vollgäubig Meinem Schutz und Meiner Fürsorge, erfüllt eure Pflicht als erstes Mir gegenüber, d.h., lebt Mein Wort aus, seid eifrig tätig für Mich und Mein Reich .... indem ihr Meinen Willen auch den Mitmenschen verkündet, indem ihr sie stets hinweist auf ihre eigentliche Bestimmung und sie anregt zur Arbeit an ihren Seelen und ihnen zuleitet, was ihr von Mir empfangt .... Mein Wort, das sie aufklärt, wo sie noch im dunkeln wandeln.

Macht auch eure Mitmenschen aufmerksam, dass Ich aller Menschen Schicksal lenke, dass nichts ohne Sinn und Zweck über die Menschen kommt, dass stets nur die geistige Höherentwicklung Zweck jeglichen Geschehens ist und dass alles ertragbar ist, so Ich um Hilfe angegangen und als Lenker und Schöpfer von Ewigkeit anerkannt und als Vater um Meine Fürsorge gebeten werde. warnt sie, über der Welt Mich zu vergessen, dann wird eines jeden einzelnen Menschen Erdenlebensweg leicht gangbar sein, und seine Seele wird Nutzen ziehen aus jeglichem Erleben. Denn nur das Ausreifen eurer Seele bezwecke Ich, so ihr durch Leid gehen müsst; ihr selbst aber könnt es euch erträglich machen, so ihr Meines Wortes achtet und Mich stets neben euch gehen lasst. Denn Ich bin euer Vater und will stets nur das Beste für Meine Kinder ....

Amen


BD 4957 empfangen  27.8.1950

Weltliebe - Krankheit ....
Niemand kann zweien Herren dienen ....

Die Weltliebe ist eine schleichende Krankheit, die sicher zum geistigen Tode führt. Und so könnt ihr ermessen, dass euer Vater im Himmel gar oft zu schmerzhaften Mitteln greifen muss, um euch vor diesem Tode zu retten, um euch die geistige Gesundung zu verschaffen, um euch zu veranlassen, der Welt und ihren Freuden zu entsagen, auf dass ihr ewig lebt .... Es wäre ein falsches Mitleid, wollte Ich vor solchen Mitteln zurückschrecken, nur um euch nicht leiden zu lassen während eures Erdenlebens, es wäre eine falsche Liebe, die euch keinen Segen bringen könnte, sondern nur Verderben für eure Seele. Meine Weisheit aber sieht voraus, und Meine Liebe sucht euch zu helfen.

Dass ihr die Welt hingeben müsst, um Mich zu gewinnen, ist unvermeidlich, und so ihr sie nicht freiwillig opfert, muss ich euch nehmen, woran euer Herz hängt. Und darum müsst ihr so oft auf Erden leiden, wenngleich euer Lebenswandel nicht ausgesprochen schlecht ist. Doch ihr seid noch erfüllt von falscher Liebe, von der Liebe zur Materie, von einer Liebe, die erst recht gerichtet werden muss, soll sie euch beseligen. Und solange ihr diese Liebe nicht ausrottet aus euren Herzen, habe Ich darin keinen Platz, denn wo Ich weile, muss alles irdische Verlangen überwunden sein.

Und wieder muss Ich sagen: Niemand kann zweien Herren dienen .... Ich begnüge Mich nicht mit geteilter Liebe, Mein Gegner aber, der Fürst der Welt, läßt es auch nicht zu, dass ihr ihm nicht alleiniges Recht einräumet auf eure Seele. Und so muss sich der Mensch notgedrungen entscheiden .... für Mich oder für ihn. Solange er aber die Welt begehrt, gilt seine Entscheidung ihm, der ihn herabzieht ins Verderben. Er gibt euch reichlich während des Erdenlebens, doch nach dem Tode steht ihr in bitterster Armut drüben, und Qual und Finsternis ist euer Los .... Meine Gaben aber sind auf Erden weniger verlockend, denn sie bestehen in geistigen Gütern, die euch Menschen während des Erdenlebens wenig reizvoll erscheinen, dagegen nach eurem Tode einen unermeßlichen Reichtum ausmachen, der euch beseligt und zu Kindern des Lichtreiches macht für ewig.

Ich biete unvergleichlich mehr als Mein Gegner, doch seine Gaben blenden euch und machen euch begierlich danach. Doch denkt an das Leben nach dem Tode .... denkt daran, dass ihr die Stunde eures Hinscheidens nicht wisst, sie aber ganz nahe sein kann und dass ihr dann alles verliert, was ihr an irdischen Gütern besitzt. Dann müsst ihr die Stunde des Todes fürchten .... Doch sehnen werdet ihr euch nach ihr, so ihr euch geistige Schätze gesammelt habt, so ihr Verzicht leistet auf irdische Güter, um Gaben, von Mir geboten, dagegen einzutauschen. Dann sehnt ihr euch nach der Stunde des Todes, denn ihr wisst, dass dann die Stunde des Eintrittes in das ewige Leben gekommen ist, da ihr die Erde verlasst.

Wie ein flüchtiger Augenblick wird euch das Erdenleben erscheinen, und doch ist es entscheidend für die ganze Ewigkeit. Und darum versteht es, wenn Ich die Menschen heimsuche mit allerlei Plagen und ihnen alles nehme, was ihnen begehrenswert erscheint. Nicht Grausamkeit ist es, sondern Liebe und Weisheit, die sehr wohl erkennt, dass und warum ihr Menschen in Gefahr seid, und euch erretten will aus dieser.

Wer leiden muss, der darf sich auch von Mir geliebt wissen, doch wem in aller Fülle des Lebens Güter geboten werden, der ist schon Meinem Gegner unterworfen, denn Ich kenne seinen Willen, und Ich zwinge ihn nicht zur Wandlung des Willens. Doch auch diesen Menschen trete Ich entgegen durch ihre Mitmenschen, die ihre Herzen rühren sollen, auf dass sie sich zur Liebe wandeln. Dann ist auch ihnen noch die Rettung gewiss. Sind aber ihre Herzen verhärtet, dann wird ihr Wohlleben immer offensichtlicher in Erscheinung treten, denn der „Herr der Welt“ gibt ihnen reichlich, denn sie haben ihre Seele verkauft um irdischer Güter willen, und der geistige Tod ist ihnen gewiss ....

Amen


BD 5920 empfangen  1.4.1954

Gottes Liebe auch im Leid zu finden ....

Wie immer sich auch euer irdisches Leben gestalten mag, ihr dürft niemals zweifeln an Meiner Liebe und Sorge um euch, die immer nur das Beste für euch bezweckt. Doch Ich allein weiß, was euch zum Besten dient .... Ich weiß aber auch, welche Gefahren euch drohen und wie diese abgewendet werden können für euch. Würdet ihr Meine Liebe ermessen können, die jedem einzelnen von euch Erdenkindern gilt, ihr wäret wahrlich beruhigt und würdet leichten Herzens durch das Erdenleben gehen, weil ihr dann dem Vater im Himmel vertrauen würdet, dass Er alles für euch erträglich gestalte und dass ihr niemals ohne Hilfe seid, so ihr euch nur an Ihn wendet ....

Die Tiefe Meiner Liebe wäre euch wahrlich eine Erklärung eures Erdenschicksals, denn diese will für euch nur das Beste und Heilsamste, nicht aber zwecklos euch Leid und Not aufbürden, die euch belasten und an Mir zweifeln lassen. Ihr sollt nur diesen Meinen Worten glauben und stillhalten .... d.h. euch ergeben Mir anvertrauen, und Meine Hilfe wird nicht ausbleiben. Und ihr werdet auch einen Erfolg für eure Seele verzeichnen können, den ihr ohne Leid schwerlich erringen würdet.

Noch werbe Ich um die Liebe und den Willen des einzelnen, noch haben sich die Menschen nicht ganz für Mich entschieden .... noch bemüht sich auch Mein Gegner um eure Seelen, und die Gefahr ist groß, dass er den Sieg davonträgt. Und darum mache Ich es oft unmöglich, dass die Menschen ihm unüberlegt folgen .... Ich veranlasse sie vorerst, nachzudenken, was er gibt und was er dafür verlangt .... Ich lenke die Aufmerksamkeit des Menschen auf sich selbst, um ihn abzulenken von dem, was der Gegner ihm verlockend vor Augen stellt .... Ich sende Krankheit und Not, Kummer und Leid, denn diese sind dann nur zum Segen des Menschen, selbst wenn er es nicht erkennt.

Aber Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren an den, der völlig bar jeder Liebe ist: .... der euch nur Scheingüter schenkt, der euch täuschen will und dessen Plan ist, euch zu verderben. Er hat wahrlich nur diese eine Absicht, euch von Mir fernzuhalten, weil er ohne Liebe ist. Ihr Menschen aber kennt ihn nicht und lasst euch daher täuschen von ihm, wenn er euch mit irdischen Gütern lockt, dafür aber eure Seele verlangt. Ich will euch auch mit Gütern beschenken, die aber unvergänglich sind und die ihr in ihrem Wert nicht erkennt.

Ein guter Vater aber gibt seinem Kind nicht das, was diesem schadet, selbst wenn die Augen des Kindes begierig darauf gerichtet sind .... Er hindert das Kind vielmehr, so es trotz Warnung danach verlangt .... Und so auch muss Ich euch oft hindern, so ihr selbst euer Leben gefährdet durch verkehrtes Streben .... so euer Ziel ein anderes zu werden droht als Ich .... Denn Ich liebe euch und will euch besitzen, und Ich tue darum alles, um euch nicht zu verlieren ....

Amen


BD 5194 empfangen  23.8.1951

Segen von Krankheit und Leid ....
Ausreifen ....

Eine heilsame Warnung ist oft der Verfall des Körpers für den Menschen, der noch zu sehr der Welt zugewandt ist und darum die Seele gefährdet. Er muss einmal erkennen lernen, dass von der Natur aus Einhalt geboten werden kann, und aus dieser Erkenntnis heraus sich dessen bewusst werden, was nachher kommt, wenn der Körper völlig untauglich geworden ist für diese Erde. Der Mensch muss oft gewarnt und ermahnt werden, solange er nicht aus eigenem Antrieb seiner Seele gedenkt.

Körperliche Leiden, Krankheiten und Einbüßung körperlicher Fähigkeiten müssen daher auch als ein Mittel zum Ausreifen der Seele angesehen werden, da sie das Denken eines Menschen erheblich wandeln können und darum auch oft als Heilmittel für die Seele angewandt werden, so diese in Gefahr ist, dem geistigen Tode zu verfallen. Doch nicht immer erfüllen sie ihren Zweck .... Dann tritt ein Zustand der Verstockung ein, ein völliges Abwenden vom Göttlich-Geistigen, und es sucht der Mensch, alles dem Leben abzugewinnen trotz Krankheit und Unglück, die seinen Körper betroffen haben.

Nichts ist ohne Bedeutung, was einem Menschen beschieden ist .... Krankheit des Körpers bringt oft die Gesundung der Seele zustande; dann ist sie von Segen gewesen, weil der Mensch die Welt verachten lernte, nachdem er sie entbehren musste und er sich in der geistigen Welt Ersatz suchte und fand. Köstliche Güter darf er in Empfang nehmen als Ausgleich für die Güter, die ihm die Welt versagt und die er nun als wertlos erkennt. Doch dazu gehört, dass er sich demütig beugt unter das Schicksal, das ihm um seiner Seele willen auferlegt wurde, dass er in Ergebung trägt, was ihm wohl schwer erscheint, jedoch auch überwunden werden kann.

Sowie der Mensch einen geringen Glauben hat, spürt er die Hand Gottes über sich und fügt sich ergeben in den Willen Gottes; und dann kann er nur gewinnen, niemals aber verlieren, also auch nicht bedauert werden, weil er ungleich mehr besitzt als ein Mensch voller Gesundheit und Körperkraft, der keine Verbindung hat mit dem Reich, das auch einmal sein Aufenthalt sein wird nach dem leiblichen Tode. Maßgebend allein ist der Reifegrad, den die Seele hat beim Abscheiden von der Erde ....

Alles, was zur Erhöhung der Reife beitragen kann, bringt Gott in Anwendung, auch wenn es der Mensch nicht als Wohltat empfindet, solange er ohne Erkennen ist .... Einmal wird er den Segen des Leides und der Krankheit ersehen und Gott danken für die Anwendung von Mitteln, die erfolgreich waren, ohne den freien Willen des Menschen zu beschneiden. Ein kranker Körper ist nicht so schlimm als eine kranke Seele, und soll diese gesunden, muss der Körper Krankheit erdulden, bis die Seele duldsam geworden ist, bis sie den Blick himmelwärts richtet und die Welt nur als vorübergehende Prüfungsschule ansehen gelernt hat .... Einst wird sie sich aufschwingen können unbeschwert und ungehindert zu hohen Regionen des Geistes und ihrem Schöpfer ewig danken für die ihr erwiesene Gnade, den Körper leiden zu lassen, auf dass die Seele gesunde ....

Amen


BD 8593 empfangen  21.8.1963

Leid zur Vergeistigung von Seele und Körper ....

Ihr braucht euch nur in Meinen Kraftstrom zu begeben, d.h., vollbewusst euch Mir hinzugeben und eure Herzen öffnen Meiner Liebeanstrahlung, und es wird dann auch Meine Liebekraft an euch wirksam werden, doch es wird mehr eure Seele als euer Körper diese Kraftzufuhr spüren, die dann wieder einen geistigen Fortschritt verzeichnen kann. denkt daran, dass der Körper euch dazu verhelfen soll, dass aber auch unreifes Geistiges in euch ist, denn ihr seid noch nicht vollendet. Und dieses unreife Geistige braucht eure Hilfe, um gleichfalls auszureifen noch auf Erden. Und die Hilfe besteht darin, dass ihr dieses Geistige Mir anempfehlt, dass Ich auch ihm Kraft zuwende, die ihr als stilles Gebet für dieses Geistige ihm vermitteln möchtet.

Mein Gegner sucht euch auch oft zu verhindern an der geistigen Arbeit, und er bedient sich dazu dieses Ungeistigen, das euch dann bedrängt körperlich oder seelisch .... Aber ihr sollt dann auch wissen, dass euer Gebet für das noch unreife Geistige in euch immer Erfolg haben wird, und darum euch an Mich wenden um Meinen Beistand und Schutz vor allen Angriffen Meines Gegners. Und glaubt nur, dass nichts unmöglich ist und Ich auch ungewöhnlich wirken kann, wenn ihr diesen starken Glauben besitzt ....

Dann müssen die Ungeister von euch weichen, wenn sie sich nicht von euch sänftigen und vergeistigen lassen, doch sie selbst verscherzen sich eine große Gnade, die ihnen gewährt wurde, sich euch zugesellen zu dürfen, um in eurer materiellen Außenform, eurem Körper, eine Vergünstigung zu erfahren: gleichfalls ausreifen zu können. Haltet ihnen immer wieder diese Gnade vor, und sucht sie zu bestimmen, sich eurem Willen anzuschließen und gleich eurer Seele auszureifen, auf dass sie selbst ihren Entwicklungsgang abkürzen können, wenn sie eure Ratschläge beherzigen.

Doch was ihr an Leid ertragen könnt, das nehmt ergeben und geduldig auf euch, denn es wird euch sicher zum Reifen bringen, und ihr werdet Mir dereinst danken auch für das Leid, das ihr ertragen musstet. Wenn aber das unreife Geistige durch eure Ergebung und Geduld auch zum Ausreifen kommt, dann erreicht ihr auf Erden einen hohen Reifegrad, so dass ihr eurer Vollendung nahe seid, wenn ihr das Erdenleben hingeben müsst.

Meine Kraft aber steht euch jederzeit zur Verfügung, und sie genügt wahrlich auch zur Vergeistigung jener Substanzen, die im Anfang der Entwicklung stehen; doch bewusst sollt ihr Meine Kraft anfordern und sie in eure Herzen einstrahlen lassen .... ihr sollt beten zu Mir, eure Gedanken sollen Mich suchen und immer nur Meine Gegenwart wünschen .... Es soll ein Sehnen nach Meinem Liebestrahl in euch sein, das Ich gern erfüllen will .... Ihr sollt nur euch Mir hingeben und bereit sein, Meinen Liebekraftstrom in euch aufzunehmen, was immer einen innigen Kontakt mit Mir bedingt.

Wenn ihr euch versenkt in Gedanken, die immer nur das geistige Reich betreffen, euren Gott und Schöpfer, dann seid ihr auch bereit zur Aufnahme Meines Kraftstromes, dann öffnet ihr euer Herz, und Ich kann euch wieder anstrahlen wie im Anbeginn, als ihr noch in heißer Liebe zu Mir überselig waret. Meine Liebe zu euch ist die gleiche geblieben, nur eure Liebe hat sich verringert, soll aber wieder den gleichen Grad erreichen, der euch uranfänglich unsäglich beglückte.

Und daher müsst ihr selbst zu Mir kommen, und Ich werde immer bereit sein für euch, Ich werde euch schenken, was euch beglückt, und Körper und Seele mit Meiner Liebekraft durchströmen, die dann auch zum Ausreifen, zur letzten Vollendung führen wird. Im Verband mit Mir könnt ihr auch nicht mehr leiden, und ob es auch den Mitmenschen so scheint. Eine innige Verbindung macht euch unempfindlich für jeglichen Schmerz, dann ist Meine Kraft stärker, und sie wird euch durchströmen .... entweder zur völligen Gesundung des Körpers oder auch .... wenn eure Stunde gekommen ist .... zum schmerzlosen Übergang in das geistige Reich, denn so ihr Mir innigst verbunden seid, habt ihr dann euer Ziel erreicht auf Erden ....

Amen


BD 7028 empfangen  29.1.1958

Notwendigkeit von Krankheit und Leid zur Entschlackung der Seele ....

Tragt euer Kreuz in Geduld und werdet nicht wankelmütig im Glauben .... und denkt daran, dass euer Vater im Himmel um alles weiß, dass ihr nicht einsam seid in eurer Not, dass Ich auf Schritt und Tritt neben euch gehe, sowie ihr nur Mir verbunden bleibt gedanklich, durch Gebet und Liebewirken, dann könnt ihr euch getrost zu den Meinen zählen, über die Ich Meine Hände schützend halte, selbst wenn sie scheinbar hilflos sind.

Nur müsst ihr Mir vertrauen und niemals zweifeln an Meiner Liebe, die euch nur formen will für ein ewiges Leben in Seligkeit. Es geht um euer Seelenheil, und das ist beschaffen je nach dem Lichtgrad, in dem ihr eingehen könnt nach dem Tode eures Leibes. Nehmt ihr nun auch nur leichte Hüllen mit hinüber, dann wird auch der Lichtstrahl vermindert sein, der eure Seelen treffen kann.

Seid ihr aber aller Hüllen ledig geworden, so werdet ihr höchste Wonnen genießen, die euch die ungehinderten Lichtstrahlungen nun bereiten .... Ihr werdet unermeßlich selig sein und dafür nur ein ganz kurzes schmerzensreiches Erdenleben haben ertragen müssen .... Bedenkt euch dies und vertraut Mir, dass Ich darum weiß und auch, was zu tragen ihr fähig seid.

In Anbetracht des nahen Endes aber wird auch Meine Macht zuweilen in Erscheinung treten, doch immer erst dann, wenn ein Ziel erreicht worden ist, wenn auch der Reinigungsprozeß an einer Seele erfolgreich war, wenn auch die Seele gesundet ist, so dass die Gesundung des Körpers erfolgen kann, auf dass er Mir noch Dienste leisten kann in der letzten Zeit. Denn es geht um das Heil der Seelen, und jeder Mensch ist in seelischer Not, der sich Mir noch nicht voll und ganz hingegeben hat .... Dessen Seele ist noch krank und braucht eine gute Medizin, die Ich ihr reichen lassen will durch euch, Meine Diener der Endzeit.

In kurzer Zeit schon sind die Gelegenheiten vorüber, die den Menschen heut noch zur Errettung ihrer Seelen verhelfen könnten .... In kurzer Zeit schon ist für jeden Menschen das Ende gekommen, wo er nicht mehr für seine Seele sorgen kann, wo undurchdringliche Nacht ist, wenn die Seele nicht lichtempfänglich geworden und ihre Not vorüber ist ....

Aber solange die Erde noch besteht und solange ein Mensch noch auf dieser Erde weilen darf, sollte er nur dafür Sorge tragen, dass seine dichte Umhüllung abgestoßen wird, dass sie zum Licht gelangt, bevor die Nacht hereinbricht. Denn unwiderruflich steht euch Menschen das Ende bevor, unwiderruflich werdet ihr von der Nacht überrascht, die ihr Mich nicht anhört oder Meinen Worten keinen Glauben schenkt.

Ihr braucht euch keineswegs zu fürchten, weil ihr immer Meiner Liebe und Erbarmung gewiss sein könnt, aber ihr müsst diese auch anfordern .... Ihr müsst selbst etwas dazu tun, damit auch Ich euch Meine Liebe und Erbarmung zuwenden kann .... Ihr müsst euch bemühen, die Schlacken um eure Seele aufzulösen ....

Und weil ihr es oft daran fehlen lasst, greife Ich Selbst ein und lasse Not und Krankheiten über euch kommen, die nun das bewirken können, was ihr aus eigenem Antrieb nicht tut: an eurer Seele zu arbeiten, damit sie lichtempfänglich eingehen kann in das jenseitige Reich. Denn schon ein geringer Lichtgrad wird die Seele beglücken ....

Aber diesen Lichtgrad könnt ihr noch auf Erden erhöhen, wenn ihr alles ergeben auf euch nehmt .... wenn ihr euer Kreuz geduldig und ergeben tragt, wenn ihr auch in dieser Weise teilnehmt am Kreuzgang Jesu, wenn ihr Ihm nachfolgt .... in Liebe und in Leid .... Dann kann sich eure Seele schon auf Erden vergeistigen, und dann wird ihr wahrlich ein Los beschieden im Reich des Lichtes, das sie unermeßlich beglückt.

Und doch soll euch auch das schwerste Leid nicht mutlos werden lassen, denn Ich weiß es, wenn das Kreuz zu schwer für euch wird, und dann nehme Ich es euch ab und trage es für euch .... In Mir werdet ihr wahrlich eine starke Stütze finden, und Mir ist jederzeit alles möglich .... Aber ihr müsst Mich auch darum angehen in vollstem Vertrauen auf Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Macht .... Denn diese wollen sich äußern an Meinen Kindern, an denen, die Mein sind und Mein bleiben wollen bis in alle Ewigkeit ....

Amen


BD 0579 empfangen  11.9.1938

Verschiedenartigkeit des Erdendaseins ....
Ihr würdet um Leid bitten ....

Siehe, Mein Kind, in der Welt deiner Eltern nahmst du ein Los auf dich, das dich um vieles reifer gestalten konnte, und es war dein Erdenleben an Ereignissen reich, die dein Denken anregten und dir der Weg nach oben leicht gewiesen werden konnte. Es sind zwar oft die Lebensverhältnisse der Menschen noch armseliger und bergen Not und Sorgen in größerem Maß, doch sind auch dann die Seelen dieser in noch unreiferem Zustand und können nur durch solche harten Bedingungen sich läutern, und daher sind auch die Belastungen der Menschen oft so verschiedenartig auch in ihren Folgen. So hat eine jede Seele das Bedürfnis vor ihrer Verkörperung als Mensch, möglichst schnell und erfolgreich diese Verkörperung ausnützen zu können, und nimmt daher in einem solchen Leib Wohnung, dem auf Erden ein schweres Los vorgeschrieben ist.

Und wiederum müssen viele Seelen den Weg der Läuterung gehen, der wieder andere Lebensbedingungen erfordert .... der in Wohlleben und leichtem Erdendasein eher zum Ziel führt, wo aber wieder gegen andere Gefahren anzukämpfen ist, welche die Seele überwinden muss. Es ist dies in aller Weisheit vom himmlischen Vater geordnet, wenn es auch euch Menschen auf Erden noch nicht verständlich ist und ihr über diese ungleiche Verteilung der Erdengüter oft in Unwillen geratet. Doch Der, Der alles weiß, Der jeden Mangel der Seele kennt und alles gleich vollkommen erschauen möchte, weiß auch euch die rechte Hilfe zu gewähren und legt einem jeden nur das auf, was für ihn zu seinem Seelenheil notwendig ist. Jeder Tag ist eine Stufenleiter zur Seligkeit .... so sorgt dafür, dass ihr eine Sprosse nach der anderen erklimmt .... dass ihr aber nicht abwärts schreitet ....

Ihr werdet Mir, eurem Schöpfer, danken in Ewigkeit für jedes Leid, das Ich euch auferlegt habe, und werdet loben die Weisheit Dessen, Der euch geschaffen und euch für immer in Seiner Nähe haben will .... Ihr müsst immer wissen, dass der Vater nicht eines Seiner Kinder verlieren will und dass Seine Sorge einem jeden Wesen gilt, und in dieser Sorge greift Er oft zu Mitteln, die euch hart erscheinen, da ihr die Größe des Unheils nicht ahnt, das euch bedroht .... ihr würdet im vollen Erkennen bitten um Leid, um nur diesem Unheil entgehen zu können, doch müsst ihr in voller Unkenntnis eurer Lage durch das Leben gehen, um eben aus freiem Willen zur Höhe zu streben und euch so den höchsten Lohn erringen zu können ....

Amen


BD 6242 empfangen  21.4.1955

Sündenstrafe? Selbstverschuldetes Los ....

Keiner kann sich der Strafe für seine Sünden entziehen, weil der Mensch sich selbst durch seine Sünden einen Zustand schafft, der ihm qualvoll ist .... Nicht Ich strafe ihn ob seiner Sünden, doch nach dem Gesetz ewiger Ordnung wirkt sich jede Tat, jedes verkehrte Denken und Handeln, aus, und gerade diese Auswirkung schaffen sich nun die Menschen selbst, empfinden sie aber als Qual, als Strafe, was jedoch immer nur dem Gesetz ewiger Ordnung entspricht. Und darum ist die Not und Qual unvorstellbar, welcher die Menschen entgegengehen, die ein sündhaftes Leben führen, die Meiner lästern und spotten, die glauben, alles Göttliche, Reine in den Kot ziehen zu können, ohne dafür büßen zu müssen.

Sie häufen Sünde auf Sünde, und sie werden entsetzt sein, in welcher Weise sich ihre Vergehen an ihnen selbst auswirken .... Doch sie können sich ihrem Richterspruch nicht entziehen .... Denn Ich kann sie nicht anders bedenken, als sie selbst es gewollt haben, Ich kann ihnen nur entsprechend ihrem Leben und ihren Taten den Lohn geben, und sie werden darum viele Qualen erdulden müssen. Und sie können sich glücklich preisen, wenn sie noch auf Erden zur Abbüßung ihrer Sündenschuld herangezogen werden, wenn sie noch auf Erden leiden müssen, bevor sie von der Erde abgerufen werden.

Denn auf Erden können sie noch zur Einsicht kommen, auf Erden können sie ihre Sünden noch erkennen und umkehren auf dem Wege, den sie gegangen sind bisher .... Im jenseitigen Reich aber ist die Erkenntnis ihrer Schuld oft erst in endloser Zeit zu erwarten, denn ein sündiger Mensch geht völlig verfinsterten Geistes in das jenseitige Reich ein, und es dauert lange, bis er seine Gedanken klären kann und seinen Erdenlebenswandel bereut .... denn er ist ohne Licht und Kraft, doch jegliche Qual empfindet er und hat sie sich doch selbst bereitet ....

Wer Mich als einen strafenden Gott hinstellt, der kennt nicht Mein Gesetz ewiger Ordnung, ansonsten er nimmermehr so reden könnte .... Denn Meine Liebe sucht alle Menschen vor dem Los zu bewahren, das sie sich selbst bereiten und das niemals glückselig genannt werden kann. Und Ich tue wahrlich alles, um es den Menschen leichtzumachen .... Doch so sie selbst nicht wollen, so sie sich nicht von Mir führen lassen und aus eigenem Willen verkehrt handeln, müssen sie auch die Folgen dessen auf sich nehmen, sie können aber niemals sagen, dass Ich ihnen das Los bereitet habe, das sie selbst sich schaffen .... Denn Ich weiß um die entsetzlichen Qualen und versuche alles, um diese Qualen von den Wesen abzuwenden .... Aber Ich nehme euch nicht den freien Willen .... Und wer sündigte, der muss auch die Folgen der Sünde tragen, weil dies Meinem Gesetz der ewigen Ordnung entspricht.

Menschen können wohl lieblos handeln und ihren Mitmenschen Qualen bereiten, Ich aber bin die Liebe Selbst, und Ich bin ständig nur darauf bedacht, euch Seligkeiten zu bereiten .... Wo aber der Wille des Menschen dies nicht zuläßt, dort kann auch nimmermehr Seligkeit sein .... Denn widergöttliches Verlangen schafft auch ein widergöttliches Los, ein Los äußerster Qual und Finsternis, ein Los bitterster Gefangenschaft .... einen Zustand der Unfreiheit und Kraftlosigkeit, der immer die Folge, die Auswirkung der Sünde ist und darum das Wesen selbst sich die Strafen heraufbeschworen hat .... das Meiner Ordnung von Ewigkeit zuwiderlebte auf Erden ....

Amen


BD 5048 empfangen  24.1.1951

Erklärung und Begründung von schwerem Erdenlos ....

Dass euch ein schweres Los auf Erden beschieden ist, gereicht euch nur zum Heil eurer Seelen. Denn jeder Tag bringt euch dem Ende näher, das Ende aber steht nahe bevor. Und wisst ihr, ob ihr das letzte Ende noch erlebt? wisst ihr, ob ihr nicht zuvor schon abberufen werdet und daher euer Erdenleben nur noch kurz bemessen sein kann? Bedenkt stets, dass euer jüngster Tag schon der morgige sein kann und dass ihr dann dankbar seid, jenen bestimmten Reifegrad erreicht zu haben, der euch zum Eintritt in das Lichtreich berechtigt.

Bedenkt, dass das Erdenleben nur Mittel zum Zweck ist und dass es nicht ewig währt. Vergänglich ist alles, Freude und Leid, Lust und Schmerz. Nur die Seele ist unvergänglich, und ihre Leiden sollen geringer werden. Darum muss der Körper leiden, solange sie auf Erden in seiner Umhüllung weilt. Wem auf Erden das Leid erspart bleibt, der wird keine schmerzlose Todesstunde zu erwarten haben, weil die Seele noch viele Schlacken aufzuweisen hat, die sie mit hinübernimmt in das geistige Reich. Doch das Leid im Jenseits ist erheblich quälender und kann endlos lange Zeit anhalten, so eine Seele verstockt ist und daher wenig Hilfe findet. Es müssen die Menschen noch durch große Not gehen, weil die Zeit dahineilt und sehr schnell das Ende bringen wird.

Kraft zum Widerstand in der letzten Zeit wird aber nur die Seele haben, die schon geläutert ist durch Trübsal und Leiden .... weil eine solche Seele von Meiner Kraft durchstrahlt werden kann, während eine Seele, die in dichter Umhüllung steckt, von Meiner Ausstrahlung nicht berührt werden kann. Darum soll auch der Mensch jeden Tag als ein Gnadengeschenk ansehen und dankbar sein für dieses; er soll die Zeit gut nützen, weil er nicht weiß, wann sein Ende ist, denn einstens wird er jeden Tag bereuen, der ihm keinen geistigen Fortschritt eingetragen hat. Leid und Liebe bringen die Seele zum Ausreifen, und darum müsst ihr Menschen geduldig ertragen, was euch auferlegt wird, denn es ist zu eurem Besten, es kann euch alles zur Vollendung dienen, was Mein Wille über euch verhängt ....

Amen


BD 6124 empfangen  2.12.1954

Trostworte ....
Leiden - Krankheit ....
Verbindung mit Gott ....

Verlasst euch allzeit auf Mich, dass Ich euch führe auf rechten Wegen. Wenn es auch scheint, als bestimmet ihr selbst euer Geschick, als könnt ihr durch euren Willen euer Erdenleben in andere Bahnen lenken .... solange ihr euch Mir verbindet, solange ihr mit Mir Kontakt zu haben begehrt, lenke Ich euch, und ihr führt nur Meinen Willen aus, den Ich gleichsam euch ins Herz lege, weil ihr dieses möglich macht durch euren Mir zugewandten Willen.

Wer sich einmal Mir anschließt, wer in Verbindung stehen will mit Mir, der kann unbesorgt sein über sein ferneres Schicksal .... denn dieses gestaltet sich so, dass seine Seele von allem Nutzen ziehen kann und auch wird, wenn sich der Mensch gläubig Mir anvertraut, wenn er sich Mir und Meiner Führung freiwillig unterstellt .... wenn er sein Leben mit Mir lebt, wenn er ständig Meiner gedenkt und Meine Liebe zu gewinnen bemüht ist .... Dann gehört ihm auch Meine ganze Liebe, die nur das Heil seiner Seele will, das in der Erlangung der ewigen Seligkeit besteht.

glaubt es Mir, dass ihr im Erdenleben nur dann kämpfen müsst, wenn ihr nicht freiwillig dient .... Kampf also kann euch erspart bleiben, wenn ihr in dienender Nächstenliebe tätig seid .... doch Leiden und Krankheit können noch zur Läuterung der Seele beitragen, aber dennoch für euch erträglich sein, so ihr zu Mir eure Zuflucht nehmt .... Ich bin immer für euch da, in allen irdischen und geistigen Nöten, und Ich will es, dass ihr durch solche immer inniger euch an Mich anschließt, bis ihr so fest mit Mir verbunden seid, dass ich ständig neben euch wandeln kann und ihr ständig mit Mir Zwiesprache haltet .... dass ihr euch immer Meiner Gegenwart bewusst seid .... also nun ein Leben führt in und mit Mir ....

Alles Erleben soll nur dazu beitragen, dass ihr euch unlösbar Mir verbindet, und dann wird euch auch nichts mehr schrecken oder beunruhigen, denn das Bewusstsein Meiner ständigen Nähe gibt euch Kraft und Sicherheit in allem, was ihr unternehmt .... Und euer Wille wird der Meine sein, weil ihr euch voll und ganz Meinem Willen unterstellt und darum nur noch wollen, denken und handeln werdet, wie es gut ist vor Meinen Augen ....

Amen


BD 0839 empfangen  31.3.1939

Mißgestaltung und dessen Segen ....

Eine unfreiwillige, doch äußerst heilsame Lebensprobe hat der Mensch zu bestehen, wenn er sich in seiner äußeren Gestalt außerstande sieht, irdischen Genüssen zu huldigen, d.h., wenn ihm durch irgendwelche Mißgestaltung die Gelegenheit zu ungeteiltem Lebensgenuß genommen ist und er so gezwungener maßen Verzicht leisten muss auf irdische Freuden. Er ist zwar nun in großer Gefahr, seines Schöpfers in Verbitterung zu gedenken oder Ihn auch ganz abzulehnen, weil ihm der Wille einer Gottheit, Die nach seiner Ansicht ungerecht die Erdenkinder mit den Gaben bedenkt, unbegreiflich ist.

Doch so er trotz seines Unglücks im tiefen Glauben steht, ist ihm der geistige Fortschritt viel eher möglich, da es ihm leicht wird, der Welt mit ihren Lockungen zu widerstehen, und er in Ermangelung irdischer Freuden, sich weit mehr mit geistigen Problemen abgibt, die ihn weit eher dem Reifezustand zuführen. So gelangen jene Menschen oft in kurzer Zeit zur rechten Auffassung ihres Lebens .... Sie fordern von diesem nicht mehr restlose Erfüllung, sondern harren geduldig der Zeit, die ihrem Dasein ein Ende bereitet, überzeugt davon, dass dann erst das rechte Leben seinen Anfang nehme und sich der Wandel auf Erden entsprechend auswirke im Jenseits.

Es hat sonach der Mißgestaltete auf Erden einen gewissen Vorzug, dass ihm das Entsagen auf irdische Freuden sozusagen leichter wird als einem wohlgestalteten Menschen, der immerwährend den Versuchungen der Welt ausgesetzt ist, doch nur dann, wenn er selbst das Seinige dazu tut, d.h. ergeben in den Willen Gottes sein ihm auferlegtes Schicksal trägt und seinem Schöpfer Dank weiß dafür, dass Er ihm das Leben gab. Ist ein solcher Mensch geistig regsam, so wird er bald seine Gestalt nicht mehr als Mißgeschick ansehen, sondern im geistigen Leben ein begehrenswertes Ziel erblicken. Er wird nur immer danach trachten, sein geistiges Wissen zu vermehren, und er wird auch den Mitmenschen Liebe geben und seines Geschickes wegen nicht murren oder gar sich auflehnen gegen Gott ....

Amen


BD 6240 empfangen  17.4.1955

Jesus nahm alles Leid auf Sich ....
Warum Leid? ....

Ich nahm alles Leid der Menschen auf Mich .... Ihr könntet nun unbelastet durch das Erdenleben gehen und ungehindert streben zur Höhe, ihr könntet wahrlich auf Erden schon ein Leben führen wie im Paradies .... wenn ihr nur eurem Endziel leben würdet, wenn ihr bewusst die Vereinigung anstrebtet mit Mir, was ihr auch könntet, weil Ich für euch die Urschuld getragen habe, ihr also unbelastet den Weg nach oben gehen könnt.

Doch ihr seid noch dem Einfluß Meines Gegners ausgesetzt, und von diesem Einfluß müsst ihr euch selbst frei machen .... Denn die Erdenzeit ist euch zur Erprobung des Willens gegeben, es ist die Zeitspanne, wo auch Mein Gegner noch auf euch einwirken kann und ihr diese Willensprobe bestehen müsst, dass ihr ihm Widerstand entgegensetzt und bewusst Mir zustrebt. Und sein Einfluß wird nicht ganz spurlos an euch vorübergehen, ihr werdet doch mehr oder weniger darauf reagieren und darum als Gegenwirkung von Mir Leiden und Nöten ausgesetzt sein, die euch inniger an Mich Anschluss suchen lassen sollen, auf dass die Gefahr, von ihm gefangengenommen zu werden, behoben ist .... Es ist eure Seele noch substanzlich ihm zugehörig, solange sie noch materiell gebunden ist und von unreifem Geistigen eingeschlossen und umgeben ist ....

Ich starb für euch den Tod am Kreuz, damit ihr euch lösen konntet aus den Fesseln Meines Gegners, doch dieses Lösen muss die Seele selbst besorgen, d.h., sie muss dieses Lösen von Meinem Gegner ernstlich wollen .... Und um euren Willen in dieser Weise zu beeinflussen, müsst ihr durch Not und Elend gehen .... es sei denn, euer Wille gehört Mir voll und ganz und läßt keine Beeinflussung durch Meinen Gegner mehr zu .... Dann aber wird auch euer Erdenleben leichter tragbar sein, dann könnt ihr schon mit Recht sagen, dass ihr erlöst seid von Sünde und Tod, von Schwäche und Gebundenheit ....

Doch dann werdet ihr selbst euch einfügen in das Missionswerk der Erlösung an euren Mitmenschen, denn dann wisst ihr um die Bedeutung des Erdenlebens, und ihr wollt helfen, dass auch eure Mitmenschen frei werden von der Macht, die sie gebunden hält. Und dann wird darum euer Erdenleben nicht ohne Leid sein, dass es nicht für eure Mitmenschen zum Willensentscheid zwingt, denn solange der Mensch unreif ist an seiner Seele, sucht er das Leben in Glück und Sorglosigkeit, und er würde wieder nur um eigennütziger Ziele willen sein Leben zu wandeln suchen, was ihn aber nicht zur Vollkommenheit führen könnte ....

Durch Meinen Tod am Kreuze wollte Ich euch ein Eingehen in die ewige Seligkeit ermöglichen .... nicht aber ein paradiesisches Leben auf Erden erkaufen .... Dennoch könnt ihr selbst euch das Erdenleben erträglich gestalten, so ihr es nur in inniger Gemeinschaft mit Mir lebt .... Dann kann euch nichts mehr bedrücken und belasten, dann ist euch alles, was über euch kommt, ein Beweis Meiner Liebe zu euch, und dann wisst ihr auch um den Zweck dessen, und ihr fügt euch freiwillig in euer Geschick .... Ihr leidet nicht mehr, sondern bewusst wertet ihr alles aus und seht es als Gnadenzuwendung an, weil es euch einen höheren Reifegrad sichert, weil es dereinst eure Seligkeit erhöhen wird, wofür ihr nur immer dankbar seid. Ihr tragt dann nur eurer Mitmenschen wegen ein Kreuz .... euch selbst aber ist es ein Zeichen Meiner Liebe, die euch berufen hat, teilzunehmen an Meinem Erlösungswerk ....

Amen


BD 0646 empfangen  30.10.1938

Menschen ohne Leid ....
Leid ist Liebe ....

Und immer sollt ihr Meine Stimme vernehmen, die ihr im Herzen das Verlangen danach tragt. Siehe, Mein Kind, wohl ist dein Gang auf Erden ein ständiger Kampf und muss es bleiben bis an dein Lebensende, denn die Kraft des Willens bleibt dann gleichfalls ungeschwächt, und so du auf Erden schon restlose Erfüllung deiner Bitten fändest, würdest du nachlassen im Streben, zu Mir zu gelangen, und darin suche und finde du immer die Erklärung für Stunden und Tage, die dein Gemüt beschweren. Es ist Meine Liebe dennoch in deiner Nähe und verhütet, dass du Schaden leidest an deiner Seele.

Der Zustand immer gleicher Zufriedenheit auf Erden ist äußerst gefahrdrohend für die Seele .... und Meine Liebe will solche Gefahr von dir abwenden und dich zu immer regerer Geistestätigkeit erziehen und dein Verlangen nach Mir erhöhen, denn dieses ist die echte Triebkraft zu geistiger Arbeit an sich selbst .... Und Ich bin euch immer nahe, ihr aber erkennt Mich oft nicht und sucht Mich und horcht nicht nach innen, wo Ich euch liebevoll anspreche .... habt nur Ausdauer und lasst euer Verlangen nach Mir nicht schwächer werden, so nehme Ich ganz von euch Besitz und gebe euch den seligsten Frieden dereinst, wenn ihr den Kampf des Lebens siegreich ausgefochten habt. Und nun lasse Mich zu deinem Herzen also sprechen:

Des Lebens ungetrübte Freude ward keinem Sterblichen zuteil .... Dieses oft angewandte Wort besagt euch in Kürze den Leidenszustand auf Erden, und wer der Freuden im Erdenleben viele aufzuweisen hat, ist wahrlich nicht in Liebe vom himmlischen Vater bedacht. Er kann nur immer dann von wahrer Vaterliebe reden, wenn er auch die Strenge des Vaters zu fühlen bekommt .... oder aber selbst so willig sich dem himmlischen Vater hingibt, dass der Herr ihn gesegnet hat schon im Erdenleben. Doch wer in der Liebe des Vaters steht, wird zur Läuterung seines Wesens durch das Feuer der Liebe oder durch Leid gehen müssen .... Ist sein Herz liebewillig und liebtätig, dann wird ihn auch das Leid nicht niederdrücken und er im Leid nur noch inniger zum himmlischen Vater aufblicken und pur Liebe werden im Erdenleben.

Doch wer von Leid verschont bleibt, ist unsagbar arm auf Erden, und das durch eigene Schuld .... Er gab dem Mitmenschen keine Liebe und empfängt somit auch vom Vater solche nicht. Ihm wird zwar das Erdenleben weit besser behagen in ungestörtem Lebensgenuß und kummerlosen Tagen, doch ist sein Seelenzustand getrübt und unsagbar qualvoll .... Die Entfremdung vom Vaterherzen wird sich fühlbar äußern, indem sein Sinnen und Trachten nur den irdischen Freuden gilt und er mit wahrer Gier nach solchen strebt, denn er gibt sich durch sein liebloses Wesen in die Macht der Gegenkräfte, wendet sich diesen immer mehr zu und wird von dieser Macht hineingezogen in den Strudel der Welt mit allen Verlockungen, allem Glanz und aller Sinnlichkeit.

Darum beneidet nimmer die Menschen, denen es scheinbar gut geht im Erdenleben .... ihr Leben ist so unproduktiv .... nichts sammeln sie für die Ewigkeit, nichts tun sie für ihre Seele .... doch alles für ihren Untergang und geistigen Tod. Und das Erdenleben ist kurz, das Leben im Jenseits aber unendlich lang .... sie haben viel aufgegeben und wenig empfangen auf Erden und sind ärmer als die ärmsten Menschen auf Erden, die durch Leid und sorgenvolle Tage gehen. Je mehr ihr in Liebe tätig seid auf Erden, desto mehr wird euch auch das Leid drücken .... euer eigenes und noch mehr das Leid der Mitmenschen, denn ein liebendes Herz fühlt gleichsam auch die Leiden seiner Lieben ....

Doch alles Leid ist wiederum Liebe .... innige Liebe eures Vaters im Himmel, Der euch dadurch würdig machen will Seiner Nähe und des himmlischen Paradieses .... Und so ihr im Leid steht, so wisst, dass ihr auch in Meiner Liebe seid .... wisst, dass ihr dann nur immer inniger euren Heiland ins Herz schließen sollt, auf dass all euer Leid in Segen gewandelt werde ....

Amen


BD 0659 empfangen  9.11.1938

Auch das Leid ist Gnade ....
„Vater, Dein Wille geschehe ....“

Gehorche der Stimme in deinem Inneren, die dich stets mahnen wird zu rechtem Handeln, und bedenke, dass der Vater Seinem Kinde schon die rechten Weisungen gibt, so es diese nur hören will. Denn die weitaus größte Möglichkeit besteht, dass sich ein planmäßiges Ausführen der Arbeit nicht mehr durchführen läßt, es werden aber doch dir alle Mittel zu Gebote stehen anderweitig, und deshalb soll deine Sorge nicht solchen Hindernissen gelten, die der Herr immer wieder beseitigen kann, so es der von Ihm gewollten Arbeit dienlich ist. Und nun neige dich uns zu und nimm unsere Lehren entgegen:

Was kann euch Menschen wohl geschehen, wenn der Herr Seine schützende Hand über euch hält .... Er wird verhüten, dass ihr Schaden nehmt an Leib und Seele, Er wird euch führen nach Seinem Willen, und was zu überwinden euch auferlegt ist, dient nur der Förderung eurer Seele. Darum bangt nicht, und gebt euch vertrauensvoll der Führung des himmlischen Vaters hin. Alles auf Erden hat seinen Zweck; es weiß der Mensch nicht um die Pläne der ewigen Gottheit und kann daher auch nicht so leicht erkennen, wie alles wohl und weise eingerichtet ist den Menschen zum Segen.

Seine Härte, die von den Menschen oft als grausam empfunden wird, ist immer nur ein in Liebe angewendetes Mittel, um euch unvergleichlich Schönes einst bieten zu können. Und da ihr nicht freiwillig euch dessen würdig machen wollt, will euch der Herr durch Leid und Trauer auf diesen Weg führen, der euch die Herrlichkeiten zugänglich macht. Einst werdet ihr es erkennen und von ganzem Herzen dem Vater danken für jede Zurechtweisung im Erdenleben. Die Gnade Gottes geht unablässig den Erdenmenschen zu, und auch das Leid ist Gnade .... was euch Menschen noch unbegreiflich ist.

So ihr euch aber voller Vertrauen dem Herrn überlasst, so werdet ihr auch bald den Segen des Leides an euch selbst verspüren, ihr werdet erkennen, wie unsäglich liebevoll die Vaterhand euch führt, dass sich selbst im Erdenleben die Folgen solches Leides für euch günstig auswirken, euer Seelenleben aber unvergleichlichen Vorteil davon hat. Und so steht einer jeden Sendung des Vaters mit vollster Ergebenheit gegenüber, bedenkt, dass nicht ein Vöglein vom Dach fällt ohne Seinen Willen und dass alles, was Er euch sendet, nur ein Ausdruck Seiner Liebe und Barmherzigkeit ist, die ihr erst in ganzem Umfang fassen werdet, wenn ihr vollendet seid. Denn heut mangelt euch noch die Fähigkeit zu beurteilen, was euch dienlich oder von Nachteil ist, ihr müsst nur immer gläubig dem Vater im Himmel euren Willen opfern und in allem Leid und aller Trübsal von Herzen zu Ihm beten .... „Vater, Dein Wille geschehe ....“ Dann werdet ihr auch allzeit getröstet werden ....

Amen


BD 4959 empfangen  30.u.31.8.1950

Leid Liebesbeweis Gottes ....
Läuterungsfeuer ....

Nehmt jede Bürde des Lebens auf euch, und wisst, dass sie nötig ist, auf dass ihr gänzlich frei werdet von jeder Last, die eure Seele noch beschwert. Einst sollt ihr frei und leicht in Sphären weilen, wo alles lichtdurchstrahlt ist, und eure Seele muss dann jegliche Hülle abgelegt haben, ansonsten sie nicht die Lichtfülle aufnehmen kann, ansonsten das Licht Widerstand finden würden der ihm den Eintritt in die Seele verwehrt. Was ihr auf Erden tragen müsst, trägt nur dazu bei, dass die Seele sich löst von ihrer sie bedrückenden Hülle, dass sie alles von sich stoßen kann, was ihr noch Qualen bereitet, was sie noch fesselt und also unfrei macht.

Das Reich der seligen Geister aber kennt keine Widerstände, und darum kann darin nur weilen die Seele, die selbst rein ist, die sich völlig vergeistigt hat, an der nichts Unedles mehr haftet, das die Lichtdurchstrahlung verhindern könnte. (31.8.1950) Die Seele muss wieder in ihren Urzustand eingetreten sein, wo sie, als selbst Licht, göttlich war und in engstem Verband stand mit der ewigen Gottheit, weil sie ein Teil war von Ihr, ein Funke des ewigen Lichtes. Alle Schlacken müssen zuvor entfernt worden sein, was so viel bedeutet, als dass die Seele durch ein Läuterungsfeuer hindurchgegangen ist, das sowohl tiefes Leid als auch tiefe Liebe sein kann, immer aber erfolgreich war.

Darum beklaget ihr Menschen euch nicht, so ihr leiden müsst, sondern seht das Leid als einen Liebesbeweis Gottes an, Der immer nur auf die Läuterung eurer Seele bedacht ist, um ihr ein seliges Los bereiten zu können, so der Eintritt in das geistige Reich stattfindet. Dann wird die Seele das Leid segnen und voller Dankbarkeit auf das Erdenleben zurückblicken, das ihr durch das Leid den Zustand eingetragen hat, lichtempfänglich zu sein und in steter Seligkeit in Gottnähe weilen zu können. Auf Erden aber kann sie die große Liebe und Güte des Vaters nicht ermessen und lehnt sich oft auf gegen ihr Schicksal. Ergebung aber sichert ihr vermehrte Liebe Gottes, vermehrtes Leid aber auch erhöhte Seelenreife und ein Verweilen in den Lichtsphären und ewige Seligkeit ....

Amen


BD 3379 empfangen  25.12.1944

Erdenleben Augenblick in der Ewigkeit ....
Leiden und Freuden ....

Das Erdenleben ist nur von kurzer Dauer, selbst wenn der Mensch ein hohes Alter erreicht, denn es ist eine Phase in der Ewigkeit, die wie ein Augenblick gewertet werden kann. Und alles, was der Mensch an Freuden und Leiden zu durchleben hat, geht wie ein flüchtiger Moment vorüber und lässt immer nur die Erinnerung zurück. Doch auswirken kann sich jeder Moment für die ganze Ewigkeit .... Gott aber hat eines jeden Menschen Schicksal wohl bedacht, und Seine Liebe hat es gestaltet.

Daher wird nichts sinn- und zwecklos sein, was auch der Mensch durchleben muss; es wird der Seele zum Heil gereichen, sowie er sich ganz der göttlichen Führung überläßt und, ohne zu murren, sich in sein Schicksal fügt. Gott will die völlige Unterwerfung des Menschen erreichen, weil Er dann erst ganz in ihm wirken kann; Er fordert völlige Hingabe an Sich, um die Seele des Menschen durchfluten zu können mit Seiner Liebe .... Und darum muss sein Herz jegliches Verlangen aufgeben, das nicht Ihm gilt ....

Das Erdenleben ist kurz und muss ausgewertet werden, es muss genützt werden zum gänzlichen Zusammenschluss mit Gott, und es geht jeder Tag verloren, wo irdische Ziele das Menschenherz bewegen. Und darum nimmt Gott oft den Menschen, was sie von selbst nicht hingeben wollen, um Sich Selbst ihnen dann darzubieten als Ersatz dessen, was sie aufgeben müssen. Und es ist der Mensch dann wahrlich nicht im Nachteil, er tauschet etwas Geringes gegen etwas Kostbares ein, und er wird überaus selig sein, so er einst erkennt, wie liebevoll Gottes Führung war, die ihm zur ewigen Seligkeit verhelfen wollte.

Denn das ist Seine Liebe und Gnade, dass Er Seine Weisheit walten lässt, weil Er erkennt, was der menschlichen Seele von Nutzen ist und was ihr schaden könnte auf ewig. Er hält Seine schützende Hand über Seine Kinder, die Ihn anstreben und in Gefahr sind, sich Ihm zu entfremden, weil die Welt mit allen Lockungen an sie herantritt .... Doch es soll der Mensch voll vertrauend sich der göttlichen Führung überlassen, er soll wissen, dass Seine Liebe den Erdenlauf bestimmt hat und dass er Ihm dereinst dankbar sein wird, wenn die kurze Erdenzeit vorüber ist, die nur ein Augenblick ist in der Ewigkeit ....

Amen


BD 4117 empfangen  7.9.1947

Großes Leid - Große Gnade ....

Übergroßes Leid ist eine besondere Gnade, wenngleich euch dies unbegreiflich ist; denn Meine Liebe will euch Menschen nicht versinken lassen im Taumel der Welt und stellt diesem gegenüber Stunden finsterster Not, um euch zum Besinnen zu veranlassen, ansonsten die Seele leer ausgehen würde und keinen Erfolg zu verzeichnen hätte in ihrer geistigen Entwicklung. Das Leid ist stets als ein Mittel anzusehen, den Menschen hilflos und seiner Schwäche bewusst zu machen, und sowie das Leid dazu beiträgt, dass sich die Seele Mir zuwendet, dass sie Mich angeht um Hilfe und sich demütig Mir anvertraut, ist es von großem Segen und daher als eine Gnadengabe anzusehen.

Denn das Leid führt zu Mir, während durch die Freuden der Welt sowie jeden irdischen Genuß das Gegenteil erreicht wird. Leid veranlaßt den Menschen zum Beten, und ohne Gebet ist keine Verbindung von euch zu Mir möglich. Ohne Gebet kann euch die Gnadengabe nicht zugeleitet werden, denn das Gebet bekundet den Willen und das Verlangen nach Mir, und also kann Ich dem Menschen entgegenkommen und ihm als Erfüllung seiner Bitte geben, wessen er bedarf. Bleibt aber der Mensch von Leid verschont, so verharrt der Körper in der Abwehr des Geistes, so dieser sich der Seele kundtun möchte, auf dass der Mensch die rechte Führung und Belehrung entgegennehmen kann.

Letzteres aber ist unbedingt nötig für den geistigen Aufstieg, für das Erreichen eines hohen Reifegrades der Seele, dass diese vom Geist unterwiesen wird und also die Seele mit dem Geist sich einet. Dazu muss Ich aber unbedingt mit Meiner Kraft ihr Hilfe gewähren und also vorerst darum angegangen werden, weil der freie Wille des Menschen ausschlaggebend ist, dieser aber wird zur Entscheidung gedrängt im Leid. Es kann das Leid auch ein Menschenherz verhärten, dann treibt der Mensch ab und strebt nicht mehr die Höhe an, und dann gibt es kein anderes Mittel, das erfolgreicher wäre.

Zumeist aber führt das Leid zu Mir hin, zumeist vervollkommnet sich der Mensch durch Leid, und dann hat dieses seinen Zweck erfüllt. Dann aber sollt ihr Mir auch dankbar sein für solches und es auch als Gnade anerkennen, denn es ist irdisches Leid kein Dauerzustand und überaus segensreich, so ihr selbst nur wollt, dass ihr reift. Dann werdet ihr es Mir danken ewiglich, und im Zustand des Erkennens ist euch auch das irdische Leben leichter erklärlich, und ihr findet euch auch in der großen Notzeit zurecht, denn ihr lebt dann euer Leben nicht mehr allein, sondern mit Mir, weil ihr im Gebet euch Mir erschließt und nun Kraft empfangt, die ihr wieder nützen könnt nach eigenem Willen und nützen werdet mit Sicherheit zum geistigen Aufstieg, wie es eure Bestimmung ist ....

Amen


BD 7248 empfangen  7.1.1959

Leid entschlackt die Seele ....

Es wird euch viel mehr gegeben, als euch genommen wird, denn ihr empfangt geistige Güter zurück, wo ihr irdische Güter hingebt. Ihr werdet also scheinbar euch zurückgesetzt fühlen, ihr werdet glauben, Lasten tragen zu müssen, ihr werdet euch irdisch bedrängt und bedrückt fühlen, aber genausosicher „empfangt“ ihr geistig .... und wenn es nur eine stets größere Läuterung eurer Seele ist, die ihr als Gegengabe empfangt für jene irdischen Einschränkungen oder Widerstände aller Art. Ihr könnt nur reifen durch Widerstand. Geht aber euer Erdenleben immer glatt vonstatten, dann sind wenig oder keine Ausreifungsmöglichkeiten gegeben, und eure Seele bleibt zurück in ihrer Entwicklung.

Sowie ihr aber euch belastet fühlt, wendet euch nur an Jesus Christus, und Er wird euch helfen, die Last zu tragen, oder sie euch abnehmen. Und jeder Zweifel sei euch ferne, dass Er euch hört .... Er weiß es, warum ihr ringen müsst auf dieser Erde, und Er steht darum immer neben euch, nur eures Anrufes harrend, der Ihm die Möglichkeit gibt, Sich zwischen euch und den Feind zu stellen .... Dieser Anruf muss von euch selbst ausgehen, dann aber ist er auch sicherlich von Erfolg. Eure Glaubensschwäche oder ein noch so leiser Zweifel gibt dem Gegner Gottes jedoch immer wieder Berechtigung, sich an euch heranzudrängen und euch stets mehr zu schwächen .... Und ihr selbst müsst nun euch wehren, indem ihr euch Jesus Christus übergebt, indem ihr zu Ihm ruft, dass Er ihn verdränge und euch schütze gegen ihn.

Und wahrlich, es wird kein Ruf vergeblich sein .... Denn Seine Liebe weicht nicht von euch, aber sie bedarf eurer Liebe und eures Verlangens nach Ihm, um wirksam werden zu können. Aber jede bestandene Prüfung trägt eurer Seele einen bedeutenden Vorsprung ein, und ihr werdet es einmal erkennen, was diese inneren Kämpfe beigetragen haben zur Entschlackung der Seele, die sich nach der Vollendung sehnt und sich noch hindurchkämpfen muss bis zu ihrem Lebensende. Darum segnet jede Stunde, da ihr leidet auf Erden, körperlich oder seelisch, und wisst, dass ihr dennoch im Vorteil seid gegenüber denen, die heiter und unbelastet durch das Erdenleben gehen und jenen Läuterungsprozeß der Seele nicht durchmachen, weil sie ihn nicht ernstlich anstreben und darum das irdische Leben ihnen auch noch viel Schönes bietet, woran sie sich erfreuen.

Sie geben nichts hin und können daher auch nicht viel empfangen .... Sie gewinnen der Welt ab, was nur immer möglich ist, und die Beschaffenheit ihrer Seelen ist ihnen gleichgültig, weshalb auch die Seele nicht leidet, doch später einmal doppelt wird zu leiden haben, wenn sie ihre Mangelhaftigkeit erkennt und sie es wird einsehen müssen, dass sie nichts zu ihrer Läuterung getan hat auf Erden. Jeder auf Erden leidende Mensch ist im Vorteil denen gegenüber, die leicht und unbeschwert durch das Erdenleben gehen .... Dennoch kann auch ein echter Christ heiter sein im Vertrauen darauf, dass er immer nur Jesus Christus seine Sorgen und Lasten aufzubürden braucht und immer dann auch das Leben wird erträglich sein.

Denn dessen Vertrauen wird nicht enttäuscht werden, und die Gewissheit, einen ständigen Helfer zur Seite zu haben, läßt auch jene heitere Fröhlichkeit aufkommen, die einen guten Christen zieren soll. Darum noch einmal: Segnet das Leid, sowie es nur euch hintreibt zu Jesus Christus, zu Ihm, Der euch euer Kreuz tragen hilft, wenn ihr nur Ihn darum bittet ....

Amen


BD 4352 empfangen  25.6.1948

Vereinigung mit Gott ....
Schule des Leidens ....

Eine für euch unfassbare Sehnsucht nach der Vereinigung mit Meinen Geschöpfen veranlaßt Mich, euch ständig durch eine Schule gehen zu lassen, die euch die Seelenreife eintragen soll, denn ohne einen bestimmten Reifegrad kann die Vereinigung nicht stattfinden. Meine Liebe ist wahrlich nur auf euer Wohl bedacht, doch dass Ich Mittel zur Anwendung kommen lasse, die euch an Meiner Liebe zweifeln lassen, ist von euch selbst gewollt, wenn auch unbewusst, denn eure Einstellung zu Mir fordert diese Anwendung heraus, weil ihr euch nicht den Gesetzen der Ordnung anpaßt, die eure Seelenreife fördern ohne Leid .... weil ihr nicht das Gesetz der Liebe erfüllt, das nicht umgangen werden kann, wollt ihr ausreifen. Und so werden Meine Erziehungsmittel immer schärfer werden, je weiter ihr euch von der Liebe entfernt ....

Nun aber ist die Schulzeit abgelaufen, und es wird ein jeder Mensch die Prüfung ablegen müssen. Wer sie besteht, der wird selig werden in der Vereinigung mit Mir, wer aber versagt, dem ist eine nochmalige Schule nicht zu ersparen, die er unter härteren Bedingungen absolvieren muss, will er einmal zum Ziel gelangen. Ich lasse Meine Geschöpfe nicht fallen, und die endgültige Vereinigung muss und wird einmal stattfinden, doch es können noch endlose Zeiten vergehen, und den Zeitpunkt der Erlösung bestimmt der Mensch selbst, denn er muss im freien Willen die Vereinigung mit Mir eingehen, Ich kann ihm nur beistehen, zwinge ihn aber nicht.

Lasst euch dies gesagt sein, dass Ich alle Meine Geschöpfe liebe und Meine Liebe niemals aufhört, dass Ich aber trotzdem Meinen Plan von Ewigkeit zur Ausführung bringe, auch wenn ihr Menschen keine Liebe darin entdecken könnt. Aber es geht um euch selbst, um euren geistigen Aufstieg, es geht um ein ewiges Leben .... Noch seid ihr, die ihr nun auf Erden lebt, geistig tot, bis auf einige wenige, die geistig wiedergeboren sind. Noch spürt ihr nichts vom Leben in euch, und beendet ihr in diesem Zustand euer Erdenleben, so verfallt ihr in eine Kraftlosigkeit, die für euch Tod bedeutet, ihr seid in tiefstem Dunkel und völlig macht- und kraftlos, wisst aber, dass ihr seid .... Dieser Zustand ist so qualvoll, dass Meine Liebe ihn euch ersparen möchte, und darum suche Ich, euch auf Erden schon zum Leben anzuregen, Ich suche euch Licht zu geben, auf dass ihr den Zustand des Lebens im freien Willen anstrebt.

Alle Widerstände eures Lebens sollen euch dazu verhelfen, dass ihr tätig werdet, und Tätigkeit ist Leben. Irdische Tätigkeit ist mit dem Moment des Leibestodes zu Ende, ihr aber sollt tätig sein im geistigen Reich, und dazu müsst ihr die Schule des Geistes bestanden haben, die für euch auch eine Schule des Leidens sein muss, ansonsten ihr nicht ausreift. Dennoch gebe Ich euch die Versicherung, dass Ich euch liebe und jegliches Geschehen, das sich für euch leidvoll auswirkt, nur in Meiner Liebe begründet ist. Ich will euch erziehen zu Meinen Kindern, weil Meine Vaterliebe euch nicht verlieren will und weil Ich will, dass ihr als Meine Geschöpfe nicht in der Ferne von Mir weilt, sondern euch mit Mir vereinet und selig werdet ....

Amen


BD 5282 empfangen  27.12.1951

Zu den Schwachen, Kranken und Bedürftigen kam Jesus ....

Für die Schwachen, Kranken und Bedürftigen bin Ich zur Welt gekommen, denn die Starken und Gesunden benötigten Mich nicht, sie fanden allein ihren Weg, glaubten ihn wenigstens zu finden, und erst, wenn sie sich verirrten, erkannten sie ihre Schwäche und riefen nach Mir .... wenn ihre eigene Kraft nicht genügte, um das Leben zu meistern. Alle, die nach Mir rufen, die Mich brauchen, sind schwach und krank an ihren Seelen, und allen denen komme Ich zu Hilfe, weil sie durch ihren Ruf nach Mir ihren Notzustand bekennen, aus dem sie sich durch Mich Rettung erhoffen.

Ihr Menschen seid alle schwach und krank, und wohl denen, die es erkennen .... Die aber sich stark und gesund fühlen, sind übel dran, denn ihnen kann nicht geholfen werden .... Und viele sind es, die keine Hilfe zu benötigen glauben, viele sind es, die von ihrer eigenen Kraft überzeugt sind und gar leicht sich der Kraft dessen bedienen, der sie für sich gewinnen will, der sie bestärkt in ihrem überheblichen Glauben und der darum ihnen Kraft zuführt, jedoch nicht ohne Gegenleistung .... Er verlangt die Seele und gibt dafür dem Körper, was er verlangt ....

Ich aber bin der Arzt der Kranken und Schwachen, Ich bin der Tröster der Betrübten und die Hoffnung der Verzagten .... Sie alle kommen zu Mir, und sie werden nicht vergeblich bitten, Ich sage ihnen allen Meine Hilfe zu, auch wenn ihr Menschen sie nicht umgehend erfahrt. Dann aber weiß Ich auch, warum, und ihr seid dennoch nicht verlassen, denn Mich ruft niemand vergeblich an, der aus dem Herzen um Hilfe bittet. kommt alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....

Also habe Ich euch Meine Hilfe verheißen, und so ist sie euch auch sicher .... Dessen gedenkt immer, wenn Not an euch herantritt, wenn ihr euch körperlich oder seelisch bedrängt fühlt, wenn das Erdenleben schwer auf euch lastet, wenn ihr Hilfe benötigt. Dann denkt daran, dass Ich zu den Armen, Kranken und Schwachen kam einst und auch jederzeit und dass Ich nur eures Rufes harre, um Mich euch zu erkennen zu geben, dass Ich aber angerufen werden will, auf dass ihr frei aus euch erkennt eure Schwäche und nach Mir, eurem Arzt und Helfer, Verlangen habt, dass ihr durch euren Ruf euren Glauben beweist, dass Ich euch helfen kann und will .... und diesen Glauben lasse Ich niemals zuschanden werden ....

Amen


 Kurzbiographie

Wer war Bertha Dudde?

Bertha Dudde wurde am 1. April 1891 als zweitälteste Tochter eines Kunstmalers in Liegnitz, Schlesien, geboren.

Sie wurde Schneiderin und erhielt seit dem 15. Juni 1937 Kundgaben vom Herrn durch das „innere Wort“.

„Durch einen hellen Traum wurde ich veranlaßt, meine Gedanken nach innigem Gebet niederzuschreiben. Verständlicherweise ergab das noch oft Zweifel und innere Kämpfe, bis mir die Überzeugung kam, dass keineswegs ich selbst der Urheber dieser köstlichen Gnadenworte war, sondern dass der Geist in mir, d.h. die Liebe des himmlischen Vaters, offensichtlich wirkte und mich in die Wahrheit einführte.“

„Es wurde mir ein Wissen erschlossen auf geistigem Gebiet, das weit über meine Volksschulbildung hinausging. Das Wissen empfing und empfange ich als Diktat im vollwachen Zustand; ich schreibe alles, was mir gesagt wird, in Stenogramm nieder, um es dann unverändert Wort für Wort in Reinschrift zu übertragen. Der Vorgang vollzieht sich keineswegs in einem Zwangszustand, d.h. in Trance oder Ekstase, sondern in einer absolut nüchternen Verfassung; allerdings muss ich es selbst wollen, und freiwillig darf ich dann diese Diktate empfangen; sie sind weder an eine Zeit noch an einen Ort gebunden.“

„Nun habe ich nur den einen Wunsch, diese Gnadengaben noch recht vielen Menschen zugänglich machen zu können und nach dem Willen Gottes selbst noch viel Arbeit in Seinem Weinberg leisten zu dürfen.“

(Zitate aus einer Autobiographie von 1959)

Bertha Dudde starb am 18. September 1965 in Leverkusen


Buch: "2020 - 2028 Bertha Duddes Prophezeiungen zur Endzeit und Neuen Erde - FAQs zu 3. Weltkrieg, Katastrophe aus dem Kosmos, Antichrist, Wiederkunft Jesu, Endzeitgericht, Neue Erde" 314 Seiten, ISBN-13: 9783751984348, 19,90 €, BoD-Verlag, Erscheinungsdatum 10/20, https://www.bod.de/buchshop/2020-2028-bertha-duddes-prophezeiungen-zur-endzeit-und-neuen-erde-gerd-gutemann-9783751984348

Buch: "2020 - 2028 Kurzfassung von Bertha Duddes Endzeitprophezeiungen - FAQs zu 3. Weltkrieg, Katastrophe aus dem Kosmos, Antichrist, Wiederkunft Jesu, Endzeitgericht, Neue Erde" 66 Seiten, ISBN-13: 9783750451599, Verlag: Books on Demand, Erscheinungsdatum: 26.08.2020, 4,99 €, https://www.bod.de/buchshop/2020-2028-kurzfassung-von-bertha-duddes-endzeitprophezeiungen-gerd-gutemann-9783750451599


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Letztes Update: 01.10.2021